Flugzeugabsturz bei Altdöbern 1986

Diskutiere Flugzeugabsturz bei Altdöbern 1986 im Russische / Sowjetische LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Hallo in die Runde. Ein Kollege berihtete mir heute von einem Flugzeugabsturz einer Mashine der GSSD im Jahre 1986. Bei diesem Absturz soll es...
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Hallo in die Runde.

Ein Kollege berihtete mir heute von einem Flugzeugabsturz einer Mashine der GSSD im Jahre 1986.
Bei diesem Absturz soll es sih nach seinen Worten sogar um einen gezielten Abschuss gehandelt haben. Die Geschichte wird sogar noch wilder. In der Maschine, welche da abgeschossen wurde soll nach seinen Worten ein Mechaniker oder Pilot gesessen haben welcher in den "Westen abhauen" wollte. Ein Ihm Bekannter Zeuge will diesen Absturz sogar von der Ortshaft Lug oder Lipten (ih weiß gerade nicht mehr welchen Ort er da nannte) beobachtet haben und wohl auh ein zweites Lfz gesehen haben. Der Pilot der verunglückten Maschine soll sich wohl katapultiert haben.

Die Absturzstelle/ Aufschlagstelle befindet so ziemlich genau 51 38 36 45N, 13 57 50 92E (helle Stelle) zwischen den Ortschaften Rettchensdorf und Lipten unweit der BAB 13.




Letzteres scheint mir doch zu unglaubwürdig aber es könnte dennoh eine Maschine der GSSD dort herunter gefallen sein. vielleicht haben beide Maschinen Manöver Luftkampf geübt und es ging schief?
Nach den Worten des Kollegen sollen ca 1000m Südlich der Aufschlagstelle auch Maschinenteile gefunden worden sein.

Kann hier jemand zu diesem Vorfall Infos betragen?

Gruß Christian.
 
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mig21smt

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Er könnte damit die Absturzstelle der MiG-25 meinen, frag mal @Helge , der kommt von da und kennt die Stelle im Wald.
 
ManfredB

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Er könnte damit die Absturzstelle der MiG-25 meinen, frag mal @Helge , der kommt von da und kennt die Stelle im Wald.
Es handelt sich dann um den Vorfall im Jahr 1984, den ich auch auf meiner ==> Internetseite schildere:
... so stürzte 1984 eine MiG-25PD möglicherweise auf einem Einsatzflug aus großer Höhe in der südöstlichen DDR in der Nähe von Großräschen nur ca. 3 km von einer Flugabwehrraketenstellung SA-2 der NVA (FRA-312) ab.
Der Pilot soll gemäß eines Kommissionsberichtes (auch "offizielle Variante" genannt) vergessen haben, den Schlauch zur Versorgung mit Sauerstoff anzuschließen. Er verlor wohl während des Fluges in großer Höhe das Bewußtsein.
Der Krater der Absturzstelle ist noch heute sichtbar
.
Besagte MiG-25PD kam vom 787. Jagdfliegergeschwader (787. IAP) in Finow. Die MiG-25PD kamen gegen die amerikanische SR-71 zum EInsatz.
Der Vorfall wird auch in dem hier besprochenen Buch ==> "An der Verteidigungslinie" von A.F. Agarew auf Seite 110 geschildert.
 
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Hm, aber dann wäre es ja nur eine Mashine und nicht zwei so wie vom Zeugen beshrieben wobei die Stelle ungefähr hinkäme. Der Sturz aus großer höhe würde auch den Krater erklären.

Etwaige Fotos wird es wohl so niht offen geben nehme ich an.
 
mig21smt

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Hm, aber dann wäre es ja nur eine Mashine und nicht zwei so wie vom Zeugen beshrieben wobei die Stelle ungefähr hinkäme. Der Sturz aus großer höhe würde auch den Krater erklären.

Etwaige Fotos wird es wohl so niht offen geben nehme ich an.
Die MiG 25 kam sehr nahe der Bahnstrecke runter, passt also. Der Rest der Geschichte ist wohl Wichtigtuerei, woher will der gute Mann denn gewusst haben wer drin sass und ein Abschuss würde bei einer angenommenen Geschwindigkeit von 1000kmh und einer Höhe von 10.000m dutzende Kilometer weit weg gelegen haben.
 
