Wrackteile der beider "Air India"- Maschinen am Bossons Gletscher (Montblanc) gefunden

Diskutiere Wrackteile der beider "Air India"- Maschinen am Bossons Gletscher (Montblanc) gefunden im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Im "Sonntagsblitz", einer in Nürnberg/Fürth/Erlangen erscheinenden kostenlosen Sonntagszeitung stand auf der letzten Seite ein Bericht über die...

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  1. #1 MikeBravo, 01.08.2017
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    Im "Sonntagsblitz", einer in Nürnberg/Fürth/Erlangen erscheinenden kostenlosen Sonntagszeitung stand auf der
    letzten Seite ein Bericht über die Auffindung von sterblichen Überresten in der Region des Bossons-Gletschers am
    Montblanc in den letzten Tagen. Diese sollen jetzt Gerichtsmedizinisch untersucht werden um herauszufinden, ob sie zu einem Insassen der 1950 verunfallten Super-Conni oder der 1966 abgestürzten 707 handelt. Damals kamen bei beiden Abstürzen zusammen über 160 Menschen ums Leben, als die Maschinen in Extrem-Wetterverhältnisse gerieten und in Folge dessen mit dem Berg kollidierten. Einhundert Meter höher, und die Flugzeuge wären noch rübergekommen.

    Ein Triebwerk von letzterer Maschine wurde ebenfalls gefunden. Die Funde wurden entdeckt von dem Hobbyforscher Daniel Roche, der diese Gletscherregion schon seit Jahren auf Spuren der beiden Unglücksflüge untersucht. Was der schon alles gefunden hat....
    Zuletzt wurde bekannt, das ein Behälter mit ungeschliffenen Edelsteinen aus der Fracht der 707 im Wert von etwa 250 000€ von einem 18-jährigem Bergsteiger gefunden und abgegeben wurde. Ebenfalls wurde eine Tasche mit Diplomatenpost aufgefunden, aber sie enthielt nicht wichtiges.

    Damals sind von beiden Abstürzen nur wenige Passagiere geborgen worden, auch die Flugzeugwracks kamen erst mittels Gletscherbewegung bzw. - abschmelzung wieder ans Tageslicht und auf geringe Berghöhe.
    Unter Daniel Roche/Bossons Glacier kann man sich im Netz viele z.T. sehr denkwürdige Aufnahmen von Funden betrachten.
     
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  3. #2 MikeBravo, 08.08.2017
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    Hier der Zeitungsartikel mit dem Bild eines Triebwerks...

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  4. #3 Unwissend, 18.08.2017
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    Da gruselt es einen.
    In den 40 -50 Jahren wurde meistens nach Uhr navigiert.
    Man flog eine bestimmte Strecke in X Minuten und begann dann
    nach einer festgelegten Zeit mit dem Sinkflug.
    Meistens auch , wenn kein Funkfeuer oder Radiosender empfangen werden konnte um die Navigation zu prüfen..
    Irgenwann stößst man durch die Wolkendecke und der Airport kommt in Sicht.
    So der Plan

    Blöd nur, wenn man starker Gegenwind herrschte oder vom Kurs abkam.
    Dann sank man zu früh und flog nicht über den Berg und ging dann in den Sinkflug,
    sondern sank vor dem Überfliegen des Berges und prallte in den Berg
    Meistens verdeckte dann nach dem Aufprall eine durch die Erschütterung abgehende
    Schneelawine die Trümmer. So fand man dann nichts mehr.

    Gerade in den Anden verschwanden so mehrer Flugzeuge

    Gletscher gibt Wrackteile der Dakota frei

    Absturz in den Anden: Flugzeugwrack gefunden - nach 26 Jahren - SPIEGEL ONLINE - Panorama
    Grüße Frank
     
  5. #4 innwolf, 19.08.2017
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    Hallo,
    nach Uhr um Geld zu sparen und nicht mit Unterstützung von ADF? Eine grobe Standlinie kann mit Kompasskurs und ADF auch bestimmt werden.

    Und in den 40er und 50er Jahren gab es viele Mittel- und Langwellenstationen auch starker Rundfunksender. Und nur wenige waren im nicht zuverlässig anpeilbaren Gleichwellenbetrieb.
     
  6. #5 Unwissend, 19.08.2017
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    Wenn zwischen dem Flugzeug und dem Funkfeuer ein Berg ist, funktionierte der ADF nicht.
    Oft wurde das auf ein defektes Funkgerät geschoben.
    Und der Kapitän sich hat damals oft gegen Bedenken des Funkers odes Navigatos durchgesetzt.

    Wir hatte bei der Simulatorenausbildung ab und zu mal ältere LH Piloten zu Gast, weche uns
    von dem alten 5 Mann Cockpit und Verfahrensweisen nach dem Kieges berichteten.
    Grüße Frank
     
  7. #6 innwolf, 19.08.2017
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2017
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    Kein ADF weil hinter Beg, das ist ein guter Grund die sichere Höhe nicht zu verlassen......, in der 500 000er Karte extra eingedruckt für die Region, auf dem Blatt di Höhe im weissen Feld, Austria = Großglockner.

    Ergänzung, daß es Zwänge gibt wie unerwartete schwere Vereisung um nicht die nötige Mindesthöhe zu halten und dann der Sinkflug bei unsicherer Postion lebensgefährlich würde, das ist leider auch klar.
     
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    Hallo

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  9. #7 MikeBravo, 22.08.2017
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    Nicht zu vergessen, das die damaligen Höhenmesser bei Einflug in eine Tiefdruck-Zone einige 100 Fuß mehr Höhe
    angezeigt haben, als das Flugzeug tatsächlich flog! So war damals das Wetter bei diesen Abstürzen: Schneestürme und null Sicht...
    Außerdem wurden Angaben der Fluglotsen angeblich ignoriert oder nicht verstanden. Zudem wurden gravierende Fehler in der Standortbestimmung gemacht, aus welchen Gründen auch immer (Koppelnavigation?)
    So nahm die Kette der verhängnissvollen Umstände, die zu diesen tragischen Verlusten der beiden Flugzeuge, Passagieren und Crew
    führten, ihren Anfang.
     
  10. banji

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    Über einen zusammenfassenden Bericht darüber würde ich mich freuen - spannendes Thema :-)
     
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