Waffenstationen an der UH-1D

Diskutiere Waffenstationen an der UH-1D im Bundeswehr Forum im Bereich Einsatz bei; Hallo Leute, habe da mal eine Frage zu der UH-1D im Dienste des Heeres und der Luftwaffe. Wurden schon mal Versuche gemacht mit Waffen wie...

Moderatoren: TF-104G
  1. DSC

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    Hallo Leute,

    habe da mal eine Frage zu der UH-1D im Dienste des Heeres und der Luftwaffe. Wurden schon mal Versuche gemacht mit Waffen wie Raketenbehältern oder Raketen. Wenn ja, hat jemand Fotos davon?

    Gruß Daniel
     
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  3. #2 Reinhard, 24.11.2008
    Reinhard

    Reinhard Guest

    Das war bestimmt nicht mehr nötig.Als die Bundeswehr ihre UH-1D erhielt ,hatten die Amerikaner an UH-1D und anderen Versionen des Hubschraubers so ziemlich alles,was ranpaßte,ausprobiert und vorzugsweise in Vietnam getestet.
     
  4. Tracer

    Tracer Alien

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    Es gab schon diverse Versuche das MG3 beispielsweise zu adaptieren. Gabs da nicht mal ein F-40 Heft über die UH-1D in dem alle Versuche gezeigt wurden?
     
  5. #4 Army Aviator, 24.11.2008
    Army Aviator

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    Hi,

    Das MG 3 an der Huey ist aber mittlerweile schon lange über das Versuchsstadium hinaus.
    Ist ja bei entsprechendem Rüstsatz/Einssatzprofil standart.
     
  6. ramier

    ramier Astronaut

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    Ich meine im WTD 61 Buch Bilder vom Huey mit Raketen gesehen zu haben.
     
  7. Tracer

    Tracer Alien

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    Das waren ja Versuche in den späten 70er Jahren würde ich sagen. Ich glaube es waren auch 4er Lafetten mit dabei. Wie gesagt, im F-40 Heft sollte genug drin sein.
     
  8. n/a

    n/a Guest

    Die Bell UH-1D haben die Aufnahmepunkte für Raketenbehälter in der Kabine und die Elektronik (Kabel von den Stationen zum Stick) genauso wie ihre amerikanischen "Schwestern", die in Vietnam geflogen sind, jedoch wurde wohl in der Bundeswehr nicht ernsthaft versucht, solche schweren Waffen am "Teppichklopfer" zu adaptieren. So zumindest hat es mir ein Pilot der 2./LTG61 mal erklärt.

    Anders sieht es bei Maschinengewehren wie dem MG3 aus, wie bereits oben erwähnt, allerdings wird hierfür auch "nur" eine Lafette benötigt und keine zusätzliche Verkabelung, der Aufwand ist viel geringer.
     
  9. #8 Hajo L., 25.11.2008
    Hajo L.

    Hajo L. Fluglehrer

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    Wobei ich mich an einen Bericht in der S&T erinnere (oder war es "Das Heer"?), der 1996 erschien und in dem ganz groß darüber geschrieben wurde, dass die Bw jetzt einen eigenen "Doorgunner"-Lehrgang habe, um endlich auch mal türlafettierte MG3s nutzen zu können...

    Angesichts der Tatsache, dass die Amis eben schon seit den 60er Jahren so durch die Gegend flogen und man auch während des Kalten Krieges eigentlich durchaus mal mit einem Konflikt rechnen konnte kam mir für mein Gefühl diese Lehrgangseinführung rund 30 Jahre zu spät...


    HAJO
     
  10. dochiq

    dochiq Berufspilot

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    Und wozu hätte man im Kalten Krieg einen Doorgunner gebraucht? Im Gegensatz zu denen der Amis in Vietnam hätten die Hubschrauber der Bundeswehr planmäßig wohl eigentlich nur über eigenem Gebiet operieren sollen. Es gab ja auch keinerlei Selbschutzeinrichtungen.

    Mit den Auslandseinsätzen hat sich das dann geändert und dann kam folgerichtig auch der Doorgunner.
     
