BO-105 S

Diskutiere BO-105 S im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hallo zusammen, ich hab da mal eine Frage, bei der mir die Boardsuche bisher nicht helfen konnte. Welche (insbesondere zivilen) Varianten...

Moderatoren: gothic75
  1. #1 Stefan0816, 25.08.2008
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    Hallo zusammen,

    ich hab da mal eine Frage, bei der mir die Boardsuche bisher nicht helfen konnte.

    Welche (insbesondere zivilen) Varianten der BO 105 gab es?

    Sucht man bei Google, findet man sehr viele Maschinen, die als BO-105S bezeichnet werden. Bei einigen bin ich aber sicher, dass es sich um CBS-Modelle handelt. Im Wikipedia-Artikel wird auch von einer "S" gesprochen.

    Gab es eine Version "S" oder ist das nur die verkürzte Schreibweise für "streched" und meint eigentlich alle CBS.

    Ich würde mich freuen, wenn da jemand weiterhelfen kann.

    Viele Grüße

    Stefan
     
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  3. #2 muermel, 25.08.2008
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    Ich schaue fast immer bei der englischen Version von wikipedia nach. Ich finda da meisstens datailliertere und bessers Infos.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Bo_105

    Da hast du eine Übersicht über alle Versionen :TOP:

    lg
     
  4. grinch

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    Ja mit den Bezeichnungen ist es schon ein Kreuz...

    Zum einen werfen selbst die Hersteller ihre Bezeichnungen durcheinander, dann kommt die eine oder andere Bezeichnung in diversen Veröffentlichungen zustande und drittens denken sich auch oft die Besitzer/Betreiber noch spezielle Bezeichnungen aus.

    Rechtlich verbindlich sind eigentlich nur die Bezeichnungen die im sogenannten "Kennblatt" des Luftfahrzeuges genannt werden. Das "Kennblatt" (deutsche Bezeichnung, LBA) ist sozusagen die offizielle Zulassungsurkunde.

    Hier mal offizielle Bezeichnungen aller Drehflügler zum Nachlesen und für die Fans zum Abspeichern.
    http://www2.lba.de/dokumente/zuger/03-rotor.pdf

    Da sieht man, dass BO 105 S schon offiziell ist. MBB/Eurocopter bezeichnet die "S" aber als "CBS". Da gibt es verschiedene Varianten CBS4 oder CBS5. Die CBS5 hat dann aber Eurocopter im Verkauf als "Super Five" bezeichnet. :p Hörte sich wohl besser an für die Marketing Abteilung.

    Die DLR besaß auch mal eine BO 105, die die DLR selbst als BO 105 S bezeichnete. Hier stand das S aber für "Simulator", da es sich um eine Maschine mit modifizierter Steuerung (Fly by wire) handelte.

    Schon kompliziert und verwirrend für die Nichtinsider!

    Nebenher, eigentlich gibt es auch keine EC 145. Das ist nämlich eine BK117 C2.
     
    gk juergen gefällt das.
  5. #4 Stefan0816, 26.08.2008
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    Vielen Dank! Das war sehr informativ und erklärt die Verwirrung um die Bezeichnungen.

    Gruss

    Stefan
     
  6. #5 EDGE-Henning, 26.08.2008
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    Hallo

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  8. grinch

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    Nicht ganz unwichtig und von mir vergessen: Das Kennblatt, also die Zulassungsurkunde bezieht sich nur auf zum allgemeinen Betrieb (Verkehrszulassung) zugelassenen Luftfahrzeuge! Prototypen und Versuchsmodifikationen, die nur in der Erprobung und nur von einem bestimmten Hersteller/Betrieber geflogen werden, haben keine Zulassung im Sinne der genannten Verkehrszulassung. Damit können auch keine Prototypenbezeichnungen in Kennblättern auftauchen.

    @Henning
    :TOP: Gut gemacht!!! Aber ein inhaltlicher Fehler:

    Falsch! Natürlich dürfen allgemein alle verkehrszugelassenen BO 105 nach 2009 (jetzt neu amtlich gefasst (1.1.2010) weiter gewerblich betrieben werden. Nur nicht gemäss der Einschränkungen in der gültigen Fassung der JAR OPS 3. Also nicht in HEMS!

    Hier tritt offenbar ein ständig wiederkehrender Fehler im allgemeinen Verständnis auf.

    Category A ist ein Zulassungs- und Design Prozess! Er gibt technische Vorgaben. Nicht mehr!

