Arlanda Flygsamlingar - Stockholm

Diskutiere Arlanda Flygsamlingar - Stockholm im Luftfahrt im Museum Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Meiner Meinung nach schlummert diese einzigartige Sammlung völlig zu Unrecht ein wenig im Schatten bekannterer Museen. :!: Es könnte aber auch...

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    Meiner Meinung nach schlummert diese einzigartige Sammlung völlig zu Unrecht ein wenig im Schatten bekannterer Museen. :!: Es könnte aber auch daran liegen, dass sie im Internet fast nur auf schwedischen Seiten auftaucht.

    Ich habe auch erst davon erfahren als unser FF-„Museums-Reporter“ TDL im Bilderrätsel 2015 ein Rätselbild aus der Arlanda Flygsamlingar eingestellt hat.

    Hier die Koordinaten:
    • Adresse: 190 60, Kabinvägen 7, 190 60 Stockholm-Arlanda, Schweden
    • Telefon:+46 8 593 600 33
    • WWW: http://arlandaflygsamlingar.se/

    Die Sammlung liegt auf dem Gelände des internationalen Flughafens von Stockholm-Arlanda. Man sollte sich vor einem Besuch unbedingt über die Webseite darüber vergewissern, ob die Ausstellung an dem betreffenden Tag geöffnet ist.

    Achtung: Trotz der kurzen Entfernung gibt es keinen sinnvollen Fußweg von den Flughafen-Terminals zur Sammlung. Aber es fährt ein kostenloser Shuttle-Bus. Ich würde empfehlen, für die Hinreise ein Taxi zu nehmen, denn dann verläuft man sich nicht. Für die Rückfahrt dann den Bus ab dem Radisson Blue Hotel in der gleichen Straße. Der Bus fährt alle 15 Minuten und verbindet die Polizeistation, das Hotel und die Parkplätze mit allen Terminals.

    Ein Bild von außen haben weder TDL noch ich geschossen :blush2:, daher verweise ich hier auf das Bild von der Webseite des Museums, das ich hier verkleinert wiedergebe.
     

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    Mir hat selten ein Museum so gut gefallen. Die Halle ist voller interessanter Exponate bis hin zu kleinsten Details. Gleichzeitig sehr hell und nicht schmuddelig. Außerdem ein Museum, in dem ständig „gewerkelt“ wird. Als ich dort war, waren wenigstens fünf Freiwillige zugange, die mir als 1:72 Modellbauer erklärt haben, dass Sie sich mit Modellbau im Maßstab 1:1 beschäftigen.

    Hier der Blick von der Eingangstür in die Halle.
     

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    Auch wenn man kein Restaurant betreibt, so hat man doch gleich rechts vom Eingang ein „Flieger-Cafe“ eingerichtet, von dem man auf das „Flugfeld“ im Stil der 50-70 er Jahre schauen kann. Dies scheint auch die einzige Ecke in der Halle zu sein, von der aus man ein stückweit „freien Ausblick“ genießt.
     

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    Jetzt zu den Details:

    Die blaue Rieseler R.III an der Decke stammt aus dem Jahre 1922.
    Dies ist das erste in Schweden hergestellte Sportflugzeug, das von Philip Bendel in einer Garage in der Linnégatan in Stockholm gebaut wurde.
    Bendel hatte zuvor in Berlin bei Werner Rieseler studiert und von diesem Pläne für die R.III erhalten.
    Der Nachbau war im Juni 1922 fertig und wurde auch von Werner Rieseler probegeflogen.
    Nachdem Bendel anschließend nach USA ging wurde das Flugzeug nur noch ein paar Jahre lang sporadisch auf dem Land geflogen.
    1960 wurde es dann in einer Scheune wiederentdeckt. Nach Restaurierung kam es in die Arlanda-Zivilflugzeugsammlung.
     

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    Das hier ist die Lockheed L.12-26 Electra Jr. aus dem Jahre 1942, eine verkleinerte Ausführung der Lockheed Model 10 Electra nur noch mit Platz für sechs Passagiere.
    Das Flugzeug stammt aus einem Auftrag über 36 Maschinen für Niederländisch Ostindien aus dem Jahre 1942.
    Sie wurde dann von der KLM und nach dem Krieg von der Königl. Niederl. Luftwaffe eingesetzt.
    1953 gelangte sie nach Schweden und seit 1990 gehört sie dem Museum, wo sie restauriert wurde.
     

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    Ein Unikat, das Flugboot „Beda“. Es weist eine Reihe ganz interessanter Besonderheiten auf:
    • es wurde von einem wirklichen Autodidakten konstruiert, gebaut und geflogen: Erland Nilsson
    • es war ein richtiger Heimbau, der im Keller begann und dann in einem angemieteten Raum vollendet wurde, als der Platz zu eng wurde
    • das Flugzeug erhielt den Vornahmen der Frau des Erbauers
    • das Flugzeug (wie auch ein anderes zuvor mit dem Namen „Blixten“) war nie zugelassen
    • daher hatte es auch nie eine Registrierung
    • Nilsson benutzte das Flugboot vier Jahre lang in ca. 500 Flügen
    • dann wurde er anonym angezeigt und die Polizei stoppte „das Vergnügen“
    • er wurde zu 40 Tagessätzen Strafe verurteilt
    • nach Erlands Tod im Jahre 1965 hat Beda das Flugzeug dem Museum geschenkt
     

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    Eigentlich nichts so besonderes: Eine Mignet HM-14 „Pou de Ciel“. Auf Schwedisch eben „Flygande Loppan“ (und damit für uns lustig zu lesen).
     

