Was ist Zulu Alert?

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Moderatoren: TF-104G
  1. Toby

    Toby Flugschüler

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    Hi!

    Ich hoffe es gibt hierzu noch keine Frage. Meine Bemühungen die Suche zu
    benutzen haben leider zu keinem Ergebnis geführt.
    Ich würde gerne wissen, was es mit den "Zulu Alert" Sheltern oder Bereichen
    auf sich hat, wie sie z.B. auf der ehemaligen Bitburg AB zu finden waren?
    War das sowas wie die QRA bei den deutschen Jagdgeschwadern?
    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.

    Gruß
    Toby
     
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  3. #2 Kehlschinzki, 17.02.2008
    Kehlschinzki

    Kehlschinzki Testpilot

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    Hallo Toby,

    so weit ich weiß, hast du dir damit deine Frage selbst beantwortet. Zulu Alert müsste eine andere Bezeichung für QRA sein.

    Grüße
    Kehlschinzki
     
  4. Grimmi

    Grimmi Alien
    Moderator

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  5. Toby

    Toby Flugschüler

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    Ok, alles klar. Vielen Dank euch beiden.

    Gruß
     
  6. #5 donnert, 18.02.2008
    Zuletzt bearbeitet: 18.02.2008
    donnert

    donnert Flieger-Ass

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    nicht verwechseln

    QRA: Quick Reaction Alert, das ist das Alarm-System an sich (es umfaßt neben den NATO-Vorgaben bzgl. Gefechtsbereitschaft etc. die gesamte Befehlskette der Alarmierung von den übergeordenten Kommandobehörden, über die Führungs-Gefechtsstände bis hinunter in die Geschwader). Den QRA gab es während des kalten Krieges übrigens auch in den JaboG, die eine nukleare Rolle hatten. Da standen dann pro Geschwader ein bis zwei Maschinen mit "Sonderwaffe" beladen genau wie die Jagdflugzeuge im sogenannten:

    Zulu-Alert: das wären dann die jeweiligen Alarm-Maschinen in der Bereitstellung und in NATO-Unterstellung (Maschinen gecheckt, aufmunitioniert und in speziellen Sheltern, Besatzung und Wartungscrew in Bereitschaft in unmittelbarer Nähe der Maschinen, innerhalb des nuklearen QRA (Viktor-Alert, danke 50TFW :TOP: ) bekam der Pilot von der MUNSS der Amerikaner einen versiegelten Umschlag mit den Zielkoordinaten und dem Code zum Schärfen der Waffe). Nach Alarmierung erfolgt dann der sogenannte:

    Scramble: das ist der Einsatz der Alarm-Maschinen als solcher, wobei ein Alpha-Scramble ein "echter" Alarmstart ist (z. B. wenn wieder so eine Schnarchnase aus Versehen 7500 im Transponder gerastet hat), die reinen Trainingsflüge heißen Tango-Scramble.

    Also nicht durcheinanderschmeißen, jeder Begriff steht für etwas Anderes. Leider sind da auch die offiziellen Quellen immer öfter etwas ungenau.

    In der NVA hieß der QRA übrigens DHS - Diensthabendes System. Diesem war neben den Jagdgeschwadern auch die bodengestützte Luftverteidigung (Flak, FlaRak) unterstellt.
     
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  7. #6 50TFW, 18.02.2008
    Zuletzt bearbeitet: 18.02.2008
    50TFW

    50TFW Kunstflieger

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    Zulu Alert war/ist aber der reine Abfangauftrag, also die Maschinen waren mit Luft-Luft Raketen munitioniert. Diejenigen, die mit nuklearer Munition ausgerüstet waren hiessen Victor Alert.
     
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  8. #7 donnert, 18.02.2008
    donnert

    donnert Flieger-Ass

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    50TFW,

    wieder was gelernt, Besten Dank :TOP:
     
  9. Toby

    Toby Flugschüler

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    Hier wird man ja echt immer schlauer. Vielen Dank euch beiden ebenfalls.
    Die ausführliche Beschreibung ist echt top.

    Gruß
    Toby
     
  10. #9 Rhönlerche, 18.02.2008
    Rhönlerche

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  11. #10 donnert, 18.02.2008
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    Rhönlerche: Danke für die Links.

