Weltraum-Schrott und sein Wiedereintritt

Diskutiere Weltraum-Schrott und sein Wiedereintritt im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; …und wegen der Kosten wird es keineswegs so sein das kuenftig jede Woche so etwas gestartet wird. Umkehrschluss: Jeder, der genügend Kohle hat,...

Moderatoren: mcnoch
  1. #341 WaS, 10.09.2018
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2018
    WaS

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    Umkehrschluss: Jeder, der genügend Kohle hat, darf es sich leisten, die Astronomen mit seinem Affenzirkus zu stören?

    Bei uns in der Stadt wurde unlängst sogar das nächtliche farbige Anstrahlen eines Kraftwerk-Schornsteins – was viele Bürger als unterhaltsam und schön empfanden – aus Gründen des "Immissionsschutzes" verboten.
     
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  3. pok

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    Ja, jeder der genug Geld hat kann so etwas machen.
    Deutsches Umweltrecht - ich persoenlich habe mit dem Begriff "Lichtverschmutzung so mein Problem - ist da irrelevant, es zaehlt das jeweilige nationale Recht des Startplatzes. Ist das Objekt erstmal im Orbit unterliegt es dem Weltraumvertrag und der verbietet so einen "Affenzirkus" eben nicht.
     
  4. #343 Aeronaut, 10.09.2018
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    Ich denke, dass der Weltraum hoheitsfreies Gebiet ist. Genau wie die hohe See. Da gilt im Allgemeinen erst mal das Recht desjenigen, der die Macht hat es auch durchzusetzen. Gegen einen Vertrag wie den Weltraumvertrag kann man ja nur verstossen, wenn man ihn auch unterzeichnet hat. Interplanetare oder interstellare Hoheit und Polizei gibt es ja bis jetzt nicht. Interessant ist auch die Frage zum Mond. Die Amis haben ja da ihre Fahne aufgestellt. Gilt das schon als schon als Inbesitznahme?
     
  5. amsi

    amsi Space Cadet

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    Ich denke das die Fahne eher nur symbolischen Wert hat und den Amerikanern ihren Patriotismus stärkt. Nicht mehr, und auch nicht wenige.
     
  6. pok

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    Kein Himmelskoerper kann von einer Nation in Besitz genommen werden, gemaess Weltraumvertrag. Es stimmt zwar, das es keine Executivmacht dort oben gibt, aber ich wuerde als Nation nicht versuchen als erster Gegner der neuen 6. US Streitkraft in die Geschichte einzugehen.
     
  7. #346 doerrminator, 12.09.2018
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    Der erste Gegner steht doch schon fest: China:wink2:
    Und die sind nicht zu verachten
     
  8. #347 gk juergen, 20.09.2018
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    Der Spiegel Artikel ist jetzt frei lesbar:
    Satelliten-Skulptur: Weltraumkunst verärgert Astronomen - SPIEGEL ONLINE - Wissenschaft

    und der von heute:
    Test im All: Satellit wirft Netz gegen Weltraumschrott aus - SPIEGEL ONLINE - Wissenschaft
    ....
    Dabei wurde jedoch nicht mit echtem Weltraumschrott gearbeitet. Vielmehr wurde ein eigens dafür ins All gebrachter kleiner Flugkörper, ein sogenannter Cubesat-Kleinsatellit, mit Hilfe eines Netzes eingefangen und zum kontrollierten Absturz gebracht. Das Netz sei in einer Entfernung von etwa fünf Metern erfolgreich ausgeworfen worden, berichtet man bei Airbus, einem der Projektbeteiligten. In einer Entfernung von sieben Metern habe man dann den Cubesat eingefangen.

    "Um diese Netztechnologie zur Einfangen von Weltraummüll zu entwickeln, haben wir sechs Jahre lang mit Parabelflügen und in speziellen Falltürmen und thermischen Vakuumkammern getestet", sagte der dort zuständige Projektleiter Ingo Retat. Man sei nun "einen Schritt weiter", um Weltraumschrott aus der niedrigen Erdumlaufbahn zu beseitigen.
    .........
     
  9. mcnoch

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  10. #349 MikeBravo, 05.12.2018
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    Ist das richtig, je länger Weltraumschrott um die Erde kreist, um so kleiner wird er? Seit Sputnik würde mich mal interessieren, wieviel Tonnen oder Kubikmeter Schrott so um die Erde kreist/treibt...

    Irgendwie ist das doch vergleichbar mit dem (Mikro) - Plastikmüll in unseren Meeren...
     
