Wert von Bachelor?

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Astronaut
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Es heißt ja immer das ein Bachelor nicht geschätzt und als wertlos angesehen wird.

Wir schaut das in der Luftfahrtindustrie bei Bachelors von technischen Studiengängen aus? Ähnlich, oder hängt es davon wo das Studium gemacht wurde?
 
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A380

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Space Cadet
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Es heißt ja immer das ein Bachelor nicht geschätzt und als wertlos angesehen wird.

Wir schaut das in der Luftfahrtindustrie bei Bachelors von technischen Studiengängen aus? Ähnlich, oder hängt es davon wo das Studium gemacht wurde?
Der Dipl.Ing. ist durch den Bachelor nicht zu ersetzen !!!

Wobei es bei den Dipl.Ing.`s ja auch noch den (FH) und den (TU) gibt, beide haben aber mehr Praxis nach Ihrem Abschluss.
Ich spreche da aus Erfahrung !!:):):FFTeufel:
 

Hans Trauner

Space Cadet
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Naja, nun, seit dem Studium Bolognese gibts aber halt "nur" noch den Bachelor und den Master. Die Diplomstudiengänge laufen aus. Die Grundidee dieses eigentlich angelsächsischen Imports ist, den Bachelor zu machen, danach zu arbeiten und dann erst den Master drauf zusetzen. In der überbürokratisierten Hochschulwelt, die zudem kleinteilig und eifersüchtig Kleinststaaterei betreibt aber ein eher theoretisches Modell. In den Personalabteilungen scheint es tatsächlich eine Tendenz zu geben, den Bachelor eher mit dem Techniker zu vergleichen. Zudem vergeben heutzutage auch nicht-hochschul-vergleichbare Instanzen wie IHK und VWA etc. Bachelor-Titel. Aus verschiedenen Gründen vergleiche ich bei Einstellungen den Bachelor eher mit einem FH-Ingenieur, kommt aber auf Fachrichtung, Studiendauer und Praktikas an. Ein Bachelor mit abgeschlossener Berufsausbildung plus Praktika ist mir immer noch lieber als eine Dipl-Ing (Univ), dem man erst beibringen muss, wie ein Schreibtisch funktioniert. Und dass man anschliessend mit Menschen zu tun hat in der Berufswelt.

Insgesamt ist die Meinungsbildung innerhalt der HR-Welt noch nicht abgeschlossen. Ein echtes Problem ist die mangelnde Akzeptanz der Mitarbeiter noch mit Diplom-Abschluss, die natürlich gleich wieder die "ich bin besser"-Karte spielen wollen, ohne dass sie überhaupt Erfahrungen haben können - so viele Bachelor sind nämlich noch gar nicht in der freien Wildbahn angetroffen. Aber das war damals bei der "Aufwertung" eines Polytechnikums (alte BRD) auf FH auch so. Da sind die Diplom-Ingenieure (Univ) auch mit gespreizten Schwanzfedern herumgelaufen...."du sollst keinen anderen Diplom-Ingenieur neben mir haben..." und jetzt halt wieder mal eine neue Runde. Also Leute, Geduld und macht euren Bachelor und macht ihn gut. Geht dann arbeiten, der Fachkräftemangel kommt noch deutlicher als wir ihn jetzt schon haben. Nutzt die Kontakte, die ihr bei Praktikas sammelt und nach ein paar Jahren Arbeit könnt ihr immer noch den Master draufsetzen.

H
 
FREDO

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Space Cadet
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Wobei du aber immer ganz ehrlich sagen mußt, daß dann, auch unter veränderten familiären und wirtschaftlichen Bedingungen, ein Studium, noch dazu nicht gefördert oder gar kostenintensiv, für viele nicht mehr praktikabel ist...

Im übrigen haben wir leider heute schon die Situation, daß einem Praktikum das andere folgt, projektweise besetzt wird, nicht oder nur lausig vergütet wird...
 

Xena

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Man hört, daß selbst in Kreisen der Hochschulrektoren und der Firmen sich so langsam Ernüchterung einschleicht und man dem Dipl.-Ing., egal ob FH oder Univ., nachweint. In vielen Studiengängen hat selbst der FH Ingenieur mehr Fachwissen und Praxis als der Bachelor. Man wird also noch nachbessern müssen und dann sind wir irgendwann bei der Ausbildung wieder da wo wir beim Dipl.-Ing. waren, nur wird er sich Bachelor nennen. :rolleyes:
 

Rhönlerche

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Der deutsche Dipl.-Ing. ist ein weltweites Gütesiegel. Schön blöd, wenn ein Land sowas freiwillig aufgibt.
 

