Chilenische C-130 Hercules in der Antarktis vermisst

Diskutiere Chilenische C-130 Hercules in der Antarktis vermisst im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Eine von Punta Arenas gestartete C-130 Hercules, die den Stützpunkt Presidente Frei in der Antarktis anfliegen sollte, ist seit heute Nacht...
JohnSilver

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Im Lotter Kreuz links oben
Eine von Punta Arenas gestartete C-130 Hercules, die den Stützpunkt Presidente Frei in der Antarktis anfliegen sollte, ist seit heute Nacht vermisst.
An Bord sind 17 Besatzungsmitglieder und 21 Passagiere, die Wartungsarbeiten auf dem Stützpunkt verrichten sollten.

Chilenisches Militärflugzeug verschollen
 

flightpics

Flieger-Ass
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Wie kann das sein dass denen der Sprit ausgegangen ist? Für mich nicht nachvollziehbar, die müssten doch ihr Fluggebiet, gerade über der Drake Straße, kennen. Die Überlebenschancen werden dort nur wenige Minuten sein.
 
TomTom1969

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Dazu ein Beitrag aus der NY-Times unter Chilean Plane Bound for Antarctica Goes Missing With 38 Aboard. Demnach ist der Kontakt auf halbem Weg zum Ziel abgebrochen - etwa in der Mitte der Drake Strasse.
Wie kann das sein dass denen der Sprit ausgegangen ist? Für mich nicht nachvollziehbar, die müssten doch ihr Fluggebiet, gerade über der Drake Straße, kennen. Die Überlebenschancen werden dort nur wenige Minuten sein.
Wie kommst Du darauf, dass der Sprit ausgegangen ist?

Thomas
 

jackrabbit

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Hallo,

Wie kann das sein dass denen der Sprit ausgegangen ist?
Gemeint war im Artikel, dass der Sprit rechnerisch um 00:40 Ortszeit zu Ende gewesen wäre und
dass dewegen die Luftwaffe das Flugzeug für verunglückt erklärt hat.

Gestartet sind sie aber am Nachmittag und knapp zwei Stunden später brach der Kontakt zu der Maschine ab.
Die Landung war für 19:17 vorgesehen, d.h sie hätten dann noch für 5 Stunden darüber Sprit haben sollen.


Mal eine Frage zur C-130 Herkules allgemein:
ca. 370 Abstürze/ Verluste bei ca. 2.500 gebauten Maschinen.
Ist das für einen Transporter eigentlich viel? (statistisch)


Viele Grüsse
 
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speed-of-sound

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Nun wieviele sind denn durch Feindeinwirkung abgeschrieben worden? Nicht vergessen es ist eine Maschine die militärisch genutzt wird...
 
Chopper80

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Gemeint war im Artikel, dass der Sprit rechnerisch um 00:40 Ortszeit zu Ende gewesen wäre und
dass dewegen die Luftwaffe das Flugzeug für verunglückt erklärt hat.
Viele Grüsse
In der Twittermeldung der chilenischen AF sind oben rechts Flugplandaten aufgeführt, da sind die Zeiten aufgeführt, nach denen die Maschine mit 3 und mit 4 TW hätte gelandet sein müssen und wann der Kraftstoff komplett auf 0 verbraucht worden wäre. Ist keine Landung zum letzten Zeitpunkt erfolgt, wird in jedem Fall von einem Unfall ausgegangen ( DETRESFA im SAR Jargon, die höchste Stufe! )



ICAO Emergency Phases - SKYbrary Aviation Safety



C80
 
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Intrepid

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Wie kann das sein dass denen der Sprit ausgegangen ist?
In der Fliegerei ist es üblich, einen Flugplan aufzugeben. Darin steht, welche Flugzeit man bis zum Ziel ausgerechnet hat (z.B. 0230 für 2 Stunden und 30 Minuten) und für wie viel Flugzeit man Kraftstoff in den Tanks hat (z.B. 0700 für 7 Stunden, wenn es am Ziel keine Tankstelle gibt, man weniger Fracht mitnimmt und den Kraftstoff für den Rückflug gleich mit dabei hat). Sind diese 7 Stunden um und es gibt immer noch kein Lebenszeichen, braucht man nicht mehr in der Luft nach dem Flugzeug zu suchen, sondern es befindet sich definitiv am Boden, weil der mitgenommene Kraftstoff aufgebraucht sein muss.
 

