WB2025RO - Die vergessenen Helden der Luftfahrt: Grokhovsky ULK G-37 aus Airkits in 1/72

Diskutiere WB2025RO - Die vergessenen Helden der Luftfahrt: Grokhovsky ULK G-37 aus Airkits in 1/72 im Roll out Forum im Bereich Wettbewerb 2025 -Transporter, Frachter und Kräne; Spezialisten haben ja das Ziel, die Besten zu sein: im Extremfall aber nur für eine bestimmte Applikation. Vieleicht noch eine größere...
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Spezialisten haben ja das Ziel, die Besten zu sein: im Extremfall aber nur für eine bestimmte Applikation. Vieleicht noch eine größere Herausforderung an den Konstrukteur ist der Universialist, die Eier-legende-Woll-Milch-Sau. Da sind wir auf dem schmalen Grat zwischen Optimierung und Kompromiss, und per Definition ist das Ergebnis in einer Applikation eben nicht der Beste - dafür können andere Ziele erreicht werden: mit weniger Gerät flexibel ein weiteres Feld von Bedürfnissen befriedigen zu können, das wäre schon eine attraktive Sache! Bereits 1934 wollte Pawel Ignatjewitsch Grochowski einen Schritt in die Richtung gehen mit einem Transportflugzeug für alle Aufgaben. Und - wie auch die Spezialisten heutiger Kampfflugzeuge - entschied er sich zur Trennung der Grundaufgaben: Ein Teil bleibt immer gleich, nämlich das, was das Fliegen ermöglicht. Das andere Teil richtet sich an unterschiedlichen Bedürfnissen des Transports, kann durchaus unterschiedlicher Konstruktion sein, solange es nur an den fliegenden Teil ankoppeln läßt. Das Projekt hieß G-37 und mehr davon und auch den Bbaubericht für das AirKits Modell findet sich hier.

Die Erprobung beschränkte sich auf den Transportbehälter für Fallschirmspringer, 10 an der Zahl. Und der Bausatz enthält auch die wesentlichen Komponenten auch dieses Transportbehälters! Wir haben es also eigentlich mit 2 Modellen zu tun - hier die Ansicht der Kombination.



Mehr Bilder, auch von Flugzeug und Container allein, kommen noch. Vor allem aber auch Bilder der für den Betrieb einer solchen Kombination notwendigen Geräte!
 
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Die G-37 war ein schlankes Flugzeug - war ja auch nur die Besatzung und die Betriebsstoffe mitzunehmen. Kein Wunder, dass sie trotz gleichen Flügels deutlich leistungsfähiger war als Tupolev's ANT-9. Hochbeinig musste sie sein, um den Container unterhängen zu können. Dafür konnten so ein starres Fahrwerk und Wärmetauscher in ein strömungsgünstiges Paket verpackt werden.



In der Draufsicht ist vom Container nur wenig zu sehen, dafür aber der Aufwand, der für eine attraktive Bemalung betrieben wurde. So viele Masken für ein Modell habe ich noch nie gezählt.



Die Piloten kamen von hinten zu ihrem Arbeitsplatz und konnten sich an einem Geländer dorthin hangeln. Das Dach des Cockpits ließ sich nach hinten klappen. Die Klappe oben auf dem Rumpf gestattete Zugang für einen Stauraum, der insbesondere für zusätzliche Tanks vorgesehen war.



Wenn der Container unter dem Rumpf hing, war die Bodenfreiheit alles andere als großzügig.



Der Bug des Contaners ließ sich nach SB aufschwenken, damit die Insassen ihre recht engen Sitze einnehmen konnten - da braucht es vielleicht sogar noch eine Leiter!



Der Ausstieg oder das Abwerfen von irgendwelchen Gütern war durch das Bugfenster möglich. Im hinteren Teil des Containers war ein 40 m Fallschirm untergebracht, um den Container samt Inhalt im Fluge ausklinken zu können. Das ist wohl auch erfolgreich erprobt worden.
 
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Was immer GSE auf russisch heißt - hier haben wir sowas. Ohne einen Trailer für den Container geht die Handhabung am Boden eher nicht leicht. In Ermangelung von Vorlagen und Beschreibungen von einem solchen Gerät stelle ich mir den dann so vor! Eigentlich wollte ich einen Stalinets S-60 als Traktor haben, aber der ist in 72 nicht zu kriegen - obwohl über 37.000 mal gebaut und 1934 wirklich überall zu finden! Die nackte Verzweiflung läßt uns annehmen, dass die Franzosen einen ihrer ungeliebten Renault 36 den Russen überlassen haben - samt Tankaufbau - das ist praktisch, den nehmen wir!



Drunterschieben ist das eine, aber in die passende Höhe heben das andere. Mein Trailer macht das hydraulisch, indem er die Schwingen seiner Hinterräder kippt. Pragmatisch einfach wird das über einen Handhebel am Hydraulikbehälter auf der Bugplattform aktiviert - Ablassen geht auch so, mit Umschaltventil. Die wirkliche Besonderheit sind die tief geschwungenen Unterzüge, denn viel Platz bleibt nicht unter dem Flieger.



So schiebt der Traktor den Container unter den Rumpf der G-37: nur was für geübte Kettenfahrzeug-Spezialisten, denke ich.



Wassili Iwanowitsch ist so einer - hier zeigt er, wie es geht: ohne Einweiser, ohne Außenspiegel - ein Wunder!



Also, geht doch! Der Container kann jetzt mit dem Rumpf verbunden werde. Dazu wurde er angehoben und eingeklinkt - konnte sowohl im Container als auch vom Cockpit aus ausgeklinkt werden...




Jetzt kann Wassili Iwanowitch den Trailer wieder absenken und aus dem Weg fahren. Alles weitere liegt beim Piloten!
 
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Wer auf ein passendes Diorama hofft, den kann ich einladen, beim Bau dazu dabei zu sein!
 
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Da merkt man den Ingenieur mit den speziellen Kenntnissen in der Konstruktion! Sehr gut gemacht und überzeugend präsentiert.
 
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Da merkt man den Ingenieur mit den speziellen Kenntnissen in der Konstruktion! Sehr gut gemacht und überzeugend präsentiert.
Sehr freundlich,lieber Norboo, aber wohl doch eines von den vielen Vorurteilen zum "Ingenieur". Lange, bevor ich mich mit Maschinenbau theoretisch befasst habe, waren Papier- und vor allem Holzmodelle, deren Motore (auch im Eigenbau und betrieben mit gefährlichen Spritzutaten wie Amylnitrat) und vor allem mein immer zu langsames Moped meine Themen. Ich glaube, was ich da praktische gelernt habe, ist im Studium kaum zu finden - aber das sind genau die Dinge, die eben Modellbau-"Kenntnis" ausmachen. Glücklicherweise muss ich weder die Statik meines Hangars noch die Zulassungsfähigkeit meiner Trailer beachten - einfach nur schön (ent)spannender Modellbau!
 
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