WB2021BB - Nord Aviation N.1402 Gerfaut I / Fonderie Miniature / 1:72

Diskutiere WB2021BB - Nord Aviation N.1402 Gerfaut I / Fonderie Miniature / 1:72 im Bauberichte Forum im Bereich Wettbewerb 2021 - Flugzeuge aus Frankreich; Bisher ist der Bausatzhersteller Fonderie Miniature im diesjährigen Wettbewerb nur ein Mal vertreten, doch das ändert sich nun. Als...
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Bisher ist der Bausatzhersteller Fonderie Miniature im diesjährigen Wettbewerb nur ein Mal vertreten, doch das ändert sich nun. Als Gelegenheitsbastler habe ich mir ein Herz gefaßt, um wenigstens mal dabeigewesen zu sein ;-) .

Meine Wahl ist auf die kompakte Gerfaut I gefallen.



Ein Foto (plus Dreiseiten- und historischem Abriß) tauchte Ende der 70er Jahre in der Fliegerrevue auf. Damals schon fand ich diese kleine Maschine mit der markanten Position der Kabine interessant. Nun, da ich zufällig im Nachlaß eines Freundes auf ein Modell davon stieß, soll sie mir Bastelspaß bereiten und - wenn man in den Karton schaut - ob ihrer Qualität auch eine kleine Herausforderung sein. Von allen Materialien ist was dabei: PS, Resin, Weißmetall, Decals, Ätzteile und zwei gezogene Hauben (die wissen schon, daß ich so was noch nie aus der Form gepuhlt habe, deswegen der Ersatz :FFTeufel: ).

 
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Bei eingehenderer Betrachtung des Kartoninhaltes zeigen sich die (herstellertypischen) Schwächen: dicke Angüsse und überschüssiger Guß



... und ungleichmäßige Gravuren (mit "Ausrutschern") ...

 
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Orangenhaut hätten wir auch noch im Angebot.



Beim Bugfahrwerksschacht glaubte ich erst an einen Fehler in der Form oder einen Mangel an Polystyrol beim Spritzguß.



Diese völlig untypische Form war tatsächlich auch am Original so zu finden. Leider können wir den oder die Konstrukteure nicht mehr fragen, was ihn dazu bewogen hat. Vielleicht ein Verfechter oder Liebhaber runder Formen?
 
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den "großen Bruder" der Gerfaut aus der gleichen Gießerei habe ich auch schon mal vorgestellt: W2019BB Nord 1500 Griffon II – Fonderie Miniature No. 7201 1:72
Angesichts der Oberflächengüte werde ich beim Fonderie Miniature-Ausgangsmaterial tatsächlich an Halbzeuge aus einer Gießerei oder Schmiede erinnert - da liegst Du mit Deiner Formulierung schon goldrichtig, Uli ;-) . Aber Du bist darin schon geschult. Ich nehme das mal als Ansporn, einfach zu probieren, was mit meinen Mitteln geht.
 
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Die Decals könnten sicherlich detaillierter sein, hier und da gibt es einen kleinen Aussetzer.



Ich werde es beim fertigen Modell auf die erreichte Schallgeschwindigkeit schieben. Immerhin war die kleine Gerfaut I dazu in der Lage. Nicht mal 30 kN Schub waren erforderlich. Ihre Weiterentwicklung Gerfaut II vermochte es, in weniger als vier Minuten auf 15 km Höhe zu steigen !
 
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Die Kanzelhaube wird für mich eine besondere, weil bis dato nicht praktizierte Herausforderung. Spitzes Skalpell oder Pinzettenschere - wozu rät das geschulte Bastlervolk?

