MiG-29 -Pilot in NVA und Bundeswehr

Diskutiere MiG-29 -Pilot in NVA und Bundeswehr im Bücher u. Fachzeitschriften Forum im Bereich Literatur u. Medien; Manfred Skeries "So war das eben" Ein ehemaliger Jagdflieger berichtet (c) Verlag Dr.Köster
Naphets

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Durch einen ehemaligen Tower/GCA-Lotsen aus Preschen/Laage (DANKE Torsten) auf dieses Buch aufmerksam gemacht, habe ich es mir am Sonntag beim Verlag Dr.Köster bestellt und heute wurde es bereits geliefert.
Habe es fast durch und es ist hoch interessant !

Geboren 1942, Segelflieger- und Motorfliegerausbildung ( geniale Jak-18 Bilder! ), Ausbildung zum FF, geflogen Jak, MiG-15/-15UTI, MiG-17, MiG-21, Zlin und als Abschluß MiG-29, verschiedene Dienstposten im fliegerischen Bereich und 1990 aus der NVA entlassen als Chef Jagdfliegerkräfte.

Übernahme durch die Bundeswehr, durch seine Detailkenntnisse wichtig für die Integration der MiG-29 in die Luftwaffe, stellv.Kommodore unter Menge, entlassen aus der Bw unter dem Vorwurf der arglistigen Täuschung. Wer NVA Vergangenheit hat, kennt u.U. dieses leidige Thema.
 
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Naphets

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Das Inhaltsverzeichnis unterteilt sich in zwei Hauptthemen:
- Erstes Leben vom 24.März 1942 bis 02.Oktober 1990
- Zweites Leben (03.10.1990 bis 18.08.1995) .

Im ersten Themenbereich geht es um die Kindheit, erste fliegerische Schritte, Eintritt und Dienszeit in der NVA.
Eine Unmenge an interessanten Geschichten, Meilensteinen seiner fliegerischen Laufbahn ( u.a. Fliegerische Ausbildung in Bautzen, Umschulung auf die Mig-17, später Mig-21 mit ihren Varianten...), Betrachtung von Flugvorkomnisssen u.a. natürlich auch familiäre Geschichten.
Da sich die Wege von M.Skeries und mir unbewußt immer mal wieder kreuzten und wir dadurch auch dieselben Leute kennen/kannten, ist dieses Buch besonders spannend für mich. Ich bin zwar süße 22 Jahre jünger, aber egal. Skeries wohnte in Marxwalde in der Thälmannstraße 45, wir in der 50. Beim Foto des Wohnblockes ist das offene Fenster (S.87) rechter Eingang, rechte Wohnung/erster Stock unser Küchenfenster...
Als junger Leutnant und Steuermann/Leitoffizier im JG-7 bekam ich von ihm einen Anranzer, als ich während eines Kommandeurflugtages oder ähnlichem vorm Bunker in Taubendorf stand und genüßlich eine KARO schmökte.
 
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Der zweite Themenkomplex befaßt sich folgerichtig mit seiner doch recht kurzen Dienstzeit in der Luftwaffe und die schwierige Eingliederung in das Zivilleben mit Hilfe alter und neuer Freunde.
In diesem Fall hatte ich erst 1996 wieder mit der MiG-29 zu tun, habe ihn also um ein knappes Jahr verpaßt.
Im zweiten Teil habe ich bis jetzt nur quergelesen, dieser Teil ist aber nicht weniger interessant. Das gegenseitige Abtasten in der neuen Situation, der gegenseitige Respekt bei der Arbeit mit der MiG-29, aber auch das Zutagetreten von unangenehmen Charaktereigenschaften im Umfeld aus Mißverständnis oder Neid.

Fazit: Durch klare Gliederung und sachlicher Sprache mit einer Unmenge an Details, Fakten, Fotos unbedingt lesenswert!

ISBN 978-3-89574-870-7


Zu beziehen beim Verlag Dr.Köster für 29,80 €.
Tel. 030 76403224
info@verlag-koester.de
www.verlag-koester.de

(c) Verlag Dr.Köster
 
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boxkite

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Vielen Dank für den Tipp! Die kleinen Verlage stehen ja immer ein wenig im Schatten von Motorbuch, Geramond & Co., da bin ich dankbar für jeden derartigen Hinweis :TOP: .

Übrigens war der Autor auch schon mit einigen interessanten Beiträgen im Buch "Fliegergeschichten - Vom Start bis zur Landung" vertreten.
 
