WK II, Technik im detail, Unterschiede Reich, Gegner?

Diskutiere WK II, Technik im detail, Unterschiede Reich, Gegner? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Die "Welt" schreibt dazu folgendes: https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article111855643/War-deutsches-Uran-in-der-Hiroshima-Bombe.html

Jubernd

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Die "Welt" schreibt dazu folgendes:
 

Michael aus G.

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leider zu weit wech von einem richtigen Flugplatz
Jedenfalls hatten die USA das in Deutschland beschlagnahmte oder auf dem U-Boot sichergestellte Uran nicht nötig, um mehrere Atombomben zu bauen. Denn Oak Ridge verfügte über 1000 Tonnen Roh-Uran aus einer Mine im Kongo, das 1939 in die USA gebracht worden war.
Es ist gut möglich, dass Uran aus Staßfurt oder aus dem U-Boot U-234 bei den drei Kernwaffen-Tests 1946 oder den ebenfalls drei Explosionen 1948 detonierte. Die Herkunft des eingesetzten spaltbaren Materials ist allerdings nicht dokumentiert worden.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. :thumbup:
 

Mercur

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Na ja... Deutschland hatte ja dafür bereits ab 1942 jede Menge Chemische Munition
produziert (darunter viele Nervenkampfstoffe) und diese auch in Munition, darunter
auch in Bomben für die Luftwaffe, abgefüllt.
Allerdings wurde auch diese Produktion ab 1944 durch sich verschärfende Engpässe
bei wichtigen Komponenten gebremst und zu einem Einsatz kam es (zum Glück) ja
nicht... stattdessen wurde diese, bereits voll einsatzbereite Munition, immer wieder
"zurückverlegt" wenn da eine alliierte Front der betreffenden Muna bzw. dem Depot
zu nahe kam.

Doch auch die Alliierten hielten relativ frühzeitig chemische und biologische Waffen
einsatzbereit und das (bei den C-Waffen) sogar in Europa in relativer Nähe zur Front
- jeder Ersteinsatz hätte also von beiden Seiten schnell zur Gegenreaktion geführt...
vermutlich mit dem sehr viel schlechteren Ende für die deutsche Seite.
Zwar setzten die deutsche Seite auf "hochwertige" Nervenkampfstoffe, hatte aber am
Ende nicht wirklich viele davon um einen längeren Gaskrieg zu führen.
Die USA setzten dagegen zumeist auf Massen an "altbewährte" Kampfstoffe wie z.B.
Lost während die Briten u.a. bei den Bio-Waffen (z.B. mit Milzbrand) sehr weit waren
- soweit die möglichen Szenarien bei einer Eskalation an der Westfront.
 
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Jubernd

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Es hat keinen Sinn, heute darüber zu spekulieren, was wäre wenn. Tatsache ist, dass das Konzept der Abschreckung nicht funktionierte. Churchill war es egal, wie groß der Verlust seiner Bomber war, auch wenn nach deren Rückkehr viele Kantinentische leer blieben. Die erwartete Weigerung, neu zu starten, blieb aus. Die Terrorangriffe auf zivile Städte führten weder in England noch in Deutschland zur Demoralisierung der Bevölkerung. Ebenso ist völlig unbekannt, was passiert wäre, wenn die modernen Kampfstoffe per V2 in die Zentren alliierter Grosstädte getragen worden wären. Da man die Kampfstoffe nicht kannte, und nicht wusste, welche Mengen vorhanden waren, hätte es einen Abschreckungseffekt bewirken können, aber darauf ließ sich Hitler schon nicht mehr ein. Obwohl es ein totaler Krieg war. Letztlich führte die absolute alliierte menschliche Übermacht unter Missachtung des Lebens Einzelner zum Sieg. Zwischenlösungen gab es offenbar nicht.
 

alois

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Zwischenlösungen wurden von den Alliierten ja kategorisch abgelehnt.
 

Sens

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Sicherlich hätte es bei einer früheren bedingungslosen Kapitulation einige Änderungen gegeben. Selbst ohne, hätte sie mehr als eine Millionen Menschen gerettet und sinnlose Zerstörungen vermieden.
 