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    Eine weitere, lokale Rarität: „Pappersfokkern“ des Konstrukteurs Jonas Persson aus Fjusnäs aus dem Jahre 1939.

    Der Name erklärt sich ganz einfach: Persson orientierte sich an der Fokker C.VDE, die er von seinem Militärdienst her kannte.
    Er benutzte aber „billigeres Baumaterial“: ausschließlich Holz für die Struktur sowie Baumwollstoff und Papier(!), das er mit silberner Farbe festigte, für die Bespannung.

    Das Flugzeug wurde Jahrzehntelang auf einer Farm abgestellt und kam 1980 in die Sammlung.
     

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    Dafür muss man die Sammlung loben!
    Man kann mehrere Kabinen betreten!
    Hier sind wir in der Lockheed Electra Jr. Auffallend ist der durch die Kabine gehende Flügelholm ganz im Vordergrund.
     

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  11. urig

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    Nur durch Abnahme von Tragflächen)* war es möglich, so viele Flugzeuge auf den Boden zu stellen. :angel:

    Hier die erste von maximal drei Malmö MFI-10 Vipan aus dem Jahre 1961. Sie ist ein früher Vertreter der Metall-Sandwich-Bauweise und hatte als erstes Flugzeug GFK-Fahrwerksbeine! Aus der beabsichtigten Verwendung als Armee-Aufklärungsflugzeug wurde nichts, weil diese sich für Helikopter entschied.

    Seit 1980 gehört der gezeigte Prototyp mit der Registrierung SE-CFI dem Museum.



    ______
    )* was nicht bedeutet, dass man die Tragflächen „entsorgt“ hätte. Meistens stehen oder hängen diese hinten an der Wand. :!:
     

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  12. #11 urig, 28.12.2015
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2015
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    Extrem selten und für sich schon einen Besuch wert: die Junkers W 34 h aus dem Jahre 1935. Auch hier lehnen die kompletten Tragflächen an der Hallenwand.

    Es handelt sich um die letzte von AB Aerospace Industry in Limham in Lizenz gebaute Maschine mit der Werknummer 2835. Sie diente zunächst bei der schwedischen Luftwaffe und als letztes bei Lapplandflug. 1961 geschah ein „Unglück“ als man Salzlauge in der Kabine verschüttete. Trotz sofortiger Reinigung wurde die die Aluminiumstruktur angegriffen und man flog das Flugzeug ins Museum, um es zu erhalten.

    Weltweit gibt es nur noch drei erhaltene Junkers W 33/34!

    Nachtrag: Da habe ich mich auf die Angaben des Museums verlassen. TDL hat den aktuellen Stand zusammengefasst:
    Danke Thomas :congratulatory:
     

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    An der Decke eine DFS Olympia.

    Diese entstammt aus einem Nachkriegsauftrag des Norrköping Flying Club über 13 Maschinen bei Kockums Aerospace AB. Sie wurde am 28. Februar 1947 geliefert und bis Dezember 1967 benutzt.
     

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    Viel Patina (möglicherweise der einzige „schmuddelige“ Ort im Museum): Das Innere der W 34.
     

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  15. #14 TDL, 28.12.2015
    Zuletzt bearbeitet: 29.12.2015
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    Und hier der Beweis: Die Flächen der W 34. Was besonders positiv anzumerken ist: Auch an vielen der Einzelteile (z.B. Flächen) steht dran, von welchem Flugzeugtyp (inkl. Kennzeichen) das Teil stammt, auch in diesem Fall.

    Ein - wie ich meine - Super-Service für die Enthusiasten! Ich kann die sehr positive Einschätzung zu diesem Museum von Uli nur bestätigen.

    Gruß,
    Thomas
     

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  16. urig

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    Achtung, das hier gehört nicht zur W 34 sondern ist ein Relikt einer Ju 52/3mci aus dem Jahre 1932, die zusammen mit 6 anderen von der AB Aero Transport gekauft wurde! Sie wurde bis zum 21. Februar 1954 von verschiedenen Gesellschaften geflogen. Gelangte dann nach Bromma, wo sie für Übungen der Feuerwehr verwendet wurde, so dass nur die gezeigte Cockpitsektion überlebt hat.
     

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    Natürlich gibt es auch modernere Dinge, die aber nicht weniger exotisch sind: :angel: Radab Windex 1100 aus dem Jahre 1985, ein einsitziger Motorsegler mit Kunstflugzulassung.
     

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    ... oder die „Hummel“ (Humlan) von Staffan Ekström und Helge Svensson aus dem Jahre 1976.

    Dahinter: ein Chotia Weedhopper
     

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    Danke Uli - wusste bislang nicht, dass ein John Chotia der Konstrukteur der Weedhopper-Ultralights ist!

    Hier noch einmal ein größeres Bild dieser Weedhopper - übrigens ein Modell JC-24C mit dem Kennzeichen SE-YBI:
     

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    Hallo

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    Wieder zurück auf dem Boden: Klemm KL 35 D, SE-BHF aus dem Jahre 1941, Reg. Nr. 1978 der schwedischen Luftwaffe. Sie wurde am 12. Oktober 1948 beim Alleinflug eines (zivilen) Flugschülers komplett zerstört. Das Wrack ging durch mehrere Hände, wurde restauriert um dann 2006 in der Arlanda-Flugzeugsammlung als statisches Exponat zu landen. :FFCry:
     

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    Dahinter: De Havilland D.H. 104 Dove 6 (1958), darüber eine Pilatus B-4.

    Die Dove kam 1965 nach Schweden (Göteborg). Sie kam 1999 nach 4075 Flugstunden und 2716 Flügen nach Arlanda.
     

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