Gabi

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Er auch noch, sein Ruf in den Geschwadern war ja auch nicht immer der beste. Aber er hat bestimmt auch interessante Sachen zu erzählen :)
 
Naphets

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...dünnes Eis. Ich übergehe das Anbiedern einfach mal, da werde ich mich hüten, dazu etwas zu sagen.

Wie jede Armee hatte die NVA auch ihren Geheimdienst, als Verwaltung 2000 bezeichnet und nach 1990 in der Betrachtung der Arbeit der zivilen Staatssicherheit ohne Differenzierung gleichgesetzt.
In bestimmten Dienstposten hatte man als Vorgesetzter die Pflicht, mit dem Amt 2000 zusammenzuarbeiten. Dabei ging es nicht um Bespitzelung etc., sondern um sachliche Sicherheitsfragen. Das sollte deine Frage hinreichend beantworten.
 
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Junkers-Peter

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Das Amt 2000 war die Stasi. Und selbstverständlich ging es um Bespitzelung. Die Fortsetzung und Verfeinerung des Bespitzelungsstaates in der Kaserne. Und Leute, die mit diesen Stasi-Drecksäcken zusammengearbeitet haben, gehören selbstverständlich nicht in die Bundeswehr.

Die Schönrederei im Nachhinein ist schwer verständlich.

Viele Grüße
Peter
 

Miss Rotstift

Guest
Ich habe das Buch auch gekauft und gelesen.
Alles zum Thema Fliegerei fand ich wirklich sehr interessant.
Den ganzen zwischenmenschlichen Kram hätte der Autor wirklich besser weggelassen.
Das klingt für mich alles doch sehr nach Klatsch und Tratsch.
Zum Stasi-Thema (in der NVA hieß das übrigens Verwaltung 2000 und nicht Amt 2000) enthalte ich mich lieber.

Ansonsten wäre noch zu sagen, dass ich überlege, dem Verlag meine Arbeit als Layouterin anzubieten. Das Layout gefällt mir nämlich so gar nicht.
 
Naphets

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@Miss Rotstift
Ich finde die Geschichten neben der Fliegerei sind eher das Salz in der Suppe. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Ich hatte mir vor einiger Zeit die Chronik des Cottbusser KHG besorgt. Eine absolute Spitzenleistung in der
Chronologie, aber leider absolut trocken, da sich hauptsächlich auf die Orginaldokumente gestützt wurde.
Die Sache mit der Verwaltung 2000 (Danke :TOP:) hat mir dank Peter keine Ruhe gelassen und ich habe nochmals alles dazu gelesen. Ist eine Gratwanderung, auf jeden Fall. Falls er es tatsächlich geschafft haben sollte und sich an sein Kredo in der Sache gehalten hat und keinem aus seinem Umfeld zu schaden, dann Hut ab. Er wurde in den 60ern aus familiären Gründen erpreßt und hatte sich letztlich bereit erklärt, ausschließlich in dienstlichen Sicherheitsfragen einer Zusammenarbeit zuzustimmen. Dabei ging es nicht um IM oder Bespitzlung, sondern offensichtlich um sicherheitsrelevante Probleme bezüglich der LSK/LV. Auch das sind heute noch normale Aufgaben eines militärischen Geheimdienstes, denke ich mal :wink:

Was das Layout angeht, nun ja, in dem Verlag geht es offensichtlich nicht um Schönheit, sondern um Inhalte. Man hätte natürlich mehr daraus machen können !
 
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Miss Rotstift

Guest
Was das Layout angeht, nun ja, in dem Verlag geht es offensichtlich nicht um Schönheit, sondern um Inhalte. Man hätte natürlich mehr daraus machen können !
Ein gutes Layout hat nicht nur mit Schönheit zu tun, sondern sorgt auch für die bessere Lesbarkeit und damit für ein schnelleres und besseres Verständnis des Geschriebenen.
Und daran mangelt es diesem Buch leider...
 
Monitor

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OT:
Na ja, Widerstandskämpfer nicht. Ich kann aber eine recht umfangreiche Opferakte vorweisen, die zwar nur einen ganz kleinen Teil dieses perfiden Systems widerspiegelt. Trotzdem sei mir der Ausdruck "Stasi-Drecksäcke" verziehen.:)

Und an die NVA/LSK-Nostalgie-Folklore-Truppe hier im Forum: Ruhig Blut.:FFTeufel:

Ich würde es auch nicht unbedingt als Polemik bezeichnet, wenn man einige Worte gegen das Verharmlosen der DDR und seiner Armee verliert.

