Wie wird die Maljutka gelenkt ?

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  1. #1 Monitor, 12.01.2009
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    Wie erfolgt die Steuerung der AT-3 ? Ich meine, wie erfolgt die Steuerung der Rakete ?

    Die Heckflächen lassen sich zwar ein- und ausklappen, ansonsten scheinen sie aber starr am Raketenrumpf angebracht. Würden noch die Antriebsdüsen am vorderen Rumpfteil bleiben. Oder sind die Flügel doch drehbar (da wo die kleinen schwarzen Pfeile sind) ?
     

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  3. #2 Nachbrenner, 12.01.2009
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  4. #3 Schorsch, 12.01.2009
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    Man kann es auf dem Foto kaum erkennen, aber könnte es eine Schubstrahllenkung sein?
    Eventuell mal entsprechenden Ausschnitt vergrößert zeigen.
    Wegen geringer Geschwindigkeit könnte eine aerodynamische Lenkung so seine Tücken haben.
     
  5. #4 Praetorian, 12.01.2009
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    Die Steuerung erfolgt über zwei gegenüberliegende Steuerdüsen. Da sich der FK im Flug dreht (zunächst durch den Startbooster, im Flug durch leicht angewinkelte Stabilisierungsflossen), reichen die beiden aus, indem sie zum richtigen Zeitpunkt in der Drehung gezündet werden.
    Großartige Steuerbewegungen sind damit nicht möglich, AT-3 hat eine enorme Mindestkampfentfernung und nur geringe Möglichkeiten zur Zielpunktkorrektur (+/- 50 Meter auf Höchstschussweite, wenn ich mich recht erinnere).
     
  6. #5 Monitor, 12.01.2009
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    Wenn ich das richtig sehe, sitzt das Raketentriebwerk nicht im Heck (da muß ja die Drahtspule drin sein), sondern die Düsen befinden sich schräg im Mittelteil (4 Stück). Wo sind dann die 2 Steuerdüsen ?
     
  7. Luna-M

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  8. #7 odlanair, 13.01.2009
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    Wenn ich mich recht entsinne, dann ist das silberne Rohr der Leuchtsatz, der die Rakete nach Abschuß für den Lenkschützen sichtbar und damit lenkbar macht, also keine Schub- oder Lenkdüse.

    Abschuß erfolgte im Groben so:

    Lenkkonsole unter dem Sitz hochklappen, über Zielfernrohr Ziel auffassen und Entfernung bestimmen,
    dann Startknopf drücken und die Rakete mit dem Stick (gleich etwas ziehen) entsprechend Entfernung und Wind eine Weile hoch anfliegen lassen, erst auf den letzten Metern (Sekunden) runternehmen und mit dem Ziel in Überdeckung bringen.

    Das Verfahren ist der Lenkung über Draht geschuldet, der von der Spule in der Rakete abgewickelt wird, extrem reißfest ist, aber trotzdem bei Kontakt mit Bäumen etc. und bei leichter Kurve in der Flugbahn reißen könnte.

    So ein Kugellager aus dem Kreisel habe ich noch irgendwo...

    @Nachbrenner, schönes Bild, die Rakete ist aber impotent.
     
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  10. #8 Schorsch, 13.01.2009
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    Danke für die Aufklärung.
    Trifft man damit auch was, speziell grün angemalte Panzer, die sich im Gelände bewegen, hin und wieder zurück schießen?
     
  11. #9 odlanair, 13.01.2009
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    Nun, die Rakete wird ja zur Panzerabwehr verwendet.
    Die Taktik dabei ist dann, das Ding möglichst aus der Deckung heraus abzuschießen.
    Ein eingegrabener BMP-1 ist ein äußerst undankbares, optisch schlecht zu findendes Ziel für einen fahrenden Panzer.

    Die Trefferquote hängt natürlich von der Ausbildung der Schützen und vor allem von deren Blutdruck und Puls im Ernstfall ab. Wenn der kaltblütig genug ist, ist das Lenken der Rakete und das Treffen stehender und beweglicher Ziele nicht so die Schwierigkeit.

    Unter Beachtung der technischen Möglichkeiten zur Aufklärung, als diese Rakete entwickelt wurde, halte ich es für durchaus praktikabel. Da waren alle Seiten auf etwa dem gleichen Level. Kenne allerdings keine Statistiken aus möglichen Kriegseinsätzen.
    Und weiterhin ist die Frage, wie das gefechsfeld vom Gegner vor seinem Angriff mit Artillerie usw. vorbehandelt worden wäre und wieviel danach noch intakt gewesen wäre. Alles in allem viel Spekulation, wie in der Fliegerei auch, da mußte man ja auch per "Leitstrahl-Handlenkung" arbeiten. Jeder Schuß ein Treffer war die Parole, nicht die Wirklichkeit.

    Heutzutage wäre es sicher unwahrscheinlich, daß ein BMP-1 bei den damals angenommenen Gegnern (mit heutiger Technik) mehr als einen Abschuß dieser Rakete aus einer Stellung heraus überlebt. Die 10 -20 Sekunden, die er braucht, um ins Ziel zu lenken und zusätzlich die Zeit, um die Stellung zu wechseln, wären sein Ende.

    Ich mußte es zum Glück nicht austesten.
     
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