  11. #10 Hajo L., 26.11.2008
    Hajo L.

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    Also, im Kalten Krieg hätte man aufgrund der Tatsache, dass es keine Kampfhandlunge gab ("...und das ist gut so..." ;) ) keine gebraucht.

    Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es bei Ausbruch eines Krieges zwischen Ost und West durchaus Situationen hätte geben können, in denen eine be-"Doorgunnerte"-UH-1D nützlich gewesen wäre. Natürlich kann man hier jetzt einwenden, es wäre eh alles nur noch nuklear verseuchte Wüste gewesen, aber dann hätte man auch gleich die Bundeswehr einstampfen können.

    Mich ärgerte damals einfach die Tatsache, dass eine ziemlich simple und möglicherweise auch sinnvolle Bewaffnungsoption bei der Bw einfach für 30 Jahre nicht genutzt wurde.


    HAJO
     
  12. #11 dochiq, 26.11.2008
    Zuletzt bearbeitet: 26.11.2008
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    Das habe ich nicht gesagt und stimmt so natürlich nicht.


    Die da wären? Wie gesagt, Einsatz der Hubschrauber "eigentlich" nur über eigenem Gebiet. Versorgung der eigenen Truppen und im Notfall absetzen von Luftlandeeinheiten zum Löcherstopfen im VRV, das wären so die Aufgaben gewesen. Selbst die "Kampfhubschrauber", die PAH, hätten über eigenem Gebiet als mobile Panzerabwehr auf den Gegner gewartet.
    Natürlich kommt im Krieg immer alles anders als man denkt und sicher hätten sich mal Hubschrauber über dem Gegner befunden. Und dann? Mit dem MG 3 auf T-72 und BMP loshämmern? Oder gleich ein Duell mit einem ZSU-Irgendwas-Flakpanzer? Wo die einzige Panzerung der Hubschrauber aus den Erkennungsmarken der Piloten bestand? Wohl kaum.
    Situationen, in denen der Doorgunner von Nutzen gewesen wäre, hätte es sicher auch gegeben, wären aber meiner Meinung nach eher die Ausnahme gewesen und deswegen den Aufwand (z.B. Verringerung der Nutzlast gerade in der Bell) wohl nicht wert gewesen.

    In Vietnam wie heutzutage in AFG hatte und hat man es mit infanteristischem Gegner - Partisanen, Guerillas, Terroristen;wie auch immer man es nennen will - zu tun und flog und fliegt praktisch immer über gefährdetem Gebiet. Da macht ein Doorgunner Sinn. Im Szenario eines hochmechanisierten Krieges eher weniger, vor allem bei den Aufgabenbereichen, die die Hubschrauber der BW damals hatten.
     
  13. #12 phantommike, 26.11.2008
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    Und genau das ist der Punkt, wo Hajo recht hat!

    Mir wäre auf jedenfall die kleine Sicherheit lieber gewesen, in einer Huey mit Doorgunner in einem Gebiet abgesetzt zu werden, in dem ich nicht wirklich weiß, was mich erwartet. Wie willst du denn wissen wann und wo die Huey´s damals tatsächlich eingesetzt worden wären? Ich kann Hajo nur zustimmen, auch aus eigener Erfahrung.
     
  14. #13 dochiq, 26.11.2008
    Zuletzt bearbeitet: 26.11.2008
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    Man kann sich nicht auf alles vorbereitet sein, Waffensysteme sind immer ein Kompromiss, bei dem man nach Wahrscheinlichkeiten rechnet. Deswegen hat ein Kampfpanzer nicht auch noch eine 35mm Flak auf dem Dach und eine Transall trägt keine Luft-Luft-Raketen.
    Das hört ja nicht bei Doorgunnern auf, wenn der Hubschrauber wirklich in einer feindlichen Umgebung überlebensfähig sein soll. Was ist mit Selbstschutzeinrichtungen? Panzerung? Vielleicht noch ein paar Stinger dranhängen, man könnte ja einer Hind über den Weg laufen? Huch, jetzt passt ja sonst nix mehr rein...


