W2020BB - Convair YF2Y-1 Sea Dart - Mach2 - 1:72

Diskutiere W2020BB - Convair YF2Y-1 Sea Dart - Mach2 - 1:72 im Bauberichte Forum im Bereich Wettbewerb 2020 - Wasserflugzeuge & Flugboote; Teaser...
bolleken96

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Hallo zusammen,

ich beginne nun mit meinem Baubericht zur Convair YF2Y-1 Sea Dart von Mach2 in 1:72.


Eigentlich war der obige Teaser-Beitrag nur als Platzhalter gedacht, den ich editieren wollte. Da dies nun nicht mehr geht, fange ich eben hier an.
Ich denke, die Qualität der Mach2 Bausätze ist hinlänglich bekannt, die Sea Dart ist da keine Ausnahme.


Meines Wissens ist dies der einzige 72er Spritzgussbausatz, der von der Sea Dart existiert. In der Schachtel findet man einen Gussast mit allen Bauteilen außer der einteiligen Cockpithaube, die als "transparentes" Bauteil vorliegt. Oftmals sind sie bei Mach 2 eben nicht transparent, die Sea Dart profitiert von den auch am Original recht kleinen Fenstern. Die in einem hellgrauen Kunststoff gespritzten Teile haben versenkt dargestellte Blechstöße, eine relativ raue Oberfläche, der Kunststoff selber wirkt "bröckelig" oder spröde. Insgesamt gibt es auch jede Menge Fischhaut. Viele nicht vorhandene Details und Strukturen sollten selber dargestellt werden.
 
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Mach2 = Kleinserie, da muss man dankbar sein, dass solche Exoten überhaupt hergestellt werden und dann auch mal so eine "Bauanleitung" verzeihen...


Zusätzlich, zur besseren Recherche, empfehle ich das folgende Buch:

Das Buch über die Sea Dart, geschrieben von Billy Jack Long, einem ehemaligen Convair Test-Piloten auf diesem Muster (1953-57), besticht neben dem hochinteressanten Text vor allem durch viele sehr hilfreiche Detailaufnahmen.
 
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Begonnen hätte ich mit dem Cockpit, das aus insgesamt 3 Teilen besteht. Da ich das Modell mit geöffneter Cockpithaube bauen möchte, konnte ich die Cockpitwanne, den Schleudersitz und die Instrumententafel so nicht lassen.

Deshalb habe ich begonnen, das ganze in einem etwas höheren Detaillierungsgrad und mit Hilfe des Buches, in einem CAD-Programm neu aufzubauen. Die Maße habe ich weitestgehend von den Einzelteilen des Bausatzes übernommen.
 
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Davon habe ich dann einen ersten 3D-Druck auf meinem noch recht neuen Resin-Drucker angefertigt, um zu prüfen, ob das ganze auch in das Cockpit passt. Hinweis, der auf manchen Bildern gezeigte Schleudersitz ist bisher nur ein Bauraum-Dummy und wird noch auskonstruiert.

Die Passung in den Rumpfhälften war gut bis sehr gut, sodass ich hier schon mal auf der sicheren Seite war. Die Details kamen nicht so schön raus, wie erhofft, aber ich hatte gelernt, was ich einstellen und an der Konstruktion ändern muss, damit das Ergebnis den Aufwand lohnt.
 
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Zur Darstellung von Geometrien ist der Drucker auf 0,05-0,1 mm begrenzt, in der Höhe aufgrund des "Schichtens" der Geometrie auf 0,01 mm. Also habe ich unter dieser Prämisse weiter konstruiert und Montagepunkte für weitere Anbauteile integriert.
 
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Jetzt stehe ich vor einer Herausforderung: Die Bestimmung des Farbton für das Cockpit. OK, Konsolen und Instrumententafel schwarz, aber der Rest...? Ich habe leider nur S/W-Fotos
@speedgraflex supported with an painting/advertisement showing some of the interior colors. In this case it seems to be interior green.
 
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Norboo

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Diese 3D-Druckerei scheint wirklich nur etwas für Leute mit profunder CAD-Erfahrung zu sein. Das Ergebnis hatte mich unbemalt etwas enttäuscht, weil alles etwas verwaschen erscheint. Aber grundiert überzeugt es!
 
bolleken96

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Diese 3D-Druckerei scheint wirklich nur etwas für Leute mit profunder CAD-Erfahrung zu sein. Das Ergebnis hatte mich unbemalt etwas enttäuscht, weil alles etwas verwaschen erscheint. Aber grundiert überzeugt es!
Ging mir im ersten Moment genauso. Scheint tatsächlich am Glanz der Teile nach dem Druck zu liegen. Verwaschen trifft es gut, die Fotos direkt nach dem Druck zeigen Teile, die noch Restfeutigkeit auf den Oberflächen hatten.
CAD-Erfahrung brauchst du vielleicht eher bei solch speziellen Sachen. Vieles gibt es auch gratis als Download. Im Modellversium war neulich ein Kollege, der auf thingiverse einen A318 in 1:72 runtergeladen und dann ausgedruckt hat, als Bausatz versteht sich.
 
nexus

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Das ist schon mal alles völlig unverhältnismäßiger Aufwand, sehr, sehr geil!
 
_olli_

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Faszinierend!

Hast Du beruflich mit CAD-Zeichen zu tun?
Genau wegen sowas wäre die Anschaffung eines 3D-Druckers für mich relevant, genauso wie eines Schneidplotters für Lackiermasken. Aber die Kosten bzw. der Zeitaufwand sich in die Software einzuarbeiten von Null an ist für mich schon immens und somit abschreckend.

