Mig-27+Umbau = Mig-27D

Diskutiere Mig-27+Umbau = Mig-27D im Russische / Sowjetische LSK Forum im Bereich Einsatz bei; MOIN ! Eine Frage an die Kenner: Sind alle Mig-27D, wie in Wikipedia behauptet, Umbauten aus Mig-27 (Mig-23BM) ? Hätte so eine Umrüstung auch in...
Micha

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MOIN !
Eine Frage an die Kenner:
Sind alle Mig-27D, wie in Wikipedia behauptet, Umbauten aus Mig-27 (Mig-23BM) ?
Hätte so eine Umrüstung auch in der DDR stattfinden können ?
Konkret: Wäre es möglich, dass z.Bsp. Mig-27 aus Lärz (19.Гв апиб) vor Ort zu "D" wurden ?
Gruss Micha
 
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eggersdorf

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Sind alle Mig-27D, wie in Wikipedia behauptet, Umbauten aus Mig-27 (Mig-23BM) ?
Ja.

Hätte so eine Umrüstung auch in der DDR stattfinden können ?
Nein. Anders gesagt, wenn es möglich gewesen wäre dann hätte man es gemacht. Es gab in der DDR exakt ein einziges Werk das dazu fähig gewesen wäre. Und zwar das in Jüterbog Altes Lager.

МиГ-27Д ("изделие 32-27") - доработанный по типу МиГ-27М. В 1983-1989 годах на Иркутском авиазаводе и некоторых авиаремонтных было переоборудовано 304 самолёта.
Самолёты - Штурмовики и истребители-бомбардировщики - МиГ-23Б, МиГ-27
Die Formulierung "Von 1983-1989 wurden im Irkutsk´er Flugzeugwerk und in einigen Luftfahrtzeuginstandsetzungs [-werken] 304 Flugzeuge umgerüstet" gibt den Hinweis darauf das es auch in ARS gemacht wurde. Man könnte da vermuten das es sich um solche ARS handelte die sowieso schon die Generalüberholung von MiG-23 oder MiG-27 durchführten. Jüterbog Altes Lager gehört nicht mit dazu bzw. ist dazu nichts bekannt. Andere Quellen sprechen vom Abschluss der Umrüstung im Jahr 1987.

Wäre es möglich, dass z.Bsp. Mig-27 aus Lärz (19.Гв апиб) vor Ort zu "D" wurden ?
Nein. Aber es kann sein das es in Lärz eine DARM oder PARM gab, diese können Arbeiten durchgeführt haben die etwa zwischen den Fähigkeiten einer Kontroll- und Reparaturstaffel eines Fliegerregiments und einer ARS liegen. Rüstsätze vom Herstellerwerk kann man nicht ausschließen.

Es gibt übrigens eine Differenz (um die 50 Flugzeuge) zwischen der bis Anfang 1978 gebauten MiG-23BM (MiG-27) und der Umrüstung zur MiG-27D. Es heißt übrigens MiG statt Mig.
 
Gepard65

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Hallo,
dort (Wikipedia) steht auch, dass sie ein Geländefolgeradar hatte. Kann das denn stimmen? Nach Radar sieht die Nase so gar nicht aus, und wenn ich an F-111, Tornado oder FENCER denke sind die Radarnasen bei denen ja sehr voluminös? Danke, VG, NG.
 
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dort (Wikipedia) steht auch, dass sie ein Geländefolgeradar hatte. Kann das denn stimmen? Nach Radar sieht die Nase so gar nicht aus, und wenn ich an F-111, Tornado oder FENCER denke sind die Radarnasen bei denen ja sehr voluminös? Danke, VG, NG.
Eine MiG-27 hatte kein "Geländefolgeradar", wechsel da bitte zur englischen oder russischen Textversion. Die deutsche Version ist in diesem Punkt fehlerhaft. In der Nase (der MiG-27, MiG-27D, MiG-27M) war grundsätzlich ein Laserentfernungsmesser. So wie du es erkannt hast ist es schon grundsätzlich richtig. Das Bild zeigt die Nase einer originalen MiG-23BM, das Fenster für den Laserentfernungsmesser ist hier entweder übermalt oder durch Blech oder ähnliches ersetzt worden. Es handelte sich um Ausbildungstechnik.

