WB2022BB - Mil Mi-22, Amodel, 1:72

Diskutiere WB2022BB - Mil Mi-22, Amodel, 1:72 im Bauberichte Forum im Bereich Wettbewerb 2022 - Luftfahrt unter dem Roten Stern; Hallo zusammen, an dieser Stelle versuche ich mich nochmal an einem Flugerät mit rotem Stern - die Wahl fiel auf den Hubschrauber Mil Mi-22. Das...

BAT21

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Hallo zusammen,

an dieser Stelle versuche ich mich nochmal an einem Flugerät mit rotem Stern - die Wahl fiel auf den Hubschrauber Mil Mi-22.
Das Modell wird im Maßstab 1:72 aus einem Bausatz von Amodel entstehen:



Zum Vorbild:
Die Mi-22 (alternative Bezeichnungen Mi-6AYa oder Mi-6VzPU) war eine Unterversion der Mi-6 und wurde als fliegender Kommandoposten eingesetzt. Die Nato bezeichnete diese Version als "Hook-C".
Solche Maschinen unterlagen immer besonders strenger Geheimhaltung - viele Infos konnte ich nicht zu diesem Muster finden.
Allgemeiner Einstieg zur Mi-6: Mil Mi-6 - Wikipedia
Hier wird etwas genauer auf die Mi-22 eingegangen: 4.5 The Mi-6 & Mi-10

Die Maschine auf dem Deckelbild wurde wohl das ein oder andere Mal abgelichtet, ein paar Fotos findet man im Netz:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Mi-22_(12372093244).jpg
Mi-22
.Mi-22 '23'

Beim Bau wird sicherlich auch ein Walkaround sehr hilfreich sein - hier wurde eine Museumsmaschine abgelichtet:
Ми-6АЯ (Ми-22), Конотопский музей авиации, Конотоп, Украина

So, dann kann ja (fast) nix mehr schiefgehen...
 
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BAT21

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Bevor der Bau startet, erst mal ein Blick in die Schachtel - hier wartet jede Menge Plastik, das in Shortrun Formen gepresst wurde.
Oder anders formuliert: es gibt jede Menge Grat und unregelmäßige Gravuren.
Ich denke, jedes Teil wird vorm Verkleben ausgiebig versäubert werden müssen.











Der Bausatz enthält auch Teile für den Laderaum, allerdings nur für den normalen Transporthubschrauber.
Der Kommandoposten war sicherlich mit Funkgeräten vollgestopft, aber wie ich schon in der Einleitung schrieb: alles hochgeheim.
Bleibt also alles geschlossen und der Bastler spart sich etwas Arbeit.

Die gesparte Zeit kann dann in etwas geätztem Zubehör investiert werden:



:whistling:
 
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Bin auch dabei !
Viel Erfolg,Jens ! :TOP:

Gruss Uwe
 

BAT21

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Nun ist es an der Zeit, sich um die inneren Werte zu kümmern - fangen wir also mit dem Cockpit an.
Hier durften erst mal zwei Sinkstellen zugespachtelt werden.
Danach mussten diverse Trennwände und Böden zurechtgeschnitzt werden. Gerade an der Rückwand durfte ich einige der Oberflächendetails entfernen, sonst hätte da niocht viel zusammengepasst.
Aber der Rohbau steht jetzt:



Grobe Passprobe im Rumpf:



Ja, scheint zu passen - dann können jetzt die (geätzten) Kleinteile verklebt werden.
Nebenbei bekommen auch die Rumpfhälften weitere Teile verpasst:

 
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BAT21

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Achtung Falle!

Nachdem die gestern angeklebten Panele fest waren, hatte ich den Rumpf mal grob mit Klebeband zusammengefügt.
Das Cockpit passte ganz gut, ganz im Gegensatz zur Bodenplatte vom Laderaum.
Die Anleitung sieht vor, dass die Bodenplatte zwischen die Panele geklebt werden soll - im Bild habe ich die Klebestelle grün markiert:



Die Passprobe zeigte aber, dass es so nicht funktionieren kann - die Platte ist dafür viel zu breit.
Also beherzt die Säge geschwungen und die schon verklebten Panele radikal gekürzt:



Das wäre vor dem Verkleben der Panele deutlich einfacher gewesen. :motz:
Dann die Bodenplatte mit der Rumpfunterseite verklebt - so passt das jetzt deutlich besser und die Klebenähte zwischen Rumpfseiten und Unterseite werden durch die Bodenplatte stabilisiert.



Das Dach vom Laderaum wird durch zwei Platten realisiert. Diese sind 1.5 mm zu breit.
Die vordere Platte fällt leicht nach vorne ab - damit die aber überhaupt verklebt werden kann, muss ein Teil der Aufnahme der hinteren Platte entfernt werden. Im oberen Bild ist der Bereich mal rot markiert.
 
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Ach hätte ich doch nur ...
einen von den vielen ver-/zerklebten Plasticart-Mi-6-Bausätzen
für heute übrig gelassen ... 😭

Uwe
Weiter so,Jens ... dat wird :TOP::TOP::TOP: !
 
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Abweichend von der Bauanleitung habe ich jeweils die vordere und hintere Rumpfhälfte und das Hecktor zusammengeklebt.
Das erschien mir bzgl. der zu erwartenden Lücken etwas erfolgsversprechender:





Vorder- und Hinterteil werden stumpf aneinandergeklebt und nur im unteren Bereich durch ein weiteres Panel stabilisiert.
Um bei den anstehenden Nacharbeiten ein überraschendes Knackgeräusch zu vermeiden, habe ich im oberen Teil die Klebenaht mit Plastiksheet verstärkt.