Viele Grüße
Peter
Als man ihn rausgekantet hat, das muss weit weit vor Edward Snowden und Frau Merkels Handy gewesen sein.

Da hat er einfach Pech gehabt.

Ansonsten hätte er mit einem guten Anwalt auf Gleichbehandlung klagen können.

:TD:
 
Peter Wimpsey

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Testpilot
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Ein gutes Layout hat nicht nur mit Schönheit zu tun, sondern sorgt auch für die bessere Lesbarkeit und damit für ein schnelleres und besseres Verständnis des Geschriebenen.
Und daran mangelt es diesem Buch leider...
Sehr richtig!
Ein Layout sollte klar strukturiert und übersichtlich sein, sowie den Leser unterstützen.
Aber diese Eigenschaften sind im Laufe der letzten Jahre selten geworden.
 

Rhönlerche

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Also mal auf deutsch bitte: Der Autor war bei der Stasi und ist deshalb aus der BW geflogen?
 
AE

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Bitte lasst die Politdebatte! Beschimpfungen will ich nicht mehr lesen! Debatten sind zu versachlichen!

Die Verwaltung 2000 war Teil des Ministeriums für Staatssicherheit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltung_2000
 

Susie-Q

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Also mal auf deutsch bitte: Der Autor war bei der Stasi und ist deshalb aus der BW geflogen?
Ohne politisch werden zu wollen...
war der Stasi nicht so etwas wie BND, KGB, NSA, Mossad usw. immer noch sind :headscratch:
Alle diese zweifelhaften Dienste sind Fehlentwicklung unserer "aufgeklärten" Neuzeitzivilisation, ohne Ausnahme :FFCry:
Der Mensch sollte langsam mal lernen, zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig zu vertrauen :!:
 

Rhönlerche

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Wenn das Thema selbstkritisch im Buch vorkommt, ist es für mich in Ordnung. Falls nicht, fühlt man sich allerdings bei einer Autobiografie nicht komplett informiert. Es hatte ja offenbar direkte Folgen für ihn.
 
Naphets

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Das Thema kommt selbstverständlich in dem Buch vor und wird offen und auch etwas schlitzohrig von ihm dargelegt. Dabei sollten wir es belassen, um AE nicht weiter zu verärgern :TD:.
 
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Rhönlerche

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Das Thema ist das Buch. Also wird man doch darüber diskutieren dürfen? Wie wird es denn darin beschrieben? Was ist daran schlitzohrig? Diese Buchvorstellungen hier sind immer so wenig ergiebig. Als würde es nur kurz bekannt gemacht und man kauft dann gleich reflexartig. Ich nicht.
Macht Euch doch mal bitte die Mühe, auch ein paar Informationen und Eindrücke zu vermitteln. Will man nun Interesse dafür wecken oder nicht? Freut Euch doch, wenn jemand nachfragt.
 
Naphets

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Danke für die Blumen :TOP:

Skeries hat den Fragebogen der Gaukbehörde so ausgefüllt, wie die Fragen gestellt wurden. Sein offensichtlicher Sonderfall kam nicht dabei vor, also hat er dazu nichts geschrieben. Bei der Überprüfung durch die Gaukbehörde wurde nichts negatives im Bezug auf ihn festgestellt und er bekam einen damals üblichen Zeitvertrag.
Offensichtlich hat er über die Jahre als Chef in verschiedenen Funktionen den einen oder anderen verärgert. 1995, als es um die Umwandlung seines Dienstverhältnisses in den Status Berufssoldat ging, hat jemand aus Cottbus ( lt.Poststempel) anonym an Oberst Menge und an das Ministerium geschrieben mit dem Hinweis, daß Skeries für das MfS gearbeitet habe. Eine Kopie des Briefes findet sich im Buch. Darauf hin lief der in solchen Fällen übliche Apparat an. Er hat daraufhin eine Erklärung dazu geschrieben, die als Kopie ebenfalls im Buch zu finden ist. Eine Klage mit Hilfe eines Anwaltes über den Bundeswehrverband hat er Jahre später verloren.

Du schreibst, diese Buchbesprechungen hier wären so wenig ergiebig. Er war Jagdflieger und am Ende Chef Jagdfliegerkräfte. "Sein" Geschwader war das JG-8, wenn er auch dienstlich natürlich mit allen anderen Geschwadern zu tun hatte. Er war auf der Akademie in Dresden, später kurz in Monino. Hatte gute Beziehungen zu den Russen (u.a. Werneuchen, Welzow), war der erste NVA Pilot auf der MiG-29.
 
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