Wrack der "Graf Zeppelin" offenbar in Ostsee entdeckt

Diskutiere Wrack der "Graf Zeppelin" offenbar in Ostsee entdeckt im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Das Wrack des in der Nazi-Zeit gebauten Flugzeugträgers "Graf Zeppelin" ist offenbar in der Ostsee gefunden worden. Wie die polnische...

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  1. #1 Bleiente, 25.07.2006
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    Das Wrack des in der Nazi-Zeit gebauten Flugzeugträgers "Graf Zeppelin" ist offenbar in der Ostsee gefunden worden. Wie die polnische Erdölgesellschaft Petrobaltic mitteilte, wurde das gut 250 Meter lange Wrack nahe der Öl-Plattform B3 in 80 Meter Tiefe vor der Danziger Bucht entdeckt. Die "Graf Zeppelin" war im Dezember 1936 als erster deutscher Flugzeugträger in Bau gegangen. Aufgrund verschiedener Baustopps wurde sie niemals für einen Kriegseinsatz herangezogen. Kurz vor dem Kriegsende wurde das Schiff im Hafen von Stettin versenkt, nach dem Krieg jedoch von der Sowjetarmee wieder flott gemacht und nach Leningrad geschleppt. Sie wurde vermutlich 1947 in der Ostsee versenkt, der Verbleib gab den Forschern seither Rätsel auf.
    "Wir haben keine genauen Angaben über die Zuordnung des Schiffes", sagte Petrobaltic-Sprecher Krzysztof Grabowski. "Amateur-Historiker haben aber sofort an den deutschen Flugzeugträger gedacht." Die Hinweise auf das Wrack seien der Gesellschaft seit dem 12. Juli bekannt. Die polnische Marine entsandte ein Schiff zum angegebenen Fundort, der sich 55 Kilometer vom Hafen Wladyslawowo entfernt befindet. ....
    Quelle AFP

    Wenn es die "Zeppelin" ist, dann lädt das ja wieder zu Spekulationen aller Art ein.
     
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  3. Hotte

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    Warum zu Spekulationen?
    Welche?
    Es müßte doch alles geklärt sein bezüglich des Schiffes,
    oder etwas net?

    Oder man denkt What if :D
    Ich habe ja mal überlegt, meine vor ca. 1 Jahr gebaute La-7 zu einer Trägermaschine umzubauen. Diese wäre dann auf den von den Russen fertig gestellten Graf Zeppelin aus eingesetzt worden :)
    Aber die Sache endete ja anders: www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?t=27619&referrerid=4713

    Aber jetzt net vom Thema abschmieren,
    es geht um die Graf Zeppelin !!!!!!!!!!!

    Hotte
     
  4. Berki

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    Das wäre ja cool ein neues interressantes Wrack in der Nordsee:HOT
    Hoffentlich wird es auch zum tauchen freigegeben.
     
  5. #4 schrammi, 25.07.2006
    schrammi

    schrammi Astronaut

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    ...Ostsee...
     
  6. Hotte

    Hotte Alien

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    Zum Tauchen bestimmt net!
    So wie man die Russen kennt, haben die die Graf Zeppelin voller Rüstungsschrott gesteckt. Das wäre zu gefährlich.

    Hotte
     
  7. #6 barnybezel, 25.07.2006
    barnybezel

    barnybezel Berufspilot

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    Wrack der GRAF ZEPPELIN

    Das könnte durchaus zutreffen:
    GRAF ZEPPELIN wurde nach sowjetischen Angaben am 18. Juni 1947 auf die Position 55° 48' Nord und 18° 30' Ost geschleppt und dort durch Torpedoschüsse von Schnellbooten und 13-cm-Bordkanonenbeschuß des Zerstörers GROZYASHTCHIY (Typ 7 GNEVNYJ) versenkt. Zuvor hatte die sowjetische Luftwaffe vergeblich versucht die GRAF ZEPPELIN durch Bomben zu versenken.
    Zuvor war im März 1947 die GRAF ZEPPELIN unter Regie des Bergungsdienstes der sowjetischen Marine gehoben worden. Anschließend wurde der Träger vom Bergungsort Mönne-Arm nach Swinemünde-Hafen geschleppt und dort als Wohnschiff "PB 10" hergerichtet.
    Als "PB 10" diente der Träger als Sitz der Spezialabteilung des Hauptstabes der Seekriegsflotte, die gewissermaßen vor Ort die Auswertung der Konstruktion der GRAF ZEPPELIN und anderen Beuteschiffen sowie ihre Einordnung in Verwertbarkeitsklassen betrieb.
    Nicht verwertbare Schiffe und stark beschädigte Wracks wurden zur Versenkung freigegeben – so auch der Flugzeugträger GRAF ZEPPELIN.