    Sehr zu empfehlen sind auch die Jabo-Ausgaben zur F-104G in der F-40-Reihe. Da ist ein Erlebnisbericht vom damaligen Chef eines Loading-Teams drin. Er beschreibt sehr schön, wie die USAF-Wachen vom MUNSS mit Knarre im Anschlag den Beladevorgang überwacht haben. Es gab wohl eine imaginäre Linie um die Waffen, bei unberechtigter Überschreitung ebendieser war der Schußwaffengebrauch erlaubt.
     
  12. #11 Rhönlerche, 18.02.2008
    Rhönlerche

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    Bei den Briten gab es spezielle Lagerbereiche, da durfte man nur zu zweit langgehen. Sonst wurde man ohne Anruf beschossen. Das kam auch vor...
     
  13. #12 Firefighter, 18.07.2008
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    Firefighter Kunstflieger

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    Zum Thema Victor Alert anbei ein Bild aus dem QRA-Bunker auf dem Hahn.
    Denke das Bild sagt alles..

    Gruß, Sebi
     

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  14. Misato

    Misato Berufspilot

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    Hallo "donnert"!
    Der Beladevorgang mit Sonderwaffen auf Starfighter F-104G Nuklear- QRA, erfolgte immer nur an der bereits sich auf QRA befindlichen Reservemaschine. Das deutsche Beladeteam war hierbei für das eigentliche Anhängen der Waffe, und ab Schnittstelle: Flugzeug (ausserhalb) bis runter zur Sonderwaffe, für die elektrischen und mechanischen Anschlüsse zuständig. Flugzeugseitig (innerhalb), sowie das A-Waffenbediengerät „DCU-117“ (Cockpit PAL Controller, Cat B), den streng geheimen M****- Switch ****, bis runter zur Schnittstelle Flugzeug / Rumpfträger, hat die deutsche Belademannschaft die Sonderwaffen-Hardware nie zu Gesicht bekommen, und auch die spezielle, Cockpit-seitige Test-Software nicht gekannt. Hing die A-Waffe endlich am Centerline-Rack, erfolgten die gefürchteten, weil hoch-komplexen, flugzeugseitigen A-Waffen Cockpit Tests (ohne deutsches Beladeteam). Diese Tests dauerten oftmals sehr lange, insbesondere wenn Probleme während einer der Testphasen auftraten, weil die Built-In Test Parameter der damaligen Systeme, oftmals nicht eindeutig zu interpretieren waren, und wir dann die gesamte Testprocedure wieder von vorne beginnen mussten. Waren die Tests erfolgreich, so wurden diese in einem speziellen Log-Book abgeschrieben und durch **** und **** gegengezeichnet. Erst jetzt wurde die bisherige Reservemaschine „aktiviert“, sprich mittels komplizierter Zwei-Mann / Dual-Split Prozesse an **** Schnittstellen entsprechend "codiert". Im Anschluß an die Aktivierung der bisherigen Reservemaschine erfolgte analog die Deaktivierung der bisherigen aktiven Maschine. „Imaginäre Linien“ gab es in den QRA F-104G Atomwaffen Sheltern nicht, und „Zitat: USAF-Wachen vom MUNSS mit Knarre im Anschlag...“ schon gar nicht. MUNSS- Staff war zwar in aktiven Sheltern anwesend, wobei das Sicherungskonzept der MUNSS am Flugzeug direkt aber andere Schwerpunkte hatte. Lediglich eine optische Begrenzung um das Flugzeug war vorhanden, die hatte aber andere Gründe.
    Gruß! Misato
     
  15. #14 Reinhard, 11.04.2009
    Reinhard

    Reinhard Guest

    Wie konnte unter so seltsamen Umständen eigentlich eine 20-Minuten-Bereitschaft für F-104G und Tornados funktionieren ???
     
  16. pok

    pok Space Cadet

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    Diese Prozedur wurde durchlaufen um die Maschine fuer die QRA bereit zu machen. Danach war sie theoretisch in wenigen Minuten nach dem Einsatzbefehl, der angeblich gar kein Befehl sondern ein Auftrag geworden ware, in der Luft gen Osten.
    Details die den Tornado und Buechel betreffen sollten wir hier aussen vor lassen und uns auf die nostalgische 104 Zeit beschraenken.
     
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  18. #16 pilotf4f, 17.04.2009
    pilotf4f

    pilotf4f Guest


    Ich wollte wissen, was die Zahl in Verbindung mit dem Transponder heisst.

    Gruss

    Christian
     
  19. Nimbus

    Nimbus Berufspilot

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    7500 ist der Transpodercode der bei Entführungen gerastet werden muss/soll.

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