Zum Verzweifeln - Lufteinlauf bei Modellen

Diskutiere Zum Verzweifeln - Lufteinlauf bei Modellen im Modellbau allgemein Forum im Bereich Modellbau; Habe mir vorgenommen alle zukünftigen Modelle mit einem detailgetreuen Lufteinlass zu bauen. Das ist schon ne richtige Herausforderung. Bei den...
JägerundSammler

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Habe mir vorgenommen alle zukünftigen Modelle mit einem detailgetreuen Lufteinlass zu bauen. Das ist schon ne richtige Herausforderung. Bei den meisten Flugzeugtypen scheint man das auch mehr oder weniger hinzukriegen.

Aber in letzter Zeit kam ich ernsthaft ins Grübeln. Wie zum Teufel löst man solche Probleme bei Maschinen wie der F-100 oder der MiG-21, um nur einige zu nennen? Oft nimmt die Cockpitwanne und das vordere Fargestellgehäuse soviel Platz weg, daß kein Platz mehr für den Lufteinlasstunnel bleibt.

Bei den Originalen wurde das doch bestens gelöst. Warum klappt das nicht bei den Bausätzen? Es geht noch nur darum die Proportionen zu übertragen. :confused:

Überigens: Die Crusader von Academy ist hervorragend, top! Der Lufteinlass ist gut gelöst. Aber auch hier ein kleiner Fehler. Der interne Tunnel biegt sich dermaßen nach oben, daß man, wäre es vorhanden, das Triebwerk nicht sehen kann. Beim Original kann man aber bis zum Triebwerk durchschauen.

(Grübeleien eines Bastlers) :?!
 
Airboss

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Also zur MiG-21 kann ich Dir sagen, daß beim Original die Luft rechts und links an Cockpit und Fahrwerksschacht vorbei geht. Nun ist natürlich beim Modell die Materialstärke ein entscheidender Faktor, der dem Modellbauer den entsprechenden Platz raubt. Du müßtest also Cockpiwanne und Fahrwerksschacht sowie Rumpfschale soweit runterschleifen bis Du "durchsehen" kannst, dann wäre sicher auch noch Platz genug für den "Lufttunnel" nach hinten. Aber wer tut sich sowas schon an...? :)
 
Flugi

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JägerundSammler schrieb:
Habe mir vorgenommen alle zukünftigen Modelle mit einem detailgetreuen Lufteinlass zu bauen. (Grübeleien eines Bastlers) :?!
Dein Vorhaben in allen Ehren, ich wäre schon froh, wenn die meisten Modelle vom äußeren detailgetreu nachgebildet wären. ;)
 

AM72

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Überigens: Die Crusader von Academy ist hervorragend, top! Der Lufteinlass ist gut gelöst. Aber auch hier ein kleiner Fehler. Der interne Tunnel biegt sich dermaßen nach oben, daß man, wäre es vorhanden, das Triebwerk nicht sehen kann. Beim Original kann man aber bis zum Triebwerk durchschauen.

Am Original verschwenkt der kanal auch fast so - laut meinen Risszeichnungen ist es fast unmöglich, die erste Verdichterstufe zu sehen, sie liegt aus sehr weit hinten.

Da wir gerade bei der F-100 sind :
Schaue mal auf meine HP under "Bauberricht" - da wird genau dies erläutert.
Desweiteren ein Beispiel für eine Lufteinlaufmodifizierung :
http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?t=7475
 
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JägerundSammler

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Super Workshops von Dir und BauAir. Besten Dank! Damit kann man was anfangen. Du hast Dir ja ne wahnsins Mühe mit dem Resin gemacht. Alle Achtung!

Zu Arne: auch Dir danke ich für den weiterführenden Link. Deine Seite kannte ich überigens schon bevor ich diesem Forum beitrat. Habe schon zigmal auf die tollen Flugzeuge gestarrt. Die sind einfach alle ein Hingucker. Außerdem ist es bemerkenswert, wie Du selbst aus so kniffligen Geschichten wie dem Intake der F-100 das beste rausholst.

Was die Crusader angeht habe ich leider keine Cutaways, die sich ja am besten für einen Einblick ins Innere des Flugzeugs eignen. Und auch die meisten Walkarounds sind nicht so aufschlußreich, wenn es darum geht, das Intake näher zu beleuchten.

