Schröder Peters SP1

Diskutiere Schröder Peters SP1 im Segelflug Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hallo in die Runde, Ich habe lange hin und her überlegt ob ich hier extra einen neuen Thread auf mache oder nicht... Es geht hier um die...
cobe

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Hallo in die Runde,

Ich habe lange hin und her überlegt ob ich hier extra einen neuen Thread auf mache oder nicht...

Es geht hier um die Schröder Peters SP-1 einen kleinen Übungs-und Kustflugsegler der nur sehr wenigen Leuten bekannt ist.
Ich bin mittlerweile auch schon (wieder) seit mehreren Jahren daran alles möglich über dieses Flugzeug zusammenzutragen, was natürlich bei diesem geringen Bekanntheitsgrad sehr sehr mühsam ist.

Auf meinen YouTube kanla gibt es 3 kleine Videos zum Flieger:
https://www.youtube.com/watch?v=Kzt6Ro0f6ZA

Des weiteren habe ich die SP-1 als Rc-Modell nachgebaut dazu gibt es hier mehr: Schröder-Peters S.P.-1 die Scale Kunstflugsegler Rarität.

Bei Interesse/Zuspruch werde ich hier in Zukunft gerne einiges zu Geschichte der 4 gebauten Exemplare posten und veröffentlichen.
Und vielleicht kann ja Jemand etwas beitragen und mir bei meiner Recherche weiter helfen. Soviel vorab alles was im Netz über diesen Flieger so zu finden ist ist mir soweit bekannt...
Aber vielleicht hat ja jemand noch was in seiner privaten Sammlung / Vereinschronik usw ... was noch nicht den Weg ins Netz gefunden hat. Ich würde mich sehr darüber freuen!

beste Grüße und schönen Weihnachten , Cornelius
 
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Bergfalke

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Bei Interesse/Zuspruch werde ich hier in Zukunft gerne einiges zu Geschichte der 4 gebauten Exemplare posten und veröffentlichen.
Also meinen Zuspruch hast du auf jeden Fall sicher! Ich würde auch gerne mehr über dieses Flugzeug erfahren. Toll, dass du dich diesem sehr speziellen Thema annimmst.
Viele Grüße
Ralf
"Bergfalke"
 

Aero-Flo

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es gibt noch 2 der Exemplare...
 

hänschen

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Hallo, schade dass es hier nicht mehr weiter geht.
Die Geschichte dieses selten Segelflugzeugs hätte mich auch interessiert.
Wo sind die noch vorhandenen Exemplare geblieben?
Gruß hans
 
cobe

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Es wird hier weiter gehen keine Angst :-60:
Zur Überbrückung gibt es ein link zu einem tollen Video der 2 Motorsegler umbauten.
es Handelt sich tatsächlich um 2 verschiedene Maschinen im Video ..als erste ist die D-KOMY (die 3. gebaute SP1 ) zu sehen bei der Landeszene am Ende die D-KEDA (die 2. gebaute SP1) .

Hier noch eine Sache dazu vielleicht kann mir jemand helfen? LBA Mitarbeiter mit Zugang zum Archiv gesucht

mfg, Cornelius
 

Mr.X

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beide noch vorhandenen Flieger liegen am gleichen Ort!
wir aber wohl aus Bürokratischen Hindernissen in D leider nicht mehr Fliegen
 
bodo

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beide noch vorhandenen Flieger liegen am gleichen Ort!
wir aber wohl aus Bürokratischen Hindernissen in D leider nicht mehr Fliegen
Hallo Mr.X, es freut mich sehr zu hören, dass tatsächlich noch zwei SP-1 existieren. Wo ist den dieser Ort? Und um welche beiden Exemplare handelt es sich dabei? Oder ist das geheim?
 
Peter Ocker

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Es ist super, dass sich Cornelius um so einen Sonderling kümmert! Die Segelfluggeschichte hat viele derartige Sonderlocken, etwa die Dittmar "Möwe" von Dittmar (die ja, wie die SP-1, auch einen Motor erhielt) oder die Raab "Krähe". Bitte weiter so und unterstützen.
Jeder kann das! So hat Walter H. vor Jahren sich um die Zugvogel-Geschichte gekümmert. Wenn jeder etwas beiträgt, dann liegt es nicht nur an den "Autoren", das zu tun... denn die tun das ja auch als Hobby.
Und nur gemeinsam schaffen wir es, die so vielfältige Welt des Segelfluges zu dokumentieren!

