Weltraum-Schrott und sein Wiedereintritt

Diskutiere Weltraum-Schrott und sein Wiedereintritt im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Offenbar - am Ende des zuletz veröffentlichten Zeitfenster - an uns vorbei. https://x.com/InsiderGeo/status/2017205893201375484
Chopper80

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Wobei diese veröffentlichten Daten sich meist nur an den normalen Orbit halten und die aktuellen direkt getrackten Werte davon abweichen. Könnte also auch schon unten sein.

C80
 
Chopper80

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Die Stufe ist letztendlich mehr als 1000km südöstlich von Neuseeland ins Meer gestürzt.

C80
 

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M. Langbroek, Sat-Beobachter der TU Delft, berichtet ergänzend von einem zweiten Eintritt, mutmaßlich die Dummy-Nutzlast
Now this is decidedly odd: a SECOND "final" TIP with +- 1m accuracy has been published late yesterday for the ZQ3 R/B reentry: 13:43 +- 1m near 3.9 S, 60.7 E, 1h 4m after the first reentry time.


mfg
 
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mcnoch

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Mit den beiden noch verbliebenen Cluster-Satelliten eröffnet sich zum ersten Mal die Chance, den Wiedereintritt von zwei baugleichen Satelliten mit einem Flugzeug an zwei aufeinanderfolgenden Tagen aus der Nähe zu beobachten und so mehr darüber zu lernen, wie genau deren Verglühen abläuft. Am 31. August und am 1. September werden Samba und Tango über dem Südpazifik verglühen. Schon der Wiedereintritt eines weiteren der ursprünglich vier Satelliten, Salsa, wurde 2024 ähnlich überwacht. Zudem werden die Satelliten noch bis zur letzten Umlaufbahn Daten liefern, aber meist verglühen die Sonnensegel als Erstes, und einige Zeit, bevor der Rest des Satelliten verglüht, steht dann kein Strom mehr für eine weitere Datenerfassung und Funkübertragung zur Verfügung.

Und 2027 wird die ESA die speziell dafür ausgelegte Draco-Mission nutzen, um den Wiedereintritt mit über 200 Sensoren, 4 Kameras und einer eigenen Onboard-Stromversorgung zu überwachen und zu übertragen.

ESA adjusts Cluster orbits for rare twin reentry campaign
 
_Michael

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Zudem werden die Satelliten noch bis zur letzten Umlaufbahn Daten liefern, aber meist verglühen die Sonnensegel als Erstes, und einige Zeit, bevor der Rest des Satelliten verglüht, steht dann kein Strom mehr für eine weitere Datenerfassung und Funkübertragung zur Verfügung.
Finde ich bemerkenswert, wie kurz die Batteriekapazität des Satelliten ist. Andererseits zählt beim Start halt jedes Kilogramm. Um den Satelliten bei einem geplanten oder ungeplanten Unterbruch des Solarstroms weiter kontrollierbar zu haben, dürfte eine recht kleine Batterie genügen. Aber Daten wird man dann aus Energiegründen eben nur noch sehr wenige übetragen können.
 
Simon Maier

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Hallo,

Am Ende muss die Batterie in der Praxis die Zeit überbrücken in der der Satellit einem möglichen Erdschatten ausgesetzt ist. Das lässt sich genau berechnen.

Mehr muss sie eigentlich nicht leisten.
 
_Michael

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Am Ende muss die Batterie in der Praxis die Zeit überbrücken in der der Satellit einem möglichen Erdschatten ausgesetzt ist. Das lässt sich genau berechnen.

Mehr muss sie eigentlich nicht leisten.
Es gibt schon noch weitere Szenarien, beispielsweise nach dem Start bis die Solarpanels ausgefahren sind. Oder auch während Störungen in der Stromversorgung.
 
mcnoch

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Es kommt ganz auf den Verwendungszweck von Satelliten an. Nicht alle laufen 7x24; viele sind – bis auf kleine Kernsteuerungssysteme – nur zu bestimmten Zeiten aktiv und schalten sich in der übrigen Zeit einfach ab. Genauso während Zeiten, in denen aus welchem Grunde auch immer nicht (genug) Strom produziert werden kann. Nur solche, die wirklich für 7x24 ausgelegt sind, finden sich dann auch entsprechende - leider oft sehr schwere - Stromspeicher.
 

MikeBravo

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Gestern Abend so zwischen 19.00 und 19.30 konnte man am Himmel eine ziemlich helle und länger beobachtbare "Sternschnuppe" über Bayern sehen.

War das Weltraumschrott oder ein Meteorit?
 
Sczepanski

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Eine Untersuchungskommission für das Phobos-Grunt Disaster will nun zu der Erkenntnis gelangt sein, dass es "schwere Ionen" aus der Sonnenerruption waren, die dem Satelliten den Garaus gemacht hätten. Eine andere Komission geht von einem Programmierfehler aus. ...
ich denke, daran kann man mit dem folgenden Bericht anknüpfen
Mysteriöses Objekt zwischen Erde und Mars: Harvard-Astronom zweifelt an natürlichem Ursprung
...
In einer noch nicht von Fachkolleginnen und Fachkollegen geprüften Studie stellen die Autorinnen und Autoren die These auf: Der dunkle Komet 1998 KY26 hat keinen natürlichen, sondern einen technologischen Ursprung.
.... Es könnte sich um die verschollene russische Raumsonde „Phobos 1“ handeln.
...

