Warum bewegen sich Menschen immer geduckt unter dem Hauptrotor?

Diskutiere Warum bewegen sich Menschen immer geduckt unter dem Hauptrotor? im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Ihr habt doch ein Helm auf, macht höchstens "plonk" wenn das Blatt dagegen knallt. :p046:
FREDO

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Ist doch auch eine natürliche Schutzhaltung, um die Angriffsfläche gegen den Rotorwind zu verkleinern, und der Körper geht in Spannung zum Luftsog. Oder lauft ihr aufrecht gegen Windböen?
 

koehlerbv

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Also wir haben uns stets abgeduckt, weil es uns vor dem Einsteigen eingetrichtert wurde.
Beim Huey war das aber auch klar - am Boden war der ja auch immer und prinzipiell unter Beschuss. Durch Charly. Das kannte doch auch jeder aus Presse, Funk und Fernsehen.
 
Flying_Wings

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zinger

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Ha, schaden tuts mit Sicherheit nicht die Birne einfach mal einzuziehen, die Reaktionszeit die einem bleibt ist ja eher kurz:rolleyes1:

Ist aber vermutlich tatsächlich ein Reflex, wenn man tief (tief!) überflogen wird, zieht man sich ja auch zusammen...die Gallier würden vermutlich sagen, es ist "die Angst das einem der Himmel auf den Kopf fällt":cool1
 
hakö

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Ich flog beim ÖBH einen Gebirgslandekurs als Fotograf mit.
Beim S-70 Blackhawk kannst du dich bei laufendem Rotor nur von der Seite nähern, er kommt vorne zu tief runter.
Als ich mich dem S-70 im Tiefschnee (70-80 cm) näherte, brach ich mit einem Bein durch die Schneedecke, stellte mich auf das Andere und stürzte der Länge nach hin.
Wir (3 Fotografen) mußten auf allen Vieren zum Hubschrauber robben, da der starke Downwash uns ein Aufstehen nicht erlaubte.
Als wir die Tür offen hatten grinsten die Piloten über beide Ohren, wir hattan viel Spaß.
 
Lämmi

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Dauphin, AW109, S76 drehen vorne tief. Steht das Dingen ein wenig in der Senke oder hangabwärts, Schräglandungen, gibt’s schnell mal frische Luft an die Brezel. An den guten K-Max kann man bei laufendem Rotor nur von vorne herantreten. Steht in unwesentlich großen Lettern auch auf deren Rotormastverkleidungen.

Uwe
 
Poze

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Jetzt muß ich ich mal ganz dumm fragen...
Ich muss auch mal dumm fragen, hat sich der Fragesteller denn schon mal im realen Leben einem Heli mit laufendem Rotor genähert und hat dabei auch noch den aufrechten Gang beibehalten
 
Flying_Wings

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wie so oft im Foren-Leben... hat zum weiteren Thread-Verlauf nichts mehr beigetragen...
 
Jeroen

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Wenn der Hubschrauber, abhangig vom Typus, Bell47 wurde da schon genennt, auf flacher Boden steht, und der Pilot der Cycle gut ihm Griff in neutraler Position sollte es eigentlich kein Problem sein. Aber kann ja immer etwas passieren, der Mitfliegende passagier der vorne auch aussteigt stosst gegen der Cycle (wenn es ein Twin ist etwa, der Pilot macht ein Fehler), Windboen, unertwarter Bewegung, Unachtsamkeit usw usw.
Die Krafte die auf Rotorblaetter auftreten koenne sehr gross sein, in seltene Fluglagen koennen die das eigene Airframe oder Heck treffen.

Zur Illustrierung einfach zwei Bilder wie tief Blatter von der Huey kommen koennen
9diese Santa Barbara Feuerwehr Huey steht dazu noch sogar auf hohe Kufen!)

Helicopter Pilot Recalls Harrowing Rescues from Montecito Flooding, Mudslides | Local News - Noozhawk.com

oder hier ein tiefes Chinook Rotorblatt
Rotor Blade Ready (defense.gov)

Ich wurde dort mein Kopf nicht riskieren.....
 
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HelicoPeter

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Hier noch ein extremes Beispiel:

BK117 D2 Rotorblatt vs Calbecutter

Bein Absetzten an einem zu steilen Hang hat ein Rotorblatt den oberen Calbecutter der BK117D2 getroffen. Dementsprechend tief war das Blatt.
(Natürlich weit ausserhalb der Limitations, aber Fehler passieren nunmal).

Gerade am Hang ist hier extreme Vorsicht geboten. Z.B. Ein-/Ausstieg mit nur einer Kufe am Hang. Hier steigt dann das Gelände zusätzlich in Richtung Rotordisk an.
 
Ralph

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In der Regel wird es wohl die unbestimmte Angst vom Rotor getroffen zu werden sein.In den meisten Fällen sieht es eher so aus wie auf der vorletzten Seite von ,Bell UH-1D Erinnerungen'.
 
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