 
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Die Gerfaut I hat im Laufe ihrer Erprobung einige Umbauten erfahren, besonders deutlich erkennbar an Größe und Anzahl der Behälter unter der Seitenleitwerksflosse sowie der Form der Schubdüse. Um kein "Fabelwesen" zu bauen, heißt es genau zu recherchieren. Neben einem zweiteiligen Beitrag in der Zeitschrift Le Fana de l'Aviation (# 532 und 533) sind vor allem zwei Bücher hilfreich:



So toll ich das Buch über die Gerfaut(s) und Griffon(s) finde, so bin ich doch etwas skeptisch, ob der Zeichner bei den Tragflächenrudern (außen) einen Fehler gemacht hat.



Das muß ich in den nächsten Tagen mit den Fotos vergleichen. Einen Bildbeleg für die sich aus den Teilen des Bausatzes ergebende Kombination aus einem kleinen Behälter (anstatt zwei) unter der SLW-Flosse + geschlossen runder Schubdüse habe ich bei erster Suche auch noch nicht gefunden. Zum Glück sind auch Cockpitfotos im Buch zu finden



denn beide Gerfauts (es gab keine drei Exemplare, wie in der deutschen Wikipedia behauptet) teilten das traurige Schicksal, als Bodenziele durchlöchert zu werden, anstatt in einem Museum zu landen :-( .
 
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Bevor die eigentliche Bastelei beginnt, habe ich schon mal eine Bouillon à la Friedarrr angesetzt.



Will mal testen, was dieser "polystyrolverstärkte" Klebstoff vermag - es handelt sich um eine Eigenpolystyrolspende des Bausatzes :biggrin: .
 
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Der erste praktische Bauschritt ist ja (fast) immer das Herauslösen und Säubern der Bauteile. Da treten dann "nette" Details zu Tage, so wie hier die unplane Klebefläche der beiden Rumpfhälften.



Und so ist beispielsweise die Ausgangssituation bei den Höhenrudern des Kreuzleitwerks:



Leider sind beide Ruder von unterschiedlicher Länge ;-( , da muß das Schleifpapier Abhilfe schaffen.

 
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Die kleinsten der Weißmetallteile - zwei Hutzen für den hinteren Rumpfbereich - sind recht "fitzelich", aber dennoch habe ich versucht, sie etwas aufzubohren. Damit der Bohrer nicht abwandert, habe ich die Hutzen auf den Rand einer Glasplatte gedrückt.



Danach noch ein wenig mit dem Kegelfräser erweitert, sehen sie dann etwas gefälliger (sprich funktioneller) aus.

 
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Die Bauteile eines parallel laufenden Projektes sind auf eine Vielzahl Margarinedosen verteilt, die Teile der Gerfaut passen in eine einzige. Und dabei ist im Wortsinne noch Luft nach oben.



Und da liegen sie nun, weil es erst in ein oder zwei Wochen weitergeht. Leider. Aber ich bleibe dran. Das Ding muß vor dem Jahreswechsel "fliegen" ;-) .
 
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Much
Die Kanzelhaube wird für mich eine besondere, weil bis dato nicht praktizierte Herausforderung. Spitzes Skalpell oder Pinzettenschere - wozu rät das geschulte Bastlervolk?

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich eine Schere nehmen für die Rundungen, ansonsten eine Rasierklingensäge. Das kannst du dann mit Schleifblöcken fein-anpassen. Meistens...
 
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Danke für Deinen Ratschlag! Wenn es beim ersten Versuch Probleme gibt, habe ich ja noch einen zweiten ;-) .
 
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Ich hätte auch als erstes den Rand abgesägt. Aber das birgt das Risiko, abzurutschen und Kratzer zu machen. Mit der Schere von außen langsam immer wieder ein Stückchen mehr abzuschneiden ist wohl das Sicherste.
 
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Ich taste mich mal Stück für Stück ran - danke für die Tipps!
 
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Du musst "bloß" aufpassen, dass die Kanzel beim Anfassen nicht knickt oder reist
 
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WB2021BB - Nord Aviation N.1402 Gerfaut I / Fonderie Miniature / 1:72

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