Diamond Hybrid-Electric Tiltrotor

Diskutiere Diamond Hybrid-Electric Tiltrotor im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Was man so alles zufällig im Internet findet: Diamond Launches Hybrid-Electric Tiltrotor Diamond founder and CEO Christian Dries revealed to...

Moderatoren: Skysurfer
  1. #1 beistrich, 14.01.2017
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    Was man so alles zufällig im Internet findet:

    http://www.flyingmag.com/news/diamond-launches-hybrid-electric-tiltrotor


    Dries hatte vor 2 Jahren bekannt gegeben dass Diamond an einem Tiltrotor arbeitet.

    - 2 Elektromotoren von Siemens angetrieben von 2 Verbrennungsmotoren von Austro Engines
    - zusätzliche Batterien
    - 6 Passagiere und MTOW von 2,7t
    - FBW und "fully computer controlled"
    - V-Tail und große Canards
    - Propeller sind an den Enden der Tragflächen und des Canards montiert

    Laut Entwicklungsplan sind erst zwei kleiner Exemplare geplant bevor in Maßstab 1:1 gebaut wird.

    ---
    Liest sich wie ein Alptraum für die Zulassung.

    Auf jedem Fall interessant, weiß jemand mehr? Wird an dem Projekt noch gearbeitet? Der Artikel ist aus 2015 (und mehr ist per Google nicht zu finden).

    Black Projects in Wiener Neustadt? :wink:
     
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  3. mg218

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    Was soll der Vorteil des Konzepts sein ?
     
  4. #3 beistrich, 14.01.2017
    beistrich

    beistrich Astronaut

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    Die Vorteile eines Tiltrotors sind VTOL aber höhere Geschwindigkeit, Reiseflughöhe, größere Reichweite und theoretisch niedriger Verbrauch gegenüber einem Hubschrauber.

    Der elektrische Antrieb wird wahrscheinlich deswegen verwendet weil 4 Rotoren, anstatt 2 wie bei Osprey, einfacher zu verwirklich sind(Stichwort: Distributed Propulsion). 4 Rotoren(=Kraftvektoren) sollten wiederum die Flugsteuerung einfacher machen.

    Hybrid-Elektrisch weil irgendwo der Strom herkommen muss. Was hierbei eine gute Frage ist ob der Artikel stimmt und 2 Elektromotoren + 2 Verbrennungsmotoren eingebaut sind. Damit würden 2 der Verbrennungsmotoren direkt Propeller antreiben.

    Wenn der Artikel nicht stimmt und 4 Elektromotoren und 2 Verbrennungsmotoren eingebaut sind würde es mehr Sinn machen und eher zu dem Bild passen (die Gondeln sind sehr klein).
     
  5. mg218

    mg218 Flieger-Ass

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    Ja, meine Frage bezog sich auf die Motoren.
    Wozu E-Motoren, wenn Konventionelle schon da sind?
     
  6. Lubeo

    Lubeo Testpilot

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    Grundsätzlich ein interessantes Konzept. Nur warum haben sich grosse Quadkopter noch nie durchgesetzt?
    Vielleicht weis Tante Wiki mehr.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Tiltrotor
    https://en.wikipedia.org/wiki/Curtiss-Wright_X-19

    Das unterhaltsame ist, dass sie mit den Diesel-Motoren nicht direkt die Propeller antreiben, sondern damit eine Batterie aufladen. Die Batterie wiederum versorgt die Elektromotoren mit Strom. Wenn das so wahnsinnig effizient wäre, warum sind dann Airbus, Eurocopter und ATR noch nicht auf dieses Konzept über gegangen? :headscratch:

    Des weiteren möchte man einen Prototyp für 6 Plätze bauen der leer leichter ist als eine DA62 Diamond oder EC130.

    Gibt es da in der Nähe von Wien sowas wie Stunks Work die Zugriff auf geheime Technologien haben?
     