    (Quelle u.a. russischer Marinehistoriker B.V. Lemachko)
     
  8. #7 Oliver1977, 26.07.2006
    Oliver1977

    Oliver1977 Fluglehrer

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    Wie weit war der Bau?

    Kann mir jemand vielleicht sagen wie weit der Bau abgeschlossen war?
    Das ist ein Teil der Deutschen Militärgeschichte der mir ziemlich unbekannt ist.
    Würd mich über eine Antwort freuen.


    MfG
     
  9. #8 ChrisMAg2, 26.07.2006
    ChrisMAg2

    ChrisMAg2 Berufspilot

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    Lehrte, Nds.
    Konstruktiv/ bautechnisch war er komplett. Unfertig war er -so weit ich mich erinnere- nur noch in kleineren Details der techn. Ausrüstung. Flugzeuge die vom Deck hätten starten können gab es, aber die wurden als der Träger eigentlich nicht mehr verwendet werden konnte /sollte, abgezogen und zu anderen Einheiten "versetzt". Ab 43/ 44 ist es als Lager /Wohnschiff eingesetzt worden.

    Gruß
    Christian M. Aguilar
     
  10. Pewi

    Pewi Flieger-Ass

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    Hi Christian,
    ganz so weit war der Träger noch nicht. Im Frühjahr 1940 war laut Siegfried Breyer "zu rund 85% fertig". Man hatte mit ersten Kesselerprobungen begonnen, aber die Schiffsschrauben waren noch nicht montiert, wurden es auch nie. Auf Fotos von 1942 sind sie auf dem Deck festgezurrt. Daher glaube ich auch nicht, daß Flugzeuge schon starten konnten - auch wenn das Deck frei gewesen wäre. Es gab ja auch nach Kriegsausbruch weiter Erprobungen der Trägerflugzeuge, das passierte aber immer an Land, in Travemünde. Immerhin lag das Schiff 1940 - 42 in Gdingen bzw. Stettin, da hätte man bei der damaligen "Luftlage" sicher ungestört fliegen können.

    Im April 1940 beantragte die Marine selbst einen Baustop (!). Man wollte Arbeitskapazität für den U-Bootbau frei bekommen. Damals rechnete man damit, daß das Schiff nicht vor Sommer 1941 einsatzbereit sei, da die Erprobung länger dauern würde als sonst. Man hatte ja keine Erfahrung im Trägerbetrieb.

    Im Frühjahr 1942 forderte Hitler dann die Fertigstellung des Schiffes und den Bau weiterer Träger. Nach der Rollle der Trägerflugzeuge bei der Versenkung der "Bismarck" und nachdem die "Tirpitz" im März 42 nur knapp einen Torpedoangriff britischer Trägerflugzeuge entkam, hatte auch der "Führer" erkannt, wie nützlich solche Schiffe sein könnten. Das führte zu einer Reihe von merkwürdigen Projekten. So sollte der zu 90% fertige schwere Kreuzer "Seydlitz" zum Träger umgebaut werden. Dafür mußten alle Waffen und die gesamten Aufbauten wieder abgebaut werden, um dann einen Träger draus machen zu können. Eine irrsinnige Vergeudung von Material und Arbeitszeit.
    Außerdem wurden Pläne gemacht, die Passagierschiffe "Europa", "Potsdam" und noch eines zu Trägern umzubauen. Und als ein findiger Marine-Mensch daran erinnerte, daß in einer französischen Werft noch der Rumpf des Kreuzers "De Grasse" unfertig herumliege, machte man auch dafür einen Plan.

    Die "Graf Zeppelin" wurde erst am Jahresende 42 von Stettin nach Kiel geschleppt, um an ihr weiterzubauen, vorher blockierte die Reparatur des Schlachtschiffs "Scharnhorst" das einzige dortige Trockendock. Aber nachdem ein Kreuzerverband der Kriegsmarine beim Angriff auf einen Murmansk-Konvoi an Silvester eine Niederlage erlitten hatte, bekam der "Führer" einen Anfall und befahl den Baustop aller großen Schiffe und deren Verschrottung, da sie nutzlos seien. Die Marine konnte zwar verhindrrn, daß die aktiven größeren Einheiten abgewrackt wurden, die "Graf Zeppelin" wurde wieder nach Stettin geschafft, wo sie die Russen erbeuteten. Die "Seydlitz", bzw. ihr "rasierter" Rumpf fiel ihnen 1945 in Königsberg in die Hände. An der "Europa" rumzumurksen, hatte man zum Glück keine Gelegenheit gehabt (sie war das Schwesterschiff der berühmten "Bremen" und eines der größten Passagierschiffe ihrer Zeit), sie überstand den Krieg unbeschadet und wurde als Reparation den Franzosen übergeben.

