Warum Vögel kein Ruder brauchen (sehr spannender Vortrag von einem Nasa Mitaerbeiter)

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Ernst Dietikon

Ernst Dietikon

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Ähnlich wie irdische Verkehrstechnik, seit rund 130 Jahren gibt es die Fahrräder "Rover", Diamantrahmen, Radgröße um 70cm, Kettenantrieb mit Übersetzung im Bereich 1:3,0 für flaches Gelände bis etwa 4% Steigung ohne Gangschaltung. Es wurde sehr viel anderes probiert, Liegeräder, aerodynamische Verkleidung, Kardanantrieb, Schaltung im Tretlager ( dort die um 3-fachen Drehmomente! ) usw. Es bleibt der universelle Kompromiß von alltagstauglich um 13kg Masse bis empfindlich Rennrad um 7kg.
Fortschritt in 130 Jahren? Hydraulikbremse, Nabendynamo mit LED-Licht und praxistaugliche Ketten- oder Nabenschaltungen. Freuen wir uns, Generationen von Ingenieuren sind am perfekten Kompromiß angekommen, es gibt nichts mehr zu verbessern.
Wobei man hier nicht vergessen darf, dass die UIC (Union International du Cyclisme) die Entwicklung stark behindert hat, indem sie rigorose Vorschriften machte. Mit knapper Mehrheit wurden vor Jahrzehnten der Gebrauch von Liegerädern bei Radrennen verboten. Wer weiss, wie sich die Fahrräder ohne diese Vorschriften weiterentwickelt hätten.

Gruss
Ernst
 
Schorsch

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Alien
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Natürlich, er sagt, Prandtl hat sich die Frage gestellt, was ist, wenn ich nicht von einer gegebenen Spannweite ausgehe, sondern von einen gegebenen Bauteilgewicht. Damit kommt man zu einer anderen Lösung. Die eliptische Autriebsverteilung ist ja nicht falsch, sie ist nur nicht für alle Fälle optimal. Ich habe an keiner Stelle behautet, dass sich Herr Bowers der Erfinder/Entdecker dieser Lösung sieht. Er hat sich halt die selbe Frage wie einst Prandtl gestellt und seine Lösung (bzw. ebenso die von Horten und Johnson) gefunden und umgesetzt. Er hat diesen lange vergessenen Ansatz von Prandtl wiederentdeckt und empirisch untersucht. Dazu war er wahrscheinlich der erste der festgestellt hat, dass diese Regel bei großen gleitenden Vögel genau mit Prandtl Theorie übereinstimmt.
OK, jetzt verstehe ich. Danke fürs Erläutern.
 
Doppelnik

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ich hab den Verdacht, dass hier dieses Prinzip von Boing/Nasa umgesetzt wird:


die extrem spitz zulaufenden Tragflächen und das Fehlen von Winglets deuten darauf hin, ich meine auch an einer Stelle die starke Verdrehung der Flügel im äußeren Bereich erkennen zu können.
 

Jubernd

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Vielleicht sollte man den berühmten Vogel von Sakkara
nochmals überprüfen, ob er nicht mit leichten Korrekturen (Anstellwinkel) doch flugfähig wäre.
 
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Von dem Ding habe ich noch nie gehört. Und bei Anblick des Bildes im verlinkten Wikipdia-Artikel, insbesondere angesichts der Form der "Tragfläche", möchte ich spontan darauf wetten, dass das ein Fake aus der Gegenwart ist. Oder der Wikipdia-Artikel ist ein vergessener Aprilscherz…
 

Jubernd

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Ein verspäteter Aprilscherz ist es nicht, denn es wird intensiv seit Jahren diskutiert. Merkwürdig ist die Kombination eines Vogels mit einem Fischschwanz. Warum hat man keinen Vogelschwanz (Höhenruder) genommen? Dass das Ding nicht fliegt, liegt aber nicht am fehlenden Höhenruder, sondern am falschen Anstellwinkel der Tragfläche. Würde diese wie ein Nurflügler gestaltet, gäbe es keine Probleme. Eine Wetterfahne wäre denkbar. Das Alter lässt sich ja bei Holz leicht bestimmen.
 

Jubernd

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Richtig. Wobei mangels möglicher Beeinflussung sich irgendein Anstellwinkel bilden wird, der für den Geradeausflug unbrauchbar ist. Man nahm ja auf Grund einer Kerbe an, dass da mal ein Höhenruder dran war. Hat sich aber wohl als Irrtum heraus gestellt.
 
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