WB2015/16RO Ilyushin Il-76MD Candid "Iraqi Airways" - Trumpeter 1:144

Diskutiere WB2015/16RO Ilyushin Il-76MD Candid "Iraqi Airways" - Trumpeter 1:144 im Rollouts bis 1:144 Forum im Bereich Wettbewerb 2015/6 - freie Themenwahl; Hier kommt 'kurz vor knapp' mein Beitrag zum Wettbewerb - eine Ilyushin Il-76MD Candid-B im Farbkleid der Iraqi Airways während der 70/80er Jahre...
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Hier kommt 'kurz vor knapp' mein Beitrag zum Wettbewerb - eine Ilyushin Il-76MD Candid-B im Farbkleid der Iraqi Airways während der 70/80er Jahre. Der Bausatz im Maßstab 1/144 stammt aus dem Hause Trumpeter und mußte einige Änderungen und Ergänzungen über sich ergehen lassen, insbesondere betrifft dies das bausatzseitig nicht vorhandene Cockpit, welches nach Fotos komplett scratch gebaut wurde.

Zur Aufwertung der nicht korrekt dargestellten Triebwerke wurden Resinteile von BraZ Models verwendet, ebenso ein alternativer Heckkonus zur Darstellung der 'zivilisierten' Variante ohne Heckstand. Darüber hinaus habe ich einige Fotoätzteile von Extratech für weitere Detaillierungen verwendet.

Alles weitere zum Bau des Modells findet sich im Baubericht - hier noch ein Originalfoto

Na dann 'mal los! Iraqi Airways Il-76MD, quasi 'last minute'...oh, bei den "outdoor"-Fotos evtl. Sonnenbrillen aufsetzen! :cool:
 
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Die Ilyushin IL-76 (NATO-Codename „Candid“) ist ein schweres Transportflugzeug aus sowjetischer Produktion und war als Nachfolger der Antonov An-12 auch der erste strahlgetriebene Transporter der ehemaligen Sowjetunion. Die Entwicklungsarbeiten begannen bereits Mitte der 1960er Jahre; Die Forderung beinhaltete, eine Nutzlast von 40t über eine Entfernung von ca. 5000 km befördern zu können...
 
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Das Flugzeug wurde für den Transport von schwerem militärischen Gerät, Transport/Abwurf palettierter Ladung wie auch den Einsatz von Fallschirmjägern konzipiert und ist für Einsätze in einem Temperaturbereich von -70 bis +45 °C ausgelegt.

Die Maschine ist somit sowohl in den Polarregionen als auch in wärmerem Klima einsetzbar und kommt aufgrund ihrer technischen Auslegung und stabilen Bauweise mit schwierigem Gelände problemlos zurecht. Das Fahrwerk ist für den Einsatz auf unbefestigten Landebahnen konstruiert und kann durch Veränderung des Reifendrucks von 2,5 bis 5 kg/cm² während des Fluges an den Untergrund angepasst werden...
 
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Der Erstflug des Prototyps erfolgte im März 1971 vom Flughafen Chodinka aus. Im Mai 1971 erfolgte die öffentliche Vorstellung auf dem Pariser Aerosalon. Die Serienproduktion begann schließlich im Jahre 1973 in Taschkent und ab 1974 wurde die Maschine an die sowjetischen Transportfliegerkräfte sowie ab Dezember 1976 an die Aeroflot ausgeliefert.

Inklusive der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten stand oder steht die IL-76 mit über 900 gebauten Exemplaren in mehr als 30 Staaten im Einsatz.
 
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Das Basismodell Il-76 hat über die Jahrzehnte viele verschiedene Varianten und Spezialversionen hervorgebracht, von denen die bekanntesten vllt. der Lufttanker Il-78 „Midas“ sowie das Frühwarnflugzeug Beriev A-50 „Mainstay“ sind; Eine komplette Aufzählung würde hier nun aber den Rahmen sprengen...
 
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Die im Modell dargestellte Variante IL-76MD „Candid-B“ bezeichnet eine militärische Version, welche gegenüber der vorangegangenen „M“ eine nochmals erhöhte Kraftstoffkapazität sowie eine größere Abflugmasse aufweist und mit stärkeren Triebwerken Solowjow D-30KP-2 ausgestattet ist.