    Was die Trägerflugzeuge betrifft, so wurden die meisten BF 109 T ohne Trägerausrüstung fertiggestellt und dienten meist beim JG 77 in Norwegen, einige sogar bis Frühjahr 44, als die BF 109 E (aus der die "Toni" abgeleitet worden ist) längst nicht mehr im Frontdienst war.

    Literatur: Von Siegfried Breyer gibt es zwei Bücher aus der Reihe "Marine Arsenal" sowie ein neueres Buch in polnisch-englisch, mit tollen Plänen und Zeichnungen der "Graf Zeppelin", den Verlag weiß ich momantan nicht, kann ich daheim nachsehen. Außerdem gibt es von Ulrich Israel ein Buch zu Schiff und Flugzeugen, erschienen bei Koehler, später dann billiger bei "Weltbild", müsste noch zu haben sein. In FliegerRevue Extra Bd. 1 gibt es einen längeren Artikel zum Thema.

    Zur BF 109 T gibt es zwei Bücher:

    Messerschmitt Bf 109 T. Die Jäger der Graf Zeppelin von Francis L. Marshall Marshall Verlag

    und

    Messerschmitt Bf 109T von Kjetil Aakra, Arild Kjaeraas Marshall (2004)
    Broschiert

    beides bei amazon zu bekommen.

    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu "erschöpfend":D

    Gruß
    PeWi
     
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  11. PeWa

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    Auch wurde die Ju 87 für den Trägereinsatz erprobt! Also nicht nur die 109!;)
     
  12. #11 barnybezel, 26.07.2006
    barnybezel

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    Flugzeugträger GRAF ZEPPELIN

    Das Buch von Ulrich Israel ist die aktuellste und am besten recherchierte Ausgabe.
    Neben der Me 109T-2 gab es noch Die Ju 87C und Ju 87D-5 Sowie die Fieseler Fi 167, Arado Ar 195 und Ar 197.
    Die Fi 167 war ein Doppeldecker und als Schlachtflugzeug vorgesehen. Mit der Junkers Ju 87C/D wurden wurden folgende Einheiten ausgerüstet:
    Träger-Stuka-Staffel 1./186
    Träger-Stuka-Staffel 2./186
    Träger-Stuka-Staffel 3./186
    Träger-Jagd-Staffel 5./186
    Wie bereits von Pewi ausgeführt wurden auch die Trägerflugzeuge Ju 87T /wurden teilweise auch so bezeichnet) auf andere Einheiten verteilt. So kamen sie u.a. 7./St.G.1 im März 1942 an die Ostfront und versahen dort mit dem Wappen der Trägergruppe 1./186 am Motor und der Kennung J9 ihren Dienst. Die Stuka Ju 87C/D (T) besaßen faltbare Trägflächen. Die Stuka-Staffel 4./186 kam vom ersten Kriegstag an vor allem gegen Stützpunkte der polnischen Marine zum Einsatz. Die Jagdstaffeln 5./186 und 6./186 (Me 109T-2) flogen dabei Jagdschutz.
    Anfangs sah die Planung folgendermaßen aus:
    3 Träger-Mehrzweck-Staffeln (Fi 167)
    2 Träger-Stuka-Staffeln (Ju 87T)
    1 Träger-Jagd-Staffel (Me 109 T-2)
    Im Endstadium waren 14 Trägerstaffeln geplant.
    Die ersten Trägerstaffeln waren die 4./186 (Stuka-Staffel mit Ju 87C und Ju 87B) unter Hauptmann Erich Blattner und die 6./186 (Jagd-Staffel mit Me 109 E und Me 109 T-2) unter Hauptmann Heinrich Seeliger.
     
  13. #12 MathiasP, 26.07.2006
    MathiasP

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  14. #13 Desmo750, 26.07.2006
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  15. Ashley

    Ashley Flieger-Ass

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    Wenn ich mir die Sonarbilder so ansehe, scheint das Wrack ziemlich fertig zu sein.

    Für Taucher könnte es zu gefährlich sein, von einer Hebung ganz zu schweigen.

    Aber vielleicht wäre das Wrack mal eine Kamerafahrt wert.
     
