Warum musste in deutschen Bombern der Beobachter unbedingt...

Diskutiere Warum musste in deutschen Bombern der Beobachter unbedingt... im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; ...ein MG 15 zur Verfügung haben? Ich hänge ein Bild der ukrainischen "Shchedryk"-Drohne an. Es gibt keinen Zweifel, welcher deutschen Maschine...

HolgerXX

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...ein MG 15 zur Verfügung haben?

Ich hänge ein Bild der ukrainischen "Shchedryk"-Drohne an. Es gibt keinen Zweifel, welcher deutschen Maschine sie ähnlich sieht. Nur die Nase ist ganz anders. Ursprünglich hatte die He 177 eine vorgezogene Nase ähnlich der He 111. Auf den Bugschützen wollte man aber wohl verzichten, stattdessen sollte der Beobachter, wie in der Ju 88, mit einem MG 15 feuern können. Daraus resultierte die m.e. eher unschöne Halbkugelkanzel der He 177.

Danke, wenn jemand zur Frage etwas beitragen kann.

Grüße, Holger
 
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Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Als bewegliches MG war es im Luftkampf gegen feindliche Jäger einsatzbar:



Das MG im A-Stand bei der Ju 88 konnte auf 5° gerastet werden und konnte so gegen Erdziele verwendet werden.



Man wußte aber, dass es gegen Bodenziele keine besonders große Wirkung haben würde und bezeichnete das MG 15 und später MG 17 im Bug als "Achtungsgewehr". Diese Forderungen stammen aber aus der Frühzeit der Luftwaffe von Mitte der 30er Jahre. Diesen Einbau forderte der Generalstab beispielsweise für die Schnellbomberausschreibung vom Herbst 1935, aus der dann die Ju 88 als Sieger hervorging.

Aber warum hast du das Foto der Russendrohne hier gebracht? Was hat das mit dem Thema zu tun?
 
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Husar

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Moien.
der Beobachter hatte auch die Aufgabe mit dem MG 15 bzw. MG 81 sich gegen angreifende Feindmaschinen zu verteidigen. Das galt auch bei der He 111 (hier mit dem MG FF auch zum Beschuß von Bodenzielen) oder bei der Ju 188 mit dem MG 151/20m im A-Stand. Hier ebenfalls beweglich bzw. für den FF feststellbar um Bodenziele beschießen zu können. Wenn ich mich nicht irre, war das bei der Do 17 bzw. Do 217 ebenfalls so.
Gruß
hans
 

HolgerXX

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Hallo Peter,

Aber warum hast du das Foto der Russendrohne hier gebracht? Was hat das mit dem Thema zu tun?
das habe ich doch beschrieben. Mit einer aerodynamischeren Schnauze wäre die He 177 sicher schneller gerannt als sie es tat, und hätte dann wohl der "Russendrohne" ziemlich ähnlich gesehen.

Was man mit einem Bordschützen-MG macht, ist mir schon klar. Die Frage war nach der Wichtigkeit dieses speziellen Einbaus, weshalb die Buggestaltung der He 177 geändert wurde. Später kam man davon ab. Die Ju 388 besitzt diesen Waffeneinbau nicht.

Danke, und Grüße,
Holger
 

jackrabbit

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Die Frage war nach der Wichtigkeit dieses speziellen Einbaus, weshalb die Buggestaltung der He 177 geändert wurde.
Das MG-15 war eine relativ leichte Waffe (8 - 12kg, aber auch kleines Kaliber) und war in größeren Stückzahlen vorhanden. Ich vermute, dass man damals eine Abwehrwaffe nach vorne wollte, aber aus Gewichtsgründen auf eine schwerere Ausführung verzichtet hat.
Später hat man dann erkannt, dass das MG-15 (vom Kaliber) zu leicht ist und diese Waffe nicht mehr eingebaut.
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Verstehe die Frage anscheinend nicht so richtig. Die "Schnauze" der He 177 sah doch auch anfangs schon eher stumpf aus und nicht spitz. Das sind halt Entscheidungen, die in der Entwurfsphase getroffen werden. Es gibt auch noch andere Gesichtspunkte wie die Unterbringung der Besatzung usw.
Am Aussehen der He 177 erkennt man übrigens die Handschrift von Heinkel-Entwurfschef Heinrich Hertel. Den Stil hat er später bei Junkers fortgesetzt. Siehe: Prof.Dr. Heinrich Hertel 65 Jahre - Entwicklungslinien seiner Ideen - Beiträge aus dem Schülerkreis Professor Hertels" Flugwelt 11-12/66
Dort wird das schön anhand verschiedener Grafiken herausgearbeitet.

Hast du ein Beispiel für die "vorgezogene Nase" der He 177 im frühen Entwurfsstadium? Ich habe dazu nichts finden können.
 

HolgerXX

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Hallo Peter,

es ist Dir sicher bekannt, wie die He 177 V-1 aussah. Bzw. ist eine Abbildung ja leicht zu finden.

He 177 V-1

Die Bugkanzel war ursprünglich viel glatter und vorspringender. Nur, so konnte der Beobachter kein MG 15 bedienen. Deshalb, Zitat kann ich leider nicht bringen, wurde die Kanzel zurückgenommen.

Mir kam jetzt selber die Idee, dass man, im Vergleich zur He 111, bei der Ju 88 1 Mann Besatzung einsparen konnte, und hat dann das Prinzip auf die He 177 übertragen...

Grüße, Holger
 
Junkers-Peter

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Ich sehe da keine großen Unterschiede. Im Prinzip ist die Kanzelform ähnlich. Das ist halt die normale Entwicklung vom ersten Versuchsmuster zur Serie. Da gibt es immer Änderungen. Inwieweit da MG-Einbauten und -Bedienung eine Rolle spielten, kann ich nicht sagen. Aber man hätte m.E. durchaus eine Lafette für ein MG 15 oder was auch immer in die Bugverglasung einbauen können.

Bei der He 111 war die Entwicklung deutlicher von der abgesetzten Kanzel zum glatten übergangslosen Rumpf.
 
Husar

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Moien,
trotz des kleines Kaliber 8x57IS war vor allen Dingen das MG 81 und 81Z nicht zu verachten. Hohe Feuergeschwindigkeit und die Verwendung von B-Patronen, PMK etc. können auch einzelne Treffer in einem Merlin oder Allison Motor zum Totalausfall führen.
Gruß
h.
 
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