W2011RO - Tu-95 KM in 1:72 + X-20M (AS-3 Kangaroo)

Diskutiere W2011RO - Tu-95 KM in 1:72 + X-20M (AS-3 Kangaroo) im Rollouts bis 1:72 Forum im Bereich Wettbewerb 2011; [ATTACH] Hallo Forumsgemeinde, ein langer Bauabschnitt liegt hinter mir mit allen Hochs und Tiefs / respektive Lust und Frust. Die Zeit im...

  1. #1 kabelfreak, 25.06.2011
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    Hallo Forumsgemeinde,
    ein langer Bauabschnitt liegt hinter mir mit allen Hochs und Tiefs / respektive Lust und Frust.

    Die Zeit im Nacken, hatte ich schon befürchtet, nicht nur an der Deadline sondern
    auch am Modell selber zu scheitern, schiere Größe und, wie einige vorhergesagt
    hatten, doch zuviel Spachtel, der manche Delle ins Modell machte (soviel Selbstkritik muss sein…)

    Aber wie auch immer, ich habe alles pünktlich fertig bekommen und möchte euch die Kombination Tu-95KM samt Lenkwaffe CH-20 (X-20 oder AS-3 Kangaroo) vorstellen.

    Vorab etwas zu den originalen Vorbildern:
    Die Tu-95 ist sicher vielen aufgrund ihrer außergewöhnlichen Auslegung als gepfeilter Turboprop-Langstreckenbomber bekannt, am ehesten in der aktuellsten Version Tu-95 MS.
    Ursprünglich mit verglastem Bug wurde 1954 mit der Version Tu-95 K ein neuer mit seltsam anmutender Radarnase (Duckbill) ausgestatteter Lenkwaffenträger für die CH-20 entwickelt.
    Zuerst dienten Mig-19, die zur SM-20 umgebaut wurden, als Erprobungsträger. Die erste SM-20/1 wurde noch von einem Piloten gesteuert, die folgende Version wurden nach Abwurf unter dem Rumpf aus der Tu-95 K ferngesteuert.
    Die Lenkwaffe selber ist eine Weiterentwicklung aus dem Hause Mikojan/Gurjewitsch aus der I-7 U, die mit Pfeilflügeln Mitte der 50er Jahre als schwerer Abfangjäger konzipiert wurde (eine ausführlichere Beschreibung dieses Models findet man hier: http://www.aviastar.org/air/russia/mig_i-7u.php).
    Die Ähnlichkeit ist auf jeden Fall erkennbar.

    Sie wurde in einem speziell geformten Schacht unter dem Rumpf mit geführt und der Lufteinlauf mit einer Abdeckung geschützt.

    Die Tu-95 K büßte dadurch viel von ihrer Reichweite ein, da die CH-20 doch sehr schwer war. Somit wurde eine Version mit Tanksonde entwickelt, die Tu-95 KD. Die nächste Stufe der Weiterentwicklung ab 1962 war dann die Tu-95 KM mit neuer + verbesserter Ausstattung wie Radar, ECM, Navigationssysteme…

    Sie trug die verbesserte Version CH-20 M. Tu-95 K mit dieser Lenkwaffe wurden dann Tu-95 K-20 genannt (um das Versionswirrwarr zu komplettieren).

    Wichtig noch zu erwähnen: die CH-20 und CH-20 M waren beide keine fire-and-forget Waffen, mussten also bis fast ins Ziel geleitet werden (bis 70km). Somit war das Trägerflugzeug auch in der Endphase des Abschusses sehr anfällig für gegnerische Abwehrmassnahmen.

    Der Nachfolger der Tu-95 KM ab Anfang der 70er Jahre war die Tu-95 K-22. Wahrscheinlich wurden alle bestehenden KM-Versionen umgebaut.

    Daten zur CH-20:
    Entwicklung: ab 1954
    Einführung in die russ. Luftwaffe: 1958/59
    Länge: 14,95 m (!)
    Reichweite: ca. 800 km
    Geschw.: ca 1,8 Mach
    Gewicht : ca 11,5 t
    Gefechtskopf: konventionell oder nuklear

    ______________________
    Beide Modelle für sich sind schon recht imposant, die Tu-95 sowieso und auch die CH-20 – sie ist die größte flugzeugestützte Lenkwaffe.
    Ausgangsbasis waren einmal Trumpeters Tu-95 MS und Amodels Bausatz der CH-20. Die CH-20 habe ich so aus der Box gebaut ohne großes Tamtam. Bei der Tu-95 war dann viel mehr anzupassen, da ich eine Zeitreise rückwärts antreten musste.
    Zuerst erschienen mir die Anpassungen nicht so stark ins Auge springend, aber je mehr man in der Materie versinkt… – den Rest kennt jeder Modellbauer.