(und jetzt bitte nicht motzen dass ich gerade zwei Bücher über Militärlaster geschrieben hab... Luftfahrt kommt schon auch wieder....)
 
cobe

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Hallo in die Runde,

Hier die Geschichte der ersten gebauten SP1 auf Basis meines aktuellen Wissenstand (12-24)

Der Prototyp der SP1 (SP1-0 oder auch SP1-V1) hatte im Oktober 1953 seinen Erstflug (1) auf der Wasserkuppe am Steuer Heinz Peters.
Weitere Testpiloten waren E.Masalo & der Kassler Carli Marsen, auf der Wasserkuppe konnten nur eingeschränkte Testflüge durchgeführt werden da es zu dieser Zeit noch Höhenbeschränkungen gab.

Die ersten Flüge im Seglerschlepp wurden dann in Gelnhausen durchgeführt. Carlie Marsen kaufte dann recht schnell die Maschine für 3500,-DM Netto (Hier liegt mir der original Kaufvertrag vor).
Die Maschine hatte auch nur eine vorläufige Zulassung welche des Öfteren/ mehrfach verlängert wurde.
Der Prototyp war im Mittelteil des Flügels und auch des Rumpfes noch anders konstruiert als die darauf folgende SP1-V2 genau diese Schwachstelle wurde mehrfach verstärkt, waren aber immer wieder Diskussionspunkt welcher zur Einschränkungen (beim Kunstflug) des Flieger führte.
Mir liegen hier etliche Schreiben von Herr Marsen und dem LBA vor. Diese Einschränkung dürften dann auch Herr Marsen wohl letztendlich zum Verkauf bewegt haben. In den Jahren 54 bis Anfang 60 war Marsen auf einigen Flugtagen in Deutschland unterwegs wie z.B. am (2) Dörnbergfest (Kassel),Luftfahrertag in Braunschweig, hessiche Kunstflugmeisterschaften in Egelsbach und Flugtag in Herford. Ein Highlight war sicher die Landung auf der Zugspitze im März 58 zusammen mit der Burda Staffel (3).
(ab Min 06:06) Bitte haben Sie einen Moment Geduld. - Wissensplattform

Nach meinem Wissen war dann Rudolf Matthes aus Bad Kreuznach im Besitz dieser Maschine ob er der Käufer von Marsen war weiß ich nicht vielleicht gab es dazwischen noch einen oder mehrere Besitzer. Als Referenz habe ich ein Foto eines Zeitungsartikels vom Aug. 70 (4) hier sieht die Maschine in der Grundform noch gleich aus, jedenfalls wurde sie dann auf "Schnellhaube" und verkürztem Rumpfrücken umgebaut (5). Ob dieser Umbau noch bei Herrn Matthes oder beim nächsten Besitzer (ab 73) Herr Friedrich Linner (Karlsruhe-Forchheim) gemacht wurde weis ich leider auch nicht.
Herr Linner flog die Maschine dann einige Jahre (6), er zerlegte sie dann und wollte sie neu Aufbauen doch leider (auch Krankheitsbeding) wurde sie wohl nicht mehr fertig.
An wen sie dann weiter verkauft wurde ist mir auch unbekannt letztendlich landete sie dann auch beim jetzigen Besitzer welcher auch die Werk. Nr.3 sein eigen nennt. Ich habe mir beide dieses Jahr mir anschauen können, flugfähig machen lassen würde sich die Werk Nr.3 bestimmt
Die Werk Nr.1 (schlechter Zustand) könnte man bestimmt fürs Museum (Wasserkuppe!) wieder herrichten als Ausstellungsstück, hier würde sie auch meiner Meinung hin gehören!

Mit den jeweiligen Geschichten der 3 weitern SP1´en wird´s demnächst her weiter gehen.

beste Grüße, Cornelius
 
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bodo

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Klasse Detektivarbeit, Cornelius! Danke für deine Beharrlichkeit! Wenn man mal überlegt, wie lange du da jetzt schon dran bist...
 
KA6BR

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Bewundernswert deine Beharrlichkeit zu dem Thema, Cornelius. Chapeau! Bild 5 ist in Langenselbold bei einem Flugtag. Ein Bild dieses Motivs ist auch in meinem Archiv. Im Hintergrund die legendäre Brigadier die in den 70ern dort stationiert war. War ein tolles Flugzeug. Ist leider der Brandstiftung im Mai 1979 bei der die gesamte Halle ein Raub der Flammen wurde mit weiteren 9 Flugzeugen zum Opfer gefallen.
 
cobe

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Vielen Dank für die 🌷 Blumen :thumbsup:
Leider bin ich aktuell an einem Punkt angelangt wo ich nicht mehr viel weiter komme und keinen Anhaltspunkt mehr habe den ich nach gehen könnte...
Nur beim LBA muss noch etwas sein aber ich habe kein Plan wie ich da jemals dran kommen könnte ohne einen Unterstützer :crying:
LBA Mitarbeiter mit Zugang zum Archiv gesucht