Hans Trauner

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@Fredo, ich hab mir auch zu meiner Zeit mein Studium selber finanziert und hab das auch schuldenfrei geschafft, ohne staatliche oder elterliche Förderung, die ich gar nicht genommen hätte.
@all: Mal halblang. Der tatsächliche Verlust ist nicht unbedingt die Qualität des Studiums, die Inhalte und die Dauer wird ohnehin überschätzt. Der tatsächliche Verlust ist die völlige Verschulung der Hochschulen, deren Kleinstaaterei plus absolute Verbürokratisierung. Stichworte nur mal Hochschulwechsel und Regelstudienzeit. Die Hochschulen sind endgültig zu Berufsschulen der Industrie verkommen. Bildung ist nun mal nicht gleich Fachwissen, aber gerade die Ingenieursstudiengänge hatten das ja schon immer ein Problem damit. Die Hochschulen brauchen jetzt nicht zu jammern. Das Studium Bolognese kam nicht aus heiterem Himmel und die Umsetzung war Hochschulangelegenheit. Sie haben es selber vermasselt.

H
 
RindVieh

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Wie die Firmen es jetzt im Allgemeinen sehen kann ich kaum beurteilen.
Aber grundsätzlich sollte man die Bälle flach halten: der alte Dipl.-Ing. (FH) hatte 8 Semester und Uni häufig 9 Semester Regelstudienzeit. Die meisten Bachelors haben heute 7 Semester zu bieten. Das sind keine "Welten". Des Weiteren muss man im Studium auch immer noch genug "Schrott" lernen, des Lernens willen. Ob jetzt die Qualität wirklich merklich gelitten hat?

Und auch nach dem "alten System" ist kein Absolvent direkt in einem Beruf durchgestartet. Das branchenübliche ( oft sogar firmenübliche) Fachwissen wird danach gelernt und ein Großteil des breiten Hochschulhorizonts verschwindet aus dem Kopf.
 
tom83md

tom83md

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...In vielen Studiengängen hat selbst der FH Ingenieur mehr Fachwissen und Praxis als der Bachelor. ...
Es ist ja fast zwangsläufig, dass der FH-Ing. mehr Fachwissen hat - FH: 4 Jahre bzw. 8 Semester, Bachelor: 3 Jahre bzw. 6 Semester (Zumindest vor ein paar Jahren, als ich studiert habe). Auch wenn die Uni´s versucht haben den Stoff in die kürzere Lerndauer zu quetschen, kann ich nicht glauben, dass das 100% funktioniert. Allein wenn man bedenkt, wieviel Lernstoff (und auch tw. "Schrott" :wink:) in den ersten Jahren des Grundstudium so schon anstand.

...Man wird also noch nachbessern müssen und dann sind wir irgendwann bei der Ausbildung wieder da wo wir beim Dipl.-Ing. waren, nur wird er sich Bachelor nennen. :rolleyes:
Es ist auch interessant, wie viele Leute (diese Diskussion Bachelor/Master/Dipl-Ing. wurde übrigens zufällig vor kurzen auch bei uns im internen Praktikanten/Diplomantenkolleg in der Firma geführt) immer versuchen, den Bachelor mit einem Universitäts Dipl.-Ing. gleichzusetzen.
Ich dachte immer (und denk es auch noch), dass der Master nach dem Bologna Prozeß dem Dipl-Ing. entsprechen soll.

Im übrigen haben wir leider heute schon die Situation, daß einem Praktikum das andere folgt, projektweise besetzt wird, nicht oder nur lausig vergütet wird...
Wobei das wohl auch sehr Einzelfall abhängig ist, u.a. vom Studiumgang (d.h. auch dem späteren Bedarf des Arbeitsmarktes), der Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes und und und. Es gibt auch genug Leute, die nach einer guten Praktikumsleistung direkt Jobangebote bekommen. Und es soll auch Leute geben, die diese Dauerpraktika gut finden, weil Ihnen die Abwechselung gefällt. Aber wie gesagt: es ist Einzelfall abhängig.