Vorder- und Hinterteil vom Rumpf passten ja noch ganz gut zusammen, aber die Hecktore wollten irgendwie überhaupt nicht ihren Platz finden.
Das Ganze ist wohl eher für die offene Montage ausgelegt?
Naja, dann hat die Spachtelmasse an der Stelle ihren ersten Großeinsatz:



Cockpit und eine Dachplatte vom Laderaum reingeklemmt - und schon hält dre Rumpf halbwegs zusammen.
Was für ein Trümmer:

 
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Ich habe seinerzeit die Mi-6 von Flugi,in Oberschleißheim gesehen . Das wirdn ganz schöner Brocken .
 

BAT21

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Die Klebenähte zwischen den Rumpfteilen und den Hecktoren sind mittlerweile gespachtelt, geschliffen und nachgraviert.



Hier noch ein paar Details:
1. Der Auslass war am Hecktor angegossen. Um den Eindruck eines herausragenden Rohrs zu erreichen, habe ich mit einer Graviernadel nachgearbeitet.
2. Beim Schleifen hatte ich keine Rücksicht auf Details genommen. Die verlorengegangen Verstärkungsplatten mussten dann wieder restauriert werden. War einfacher, also um die ganzen Details herumzuschleifen.
3. Die Regenrinne (?) war hier schlecht gegossen - also alles weg und mit Sheet neu aufgebaut.
4. Die fehlenden Inspektionsdeckel (?) wurden auch mit Sheet ergänzt.

Und wie ich so am Spachteln und Schleifen war, wurden auch gleich Teile im Triebwerksbereich verspachtelt und verschliffen. Hier waren ein paar Durchgänge notwendig, bis alles halbwegs glatt war:

 
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Jetzt war es an der Zeit, den Arbeitsbereich vom fliegenden Personal aufzuhübschen und lackierfertig zu machen:



Die Bausatzteile habe ich mit Ätzteilen von Brengun und NHDetail verfeinert.

Nebenbei habe ich auch noch die Grundplatte für den Hauptrotor montiert - diese wird ja vor dem Verschließen der Rumpfhälften verklebt.
Auch hier galt wieder das Moto "Schlechte Teile durch Eigenbau ersetzen anstatt tagelang rumzuschleifen":



Die Platte scheint ein neues Teil für den Mi-22 zu sein. Bei den Mi-6 Auflagen sah die Platte anders aus und war vorallem deutlich länger.
Das Ende der alten Platte schließt eine Öffnung hinterm Rotor ab.
Da das alte Teil zum Glück auch dabei war, habe ich es zersägt - so kann ich dann auch die Öffnung mit dem Endstück abschließen.
 
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Mittlerweile sind die größten Komponenten verklebt und das Ganze fängt an, wie ein Hubschrauber auszusehen:





Die Passgenauigkeit schwankte zwischen schlecht und ganz schlecht.
Die letzten Tage bestanden deshalb hauptsächlich aus Spachteln, Schleifen und Gravieren.
Ein paar Details konnten danach dann mit Sheet und Alufolie ergänzt werden.
Aber komplett ist das Thema Spacheln und Schleifen noch nicht abgeschlossen - also wieder zurück an den Basteltisch.
 
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bearmatt

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Wow, da legst du aber die Latte sehr hoch!
Dann schau ich dieses Jahr lieber zu bei diesem Wettbewerb :-D

Modellbau der Extraklasse!
 

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Hmm, andere vom Wettbewerb abzuhalten, war jetzt aber nicht der größere Plan bei diesem Baubericht... also einfach loslegen und sich durch andere Bauberichte inspirieren lassen. :whistling:

Beim Hubschrauber ging es in kleinen Schritten weiter - ein paar Teile verkleben und dann ewiges Spachteln und Schleifen.
Danach dann Gravieren und Restaurieren der verlorengegangenen Details.

Aktueller Zwischenstand:



Die vordere Verglasung fügte sich nahtlos in den Gesamteindruck ein: nix passt wirklich.
 
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Während eine weitere Schicht Spachtelmasse trocknet, habe ich die Wartezeit mit weiteren Basteleien überbrückt und den Hauptrotor in Angriff genommen.
Die 5 Rotorblätter waren recht schnell versäubert - das war beim Rotorkopf leider nicht der Fall.
Hier hieß es wieder Schnitzen, Schleifen, Fluchen... aber irgendwann sah es ganz passabel aus.



Fast 50 cm Durchmesser bringen meine Fotoausrüstung langsam an ihre Grenzen... aber die vorhandenen Regale und Vitrinen sind damit nach dem Bau komplett überfordert.
Also musste hier inschenörsmäßig improvisiert werden:



Die Plastiknubsi am Ende der Rotorblätter habe ich abgeschnitten und in jedes Blatt ein tiefes Loch gebohrt.
Da kam dann Messingrundmaterial rein.
Im Rotorkopf habe ich Messingröhrchen mit passendem Innendurchmesser verklebt.
Damit bleiben die Rotorblätter steckbar und können nach der finalen Fotosession für den Rollout wieder entfernt werden - dann passt das Modell auch ins Regal. Hoffentlich... :S_gruebel:
 
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Thema:

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