    Die gröbsten sichtbaren Anpassungen im einzelnen:
    - Radar (sogenanntes Duckbill) verlängert
    - Rohrleitung für Tankzufluss links entfernt, rechts etwas verlängert
    - Kanzelform etwas gestreckter und flacher
    - Vordere Fahrwerksklappen ohne „Beule“
    - Flügelwurzel angepasst
    - Waffenschacht der Lenkwaffenform angepasst
    - Hintere untere Waffenstation / Zwillingskanone eingebaut
    - Dementsprechend die hintere Rumpfform etwas „eingeschnürt“
    - 2x hinteres Tropfenfenster links und rechts zugefügt
    - Heckleitwerk angepasst
    - nachgraviert + Nieten gerollt

    Wie immer habe ich die Maschine in Naturmetall umgesetzt und auch mit Weathering nicht gespart, da in vielen alten Fotos doch eher der gut gebrauchte Zustand der Maschinen herausstach. Von der Version KM selber gibt es leider trotz einiger mir vorliegender Bücher wenig Fotomaterial.

    Ich habe die Version mit der auf Fotos erkennbaren Seriennummer 60802207 gewählt.

    Damit will ich euch nun nach den einleitenden Worten der Betrachtung und kritischen Anmerkungen überlassen. Natürlich freue ich mich auch über Lob.
     
    UweB und H.-J.Fischer gefällt das.
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  3. #2 kabelfreak, 25.06.2011
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    Fangen wir mit dem Rundgang an und beginnen von der Seite:

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  4. #3 kabelfreak, 25.06.2011
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    seitlich vorn - die Maschine hat ziemliche Ausmaße...

    Ganz wie gewünscht ist mir die Sache mit dem Cockpit nicht gelungen,
    es war ein ziemlicher K(r)ampf...

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  5. #4 kabelfreak, 25.06.2011
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    weiter gehts im Kreis...
    ähem - die Lichtverhältnisse im Harz lassen etwas zu wünschen übrig...

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  6. #5 kabelfreak, 25.06.2011
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    frontal nudity :D

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  7. #6 kabelfreak, 25.06.2011
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    . . .

    da hängt die CH-20 mit Abdeckung

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  8. #7 kabelfreak, 25.06.2011
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    ein Blick auf die rechten Triebwerke

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  9. #8 kabelfreak, 25.06.2011
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    der rechte Teil vorn...

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  10. #9 kabelfreak, 25.06.2011
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    noch mal etwas weiter weg...

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  11. #10 kabelfreak, 25.06.2011
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    der hintere Bereich - zum Glück hatte ich genügend Bugballast, sonst gäbs echt Probleme... :D
    Noch gerade so zu erkennen - die Antenne.

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  12. #11 kabelfreak, 25.06.2011
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    ums Heck gewandert, um die schöne ausladenden Linie von hinten zu begutachten

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  13. #12 kabelfreak, 25.06.2011
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    auch die linke Heckseite noch einmal nah...

    Die tropfenförmigen Fenster haben mich auch echt Nerven gekostet... :rolleyes:

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  14. #13 kabelfreak, 25.06.2011
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    und noch einmal näher an die Triebwerke

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  15. #14 kabelfreak, 25.06.2011
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    seitliche Nahaufnahme

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  16. #15 kabelfreak, 25.06.2011
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    und der abschließende Blick von schräg oben...

    Hier könnt ihr noch einmal schön die unterschiedliche farbliche Absetzung der Metallackierung, auch von unten in der Spiegelung sehen.

    Den Triebwerken habe ich ordentlich Ruß verpasst - ist ebenfalls deutlich sichtbar.

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  17. #16 kabelfreak, 25.06.2011
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    So - dit war dit.

    So schnell werde ich so eine Umbauaktion wohl nicht wieder angehen - das Ergebnis gefällt mir zwar (zum größten Teil) und schult auch in vielen Dingen, die neu für mich waren (Tiefziehen, Decals selber machen...) aber so werd ich ja nie im Leben mit meinen Bausätzen fertig :rolleyes:

    Ihr könnt loslegen.

    Gruß
    Andreas
     
  18. #17 Megamic, 25.06.2011
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    Grandioses Modell !!Du hast ja eine Menge Schwierigkeiten zu bewältigen gehabt und hast ja gerade noch den Termin geschafft, Respekt fürs Durchhalten .Du scheinst ja eine Menge Platz zuhause zu haben bei dem Riesenteil ;)
     
  19. #18 Monitor, 25.06.2011
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  21. #19 AARDVARK, 25.06.2011
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  22. popeye

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    Sieh's mal von der positiven Seite - Du hattest Modellbauvergnügen (und Aerger) über längere Zeit und wir alle haben von deiner gezeigten Arbeit irgendwie profitieren können.
    Eigentlich ist doch das die Hauptsache am Modellbau, oder ?

    "Der Weg ist das Ziel"

    MfG Rolf
     
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