W2019BB Nord 1500 Griffon II – Fonderie Miniature No. 7201 1:72

Diskutiere W2019BB Nord 1500 Griffon II – Fonderie Miniature No. 7201 1:72 im Bauberichte Forum im Bereich Wettbewerb 2019; Ich habe mich dann aber doch für die klassische Methode entschieden: Schwarz glänzend und anschließend Alu Polierfarbe. [ATTACH]

  1. urig

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    Ich habe mich dann aber doch für die klassische Methode entschieden: Schwarz glänzend und anschließend Alu Polierfarbe.

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  3. urig

    urig Alien

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    Was die Herstellung von Schattierungen angeht, so verwende ich diesen Trick: Die Panels, die einen Tick heller als der Rest werden sollen, werden ein zweites Mal mit Aluminium übersprüht. Der Rest wird vorher abgeklebt. Abkleben mag ich gar nicht: Daher wurden Triebwerkseinlaufslippe und Schubdüse mit Stahlfarbe gepinselt.

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  4. urig

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    Das Klebeband nimmt ein wenig vom Alu der ersten Lage mit (Gunze Polierfarbe!), so dass diese Bereiche dann ganz leicht dunkler werden (ohne selber mit anderen Farbmischungen experimentieren zu müssen). Man beachte die selber gebauten Verstrebungen im Bugfahrwerksschacht. Die verloren gegangene Gravur der geschlossenen Fahrwerksklappe soll als feines Decal aufgeklebt werden.

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  5. nexus

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    Statt feines Decal zu nutzen zieh doch einfach feine Linien mit einem weichen Bleistift. Das hat @bolleken96 bei seiner MiG-28 so gemacht und es wirkt echt gut. Ich würde sogar sagen, dass es fast maßstäblicher ist als „gewashte“ Gravuren…
     
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  6. urig

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    Danke fürs Mitdenken! Daran habe ich auch schon gedacht. Ich müsste das aber dann vor dem „Versiegeln“ des Polierlacks mit Glanzlack (Future) machen, damit der Bleistift hält.

    Mein Favorit ist die Decal-Variante. Nachdem Decals bei meinen Segelflugzeugen immer gut funktioniert haben, bin ich da am zuversichtlichsten.
     
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  7. urig

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    Alle Gunze Metallic-Farben bestehen aus Aluminiumpulver in Klarlack, dem, je nach beabsichtigter Wirkung, unterschiedliche Farbpigmente beigegeben sind. Daher kam die Idee, den gelb gefärbten Lack (aus dem Farbtopf 219) als Lasur für die schon gespritzte Alu-Oberfläche einzusetzen. Dafür habe ich die Farbdose nur so weit aufgerührt, dass die Brühe farbig wird und diese dann mit dem Pinsel auf die Innenseiten der Fahrwerksschächte lasierend aufgetragen. Was noch fehlt ist das Shading mit schwarzer Ölfarbe sowie die Details im Hauptfahrwerksschacht.

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  8. urig

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    Wie man in Bildern aus dem Museum sieht, gibt es zahlreiche abnehmbare Wartungsdeckel, die mit sehr dunklen Schnellverschlussschrauben befestigt sind, die im Unterschied zu den Nieten auch schon von weitem erkennbar sind. Diese will ich daher durch Decals darstellen. Dabei ist die Zeichnung von Joël Mesnard aus [1] hilfreich.

    Zur Vorbereitung der Aktion habe ich die Rumpfunterseite in vier unterschiedlichen Gamma-Korrekturen (Gammakorrektur – Wikipedia) ausgedruckt und dann als Transparentfolie auf den Rumpf gelegt. Damit das Ganze nicht zu dominant wird, werde ich später die zweitschwächste Variante (Gamma=0.5) verwenden.

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  9. urig

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    Zur Detaillierung der Fahrwerksschächte brauche ich selbstklebende Alufolie und mein ganzes Sortiment an farbigen Drähten.

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    Die Drahtstücke werden mit Akrylkleber und einem nassen Pinsel fixiert. Der Akrylkleber wird nach dem Trocknen transparent.

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  10. urig

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    und so sieht das am Ende aus (die Fahrwerksklappen sind für das Foto nur auf die Tragfläche gelegt; später stehen sie senkrecht und verdecken dadurch den Blick in den Schacht ungefähr zur Hälfte)

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  11. urig

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    Das erste Decal am „Bauch“ erfüllt seinen Zweck: Hervorheben der geschlossenen Bugfahrwerksklappe und zusätzliche Details. Es wurde einfach am Stück als durchgehende „Tapetenrolle“ aufgebracht. Zusätzlicher Nebeneffekt: Die Tapete zeigt mir auch, wo noch ein paar kleine Details wie Lufthutzen und Drainpipes anzubringen sind, die man sonst nur in der Seitenansicht sieht und daher schlecht positionieren kann.

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  12. urig

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    Die Bausatz-Decals sind, wie in [3] schon angekündigt, nicht so der Hit. Seht selbst: Die blauen Zentren der Kokarden soll man selber anbringen, die Schrift ist wellig und die beiden Greife am Bug sind weichgespülte Katzen. Die Reihenfolge der Regenbogenfarben in A und B ist falsch, die Trikolore für das Seitenruder besteht nur aus einem weißen Streifen mit Schriftzug und die Dinger zerbröseln beim Hantieren, wenn man sie nicht vorher mit Klarlack stärkt. Hinzu kommt, dass die Decals für die Canards (P und Q) miteinander verwechselt wurden.

