WB2023BB Skandinavisk Aero Industri KZ-VII (Stoppel Kits, 1/72)

Diskutiere WB2023BB Skandinavisk Aero Industri KZ-VII (Stoppel Kits, 1/72) im Bauberichte Forum im Bereich Wettbewerb 2023 - Zivile Luftfahrt; In Dänemark hat es nur ein einziger Flugzeughersteller gegeben, der Flugzeuge in einer nennenswerte Anzahl hergestellt hat, und das war...
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In Dänemark hat es nur ein einziger Flugzeughersteller gegeben, der Flugzeuge in einer nennenswerte Anzahl hergestellt hat, und das war Skandinavisk Aero Industri A/S, auch als Kramme & Zeuthen bekannt, nach ihren Gründern Viggo Kramme und Karl G. Zeuthen. Daher kommt auch die „KZ-..“ Bezeichnung der Flugzeugtypen.



Das erfolgreichste Muster war die viersitzige KZ-VII, wovon 56 Exemplare im Zeitraum 1947-1954 verkauft wurden. Viele wurden wurden exportiert, u.a. in die Schweiz, wo sie aufgrund der guten Langsamflugeigenschaften als „der dänische Storch“ vermarktet wurde. Etwa zwei Dutzend existieren noch, die meisten in Dänemark, einige sind jedoch eingelagert und fliegen z.Z. nicht.

 
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Ich möchte KZ-VII #198 OY-DZB aus 1947 bauen, die einem in den 1970er-1980er-Jahren bekannten dänischen Luftfotografen, Torkild Balslev, gehörte. Dafür gibt es im Bausatz passende Decals, wie ich unten zeigen werde.



Torkild Balslev und seine Frau schrieben auch zwei tolle Kinderbücher, wo das Flugzeug (vor einer Umlackierung) eine Hauptrolle spielte. In einem davon, das ich als 6-jähriger bekam, stellt Tochter Pipaluk fest, daß Papa‘s Flugzeug Skier bekommen hat, und fliegt (da sie sich ehe damit auskennt..) mit ihrem Hund Gonzales nach Norwegen, um es in Schnee so richtig auszuprobieren…



Leider verunglückte Torkild Balslev tödlich im recht jungen Alter in seiner Cessna 337 in 1986. OY-DZB existiert noch, und ist im kompletten aber nicht flugfähigem Zustand bei einem Sammler in Südschweden eingelagert.
 
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Der Bausatz stammt von Stoppel Kits in Dänemark, wurde wohl jedoch von MPM/Special Hobby produziert. Jacob Stoppel war ein rühriger dänischer Modellbauladen-Inhaber, ehemaliger Sikorsky S-61 Besatzungsmitglied der RDanAF, und Produzent der sehr akkuraten Stoppel Decals. Er starb leider vor etwa zwei Jahren; der Restlager wird von seinem Sohn nach und nach über dem seinem Webshop verkauft.

Der KZ-VII Bausatz wurde in mehreren militärischen als auch zivilen Varianten aufgelegt



Der Bausatz ist sehr schön gemacht, sehr detailliert, aber unheimlich klein und filigran



Das einzigste was so richtig fehlt, sind die Gelenke an den Querrudern und Wölbklappen, sowie deren Massenausgleichsgewichte.



Die Decals sind sehr detailliert, dürften jedoch in Stoppel-Tradition sehr empfindlich und zerbrechlich sein.

 
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Gibt es womöglich auch einen 72er kit fuer die 2-mot in #1, wohl KZ IV?
 
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Gibt es womöglich auch einen 72er kit fuer die 2-mot in #1, wohl KZ IV?
Mir bekannt hat es leider nie einen Bausatz von der eleganten KZ-IV gegeben. Die einzigste KZ-Bausätze sind dieser, und jeweils ein Resin-Bausatz der KZ-II Træner von Stoppel und von SBS.
 

rimme

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Hallo Kenneth, bei den Decals gibt es die Kennung OY-DKY. Das war die KZ VII, c/n 153. Nach ihrer Zeit im dänischen Register von 1947-1956 wurde sie nach Deutschland verkauft. Die Reservierung des Kennzeichens D-EGIF erfolgte am 01.10.1956, die endgültige Eintragung in die Luftfahrzeugrolle am 26.11.1956. Am 29.05.1961 ist sie bei Dennach bei Calw abgestürzt und am 28.11.1963 aus der Luftfahrzeugrolle gelöscht.

Gruß Rimme
 
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Erste Fortschritte…

Die Innenfarben sind teilweise aus dem Kinderbuch, teilweise spekulativ.



Im Buch sieht man deutlich, dass DZB ein offenes Staufach im rechten Teil des Instrumentenbrettes hat. Das habe ich herausgeschnitten. Aus den zwei Drahtenden sollen die charakteristische gekrümmte Gashebel entstehen, eins davon sieht man im Bild über Pipaluk‘s roter Handschuh.

