Vor 75 Jahren: Der letzte größere deutsche Flugzeugverlust am 18.04.45

Diskutiere Vor 75 Jahren: Der letzte größere deutsche Flugzeugverlust am 18.04.45 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Während der Kampfhandlungen um Nürnberg am 18.04.1945 wurde in der Gegend um Lauf/Pegnitz ein gemischter? Kampfverband aus mindestens 5 Bf 109...

MikeBravo

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Während der Kampfhandlungen um Nürnberg am 18.04.1945 wurde in der Gegend um Lauf/Pegnitz ein gemischter? Kampfverband aus mindestens 5 Bf 109 eingesetzt, um die Vormarschbewegungen der Amerikaner durch Einsatz von Bomben und Bordwaffen zu bekämpfen. Geschah dies von Ost nach West? Dann hätten die im Tiefflug operierenden Jäger die Sonne im Rücken gehabt...

Jedenfalls wurden alle Maschinen durch US-Flak abgeschossen. Eine Maschine stürzte am Moritzberg ab, eine 109 von der 2./JG 53 schlug nordwestlich von Lauf auf dem Kunigundenberg auf, eine mit dem Piloten Fw. Alfred Graebert aus Berlin stürzte in einen Acker bei Lauf/ Letten.

Je eine 109 stürzten in Lauf in eine Scheune und auf die Hauptstraße (Kehrstraße) ab. Das geschah allerdings schon am 16.04. und ein Pilot hieß Fw. Kurt Bernhard Paul von der 15./JG 53.
Das sind meine Infos. Die Maschinen sind nicht von den Flugplätzen Unterschlauersbach, Fürth, Herzogenaurach, Roth-Kiliansdorf oder Ansbach-Katterbach gestartet, weil entweder zerstört oder schon von den Amis eingenommen.

Welcher Verband war da unterwegs? Wie hießen die anderen Piloten?
Ganz besonders interessiert mich der Absturz am Moritzberg, da dieser am weitesten von den anderen Verlusten entfernt liegt und sich noch obertägige Spuren erhalten haben könnten (etwa Abdrücke im Waldboden bei einem senkrechten Absturz).

Hat jemand von euch weiterführende Informationen zu diesen Verlusten?
Höchstwahrscheinlich hat sich um die Identifikation von Piloten und Maschinen eine US-Gräberkompanie gekümmert, welche könnte das gewesen sein?
Verlustlisten wurden auf Deutscher Seite zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr geführt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das alle Maschinen der 2./JG 53 angehörten...

Geflogen wurden angeblich G 6, G10 und K 4, wobei auch die Option besteht, das auch 1 oder 2 Fw 190 dabei waren!
Meiner Meinung nach könnten die Piloten von Flugplätzen im Osten oder Süden gestartet sein, doch das ist nur Spekulation...
 
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MikeBravo

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Irgendwie machen meine Ergebnisse mit dem Link keinen Sinn wegen zu weiter Anflüge und der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Spritknappheit!
So sollte der Flugzeugführer der am Kunigundenberg abgestürzten 109 in Malmsheim gestartet sein, das liegt Irgendwo bei Stuttgart.

Die Maschine vom 16.04. mit der Absturzstelle Kehrstr.in Lauf ist in Reichenbach gestartet. Aber welches Reichenbach?

Da gibt es viele! Möglicherweise Reichenbach bei Heuberg?
 
schwarzmaier777

schwarzmaier777

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.....
Die Maschine vom 16.04. mit der Absturzstelle Kehrstr.in Lauf ist in Reichenbach gestartet. Aber welches Reichenbach?
Reichenbach bei Bad Schussenried ca. 8 km östlich Bad Saulgau bzw ca. 15 km östlich Mengen-Hohentengen.

Gibt ein gutes Buch hierzu Hans Willbold - " Der Luftkrieg zwischen Donau und Bodensee "... Irrer Preis bei Amazon - ich hab es auch, aber hat min. 120 EU weniger gekostet. Is ja wie ne Immobilie als Geldanalage :10:
VG Ingo
 

MikeBravo

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Ich glaube, es gibt auch ein Buch über das JG 53, "Pik-As"!