Russische „Phobos 1“-Sonde ist seit 1988 im Weltall verschollen
Die Raumsonde ging im September 1988 im Weltall verloren, nachdem sie einen fehlerhaften Befehl von der Erde erhalten hatte. Ein fehlender Bindestrich sorgte dafür, dass die Lageregelungsdüsen deaktiviert wurden. Das Raumschiff konnte seine Solarpaneele nicht mehr zur Sonne ausrichten und seine Batterien nicht mehr laden, berichtet Loeb auf seiner Website
Dort schreibt er auch: „Unsere Analyse kann nicht eindeutig belegen, dass es sich bei 1998 KY26 definitiv um die Sonde ‚Phobos 1‘ handelt.“ Allerdings habe sein Team in der Studie gezeigt, „dass die Umlaufbahnen von ‚Phobos 1‘ und 1998 KY26 ähnlich sind“. Außerdem sei der Unterschied zwischen den beiden Umlaufbahnen „energetisch mit dem Gesamtgeschwindigkeitsschub vereinbar, der ‚Phobos 1‘ zur Verfügung stand“.

Einige Hinweise deuten darauf hin, dass der Komet tatsächlich eine Raumsonde ist
Auch die Dimensionen stimmen überein: 1998 KY26 misst etwa elf Meter, während „Phobos 1“ mit ausgefahrenen Solarpaneelen auf einen Durchmesser von ungefähr zehn Metern kam. Besonders auffällig sind zudem die seltsame Form des Objekts und seine Helligkeit. Es dreht sich alle fünf Minuten einmal um sich selbst, was auf eine sehr längliche Form hindeutet – es könnte die Form einer Raumsonde mit ausgefahrenen Solarpaneelen sein.

Erst im vergangenen Jahr hatte ein Forschungsteam 1998 KY26 genauer untersucht und festgestellt, dass es deutlich kleiner als erwartet ist. Es drehe sich schneller, und auch die Zusammensetzung sei viel heller als gedacht, hieß es damals. Das könnte ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass es aus Metall besteht – und nicht aus Gestein.
...
 

MikeBravo

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Nicht nur auf der Erde bestehen Gefahren durch den Wiedereintritt von Weltraumschrott, sondern zunehmend auch
Ist ja nicht der erste Einschlag von Space-Müll auf dem Mond....
Die Oberstufe einer im Januar 2025 von Space-Ex gestarteten Falcon-9 wog um die 4,5 t und schlug mit Mach 8,7 auf dem Mond ein und verursachte einen ca. 30m Krater mit einigen Metern Tiefe. Das verursachte eine Regulitwolke bis in 50 km Höhe, so die Experten. Leider konnte dieses Ereignis nicht live beobachtet werden.

Wo war denn der Einschlag genau? Von den Apollo-Mondlande-Missionen wurden doch Seismometer zurückgelassen, ob die diesen Einschlag aufgezeichnet haben?

Die Raketenstufe wird bestimmt nicht mehr in einem Stück sein, hoffentlich kommt man zukünftig nicht auf die Idee, Space-Müll absichtlich auf den Mond stürzen zu lassen......
 
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_Michael

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Nicht nur auf der Erde bestehen Gefahren durch den Wiedereintritt von Weltraumschrott, sondern zunehmend auch auf dem Mond und zukünftigen Mondstationen.
Finde ich jetzt doch ein bisschen Panikmache: Dass ein Objekt genau eine Mondbasis treffen würde, ist um Grössenordnungen unwahrscheinlicher als all die anderen Gefahren eines Fluges zum Mond. Der Mond hat 40 Millionen Quadratkilometer, da kann man tausende von Objekten abstürzen lassen, bis man auch nur ein Promille dieser Quadratkilometer berührt hat...
 
pok

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Die Raketenstufe wird bestimmt nicht mehr in einem Stück sein, hoffentlich kommt man zukünftig nicht auf die Idee, Space-Müll absichtlich auf den Mond stürzen zu lassen......
Wie mein Vorredner schon sagt, das ist reine Panikmache. So wie schon bei einigen Apollo-Missionen lässt man nicht mehr benötigtes Gerät gezielt auf dem Mond aufschlagen, um mit den damals angebrachten Seismometern Rückschlüsse auf den inneren Aufbau des Mondes zu ziehen. Im Gegensatz zu Trümmern in häufig genutzten Erdorbits ist das völlig ungefährlich. Eine Gefahr für eine eventuell irgendwann bewohnte Mondbasis heraufzubeschwören, ist wohl eher der Sauregurkenzeit und einem ahnungslosen Journalisten geschuldet.


Ich habe auch schon Kritik daran gelesen, dass die Apollo-Astronauten vor dem Start vom Mond ihre Fäkalien sowie nicht mehr benötigte Ausrüstung aus der Luke warfen, um Gewicht zu sparen. Irgendwann findet sich offenbar immer jemand, der selbst daran noch Anstoß nimmt.
 
mcnoch

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Natürlich ist es kein unmittelbar bevorstehendes Ereignis. Allerdings sollte man darüber nachdenken, ob man mit Blick auf die Zukunft einen Crash auf dem Mond weiterhin als Exit-Strategie zulassen sollte.
 
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