 
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Auf Facebook gibt es eine Gruppe für KZ-Flugzeuge. Zum Thema Auspuff meint ein KZ-VII Besitzer, daß diese Auspuffanlage nicht original ist, und aus einer Cessna 170 oder früher Cessna 172 stammen könnte. Diese hatten die baugleichen Continental C125/C145/O-300 wie die KZ-VII. Da DZB die ersten 22 Jahren in Finnland verbrachte, spekuliere ich mal, dass dort ein entsprechender Umbau stattgefunden hatte. In dieser Gruppe sind auch mehrere Handbücher hochgeladen worden, und so weiss ich jetzt genau welche V-Form der Flügel ich anstreben soll…

 
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Es entsteht gerade ein neuer Steuerknüppel, da der aus dem Bausatz sich beim heraustrennen mit einem lautem „Klick“ irgendwo ins Bastelzimmer verabschiedet hat 😡

Aber das ist ein guter Anlaß zu einer kleinen Geschichte zu diesem Y- Steuerknüppel. Dieser findet man auch in der Bölkow Junior. Björn Andreasson, der den Vorgänger, die MFI-9 konstruierte, arbeitete bei Skandinavisk Aero Industri in den frühen 50er-Jahren. Dann ging er in den USA zu Convair, und entwarf die MFI-9. Ist zwar keine SAI-Erfindung, und die früheren KZ-III und KZ-IIK hatte ihn auch, aber viellicht hat Björn Andreasson hier etwas Inspiration gefunden…

 
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Das Instrumentenbrett ist fertig, und der Fußboden mit Sitzen, Steuerknüppel und Seitenruderpedale mit der einen Rumpfhälfte verklebt. Ich habe einen anderen Steuerknüppel gemacht, da ich einen dünneren Draht fand, der besser passte. Die Griffe an den Gashebeln bestehen aus Weißleim-Tropfen, die ich angemalt habe.

Inzwischen überlege ich mir, die hellblau-weisse Lackierung aus dem Buch zu übernehmen. Die weisse Zierstreifen für die gelbe Variante liegen als Decals bei, aber sie haben nicht die richtige Form. Das kriege ich in der Größenordnung mit Abdeckband nicht ordentlich hin.

 
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Es geht etwas weiter…

Rumpfhälften zusammengeklebt, Instrumentenbrett, Höhenleitwerk und Seitenruder montiert. Die zweiteilige Kabinenverglasung probeweise zusammengesetzt, sie ist etwas zu breit.



Es wird definitiv die hellblau-weiss Lackierung werden, Revell Aqua 49 „Hellblau“ passt perfekt.

 
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Es ging noch etwas heute Abend… Nasen-OP angefangen (siehe Beitrag #10) und die Kabinenverglasung zusammen geklebt. Hier erwies sich Revell‘s Contacta Clear als nutzlos, klebt anfangs einfach nicht, was man bei dem Zusammenbau von zwei dünnen, kleinen Klarsichtteilen gar nicht gebrauchen kann. Stinknormaler Weißleim aus dem Baumarkt funktioniert viel besser. Sie ist probeweise aufgesetzt, und muss noch gesäubert und poliert werden.

 
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Tolles Canopy - sowas sähe ich auch gern in meinen Projekten...
 
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Heutige Fortschritte:

- Nasen-OP beendet, aber erst nach dem die Patientin sich beschwert hat, dass die Nasenlöcher (Auspuffrohre) an der falschen Stelle waren, worauf hin sie weiter nach innen und nach hinten rückten. Drittes Loch in der untere Motorhaube gebohrt für einen Luftansaugstuzen gebohrt. Dieser und die Auspuffrohre werden dann aus Messingstangen ø1mm gemacht.

- Rumpfrahmenteil in die Verglasung eingeklebt.

- Querruder- und Landeklappenscharniere aus Abfallplastik gemacht.

 
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Die Cockpit-Verglasung ist mit Weißleim aus dem Baumarkt angebracht, der Naht gesäubert und das Ganze mit meinem Dremel-Imitation vom Lidl poliert worden. Bei diesem kleinen Flieger habe ich Bedenken, Abdeckband an der Verglasung nach dem Anbringen mit einem Skalpell zurecht zu schneiden. Daher versuche ich schon jetzt, alle Streben und Türrahmen etappenweise zu maskieren und zu malen, in der Hoffnung, es gibt dadurch schön gerade Linien.



Hinten am Rumpf gibt auf jeder Seite ein Handgriff für das Rangieren am Boden(„SKUB HER“ = Hier schieben). Zu diesem Zwecke sind sehr dünne Albion-Messingstangen auf dem Weg in der Post. Stay tuned…

 
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