Nur kenne ich weder Verlag noch ISBN-NR.... Hat da jemand nähere Infos? Denn das hätte ich gerne!

Ingo, glaube, das dein Buch mir in meinem Fall nicht weiterhilft, da Nürnberg bzw. Lauf zu weit weg nördlich von der Donau sind...
Ist schon irgendwie seltsam, das die abgeschossenen Maschinen einen recht weiten Anflugweg hatten, obwohl die auch vor der "eigenen Haustür" Abwehrangriffe gegen US-Kolonnen fliegen konnten!

Zudem bestand auf dem Weg nach Lauf die Gefahr der Entdeckung und Vernichtung durch US-Jäger... Es sei denn, die Piloten sind schon am frühen Morgen im Tiefstflug aufgebrochen.

Wäre neugierig, wie das Wetter am 16. u. 18.04. 45 im Raum Lauf war, aber das bekomme ich noch raus.

Der letzter Verlust betraf eine JU 88G-6, zwischen 21 und 22.00 am 24.04.45 mit der Besatzung Lt. Herbert Ludwig von der IV. /NJG 6.

Gestartet in Unterschlauersbach. Sie griff am späten Abend auf der Autobahn Berlin-München, südwestlich von Lauf, ebenfalls US-Kolonnen an. Ein Zeitzeuge berichtet: "Die JU flog mehrere Angriffe und nachdem sich die Amis von Ihrer Überraschung erholt hatten, schlug der Maschine aus hunderten von schweren Mg's wildes Abwehrfeuer entgegen. Das Flugzeug wurde beim 3. oder 4.Anflug so schwer getroffen, das entweder die Besatzung fiel oder die Maschine nicht mehr steuerbar war.
Sie zog in geringer Höhe über Letten und stürzte in den morastigen Wald 150m südlich vom Waldgasthof-Hotel Letten.
Ein wassergefüllter Krater zeugt heute noch von diesem Absturz.

Von der Besatzung überlebte niemand.
 

MikeBravo

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Nach neueren Hineinlesens in die Flugplatzgeschichte von U-bach hast du natürlich recht!
Schließlich wurde der Platz am 18.04.45 durch Einheiten der US-ARMY besetzt!
Die letzten Flugzeuge des NJG 6 verließen den Einsatzhafen am 31.03./01.04,45 gegen 18.00. Möglicherweise wurde nach Ingolstadt oder Ganacker verlegt....
 
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innwolf

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Es gab Pioten von Einsitzern in der Zeit die über die Front nach Hause flogen und persönlich kapitulierten! Ein Pilot Flintrop z.B. nahe Friedrichshafen mit einer Me109. Wer in der Abenddämmerung in persönlich bekannter Gegend ohne Fahrwerk eine Aussenlandung machte hatte gute Chancen nicht von US-Kräften abgeschossen zu werden und die Landung zu überleben.

Wie dicht war denn im März/April 1945 die US-Luftüberwachug und der US-Flugmeldedienst, wie gut konnte sich eine Me109 einem Luftkampf wenn nichht überrascht worden entziehen?
 

Sens

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Welcher Sinn steht denn hinter dieser Fragestellung?
 
quarter

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Was sagt denn Prien/ Rodeike in ihrer JG 53 Chronik dazu?

Horrido!
 

Ledeba

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Um es kurz zu fassen ... nichts. Das Buch stammt allerdings von 1991 (noch in Schreibmaschinenschrift veröffentlicht!!!). Nach fast 30 Jahren der Forschung sollte da in der Zwischenzeit aber etwas passiert sein ... seine violette Reihe ist ja mittlerweile bei Band 13/VI und 1944 angelangt. Vielleicht steht ja etwas in den noch zu schreibenden Bänden zu 1945 drin ...
 
Hagewi

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