Just my 2 Cents.
 

jackrabbit

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Hallo,

es ist m.E. allgemein bekannt, dass das Bachelor-Studium an der Uni (TU) zu theoretisch / zu kurz ist,
an der Fachhochschule aber im Prinzip als "okay" anerkannt, da i.d.R. praxisbezogener,
kommt auch auf den Einzelfall (Uni/FH, Studiengang und den Studienverlauf an. :wink:
Bei einen Studium an der TU sollte man sich also eher der "Master" als Ziel setzen. :)
Bin 50 Jahre, Dipl.-Ing. Verkehrswesen (TU), und es wird bei uns (und anderen Büros) so gesehen.

Grüsse
 

El Nebuloso

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So weit ich weiß, kehren die ersten Unis schon wieder vom Bachelor ab, sprich haben wieder Diplomstudiengänge eingeführt. Natürlich parallel zur Bachelor-Master-Katastrophe.
 
Ernst Dietikon

Ernst Dietikon

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Der deutsche Dipl.-Ing. ist ein weltweites Gütesiegel. Schön blöd, wenn ein Land sowas freiwillig aufgibt.
Meines Wissens vergeben die Oesterreicher immer noch den Dipl.-Ing. Trotz Bachelor - Master. Eines muss einem klar sein: Das Diplom ist dem Master gleichzusetzen und daher der Bachelor wohl eher eine Zwischenprüfung. Ein Dipl. nach altem System kann sich ja auch Master nennen.

Gruss
Ernst
 
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El Nebuloso

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Dresden zum Beispiel. Gut, die hatten das Diplom nie wirklich abgeschafft.
Ansonsten:

TU Dresden und acht weitere Hochschulen führen Diplomabschluss wieder ein


Meine ehemalige Uni (OvGU Magdeburg) und meine ehemalige FH (Hochschule Magdeburg/ Stendal) sind natürlich wieder mal nicht dabei. Langfristig gehe ich mal davon aus, dass Bachelor/ Master wieder in der Versenkung verschwinden werden.

p.s.: Wusstet ihr übrigens, dass der tolle international vergleichbare deutsche Bachelor in den USA erhebliche Schwierigkeiten bezüglich Anerkennung mit sich bringt, während das Diplom dort sehr angesehen war?

Hochschulen: Deutscher Bachelor in Amerika nicht anerkannt - Politik - FAZ
 

jackrabbit

Space Cadet
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Hallo,

ja, ich kenne es auch so, dass sich die jetzigen Studenten der TU Hannover entscheiden können,
ob sie ihren Studienabschluss als "Master" oder "Dipl.-Ing." machen wollen. :wink:
Es geht aber nur eins - also nur ein Abschluss ist möglich.

Grüsse
 

beistrich

Astronaut
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Meines Wissens vergeben die Oesterreicher immer noch den Dipl.-Ing. ...
Nein.

Es soll zwar noch jemanden geben der Dipl. Ing. vergibt, aber wer genau weiß ich auch nicht. Geschichten darüber sind immer frisch aus der Gerüchteküche :FFTeufel:

Alle wichtigen Unis und FHs haben schon umgestellt.

Umsonst frag ich ja nicht :wink:
 
Ernst Dietikon

Ernst Dietikon

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Meines Wissens vergeben die Oesterreicher immer noch den Dipl.-Ing. Trotz Bachelor - Master.
Nein.

Es soll zwar noch jemanden geben der Dipl. Ing. vergibt, aber wer genau weiß ich auch nicht. Geschichten darüber sind immer frisch aus der Gerüchteküche :FFTeufel:

Alle wichtigen Unis und FHs haben schon umgestellt.
Zitat aus: Technische Universität Wien :*Masterstudien
"Trotz der Bezeichnung Masterstudium schließen die Studien mit dem bekannten Titel Diplomingenieur (Dipl.-Ing.) ab. Der Bescheid über die Verleihung des akademischen Titels wird deutsch und englisch ausgestellt.
In der englischen Version wird die Gleichwertigkeit mit dem Master of Science (MSc) bestätigt."

Ich denke, die TU Wien ist eine wichtige Uni.

Zur Aequivalenz von Diplom und Mastertitel der ETH Zürich siehe: http://www.rektorat.ethz.ch/students/certificates/equivalence

Interessant ist die Einschränkung: Ein dipl. Physiker ETH nach alter Regelung z.B. darf sich zwar Master of Science ETH nicht aber Master of Science ETH in Physics nennen.

Gruss
Ernst
 
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