  7. #6 WaS, 15.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 15.01.2017
    WaS

    WaS Testpilot

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    Vorteile eines dielelelektrischen-Hybrid-Antriebs:

    (1) Die Batterien könnten die Spitzenlast (Senkrecht-Start/-Landung?) abdecken; die Diesel-Motoren können also kleiner und leichter sein als bei einer Dimensionierung für diese Last. (Voraussetzung: Batterieladung muss überwacht werden.)

    (2) Die (großen, schweren) Dieselmotoren brauchen weder in schwenkbaren Motorgondeln untergebracht werden, noch braucht man lange (schwere, vibrierende) Wellen und Umlenkgetriebe.

    (3) Möglicherweise will man sogar den Ausfall eines Dieselmotors abfangen, indem man in dem Fall immer noch genug gespeicherten Strom hat, um eine senkrechte (!) Notlandung mit nur einem laufenden Diesel zu unterstützen. Die Verbrennungsmotoren sind in Sachen Zuverlässigkeit ja wohl das schwächste Glied in der Kette.

    (4) Man kann auch bei Ausfall eines Dieselmotors unsymmetrischen Schub vermeiden, was bei Senkrechtstart/-Ladung tödlich wäre. Auch das wiederum ohne mechanische Verbindungswellen.

    Die Punkte 2 bis 4 würden allerdings voraussetzen, dass die Zuverlässigkeit der E-Motoren und der dazugehörenden Wechselrichter (!) als hoch genug angenommen wird.

    Bei einem Tiltrotor-Flugzeug, erst recht mit 4 Rotoren, stehen den Nachteilen eines E-Antriebs in Bezug auf Aufwand und Gewicht noch am ehesten Vorteile gegenüber.
     
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  9. cool

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    würde ich mit konform gehen.

    Elektromotoren sind regeltechnisch deutlich leichter im Griff zu halten, wie Verbrenner, sind überlastfähig und da eigentlich durch die Temperatur der Spulen begrenzt, die sich aber messen lässt, wenn man Sensoren verbaut hat. Sprich man muss die Haltbarkeit bzgl der Überlast nicht schätzen (wie beim Verbrenner), sondern kann sie quasi messen (vereinfacht dargestellt).

    Batterien (oder andere Energiespeicher) sind notwendig, wenn man die Diesel als "Grundlast" laufen lässt und dann die Elektromotoren regelt. Bei geforderten kurzfristigen (<1sek.) Leistungsspitzen reicht das Trägheitsmoment der Diesel wahrscheinlich nicht aus, um zu verhindern, dass die Drehzahl absackt, vor allem wenn man mit geringen Schwungmassen (leichtbau) auskommen will.

    Punkt(2) wurde ja schonmal versucht (hatte ich hier einen Thread dazu gelesen), was aber nicht funktionierte, weil man die Torsionsschwingungen nicht im Griff hatte.

    Generell bin ich ja ein Verfechter der Hybriden Antriebstechnik, weil Elektromotoren fast alles so viel besser können (sofern sie entsprechend über eine Leistungselektronik angesteuert werden) als Verbrenner, außer halt die Sache mit dem Lagern oder Mitführen der Energie.
    Wobei ich sie aufgrund der Gewichtsproblematik in der Luftfahrt noch nicht als konkurrenzfähig sehe, vor allem nicht dann, wenn man sonst mit PTLs oder Jets arbeitet.
    Bei Autos sehe ich das Thema als völlig überfällig und freue mich, dass endlich auch Hersteller außer Toyota anfangen, sich wirklich mit der Sache auseinander zu setzten.
     
  10. #8 beistrich, 22.04.2017
    beistrich

    beistrich Astronaut

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    https://www.flyer.co.uk/diamond-solar-helicopter-factories-bombs-and-a-gold-and-pink-da50/

    Neue Krümmel zum Tiltrotor: 4 Elektromotoren (wie oben spekuliert) und eine Turbine im Rumpf. Geplante Projektdauer von 8-9 Jahren im Gegensatz zu den geplanten 18 Monaten für DART 280*.


    ---

    *Beide Zeitangaben sehr, sehr ehrgeizig.
     
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