    Das „Triumpf-Band“ (A und B) und die zugehörige Plakette „K“ können weg bleiben, denn die gab es erst nach dem erfolgten Rekordflug.

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    Hier mal ein direkter Vergleich des Decals „G“ mit dem (etwas entzerrten) Vorbildfoto des Greif-Logos und (ganz rechts) mit dem selbst aus dem Vorbildfoto extrahierten Logo

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    Mein Drucker macht es dann auch wieder schwammig, aber am Ende ist es immer noch einen Tick besser als die Dinger aus dem Bausatz, finde ich.

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    Umgekehrt geht die Sache bei den Decals für Bremsklappen aus. Da ist das Decal aus dem Bausatz klar im Vorteil!

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  13. urig

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    Die Sache mit den Strukturdetails als Decals hat mir so gut gefallen, dass ich mir weitere aus der Dreiseitenansicht aus [1] besorgt habe. Die Buchstaben „u“ und „o“ bei den Decals für die Canards bezeichnen Unter- und Oberseite.

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  14. urig

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    und so nähern wir uns Decal für Decal dem Vorbild (was bei den vergangen Hundstagen im kühlen Bastelkeller eine angenehme Tätigkeit war):

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  15. urig

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    Damit biegen wir aber auch schon auf die Zielgrade ein. Cockpit und Fahrwerk sind die letzten größeren Kleinteile.
    Bei den Ätzteilen kommt endlich mal meine Biegevorrichtung zum Einsatz. Hier ist der Pilotensitz in der Mache.

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    Für die Instrumente habe ich das halbtransparente Schutzpapier der Decals verwendet. Ich dachte zunächst an weißes Papier, aber der Kontrast wäre dann zu hart gewesen im Vergleich zum dunklen Instrumentenbrett.

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    Hier beim Washing mit schwarzer und silberner Ölfarbe.

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    Die Kabinenkanzel lässt sich leicht ausschneiden, anpassen und in zwei Teile trenne, damit der hintere Teil offen dargestellt werden kann. Damit die Windschutzscheibe gut sitzt, habe ich sie mit Tamiyaband fixiert. Geklebt wird mit Gator’s Grip Acrylkleber.

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  16. urig

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    Hier mein erster Versuch, Masken für die Lackierung der Haube (ohne Schneidplotter!) zu erstellen. Nachdem ich beobachtet habe, dass neben den Mülleimer gefallene Trägerpapierstücke nach Ablösen der Decals gut auf dem Boden kleben, entstand diese Idee. Ich schneide die auf Decalpapier gedruckten Fenster aus, weiche alles ein, nehm dann das Decal weg und klebe das Trägerpapierstückchen als Maske auf. Leider klebt das erst mal sehr schlecht und die Präzision meiner Masken lässt auch zu wünschen übrig.

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    Die zweite Idee funzt besser. Gleichzeitig habe ich mich für eine frühere Ausgestaltung der Gläser entschieden, die leichter zu realisieren ist als die letzte (für den Rekordflug).
    Die entsprechende Seitenansicht wurde skaliert, in der Höhe um 10% gestreckt (zur Kompensation der Perspektive) und auf Papier ausgedruckt. Dann habe ich an die Stelle, an der die Hauben auf dem Papier gedruckt wurden, ein Post-It platziert, die Vorbilder nochmals etwas zusammengerückt, so dass sie alle oben auf die klebende Fläche passen, und einfach nochmals gedruckt.
    Die gelben Scheiben wurden dann von Hand ausgeschnitten und platziert (angenehme Dicke und Klebeeigenschaften des Materials!). Die runden Bullaugen entstandenen mit der Lochzange aus dem gleichen Material.

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    Hier ein Blick auf die Innenseite nach Lackierung mit Verstärkung ungefähr gemäß Vorbild (weil die Haube offen bleiben soll)

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  17. urig

    urig Alien

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    Beim Fahrwerk aus Zinn fällt eine (eigentlich sinnvolle) Strebe auf, die in der Anleitung nicht zu sehen ist (und im Vorbild nur vermutet werden kann).

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    Für Hydraulikstreben verwende ich Stahldraht mit darüber geschobener Gummihülse von einer Drahtlitze aus dem Eisenbahnmodellbau). Nachdem das silbern angestrichen ist, genügt das.

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  18. bolleken96

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    Beeindruckend, was du aus dem FM Kit zauberst. Die Idee mit den Strukturen als Decals ist notiert.
     
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  19. urig

    urig Alien

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    Hier steht das Modell zum „Einschleifen des Fahrwerks“ schon mal auf Sandpapier.

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    Nach dem Schleifen (siehe hellgrauen Fleck auf dem Reifen) gab’s noch den Aktuator für die Klappen. Dieser ist so lange noch weiß vom Akrylkleber bis dieser ausgehärtet ist.

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  21. urig

    urig Alien

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    Die Ruderhebel aus Ätzteilen machen sich sehr gut und die Decals auf den Flügeln sind eine perfekte Positionierhilfe dafür. Die Drucksonden (auf der Unterseite des vorderen Rumpfes) wirken dagegen weniger gut, weil zu klobig. Die vorderste von dreien habe ich bereits durch eine Kanüle ersetzt. Die hinter dem Cockpit war nur bei dieser frühen Version zu erkennen.

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  22. bolleken96

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    Wenn möglich solltest du das Vorderteil der Canopy am Rumpfübergang nochmal überarbeiten. Hätte dein tolles Modell verdient.
     
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