Tyno

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Chopper80

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Ich schätze das wird schwierig. Die Region ist mit eins der ungemütlichsten Meeresgebiete. Viel Wind, hohe Wellen und derzeit tiefe Wolken, nahe 0°, Wasser kaum wärmer. Überlebenschancen dürfte es keine mehr geben...

C80
 
macfly

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Die chilenische Luftwaffe hat eben eine Pressemitteilung herausgegeben:

Eines der Suchschiffe, die "Antarctic Endeavour", hat heute im Meer treibende Schaumstoffreste gefunden. Der Fund wurde 30km südlich der Position gemacht, an der der letzte Funkkontakt mit der C-130 stattfand. Man vermutet, dass diese Schaumstoffreste aus dem Inneren der Flügeltanks der C-130 stammen. Die Schaumstoffreste werden derzeit eingesammelt und dann an Land gebracht, um zu überprüfen, ob sie tatsächlich aus einer C-130 Hercules stammen.

Mehrere Schaumstoffreste genau 30km südlich des letzten Kontakts, also genau in Flugrichtung: das sieht nicht gut aus, falls denn überhaupt noch Hoffnung war.

Nachtrag: Auf Twitter hat die chilenische Luftwaffe erste Fotos von im Wasser treibenden Schaumstoffteilen veröffentlicht:
 
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macfly

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Die brasilianische Verteidigungsministerium hat auf Twitter mehrere Meldungen abgesetzt, dass eines ihrer Schiffe, das Polarschiff "Admiral Maximiano", Wrackteile und "persönliche Gegenstände" im Meer gefunden hat, die "kompatibel" zur vermissten C-130 sind. In Absprache mit den chilenischen Behörden würde das Schiff vorerst im Suchgebiet bleiben und die Bergung von Wrackteilen fortsetzen:

Ohne direkt Bezug auf die brasilianischen Meldungen zu nehmen, hat die chilenische Luftwaffe daraufhin eine "verschnupfte" Pressmeldung herausgegeben, dass Presse- und Twitter-Meldungen über weitere Funde, aus Respekt gegenüber den Angehörigen, zunächst durch die chilenische Luftwaffe (FACh) überprüft werden müssten, ob sie wirklich von der C-130 stammen. Die Ergebnisse würden dann durch die FACh bestätigt und kommuniziert.

Einige Stunden vorher hatte sich die FACh auf Twitter höflich bei den "Kameraden der brasilianischen Streitkräfte" bedankt, die die Suchaktion mit Schiffen und Flugzeugen unterstützen. Nun scheint man nicht ganz so begeistert zu sein, dass die Brasilianer selbständig ihre Funde melden. Andererseits entspricht das Niveau der brasilianischen Meldungen in etwa dem der Meldungen der FACh, die ja auch unmittelbar über eigene Funde berichtet hat (sogar mit Fotos), die noch bestätigt werden müssen.
 
macfly

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Traurige Gewissheit: die FACh bestätigt nun, dass die gefundenen Schaumstoffelemente tatsächlich von der C-130 stammen. Man konnte sie eindeutig einer Position im Inneren des linken Flügel-Zusatztanks zuordnen.
Damit ist nun auch die ungefähre Position bekannt, in der das Wrack liegen muss. In dem betroffenen Bereich soll die Drake-Passage etwa 4000m tief sein.

Nachtrag: Auf Twitter hat die FACh noch weitere Bilder von Wrackteilen veröffentlicht, die man bereits eindeutig zuordnen konnte, u.a. einen Druckbehälter und Fetzen der Innenverkleidung des Frachtraums. Laut dem Chef der Luftwaffe ist es "praktisch unmöglich", dass jemand das Unglück überlebt haben könnte.
 
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