ManfredB

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Wenn ich mir die Flugstrecke anschaue, so wird sich die MiG-25 zum Zeitpunkt des Absturzes im Höhenbereich zw. 15.000 bis 22.000m und im Überschallflug befunden haben. Ich habe in meiner Erinnerung 17.000m, ist lange her ...
Möglw. war zur gleichen Zeit im gleichen Raum zufälligerweise ein anderer Flieger im wesentlich niedrigerer Flughöhe unterwegs.
Wie üblich wird wird nach Bekanntwerden der Absturzstelle diese sofort abgeriegelt und mit der Untersuchung vor Ort und dem Räumen der Trümmer begonnen.
Etwaige Fotos wird es öffentlich wohl nicht geben, höchstens im Archiv des russ. Militärs.
Wohl aber gibt/gab es welche aus wesentlich späterer Zeit vom noch heute erkennbarem "Loch"; bei panoramio z.B. ....
Vielleicht hat @Helge noch Fotos vom "Loch" ...
 
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Die MiG 25 kam sehr nahe der Bahnstrecke runter, passt also. Der Rest der Geschichte ist wohl Wichtigtuerei, woher will der gute Mann denn gewusst haben wer drin sass und ein Abschuss würde bei einer angenommenen Geschwindigkeit von 1000kmh und einer Höhe von 10.000m dutzende Kilometer weit weg gelegen haben.
Genauso denke ich ja auch. Die Sowjets haben sich ohnehin sehr verschlossen gehalten was Details zu Zwischenfällen in der GSSD anging ausgenommen dem was Sie einfach nicht verbergen konnten. Und Infos über einen desertierenden Piloten hätten Sie erst reht nicht an die DDR und schon garnicht in die normale Bevölkerung gegeben.
 
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Wohl aber gibt/gab es welche aus wesentlich späterer Zeit vom noch heute erkennbarem "Loch"; bei panoramio z.B. ....
Vielleicht hat @Helge noch Fotos vom "Loch" ...
Ich war heute vor Ort gewesen. es finden sich noch immer kleine Teile der Maschine. Eine gute halbe Stunde und ich hatte ca 1 1/2 Kg unterschiedlicher Metalle gefunden.

Der Krater ist noch immer gut zu erkennen und anhand dem Bereich wo ich die meisten Teile fand ist Schluss zu folgern aus welcher Richtung sie kam und einschlug.

Sie muss also ca von Süd-süd-ost gekommen und eingeschlagen sein.
 
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Jetzt tut sich mir aber noch eine Frage auf, Mein Kollege zeigte mir ein Foto auf seinem Schlauphone auf dem ein vermeindliches Teil von einem LFZ zu sehen ist was der Finder (er wohnt in Bronkow, also nicht weit weg vom Aufschlagpunkt) des Teils mittlerweile als Pflanzgefäß nutzt so wie es auf dem Bild zu erkennen war. Dieses Teil will der jenige ca 1000 m weiter richtung Süd-süd-ost im Wald gefunden haben. Aber hier ist dann auch wieder fraglich ob es tatsächlich ein LFZ Teil war und wenn ja ob es auch von dieser Maschine stammen könnte was ich hier nun eher anzweifle. Aber mien Kollege meinte da er wohl die Möglichkeit hätte detailiertere Fotos von diesem Teil zu machen und dann würde man auch mehr wissen.
 
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Wo gibt es eigentlich die Infos bezüglich der Route die der Pilot fliegen wollte/sollte.
 
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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass das Mfs Information über Maschinen, Aufträge und Flugstrecken bzw zu besonderen Vorkommnissen erhalten haben könnte?
Die GSSD hat sich doch von der DDR nur mäßig bis garnicht in die Karten schauen lassen?!
 
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Jetzt tut sich mir aber noch eine Frage auf, Mein Kollege zeigte mir ein Foto auf seinem Schlauphone auf dem ein vermeindliches Teil von einem LFZ zu sehen ist was der Finder (er wohnt in Bronkow, also nicht weit weg vom Aufschlagpunkt) des Teils mittlerweile als Pflanzgefäß nutzt so wie es auf dem Bild zu erkennen war. Dieses Teil will der jenige ca 1000 m weiter richtung Süd-süd-ost im Wald gefunden haben. Aber hier ist dann auch wieder fraglich ob es tatsächlich ein LFZ Teil war und wenn ja ob es auch von dieser Maschine stammen könnte was ich hier nun eher anzweifle. Aber mien Kollege meinte da er wohl die Möglichkeit hätte detailiertere Fotos von diesem Teil zu machen und dann würde man auch mehr wissen.
Man sollte in Betracht ziehen das Flugzeugteile auch aus früheren Epochen im Wald liegen können, der Fliegerhorst Bronkow mit seinen weitläufigen Dez. Räumen ist gleich um die Ecke und wurde von den Sowjets weiter genutzt. Und ja da liegt noch einiges rum. :whistling:
 