Ich habe den F-8 Crusader aus der Reihe In Detail & Scale. Auch hier nur ein schlechtes dunkles schwarz/weiß Bild vom Inneren des Intakes mit der Notiz "This view looks down the intake back to the engine..." Aber dann habe ich ein Foto eines F-8E(FN) (französische Marine) gefunden:
 
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AM72

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Ein tolles Foto für hohe Modellbauansprüche :TOP:

ja - ich habe mir den riss noch mal genau beschaut : kommt genau das raus, was man an Deinem Foto sieht. Ich denke aber, bei einer 72er F-100 oder einer 72er Crusader kann man das auch vernachlässigen.
Aber : jeder hat seinen eigenen Anspruch :engel:
 
JägerundSammler

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Das stimmt... kommt immer drauf an, wie weit man gehen möchte und in 1/72 ist das alles schon nicht einfach.

Ich habe früher duzende von Modellen gebaut, fast das gesammte Matchbox-Sortiment in 1/72. Nach ner langen, sehr langen Bastelpause geht's bei mir wieder langsam los. Zuerst mache ich noch schnell die unbeliebten Modelle meiner Sammlung und dann kommen die guten dran. Die möchte ich dann aber besonders exakt machen.

Habe inzwischen ne riesen Sammlung von Decals und ich muß sagen... wenn man zum Beispiel die Twobobs Decals sieht, dann möchte man sich doch schon besonders anstrengen, ein exaktes Modell zu bauen, damit die Decals nochmal richtig zur Geltung kommen. Meine Meinung :)
 
Bernd2

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Ein Modell in wirklich ALLEN Bereichen dem Original so weit wie möglich angleichen... , ja, den Anspruch hat jeder irgendwann mal, auch ich, aber in der Realität sieht es doch anders aus. Wie weit man ein Modell dem realen Vorbild angleichen kann, hängt nun mal von einigen Faktoren ab: Referenzmaterial, Bausatz, Bausatzmaterial, Zurüstteile, eigene Materialien, eigene Fähigkeiten, usw. Es ist in kleineren Maßstäben wie 1:72 und kleiner eben bei weitem nicht so viel möglich, wie in 1:48 und größer. Einige wenige Leute bringen unglaubliches zustande (z.B. der nicht mehr modellbauerisch aktive Jens Nissen. Sieh dir mal seine Modelle an, und du weißt, was ich meine), der weitaus größere Teil aber stößt irgendwann und irgendwo an seine Grenzen. Bei dem einen sind sie weiter gesteckt, bei dem anderen enger.

Kurz und bündig gesagt: Tue, was du kannst, vollbringe, was nur irgendwie (für dich) möglich ist. Jeder hat seinen eigenen Rahmen. Ich bewundere deinen Enthusiasmus. Es würde so manchem anderen Modellbauer gut tun, etwas davon abkriegen zu können. Wie gut dir deine Modelle auch gelingen, wenn du dein Bestes gibst, wirst du selbst vielleicht nicht so zufrieden mit dem Ergebnis sein, wie andere es bewundern, aber das ist gut so. Zufriedenheit mit sich selbst bedeutet Stagnation, Stagnation bedeutet Rückschritt. Ich bin noch nie mit einem Modell von mir zufrieden gewesen (jedenfalls nicht lange, und bisher nur mit einer Ausnahme), und deshalb hoffe ich immer besser zu werden. Ich will mich selbst immer wieder übertreffen, aber leider gelingt das nicht immer.

Um auf das Grundthema zurück zu kommen: Mit den Lufteinläufen hast du dir einiges vorgenommen und ich gönne und wünsche dir den Erfolg von ganzem Herzen. Aber ich befürchte, das du es nicht bei jedem Modell schaffen wirst.

So, nun habe ich lange genug geschwafelt und hoffe, das man mich nicht dafür steinigt.
 
JägerundSammler

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@Bernd2: Ich stimme Dir voll und ganz zu. Naja, mal sehen, was aus meinen nächsten Projekten (72er Hase F-18C und 72er Hase Tornado) noch so alles wird. Es wird noch ne Weile dauern, bis ich die Teile vorstellen kann. Beende erst mal ältere Projekte. Ich werde aber auf jeden Fall in den nächsten Tagen ein Modell präsentieren.
 
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