Unabhängig der militärischen Bezeichnung „MD“ waren einige irakische Maschinen mit dem 'zivilen' Heckkonus ohne Bewaffnung (entsprechend der „TD“) ausgerüstet...
 
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Lackiert wurde prinzipiell nur Weiss (Revell 301) und Hellgrau für Flächen und Unterrumpf (Humbrol 129) - sämtliche grüne Flächen dagegen bestehen aus großformatigen Decals aus dem Hause TwoSix - die Verarbeitung der 'Tapeten' war nicht ganz ohne, ist aber -wie man sieht- machbar... :congratulatory:

Angleichungen der grünen Flächen habe ich mit 'Brunswick-Green' (Humbrol 3) ausgeführt..
 
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Iraqi Airways -gegründet im Jahre 1945 mit Sitz in Bagdad- stieg ab 1966 mit drei britischen H.S. 121 Trident in das Jetzeitalter ein, später ergänzt durch Tu-134 und Tu-124. Mit diesen Flugzeugen konnte das Streckennetz über den Nahen Osten hinaus nach Afrika und Europa erweitert werden.

Die siebziger und achtziger Jahre standen dann im Zeichen des Frachtverkehrs, wofür der Airline eine Flotte Antonov An-12 und Ilyushin Il-76 zur Verfügung stand - wie bei vielen arabischen Airlines üblich, so präsentierte auch Iraqi jeweils einen Schriftzug an Rumpf und Heck wechselseitig in arabischer und englischer Schreibweise...
 
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Während der achtziger Jahre konnte Iraqi Airways sein Streckennetz trotz des langen Krieges mit dem Iran größtenteils aufrechterhalten.
Nach der irakischen Invasion 1990 in Kuwait wurde die Fluggesellschaft aufgrund des UNO-Embargos gegen den Irak zum Grounding gezwungen.

Vor der Invasion verschob die Airline ihre Flugzeuge ins Ausland... :fox:
 
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Hier ein Detailfoto des Triebwerkbereiches... :cool:

Die Ein- und Auslässe wurden -wie eingangs erwähnt- gegen diese Resinteile von BraZ Models ausgetauscht, welche m.E. sehr schön gemacht sind.

Die Einlässe wurden einfach mit dunkler Eisenfarbe (Humbrol 53) bemalt, schwarz 'gewasht' und schließlich mit 'Alu' trockengebürstet - die Außenhaut der Triebwerke bekam zur Auflockerung einige farbliche Nuancen...
 
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Ein weiteres kleines Detail: Im Bugbereich habe ich -wie das so meine Art ist- die Klappe 'mal wieder mächtig aufgerissen... :TD:
 
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Der 'dunkle Kreis' auf dem Sponson ist ein Decal aus der Restekiste und soll einen am Original dort befindlichen Auslass (?) simulieren...
 
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Weiter "im Text"...! :!:

Der Irak war erster Exportabnehmer und zeitweise größter Betreiber der Il-76-Familie außerhalb der Sowjetunion - in Spitzenzeiten standen mehr als 75 dieser Flugzeuge gleichzeitig in Dienst...
 
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Der überwiegende Teil der Maschinen war im Farbkleid von Iraqi Airways lackiert, diese wurden jedoch stets durch und für das irakische Militär betrieben.

Die Maschine mit dem Kennzeichen 'YI-AIM' gelangte im Jahre 1978 zur Flotte und kehrte Ende 1984 in die Sowjetunion zurück, wo sie bis zu ihrer Verschrottung im Jahre 1999 fortan als 'CCCP-76497' bzw. später als 'RA-76497' registriert wurde...
 
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Die vorderen Flächenkanten wurden mit diversen Testors-Metalizern lackiert (:tongue:), die Randbögen einfach Rot/Orange und die Hinterkanten haben Statikentlader aus feinem Draht bekommen - die roten Warnleuchten (Dach und Laderampe) entstanden aus Gießast, Holzleim und transparentem Rot.

Die diversen Antennen sind ein Mix aus Bausatz- und Ätzteilen, lediglich die IFF-Antenne vor dem Cockpit wurde aus der Restekiste ergänzt...

Schicker Schurke:
 
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So! Sonnenbrillen wieder auf, es geht noch einmal an die frische Luft... :D:
 
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