Bremspropeller

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Tatsache ist, dass das Konzept der Abschreckung nicht funktionierte. Churchill war es egal, wie groß der Verlust seiner Bomber war, auch wenn nach deren Rückkehr viele Kantinentische leer blieben. Die erwartete Weigerung, neu zu starten, blieb aus. Die Terrorangriffe auf zivile Städte führten weder in England noch in Deutschland zur Demoralisierung der Bevölkerung.
Das Bomber Command hat dazu beigetragen, dass in Deutschland rund um die Uhr Soldaten und Material zum Einsatz gegen alliierte Bombereinflüge vorgehalten werden mussten - und das auch nicht nur ein bisschen, sondern in ordentlicher Größenordnung. Darüber hinaus war das BC über lange Zeit der einzige wirkliche Stachel der Briten im Fleisch der Nazis.

Ich würde die Atlantikschlacht und den Luftkrieg über Europa strategisch als 4. und 5. unabhängige Front bewerten.
Die Kämpfe im Mittelmeerraum waren dabei die dritte Front.
 
Doppelnik

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die V1 war kein gewaltiger Aufwand, das Triebwerk ist als billige Vortriebsmöglichkeit für Zieldrohnen entwickelt worden und dann hat man es auf Bomben geschraubt. Bomberangriffe sind nur mit Luftüberlegenheit sinnvoll, diese Option stand Deutschland nicht mehr zur Verfügung. Irgendwie bist Du relativ lernresitent wenn Du immer noch behautest, dass die V1 ein gewaltiger Aufwand gewesen sei...

Die Zielgenauigkeit war in etwa so hoch, wie bei einer nächtlichen Bombardierung, es reicht aus um eine Großstadt zu treffen und Schaden zu verursachen, aber strategische Ziele konnte man mit beiden Methoden nicht ausschalten.
 
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die V1 war kein gewaltiger Aufwand, das Triebwerk ist als billige Vortriebsmöglichkeit für Zieldrohnen entwickelt worden und dann hat man es auf Bomben geschraubt. Bomberangriffe sind nur mit Luftüberlegenheit sinnvoll, diese Option stand Deutschland nicht mehr zur Verfügung. Irgendwie bist Du relativ lernresitent wenn Du immer noch behautest, dass die V1 ein gewaltiger Aufwand gewesen sei...

Die Zielgenauigkeit war in etwa so hoch, wie bei einer nächtlichen Bombardierung, es reicht aus um eine Großstadt zu treffen und Schaden zu verursachen, aber strategische Ziele konnte man mit beiden Methoden nicht ausschalten.
Natürlich war das ein gewaltiger Aufwand.
Entwicklung, Produktion und Abschuß - und das Ganze um eine einzige 800kg-Sprengladung ungenau ins Ziel zu bringen.
Darüber kann jede B-17/B-24 Besatzung nur lachen.
 

Ta152

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Natürlich war das ein gewaltiger Aufwand.
Entwicklung, Produktion und Abschuß - und das Ganze um eine einzige 800kg-Sprengladung ungenau ins Ziel zu bringen.
Darüber kann jede B-17/B-24 Besatzung nur lachen.
Und wie groß war der Aufwand eine B-17/B-24 (oder He 177) zu entwickle und zu bauen. Dann viel technisches Personal um die Flugzeuge zum Einsatz zu bringen, dann eine Besatzung die aufwenig geschult werden muß aber gleichzeitig eine hohe Verlustrate hat. Gerade Personal ist ein wichtiges Thema, da sind die Recourcen sehr begrenzt und bis man neues hat dauert es 15 bis 20 Jahre...
 
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Und wie groß war der Aufwand eine B-17/B-24 (oder He 177) zu entwickle und zu bauen. Dann viel technisches Personal um die Flugzeuge zum Einsatz zu bringen, dann eine Besatzung die aufwenig geschult werden muß aber gleichzeitig eine hohe Verlustrate hat. Gerade Personal ist ein wichtiges Thema, da sind die Recourcen sehr begrenzt und bis man neues hat dauert es 15 bis 20 Jahre...
Den 1200 He 177 stehen rund 100000 schwere Bomber der Alliierten gegenüber (na gut, den Pazifik-Schauplatz müssen wir abziehen)
Die Alliierten haben diesen Aufwand gepackt, die deutsche Industrie nicht.
 
atlantic

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Den 1200 He 177 stehen rund 100000 schwere Bomber der Alliierten gegenüber (na gut, den Pazifik-Schauplatz müssen wir abziehen)
Die Alliierten haben diesen Aufwand gepackt, die deutsche Industrie nicht.
Die deutsche Industrie hätte das nie geschafft.