    Hubschrauber der Kategorie A sind mehrmotorige Hubschrauber, die gemäß CS-27/29 oder gleichwertigen, der Luftfahrtbehörde genügenden Anforderungen mit von einander unabhängigen Triebwerken und Systemen ausgestattet sind, und deren Leistungsinformationen gemäß Flughandbuch auf dem Konzept des Ausfalls des kritischen Triebwerkes basieren, welches unter Voraussetzung geeigneter bestimmter Oberflächen und entsprechender Leistungsfähigkeit die sichere Fortsetzung des Fluges nach dem Ausfall eines Triebwerkes gewährleistet.

    Die gewerblichen Einschränkungen u.a. ab 01.01.2010 für HEMS gelten für die Flugleistungsklasse! Also die wahre Performance eines Luftfahrzeuges.

    siehe:
    (2) Leistungsanforderungen

    (i) Start und Landung - Hubschrauber mit einer höchstzulässigen Startmasse (MTOM) von 5700 kg oder weniger

    (A) *) Hubschrauber, die Einsätze zu oder von einem Hubschrauberflugplatz an einem Krankenhaus fliegen, der in einem Gebiet mit schwierigen Umgebungsbedingungen gelegen ist, müssen in Übereinstimmung mit Abschnitt G (Flugleistungsklasse 1) betrieben werden, es sei denn, der Luftfahrtunternehmer hat eine Genehmigung zum Betrieb nach Anhang 1 zu JAR-OPS 3.005(i).

    (B)*) Hubschrauber, mit denen Einsätze zu oder von einem Einsatzort (HEMS operating site) in einem Gebiet mit schwierigen Umgebungsbedingungen geflogen werden, müssen, soweit möglich, in Übereinstimmung mit Abschnitt G (Flugleistungsklasse 1) betrieben werden. Der Kommandant muss sich unter allen vertretbaren Umständen bemühen, den Zeitraum, während dessen die Insassen des Hubschraubers und Personen am Boden im Fall eines Triebwerkausfalles gefährdet wären, zu minimieren.

    *) Gilt verpflichtend ab 01.01.2010 – Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen auch mehrmotorige Hubschraubermuster zum Einsatz kommen, die gemäß Flughandbuch nach Kategorie A betrieben werden können.


    Während Cat A nun beispielsweise zwei Triebwerke und sagt, dass der Flug sicher fortgesetzt werden kann, verlangt Performance Class1 (neudeutsch, sorry) u.a. auch eine ganz bestimmte Steigleistung bei Ausfall eines Triebwerkes.

    Flugleistungsklasse 1: Betrieb nach Flugleistungsklasse 1 bedeutet Betrieb mit einer solchen Leistung, dass bei Ausfall des kritischen Triebwerks der Hubschrauber in der Lage ist, abhängig vom Zeitpunkt des Ausfalls, entweder innerhalb der verfügbaren Startabbruchstrecke zu landen oder den Flug zu einer geeigneten Landefläche sicher fortzusetzen.

    Zwar sind viele Hubschrauber nach Cat A konstruiert, auch die BO 105, die notwendige Flugleistungsklasse wird aber nicht erreicht, oder nur unter solchen Bedingungen, dass ein Einsatz des Hubschraubers sinnlos wäre.

    Auch die BO 105 in HEMS Configuration könnte in die Performance Class 1 aufsteigen, wenn sie vielleicht nur noch 100l Kraftstoff an Bord und der Patient nicht mehr als 40kg wiegt (Scherz!). Dann wäre ihr Gewicht so niedrig, dass PC1 erreicht werden könnte (unter Vernachlässigung anderer Faktoren) Damit kann sie aber nicht in der Praxis eingesetzt werden.

    Die JAR OPS3 hat aber auch Cat A und PC1 miteinander verbunden, hier:

    JAR-OPS 3.485
    Allgemeines
    Der Luftfahrtunternehmer hat sicherzustellen, dass Hubschrauber, die in der Flugleistungsklasse 1 betrieben werden, in Kategorie A zugelassen sind.

    Generell gilt für das ominöse Datum 2010 , wichtig ist die Performance!

    Auch die CBS4 hat die genannte "Category A Equivalent Certification". Nützt aber für HEMS nix.
     
  9. #7 EDGE-Henning, 26.08.2008
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    Nun, dann werde ich das schnellstens ändern.....
     
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