@ KA6BR Direkt in Langenselbold noch mal nachfragen nach Bildern von den Flugtagen in den 70ern wird nicht lohen oder ?Hier hattest du ja den Überblick über alle Bilder? bzw. hast mir schon alles gegeben zum Thema SP1.

mfg, Cornelius
 
KA6BR

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Ich werde dir da nicht weiter helfen können, Cornelius. Ob in 'Selbolder Archiven noch was zielführendes schlummert? Ich weiß es nicht. Vor einigen Jahren hatte ich ihnen für ihre Chronik sogar einen großen Teil der Bilder aus meinem Archiv zur Verfügung gestellt. Wer von den Mitgliedern dort ein Archiv mit Bildern aus der Zeit verwaltet ist mir nicht bekannt da ich schon lange kein Kontakt mehr habe.
Wünsch dir dennoch weiter Erfolg bei deiner Arbeit. Find ich sehr interessant.
Beste Grüße,
Peter
 
mannigausa

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Anfang der 1970er Jahre ist Rudolf Matthes auch auf dem Dümpel an mindestens einem Flugtag aufgetreten. Leider habe ich keine Bilder davon.
 
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cobe

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Hallo Mannigausa, Danke für die Info! Meinst du es macht Sinn den Luftsport-Club Dümpel e.V mal anzuschreiben ob es da noch was im Vereinsarchiv geben könnte? Oder hast du da vielleicht sogar einen Kontakt direkt?

mfg, Cornelius
 
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mannigausa

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Hallo Cornelius, leider habe ich dort keinen Kontakt, aber frag doch da mal nach.
 
cobe

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Hallo,
Nun zur Geschichte der zweiten (WerkNr.2) gebauten SP1 auf Basis meines aktuellen Wissenstand (1-25)

Die zweite SP1 (SP1-V2) wurde Anfang 1954 fertig gestellt und war das Musterflugzeug der Serie.
Sie unterschied sich im Aufbau des Rumpfmittelteil und auch im Flügelaufbau
des weiteren hatte sie auch ein Rad im Rumpf und eine etwas höhere Kabine für mehr Platz im Cockpit.
Die Rumpfspitze war von Anfang an so aufgebaut das diese Demontierbar ist und ein Motor mit wenigen Handgriffen eingebaut werden kann.

Testflüge / Einflüge haben am 12-13. Juni 1954 in Egelsbach stattgefunden.
Diese Maschine hat dann Friedolin Wezel aus Reutlingen übernommen in welchem Jahr genau ist mir leider unbekannt müsste 55,56 oder 57 gewesen sein.
In diesem Zeitraum hatte Herr Wezel wohl auch einen Absturz welches die Bilder (1) belegen diesen hat er überleben und die SP1 danach wieder aufgebaut.
Ab 1957 wurde es dann mit dem Motoreinbau seines selbst entwickelnden Triebwerks wohl konkreter (2) In diesem Zeitraum gab es noch nicht die Motorsegler Klasse ("K" - Kennzeichen) somit ist Herr Wezel wohl immer noch mit dem Segler Kennzeichen (3) (mehr oder weniger legal) unterwegs gewesen.
Im August 1959 fand dann das 1. Motorseglertreffen in Augsburg statt zum dem er auch hingeflogen ist, hier erhielt dann aber wären der Veranstaltung ein Flugverbot aufgrund des noch immer vorhandenen Segelflieger Kennzeichens an der Maschine (4).
Der Motorsegler wurde dann 1962 weiter umgebaut bei der Firma Hirth Nabern/Teck ( und bekam dann auch die offizielle Bezeichnung SP1-WM (WM = Wezel Motor) sowie das Kennzeichen D-KEDA (5)
Auch sehr interessant das an der SP1 im gleichen Jahr in Zusammenarbeit mit der Firma Hänle (Glasflügel Segelflugzeugbau) der weltweit erste GFK Propeller (6) erprobt wurde.
Im Laufe der darauf folgenden Jahre bekam die D-KEDA dann noch einen neuen roten Anstich (7)
Im Jahr 1969 bei einem Flugtag in Münsingen-Eisberg übertrieb es wohl Herr Wezel beim Start und die SP1 schmierte über die linke Fläche ab, er überlebet es erneut doch die SP1 war endgültig hinüber. Ziemlich im Gleichen Zeitraum baute Wezel eine weiter SP1 auch zum Motorsegler um, dazu mehr dann in der Geschichte der WerkNr.3


beste Grüße, Cornelius
 
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