Die US-Industrie agierte komplett in Friedensgebieten, Die Sowjet-Industrie war ab 42 für deutsche nie zu erreichen und wieviel Britische Bomberwerke wurden wie oft von den Deutschen angegriffen und ausgebombt ?
Dazu fehlten den Deutschen die Massen an Rohstoffen und ihre Industrie so wie die Logistik war dem regelmässigen Bombenterror ausgesetzt.
 
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Die deutsche Industrie hätte das nie geschafft.

Die US-Industrie agierte komplett in Friedensgebieten, Die Sowjet-Industrie war ab 42 für deutsche nie zu erreichen und wieviel Britische Bomberwerke wurden wie oft von den Deutschen angegriffen und ausgebombt ?
Dazu fehlten den Deutschen die Massen an Rohstoffen und ihre Industrie so wie die Logistik war dem regelmässigen Bombenterror ausgesetzt.
Genauso ist es.
Die hochqualifizierten US-Facharbeiter haben ordentlich gefrühstückt und sind dann in die Werkhallen.
Die deutsche Industrie musste mit KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern auskommen. In unterirdischen Stollen.
In den USA ist bis auf Pearl Harbor keine Fensterscheibe kaputt gegangen.

Selbst bei Schönwetter hätte die Reichweite der He 177 nicht ausgereicht, um die Panzerwerke im Ural zu erreichen.
 

Ta152

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Und wie groß war der Aufwand eine B-17/B-24 (oder He 177) zu entwickle und zu bauen. Dann viel technisches Personal um die Flugzeuge zum Einsatz zu bringen, dann eine Besatzung die aufwenig geschult werden muß aber gleichzeitig eine hohe Verlustrate hat. Gerade Personal ist ein wichtiges Thema, da sind die Recourcen sehr begrenzt und bis man neues hat dauert es 15 bis 20 Jahre...
Und gerade weil Deutschland diese 100000 Bomber weder bauen noch Bemannen konnte brauchte man die V1 um Terrorangriffe gegen London (oder andere Flächenziele) durchzuführen. Und das hat sie genau so gut gemacht wie Do 17 und He 111 1940, mit dem unterschied das man beim V1 Einsatz praktisch keine Personalverluste hatte.
 

jackrabbit

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Hallo,

Die hochqualifizierten US-Facharbeiter haben ordentlich gefrühstückt und sind dann in die Werkhallen.
... und in der amerikanischen Industrie durften Frauen mitarbeiten, Flugzeuge überführen usw..
Auch ein Unterschied zu Deutschland im Dritten Reich.

Grüsse
 
JohnSilver

JohnSilver

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Im Lotter Kreuz links oben
Auch bei der deutschen Luftwaffe durften Frauen mitarbeiten!
Exemplarisch seien da genannt Melitta von Stauffenberg (2500 Sturzflüge mit Ju 87 und 88!), Beate Uhse (ja, genau die!) und Hanna Reitsch.
 

jackrabbit

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Hallo,

Auch bei der deutschen Luftwaffe durften Frauen mitarbeiten!
Exemplarisch seien da genannt Melitta von Stauffenberg (2500 Sturzflüge mit Ju 87 und 88!), Beate Uhse (ja, genau die!) und Hanna Reitsch.
das ist bekannt, aber 1944 entsprach die Anzahl der berufstätigen Frauen in Deutschland in etwa noch dem Vorkriegsstand (+ ca. 300.000).

Grüsse
 

alois

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... und in der amerikanischen Industrie durften Frauen mitarbeiten, Flugzeuge überführen usw..
Auch ein Unterschied zu Deutschland im Dritten Reich.
Aber auch nur, weil Männer fehlten. Als der Krieg wieder vorbei war kamen die Männer zurück und eine neue konservative Zeit brach an, wo Fraule brav dahoam zu bleiben hatte. War nicht viel anders als in Europa.
 

Sens

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Die deutsche Industrie hätte das nie geschafft.

Die US-Industrie agierte komplett in Friedensgebieten, Die Sowjet-Industrie war ab 42 für deutsche nie zu erreichen und wieviel Britische Bomberwerke wurden wie oft von den Deutschen angegriffen und ausgebombt ?
Dazu fehlten den Deutschen die Massen an Rohstoffen und ihre Industrie so wie die Logistik war dem regelmässigen Bombenterror ausgesetzt.
Das wussten ja die Deutschen und trotzdem zogen sie 1939 in den Krieg. 1941erklärte Deutschland sogar den USA den Krieg. Man kannte die Luftkriegsdoktrien der Briten und der Amerikaner und nutzte sie selbst mit den eigenen unzulänglichen Mitteln.
 
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