 
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dort (Wikipedia) steht auch, dass sie ein Geländefolgeradar hatte. Kann das denn stimmen? Nach Radar sieht die Nase so gar nicht aus, und wenn ich an F-111, Tornado oder FENCER denke sind die Radarnasen bei denen ja sehr voluminös? Danke, VG, NG.
Was in diesem Zusammenhang landläufig als 'Geländefolgeradar' bezeichnet wird, ist der Doppler-Weggeschwindigkeits- und -Abdriftwinkelmesser DISS-7, dessen Antennen an der Bugunterseite vor dem Bugfahrwerk angeordnet ist. Das System aber Teil des Zielnavigationskomplexes und dient nicht dem automatischen Tiefflug.

Derartige Funktionen konnten - bei sehr geringer Geländeneigung (wenige Winkelgrad) - maximal über die Funkhöhenmesser und den Autopiloten dargestellt werden (Stabilisierung der Höhe über den Funkhöhenmesser).
 
ManfredB

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.. In der Nase (der MiG-27, MiG-27D, MiG-27M) war grundsätzlich ein Laserentfernungsmesser. ...
...
Genauer gesagt der Laserentfernungsmesser "KLYEN" / "KLYEN PM" aus dem Bomben-Navigationskomplex "PrNK-23" bzw. "PrNK-23M".
Schönes Foto von vorn vom Bug einer MiG-27K u.a. hier ==> МиГ-27 - истребитель-бомбардировщик (Foto vor Abschnitt 'Modifikationen').

Ergänzung: Viele technische Details & Fotos auch hier ==> Журнал «Авиаколлекция» - Истребитель-бомбардировщик МиГ-27 [Специальный выпуск] | Либрусек
 
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Die Formulierung "Von 1983-1989 wurden im Irkutsk´er Flugzeugwerk und in einigen Luftfahrtzeuginstandsetzungs [-werken] 304 Flugzeuge umgerüstet" gibt den Hinweis darauf das es auch in ARS gemacht wurde. Man könnte da vermuten das es sich um solche ARS handelte die sowieso schon die Generalüberholung von MiG-23 oder MiG-27 durchführten. Jüterbog Altes Lager gehört nicht mit dazu bzw. ist dazu nichts bekannt.
Es gibt hier im Forum ein paar Einträge von 2009 wo man näheres dazu lesen kann.
Die D entstand durch Nachchrüstung (Awia Remontny Zawod in Lwow) von "glatten" MiG-27 auf den Stand der M.
В Миг-27Д переделано 304 Миг-27 (242 машины в Иркутске и 62 машины во Львове)
Neben dem 352. bzw. 117. ARS Lwow haben auch das 562. ARS Odessa und das 322. ARS Wosdwishenka Generalüberholungen durchgeführt.
Da es einen kleinen Ausflug zum "Geländefolgeradar" und weiter zum Laserentfernungsmesser gab. MiG-27 (MiG-23BM) hatte Fon, nach der Modernisierung auf MiG-27 war es dann ein Klen-PM. Damit war auch MiG-27M ausgerüstet. Das Foto zeigt den Laserentfernungsmesser Fon einer MiG-23BN.

 
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Onkel Uwe

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Was in diesem Zusammenhang landläufig als 'Geländefolgeradar' bezeichnet wird, ist der Doppler-Weggeschwindigkeits- und -Abdriftwinkelmesser DISS-7, dessen Antennen an der Bugunterseite vor dem Bugfahrwerk angeordnet ist. Das System aber Teil des Zielnavigationskomplexes und dient nicht dem automatischen Tiefflug.

Derartige Funktionen konnten - bei sehr geringer Geländeneigung (wenige Winkelgrad) - maximal über die Funkhöhenmesser und den Autopiloten dargestellt werden (Stabilisierung der Höhe über den Funkhöhenmesser).
:biggrin:Ein Spezi mit FFMA Quali...:hello:
 
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