  16. #15 Bleiente, 27.07.2006
    Bleiente

    Bleiente Alien

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    Schiffswrack in Ostsee als "Graf Zeppelin" identifiziert

    Experten der polnischen Marine haben am Donnerstag ein Schiffswrack in der Ostsee eindeutig als den deutschen Flugzeugträger «Graf Zeppelin» identifiziert. Fast 60 Jahre lang war Deutschlands einziger Flugzeugträger verschollen, vor wenigen Tagen entdeckte eine polnische Ölfirma bei der Suche nach Öl- und Gasvorkommen in der Ostsee das mehr als 260 Meter lange Wrack 30 Seemeilen nördlich vor Wladyslawowo (Ellerwald). Bei Tauchgängen und Sonaruntersuchungen bestätigte sich die Vermutung, dass es sich bei dem Wrack um die «Graf Zeppelin» handelte, sagte ein Marinesprecher am Donnerstag dem polnischen Rundfunksender «Radio RMF».
    Die Mannschaft der «Arctowski», die die Identität des Schiffes nun bestätigte, hatte vor zwei Jahren bereits das Wrack des Flüchtlingsschiffs «Steuben» in der Ostsee entdeckt. Da die «Graf Zeppelin» der einzige deutsche Flugzeugträger war und die Maße des Schiffes ungewöhnlich waren, galt seit der Entdeckung des Wracks am Montag als nahezu sicher, dass die 1947 versenkte «Graf Zeppelin» gefunden worden war. .... Über das Ende des Schiffes gab es unterschiedliche Berichte: Es soll von den Sowjets gesprengt worden oder auf eine Mine gelaufen sein.

    http://www.neue-oz.de/information/_aktuelles/27_schiff.html?SID=760665529401c0170231243f411b1744
     
  17. #16 Amenophis, 27.07.2006
    Amenophis

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    Mal gespannt wann die ersten Fotos kommen
     
  18. Jusia

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  19. n/a

    n/a Guest

    "Graf Zeppelin" identifiziert

    Ostseewrack als Flugzeugträger "Graf Zeppelin" identifiziert

    Warschau/Danzig - Experten der polnischen Marine haben am Donnerstag ein Schiffswrack in der Ostsee eindeutig als den deutschen Flugzeugträger "Graf Zeppelin" identifiziert.
    Fast 60 Jahre lang war Deutschlands einziger Flugzeugträger verschollen, vor wenigen Tagen entdeckte eine polnische Ölfirma bei der Suche nach Öl- und Gasvorkommen in der Ostsee das mehr als 260 Meter lange Wrack 30 Seemeilen nördlich vor Wladyslawowo (Ellerwald). Bei Tauchgängen und Sonaruntersuchungen bestätigte sich die Vermutung, dass es sich bei dem Wrack um die "Graf Zeppelin" handelte, sagte ein Marinesprecher am Donnerstag dem polnischen Rundfunksender "Radio RMF".

    Die Mannschaft der "Arctowski", die die Identität des Schiffes nun bestätigte, hatte vor zwei Jahren bereits das Wrack des Flüchtlingsschiffs "Steuben" in der Ostsee entdeckt. Da die "Graf Zeppelin" der einzige deutsche Flugzeugträger war und die Maße des Schiffes ungewöhnlich waren, galt seit der Entdeckung des Wracks am Montag als nahezu sicher, dass die 1947 versenkte "Graf Zeppelin" gefunden worden war.

    Die "Graf Zeppelin", als ein Prestigeobjekt der deutschen Marine geplant, war von Anfang an vom Pech verfolgt. Das Schiff, dessen Bau 1936 begonnen hatte, wurde nie völlig fertig gestellt. Ursprünglich sollte es Platz für 42 Flugzeuge bieten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die "Graf Zeppelin" in sowjetischen Besitz. Über das Ende des Schiffes gab es unterschiedliche Berichte: Es soll von den Sowjets gesprengt worden oder auf eine Mine gelaufen sein.

    Quelle: dpa
     
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  21. #19 Schorsch, 28.07.2006
    Zuletzt bearbeitet: 28.07.2006
    Schorsch

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    Ähnliches habe ich mich auch schon gefragt, speziell da man ja relativ fleißig die Eisenbahnschienen aus dem heutigen Ostdeutschland entfernte und sich sonst auch anfangs schadlos hielt.

    Die Graf Zepellin war bereits 1942 kaum mehr einsetzbar. Für eine maritime Machtentfaltung war ein Schiff zu wenig, speziell da die Alliierten wesentlich stärkere Kräfte ansetzen konnten. Die Entscheidung Hitlers, keine weiteren schweren Überwassereinheiten zu bauen, war daher sinnvoll. Die Marine sieht das freilich anders.

    Ach ja:
    Da ja anscheinend einige hier Zugang zu guter Literatur haben, könnte eventuell jemand kurz mitteilen
    - wie groß die Verdrängung geplant war
    - Geschwindigkeit
    - Länge (stimmen die 260m?)
    - Flugzeugbestand (und Aufteilung)
    - Bewaffnung

    Großartig wäre natürlich noch eine kleine Abhandlung über die angedachte Einsatzdoktrin der Marine für ihren einzigen Träger. Einsatz gegen Überwasserstreitkräfte, Frachtschiffe oder strategisch wichtige Landziele?
     
  22. Nummi

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