Echt klasse was Du hier ablieferst.
 
bolleken96

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Hast Du beruflich mit CAD-Zeichen zu tun?
Genau wegen sowas wäre die Anschaffung eines 3D-Druckers für mich relevant, genauso wie eines Schneidplotters für Lackiermasken. Aber die Kosten bzw. der Zeitaufwand sich in die Software einzuarbeiten von Null an ist für mich schon immens und somit abschreckend.

Echt klasse was Du hier ablieferst.
Ja, ich muss zwar nicht mehr selber konstruieren, aber ich habe noch Zugang zu einem CAD-System. Das kann ich in der Pause oder nach Feierabend nutzen.
Es gibt auch CAD-Systeme, die es gratis gibt, aber sich die selber beizubringen, halte ich für schwierig. Wenn man das alles nicht möchte, kann man auch viele 3D-Modelle kostenlos herunterladen und drucken. Der Drucker selbst ist gar nicht so teuer, ich habe 180 bezahlt.

Die Konstruktionen für die Sea Dart machen sauviel Spaß.
 
MiGhty29

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CAD/CAM gab's auch schon in der DDR !
(ausgesprochen wurde diese Abkürzung im Volksmund:
"Construiert Am Dienstag/Catastrophe Am Mittwoch!") :014:


Dieser lustige Zwischenruf soll natürlich in keinster Weise Deine
hier sehr spannend dargestellten Baufortschritte schmälern ...
schonmal ein Dankeschön bis hierher und...
gib alles,Marius !

ein schönes Wochenende wünscht
Uwe
 
Luna-M

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Was für tolle Zeichnungen ... einfach super!:thumbsup:
Da ich mich auch ziemlich intensiv mit dem Thema 3D-Konstruktion und Druck befasse, bin ich von Deinen Zeichnungen total begeistert. Man sieht halt deutlich, das da jemand mit profunden Kenntnissen am Werk ist. Die Details an dem am Ende 5mm hohen Steuerknüppel sind beeindruckend. :applause1: Die Nietreihe an der Kopfstütze oder auch der Rohrrahmen am Schleudersitzsind nicht ganz einfach im Druck zu beherrschen. Nach meinen Erfahrungen sollte der Durchmesser beim Resindruck mindestens 0,3-0,4mm betragen. Unter günstigen Bedingungen und für Details auf Oberflächen reichen auch 0,2mm.
Was die Qualität der Ausdrucke betrifft, habe ich die Erfahrung gemacht, daß auf den Fotos wegen der Makro-Funktion der Gesamteindruck der realen Teile etwas leidet. Farbe hilft da schon, gibt aber trotzdem nur einen ungefähren Eindruck.
In jedem Fall erkannt man auch hier, daß 3D-Konstruktion von Modellteilen eben immer auch ein Kompromiss zwischen maßstäblicher Scalierung des Orginals, optischem Eindruck und technologischer Machbarkeit ist. Für mich ist das hier super gelöst...
Ich freue mich auf weitere Bilder vom Baufortschritt

Viele Grüße Jochen
 
Swordfish

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Wenn in meinem Schrank nur ein Modellbausätzchen liegen würde wäre das für mich auch eine Option, aber mit rund 450 lagernden Schachteln voll Plastik kann ich gut leben ohne 3D-Konstrukte......:evil:...trotzdem beeindruckend!
 
bolleken96

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CAD/CAM gab's auch schon in der DDR !
(ausgesprochen wurde diese Abkürzung im Volksmund:
"Construiert Am Dienstag/Catastrophe Am Mittwoch!") :014:


Dieser lustige Zwischenruf soll natürlich in keinster Weise Deine
hier sehr spannend dargestellten Baufortschritte schmälern ...
schonmal ein Dankeschön bis hierher und...
gib alles,Marius !

ein schönes Wochenende wünscht
Uwe
Hey Uwe, der Artikel und der lustige Zwischruf gefallen mir sehr gut. Danke dafür. Ein bisschen Spaß gehört doch immer dazu.
 
bolleken96

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Was für tolle Zeichnungen ... einfach super!:thumbsup:
Da ich mich auch ziemlich intensiv mit dem Thema 3D-Konstruktion und Druck befasse, bin ich von Deinen Zeichnungen total begeistert. Man sieht halt deutlich, das da jemand mit profunden Kenntnissen am Werk ist. Die Details an dem am Ende 5mm hohen Steuerknüppel sind beeindruckend. :applause1: Die Nietreihe an der Kopfstütze oder auch der Rohrrahmen am Schleudersitzsind nicht ganz einfach im Druck zu beherrschen. Nach meinen Erfahrungen sollte der Durchmesser beim Resindruck mindestens 0,3-0,4mm betragen. Unter günstigen Bedingungen und für Details auf Oberflächen reichen auch 0,2mm.
Was die Qualität der Ausdrucke betrifft, habe ich die Erfahrung gemacht, daß auf den Fotos wegen der Makro-Funktion der Gesamteindruck der realen Teile etwas leidet. Farbe hilft da schon, gibt aber trotzdem nur einen ungefähren Eindruck.
In jedem Fall erkannt man auch hier, daß 3D-Konstruktion von Modellteilen eben immer auch ein Kompromiss zwischen maßstäblicher Scalierung des Orginals, optischem Eindruck und technologischer Machbarkeit ist. Für mich ist das hier super gelöst...
Ich freue mich auf weitere Bilder vom Baufortschritt

Viele Grüße Jochen
Alles richtig Jochen, je kleiner der Maßstab, umso mehr Kompromisse musst du eingehen zwischen technisch machbaren und Details. Die Lernkurve ist gerade am Anfang sehr steil.
 
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