Zeigt Airbrush-Oberfläche Struktur?

Diskutiere Zeigt Airbrush-Oberfläche Struktur? im Airbrush & Kompressor Forum im Bereich Tips u. Tricks; Hallo zusammen, ich bin soeben von der Pinsel- auf die Airbrushlackierung meiner 1:144-Airliner umgestiegen. Ich habe zwar einige...

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  1. Toobii

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    Hallo zusammen,
    ich bin soeben von der Pinsel- auf die Airbrushlackierung meiner 1:144-Airliner umgestiegen. Ich habe zwar einige Gestaltungserfahrung aus dem Kunststudium, die sich allerdings schwerpunktmäßig auf die Verwendung von Pinseln bezieht, aber auf der Suche nach der perfekten Oberfläche stieß ich mit dem Pinsel an Grenzen, wobei sich das Problem nicht auf die Verteilung der Emailfarbpigmente bezog, was gut klappt, weil ich gewöhnt bin, sauber und zügig zu arbeiten, sondern auf kleinste Partikel, die sich selbst bei bester Reinigung in die Farbe rutschten und die Dicke der Farbe, selbst bei der Arbeit in dünnen Schichten. Konsequenz: regelmäßig neue Pinsel beschaffen und damit leben, dass Details verloren gehen. Beim Umgang mit der Airbrush (Triplex) stellte ich jetzt jedoch fest, dass eine gebrushte Oberfläche scheinbar auch nicht ganz ohne Struktur daherkommt. Oder mache ich da was falsch? Die angehängten Bilder zeigen meine Versuche am A319 BMI - brushe ich mit wenig Farbgehalt und nur in einer dünnen Schicht (BMI-Bild 1), ensteht eine zwar deckende, aber leicht punktierte Oberflächenstruktur. Sprühe ich so viel Farbe auf die gleiche Stelle des Rumpfes, dass derselbe Emailglanzeffekt ensteht wie bei der Pinselbemalung (BMI-Bild 2), dann "suppt" die Farbe ebenso wie beim Pinseln und es entstehen die netten Tröpfchen an den Fenstern usw., die man so sehr liebt... Wie und in wie vielen Schichten muss ich brushen um optimale, strukturfreie Farbglätte zu erzielen und gleichzeitig die Strukturen des Modells zu erhalten? Kann da jemand helfen?

    Schöne Grüße
    Toobii
     

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  3. #2 ayrtonsenna594, 01.08.2008
    Zuletzt bearbeitet: 01.08.2008
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    Also,

    zum zweiten Bild:

    Das ist auf jeden Fall nicht der richtige Weg. Lieber in mehreren dünnen Schichten arbeiten. Lacknasen kann man ja nun garnicht gebrauchen.

    zum ersten Bild:

    Für mich sieht es aus, als ob die obere Lackschicht wieder die untere(n) angelöst hat. Aber du sagtest ja, dass du nur eine Schicht gebrusht hast :?! Wenn ich das richtig verstanden habe, verwendest du Enamelfarben. Vielleicht zu stark verdünnt, so dass die Modelloberfläche angegriffen wird? Oder die Modelloberfläche war verunreinigt.

    HIER gibt´s eine Übersicht über Lackierfehler.

    Ansonsten zuerst eine dünne Schicht kurz anziehen lassen. Anschließend deckend einen glänzenden Farbspiegel lackieren.

    Tipp: Für Airbrusheinsteiger, nicht gleich auf dem Modell starten, sondern erstmal woanders testen (z.B. alte Modelle).

    Gruß Sven
     
  4. #3 ayrtonsenna594, 01.08.2008
    Zuletzt bearbeitet: 01.08.2008
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  5. Toobii

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    Dankeschön

    Hi Sven,

    erstmal vielen Dank für die zügige Antwort und die nützlichen Links. Ja, ich brushe derzeit (noch) mit Enamelfarben, da ich bei der Pinselei vor allem an Humbrol gewöhnt war. Von der Pigmentierung her und auch bezogen auf die längere Verarbeitbarkeit und die Glanzstärke liegen die für mich weit vor den Revellfarben. Ich habe selbst die polierbaren Mr.Metal Airbrushfarben gepinselt (absurd, gell?). Das blieb nach langer Arbeit an der Pinseltechnik schließlich zwar praktisch streifenfrei, zeigte aber dann beim Polieren doch deutliche Unregelmäßigkeiten - ein weiterer Grund, zur Brush zu wechseln.
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sagst du zwischen den Zeilen, dass ich mich mit einer Stukturierung der Oberfläche, die durch den Farbauftrag zustande kommt, jedenfalls nicht abfinden muss, richtig? Das heißt, die Airbrush ermöglicht mir letztlich eine dünne, aber dennoch gleichmäßig hochglänzende Bemalung? Oder entsteht ein Teil des Enamelglanzes nur bei Trockung als dickere Pinselfarbschicht? Meine bemalten Flieger wirkten immer ein wenig "massiver" - und zwar nicht zwingend im negativen Sinn, sondern bezogen auf die Glattheit der Oberfläche, anhand deren Eindruck unser Auge ja u.a. den Materialeindruck definiert. Meine gebrushten Ergebnisse sahen für mich bislang eher ein bisschen mehr nach "Plastik" als nach "Metal" aus. Oder muss ich diesen Hochglanzeffekt beim Brushen etwa durch Schlusslackierungen erzielen?
    Ach ja: Du schreibst, eine dünne Schicht Farbe zuerst, dann kurz warten, dann glänzend drüber - wie lange sollte die erste Schicht denn etwa trocknen?
     
  6. #5 grisuchris, 01.08.2008
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    Bin zwar nicht Sven, aber genau so ist. Wenn man den dreh mal raus hat, bekommt man einen völlig gleichmäßigen Farbauftrag ohne Struktur hin. Erfordert allerdings etwas Übung und Rumprobieren am Anfang.
     
  7. #6 ayrtonsenna594, 01.08.2008
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    Also ich hab auch noch ein Haufen Enamels. Das geht mit denen auch super.

    Zur "Trocknungszeit", man kann da keine genaue Zeit sagen (vieleicht 5 min). Aber diese erste dünnere Lackschicht ist dann praktisch so etwas, wie das Bindeglied zwischen Modell und der eigentlichen Farbschicht.

    Zum Glanz, für so einen Airliner bieten sich zuerst mal glänzende Farben an.
    Der Druck (nicht zu hoch) und der Abstand zum Modell (nicht zu groß) müssen auch stimmen. Mußt du halt mal ein wenig probieren. Auf jeden Fall die Pistole ruhig hin und her bewegen, nicht wedeln.

    Du mußt halt versuchen eine genügend nasse (glänzende) Oberfläche hinzubekommen, aber ohne das Nasen entstehen oder die Farbschicht so dick wird, das die Lösemittel nicht mehr ausreichend entweichen können.

    Kanten und kritisch Stellen zuerst vorlackieren und eventuell auch noch ein zweites Mal.

    Falls das nicht beim ersten Mal klappt (z.B. bei weiss), dann das Ganze nach ausreichender Trocknungszeit (1Tag oder mehr) halt nochmal.

    Ansonsten kannst du ganz zum Schluß auch nochmal mit glänzendem Klarlack drübergehen. Die Technik um einen möglichst hohen Glanzgrad zu erhalten ist die Gleiche wie oben beschrieben.

    Ansonsten siehe Video ;)
     
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    Hallo

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