    Totschlagargument. Man kauft sich nicht Hubschrauber, stellt sie sich auf den Hof und überlegt sich erst wenn's knallt, was man damit macht. Ein Waffensystem hat Aufgaben und für die wahrscheinlichsten Aufgaben rüstet man es aus. Ich meine diese Aufgaben der BW-Hubschrauber zu kennen - ich erhebe aber keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, also wenn du besser weißt, was Huey & Co im Ernstfall gemacht hätten, kläre mich bitte auf. Wenn es "Apocalypse Now"-Angriffe auf polnische Küstendörfer gewesen wären, ok, dann sehe ich ein, dass Doorgunner und anderer schwerer Kram gut gewesen wären. Ich finde aber in Bezug auf die Heeresfliegerkommandos der Korps meist nur die Aufgabe der Versorgung der Truppen mit Nachschub. Aber zum Muntion nach vorne fliegen halte ich Bewaffnung für relativ unnötig (schön wäre es natürlich immer, aber die eierlegende Wollmilchsau hat noch nie funktioniert) - und offensichtlich nicht nur ich, denn es gab ja nun scheinbar keine Doorgunner.
    Und auch das Falli-absetzen...Nun gut, man weiß nie, was der Krieg so bringt, aber auch hier muss man wieder mit Wahrscheinlichkeiten rechnen: Aller Wahrscheinlichkeit nach hätte das dt. Heer in der Defensive gekämpft und der wahrscheinlichste Auftrag der Fallschirmjäger wäre dann das Flicken von Löchern geewesen. Das heißt, man hätte die nicht irgendwo im feindlichen Hinterland abgesetzt, sondern praktisch noch im eigenen Gebiet bzw. am Rande dessen. Natürlich kann es da auch zu unliebsamen Überraschungen kommen, aber erstens ist Aufklärung immer das a und o und zweitens: ist es dann nicht die bessere Wahl, sich asap zu verdrücken, statt sich mit der verwundbaren Blechschachtel auf ein Feuergefecht einzulassen, das man gegen die meisten Gegner nur verlieren kann?

    Wie sieht das denn aus, vielleicht kann das einer beantworten: Wäre es einer im Huey transportierten Infanteriegruppe möglich gewesen, ihre Waffen (speziell das MG) aus dem Heli einigermaßen sinnvoll (also nicht unbedingt freihändig...) zur Wirkung zu bringen? Das wäre ja eine Möglichkeit im Falle der Fallis (no pun intended).
     
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  15. #14 phantommike, 26.11.2008
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    Leider fehlt mir die Zeit, um auf deinen Beitrag im vollen Umfang zu antworten. Trotzdem ehrt es mich, dass du mir hellseherische Fähigkeiten zutraust. Wenn dir der Begriff lagebezogen was sagt, dann kannst du dir einiges selbst beantworten.

    Woher soll ich denn wissen, wann und wo am Tag X irgendwelche Huey´s zu irgendwelchen Einsätzen herangezogen werden?

    Aus deinen bisher geschriebenen Beiträgen schließe ich aber, dass
    du einer der ersten gewesen wärst, der nach Bordschützen geschrien hätte, wenn es irgendwo rund um den Hubschrauber geknallt hätte... Oder hättest du dich hinter deiner (und vielleicht auch meiner) Erkennungsmarke versteckt?
     
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  17. Tracer

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    Und um es auf den Punkt zu bringen gab es schon frühzeitig Versuche mit dem MG3 als Doorgunner MG und dennoch wurde die ganze Sache mit den Doorgunnern erst in den 90er Jahren mit Somalia eingeführt. Und man bedenke, da waren die Bells sogar anfangs noch mit M60 bewaffnet.
     
  18. #16 Army Aviator, 26.11.2008
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    :eek: Oje, das geht auf keinen Fall:
    Grober Verstoß gegen sämtliche Sicherheitsbestimmungen :p: :FFTeufel:

    Aber jetzt im Ernst:
    Im Krieg, vor allem in einem solchen, wäre sicherlich viel möglich.
    Es können auch auf die schnelle einige Soldaten "durch Handauflegen" zu Doorgunnern gemacht werden. "Schütze Asch, Sie jetzt Doorgunner"...
     
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