  11. #350 Chopper80, 05.12.2018
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    Nein, kleiner ( und zahlreicher ) werden die Teile nur, wenn sie mit anderen Teilen zusammenstoßen.

    C80
     
  12. Jeroen

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    Laut ESA uber 7500 Tonnen
    About space debris
     
  13. mcnoch

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    Das ist zwar die spektakulärste Ursache für die weitere Fragmentierung, aber leider nicht die einzige. DIe Trümmerteile sind halt verschiedenen Kräften ausgesetzt in deren Folge das Material ermüdet und größere Teile in kleinere Teile zerbrechen. Gerade Raketenstufen und ähnlich große, aber dünnwandige Trümmerteile sind da ein Problem. Besonders der sehr häufige Wechsel zwischen Erwärmung durch dei Sonne und Abkühlung im Erdschatten spielt hier mit den Materialdehnungen und Schrumpfungen auf die Dauer eine größere Rolle. Es sinkt allerdings eben durch Geschwindigkeitsverlust permanent auch Schrott gen Erde ab und verglüht dann oder stürzt ab. Es sammelt sich also nicht unendlich Trümmerteile an, aber je nach Höhe der Flugbahnen der Trümmerteile kann es durchaus schon mal 100 Jahre dauern, bis die Atmosphäre für die endgültige Beseitigung sorgt.
     
    arneh, MikeBravo, Chopper80 und einer weiteren Person gefällt das.
  14. Jeroen

    Jeroen Alien

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    Dazu kommen noch orbitale Explosionen von Satelitten und Raketen(stufen)koerper, durch verbliebene Brennstoff, Flussigkeiten, Batterien und entstandene Undichtungen.
    Auch austretende Flussigkeiten die erfrieren bilden gefahrliche Kleinteilchen.
     
  15. pok

    pok Space Cadet

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    Das habe ich noch nie gehoert und ich bezweifel das auch sehr, da der Partialdruck von fast 0 mbar und die Erwaermung fuer 45 Minuten alle 90 Minuten auch groessere Eisstuecke zuegig sublimieren sollten.
     
  16. #355 MikeBravo, 05.12.2018
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    Was ist eigentlich mit dem "weichen" Weltraumschrott? Gummi- und Plastikteile, Isolierungen usw., ist der weniger gefährlich? Ed White verlor bei seinem Weltraumspaziergang aus der Kapsel einen Handschuh... Ich persönlich denke, das diese Teile durch Hitze-und Kälteeinwirkungen sowie Kollisionen mit anderem Schrott schnell verspröden, brüchig werden und in kleinste Teilchen zerfallen. So wie von Mc Noch bereits beschrieben.
    Das macht sie aber nicht ganz ungefährlich, sehe ich das richtig? Schließlich ändert sich nicht die Umlaufgeschwindigkeit, auch wenn es kleinste Partikel sind... Eine Raketenstufe saust mit derselben Geschwindigkeit um die Erde wie eine Kaffeebohne, oder?

    Im Fälle von Ed's Handschuh: Kriegt den ein Astronaut bei einem Außen Einsatz an der ISS ab, passiert dann nichts? Schließlich bewegen sich Astronaut und Handschuh mit derselben Geschwindigkeit im Orbit.. Kann man das so gelten lassen?
     
  17. Jeroen

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    NatriumKalium Flussigkeit wurde verwendet als Kuhlmittel in Buk BES-5 Reaktoren Sowjetische Satelliten wie RORSAT, Kosmos 1818, Kosmos 1867, und sind manchmal ausgetreten, oder (16x) beim abgeworfen dieser.
    Aus der NaK Flussigkeit bilden sich dann "frieren" Festteilen bis einige Zentimeter Grosse.
     
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  19. pok

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    Der Handschuh, den Astronaut White bei der EVA von Gemini 4 verloren hat, ist nach etwa 4 Wochen in die Atmosphaere eingetreten und verbrannt. Objekte, die exakt die gleiche Bahn haben, haben auch die gleiche Gechwindigkeit und wenn die Inklination identisch ist, dann besteht keine Gefahr, bzw treffen sie sich nie. In der Praxis sind Bahnen nicht identisch und wenn sie nicht Kreisfoermig sind, dann kreuzen sie sich mit teilweise erheblichen delta v. Dann wird auch ein Handschuh gefaehrlich, besonders wenn er ( was allerdings sehr unwahrscheinlich ist ) einen Astronauten bei einer EVA trifft.
     
  20. amsi

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