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Wo gibt es eigentlich die Infos bezüglich der Route die der Pilot fliegen wollte/sollte.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass das Mfs Information über Maschinen, Aufträge und Flugstrecken bzw zu besonderen Vorkommnissen erhalten haben könnte?
Die GSSD hat sich doch von der DDR nur mäßig bis garnicht in die Karten schauen lassen?!
Es gibt für den Übungsflugbetrieb festgelegte Flugstrecken und für den Einsatzflugbetrieb festgelegte Verfahren, die auch festgelegte Flugstecken beinhalten können.
Im Fall der MiG-25PD-EInsätze vs SR-71 gab es festgelegte Verfahren.
Für die (Übungs-)Flugstrecken gibt es einen Katalog, der natürlich auch der NVA vorlag, dem MfS daher sowieso.

Fahre nach Berlin und stelle bei der BStU einen Forschungsantrag zu GSSD-Flugzeugabstürzen. Am besten auf das betreffende Jahr konkretisieren. Möglicherweise erteilen die betreffende Dokumente Auskunft dazu.
Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe – Wikipedia
Ob bei der BStU zu den Abstürzen entsprechende Unterlagen vorliegen, vermag ich nicht zu sagen.
Eine andere Möglichkeit ist, das Bundesarchiv in Koblenz dazu zu 'befragen' bzw. dort die Einsicht in entsprechende Unterlagen, basierend auf Erkenntnisse des Milit. Nachrichtenwesens/der Nachrichtendienste, zu beantragen. Die Sperrfrist von 30 Jahren ist ja in diesem Fall abgelaufen.
 
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Jetzt tut sich mir aber noch eine Frage auf, Mein Kollege zeigte mir ein Foto auf seinem Schlauphone auf dem ein vermeindliches Teil von einem LFZ zu sehen ist was der Finder (er wohnt in Bronkow, also nicht weit weg vom Aufschlagpunkt) des Teils mittlerweile als Pflanzgefäß nutzt so wie es auf dem Bild zu erkennen war. Dieses Teil will der jenige ca 1000 m weiter richtung Süd-süd-ost im Wald gefunden haben. Aber hier ist dann auch wieder fraglich ob es tatsächlich ein LFZ Teil war und wenn ja ob es auch von dieser Maschine stammen könnte was ich hier nun eher anzweifle. Aber mien Kollege meinte da er wohl die Möglichkeit hätte detailiertere Fotos von diesem Teil zu machen und dann würde man auch mehr wissen.
Vielleicht ist auf dem einen oder anderen Teil eine (Serien-)Nummer o.Ä. zu finden, dann könnte man eventuell weiterkommen; siehe dazu z.B. auch hier ==> Wrackteile

Man sollte in Betracht ziehen das Flugzeugteile auch aus früheren Epochen im Wald liegen können, der Fliegerhorst Bronkow mit seinen weitläufigen Dez. Räumen ist gleich um die Ecke und wurde von den Sowjets weiter genutzt. Und ja da liegt noch einiges rum. :whistling:
Auch eine Möglichkeit bzgl. Herkunft der Teile.
 
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Interessante Photos. Was auffaellt am Forstgelaende ist, dass die Baeume relativ jung sind (vielleicht 35 Jahre?) aber der Einschlagort nicht eingeebenet wurde. Der Forst ist nach dem Absturz angelegt.
 
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2014 und auch immerhalb kurzer Zeit ne Menge Kleinteile gefunden , incl.Reifenstücken
Vermeintliche Reifenstücke werden höchstwahrscheinlich keine solche sein. Ich habe auch solch schwarze fetzen gefunden aber sie sind zu dünn für Reifenstücke, ich tippe eher auf Schläuche für gasförmige Wärme bis heiße Medien.
 
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Aber anhand der Größe der noch immer auffindbaren Teile und der jetzt noch dimensionierten Größe des Trichters bekommt man eine ansatzweise Vorstellung davon wie gewaltig der Aufprall/ Einschlag letztendlich gewesen sein muss.
 
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