Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht = Kerosin

Diskutiere Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht = Kerosin im Luftfahrzeugtechnik u. Ausrüstung Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Sun to Liquid: Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wird - Golem.de

mg218

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Hab ich's überlesen ?
Wie viel Kraftstoff erzeugt die Anlage ?
 

Simon Maier

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Hallo,

Vermutlich nicht viel, aber das ist auch eine Pilotanlage und keine industrielle Herstellung. Das Problem wird eher sein, von den Kosten an konventionellen Kraftstoff ranzukommen, es gab auch schon Projekte Kraftstoff für Motoren aus Müll oder aus sonst nicht verwertbarer Biomasse herzustellen, technisch funktioniert das. Das Problem ist nur dass dieser künstlich hergestellte Kraftstoff teurer war als der aus Erdöl, Öl ist einfach noch zu billig um es wirtschaftlich durch so etwas zu ersetzen.
 
Schorsch

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Alien
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Die mittlere "Leistung" der Sonne beträgt 1400W/m².
Best Case wird das Ding 10% dieser Leistung nutzen, aber vermutlich (aufgrund von Wirkungsgraden, nutzbaren Anteilen) wird es eher 5% sein.
Um einen A320 nach Mallorca zu bringen brauche ich grob 6t Sprit, da sind etwa 70000kWh.
Um also den Sprit für einen Flug in einer Stunde herzustellen, bräuchte ich:
70000 * 1000 / (5%*1400) = 1000000m² oder einen Quadratkilometer. Gar nicht so erschreckend.
Kann man sich überlegen was passiert, wenn mein Gesamtwirkungsgrad eher 2-3% oder doch 10% ist.
Jedenfalls erscheint dieser Ansatz sinnvoller als das gleiche mit Mais zu versuchen, weil ich kann die Maschinska theoretisch dort aufbauen, wo das Land eh nur für Kernwaffentests zu gebrauchen ist.
 

GFork

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Es gab Mal ein Forschungsprojekt Algen in Erdöl zu verwandeln... Selbst in den Sonnenstaaten wie Saudi-Arabien rechnete es sich nicht.

Vieles ist technisch möglich, jedoch ändert es nichts an unserer Versorgung. Der Aufwand ist einfach zu hoch. Selbst wenn die Kosten eine Ebene erreichen, wird man die heutige Masse so nicht synthetisch herstellen können! Auch wenn man weitere technische Meilensteine einrechnet.

Erst generell weg vom Öl, dann können Privilegierte sich Verbrenner noch leisten...

(Nur eine Meinung, nicht wissenschaftlich bewiesen und hat keinen Anspruch auf Korrektheit) :rolleyes1:
 
Schorsch

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Alien
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Es gab Mal ein Forschungsprojekt Algen in Erdöl zu verwandeln... Selbst in den Sonnenstaaten wie Saudi-Arabien rechnete es sich nicht.

Vieles ist technisch möglich, jedoch ändert es nichts an unserer Versorgung. Der Aufwand ist einfach zu hoch. Selbst wenn die Kosten eine Ebene erreichen, wird man die heutige Masse so nicht synthetisch herstellen können! Auch wenn man weitere technische Meilensteine einrechnet.

Erst generell weg vom Öl, dann können Privilegierte sich Verbrenner noch leisten...

(Nur eine Meinung, nicht wissenschaftlich bewiesen und hat keinen Anspruch auf Korrektheit) :rolleyes1:
Bin ich anderer Meinung. Das effizienteste ist die Speicherung der elektrischen Energie. Geht aber beim Fliegen schwer bis gar nicht, vor allem wenn ich übers Wasser fliegen möchte. Dann können solche Dinge eine Option sein, die gegen Wasserstoff-basierte Systeme konkurrieren.
 
cool

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Space Cadet
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oder einen Quadratkilometer
Also für "lumpige" 6t Sprit ist das schon viel. Bei den Wirkungsgraden wird einem ja auch schwindlig.

Ich denke (bin der Meinung), das solche Projekte sicherlich "beforscht" werden sollten, dass wir aber mittelfristig ganz woanders ansetzten müssen. Flüssige fossile Brennstoffe sind für manche Anwendungen einfach essentiell (und werden es noch lange bleiben), für andere "ganz nett" (Autos) und für manche schlicht unnötig (Ölheizung von normalen Häusern).
Da wäre es natürlich schon deutlich geschickter, anstatt "Sonne-> 5% ->Kerosin-> 25%-> Flugzeug" mit einem Gesamtwirkungsgrad von rund 0.05*0.25=0.0125 (1,25%), mit "Sonne -> Batterie -> Auto" zu arbeiten. Solarzelle etwa 20%, Batterie laden/entladen (zusammen) sind rund 90% und Elektromotoren liegen ja auch bei rund 95%, also bei 17% Gesamtwirkungsgrad.
Aber das ist nur ein Teil der Story. Auch was generell durch schlechte Flugplanung, unflexible Routen, ect. aufgefressen wird, ist beachtlich (keine Zahlen dazu). Ein Thema zb. auch, wie "knapp" getankt wird. Ich denke, die meisten sind da teilweise recht konserativ unterwegs und nach der Landung sind noch Sprit für 90min im Tank, obwohl 60min auch "dicke" reichen würde. Klar, man muss unterscheiden, wohin man will und was unterwegs alles kommen könnte, aber da gibt es ja reichlich Erfahrung. Also auch ein Punkt, bei dem man ansetzten könnte. Das geht natürlich einher mit einer brauchbaren Flugplanung die viel Variablen als ohnehin schon mit einbezieht und natürlich auch "Garantien", dass man bestimmte Anflugkorridore bekommt, ect.
Ganz übel finde ich das Fuel-"Tankering", bei dem man mehr Sprit mitnimmt, weil er gerade billig ist und man unterm Strich Geld spart, weil man den Mehrverbrauch durch den geringeren Preis überkompensieren kann. Das man dabei aber physisch x Tonnen Sprit verbrennt, weil die höhere Last ja auch höheren Verbraucht bedeutet, wird einfach so hingenommen. Wir leben im Jahr 2018 und sowas muss abgeschafft werden, entweder mit Anreizen oder Verboten.
 
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