Flugzeughangars im WW II

Diskutiere Flugzeughangars im WW II im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo und schönen Tag ! Nach mehreren Vesuchen Google und Altavista zu bemühen muss ich nun auch hier nachfragen. Hat es bei der deuschen...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Gottfried S., 31.10.2005
    Gottfried S.

    Gottfried S. Fluglehrer

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    Hallo und schönen Tag !

    Nach mehreren Vesuchen Google und Altavista zu bemühen muss ich nun auch hier nachfragen.

    Hat es bei der deuschen Luftwaffe (WWII) für die Flugzeughangers auf den Feldflugplätzen, Regelbauten gegeben oder wurden diese nach den Erfordernissen vor Ort angefertigt?

    Hat man Vorgaben gehabt?, Gab oder gibt es Pläne ?

    Hat es auch bei den Unterkünften auf diesen Feldflugplätzen einen fixen Plan für die Unterkunftsbaracken gegeben ?

    Also es geht um die Bauten auf den Flugplätzen, Feldflugplätzen, usw. der deutschen Luftwaffe im WW II.

    Würde mich freuen über Infos darüber.
     
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  3. FREDO

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    Hallo Gottfried,
    man muß hier klar unterscheiden:
    a- Flugplätze im Heimatgebiet, z.B. aus der Aufstellungsphase und zur Friedenszeit

    b- im Frontgebiet oder temporäre Belegung : Feldflugplatz

    a- wurden insgesamt von Architekten geplant und von Baufirmen aufgebaut. Hangars waren typisiert, Unterkunfts- und Zweckbauten nach Vorgaben des RLM. Landschaftliche Anordnung entsprechend architektonischen und territorialen Vorgaben.

    b- Nutzung von vorhandenen Bauten, ggf. auch eines Vornutzers. Oftmals auch in landestypischer Manier errichtet. Mindestens vorhanden auf dem F. Flugleitung, Werft. Unterkunftsbauten in Form von Baracken typisiert (a la NSFK, OT etc.).
    Hangars (wenn überhaupt) nur in Zeltform oder in Junkers-Segmentbauweise. Diese war aus anreihbaren Stahlprofilen aufzubauen und wurde mit Holzbrettern + Dachpappe gedeckt. Kreisbogenförmig, mit rechteckigem Grundriß.

    Frag mal weiter.

    MfG
     
  4. #3 Rasmussen, 31.10.2005
    Zuletzt bearbeitet: 31.10.2005
    Rasmussen

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    Hallo Fredo,

    kann deine Aussagen nur bestätigen. Häufig wurden die typisierten Hangars auch auf den Friedensplätzen aufgestellt und, wie bei den Erla - Werken auf dem Flugplatz Mockau, zugleich als Montagehalle bzw. Abstellhalle genutzt. Es waren Typbauten mit einheitlichen Maßen, die bei Bedarf erweitert und mit Anbauten versehen werden konnten (auch das bei Erla geschehen) ----- eine bogenförmige Stahlkonstruktion, 25 cm stark mit Wabe - Steinen ausgemauert, auf einem 50 cm hohen Rohbausockel stehend, Naturkratzputz, Dach eine Stahllamellenkonstruktion mit doppellagiger, teerfreier Dachpappe, Anstrich aus Tarnungsgründen grün bis dunkelgrün gehalten, Maße variierten 50 x 30, 90 x 30 ... ließ sich beliebig anbauen.

    Mit besten Grüßen
    Rasmussen
     
  5. #4 Gottfried S., 08.11.2005
    Gottfried S.

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    Danke Euch beiden mal für die Informationen dazu. Ist alles interessant und ich glaube wir bewegen uns im Bereich b) da dieser Feldflugplatz im Jahre 1939 erst angelegt wurde. Er diente von 1939 - 1944 der FFS A/B 115 als Ausweich-Schulungsort für die FFS A/B 115 die ja in Wels war. Als die Schule aufgelassen wurde kam das EJG 1 mit Wilhelm Moritz als Kommandant nach Münsteuer. Die für kurze Zeit.

    Ich will mal ein bischen erklären was ich gesehen habe. Ich war da bei einem alten Mann (ehemaliger Fluglehrer auf dem Fedlflugplatz Münsteuer zur Zeiten der FFS A/B 115) der mir sein Fotoalbum gezeigt hat. Dieses Fotoalbum stammt jedoch aus der Zeit, als nach der FFS A/B 115 in Münsteuer das EJG-1 Einzug gehalten hat. Er hat die Bilder von einem ehemaligen Piloten des EJG-1 (Gasser, Grasser, oder ähnlich bekommen) Alles schön geordnet in einen Fotoalbum in grün auf dem das Luftwaffen Emblem in Gold aufgeprägt ist. Die Bilder hat er mir natürlich nicht gegeben und ich muss mir erst einen Termin zum Fotografieren der Bilder machen.

    Also ich habe hier drei Bilder eines Hangars gesehen, zwei davon jedoch nur in Segementen da laut seiner Auskunft jeder der Hangar mindestens 50 m lang war. (???? kommen mir zu klein vor)

    Das Bild auf dem der Hangar ganz zu sehen war, zeigt einen Hangar ohne Kuppeldach (Wölbung) sondern man sah nur ein Flachdach das leicht schräg nach hinten abfiel. Er hatte vorne oder hinten (ich nehme an vorne - da dort zwei Ju-87 ein G1 und eine G2 standen), fünfzehn Tore, jedes Tor bestand aus fünf Elementen. Jeweils im oberen Bereich eines Tores waren Fenster eigebaut die auch die selbe Breite wie die Torelemente hatten.
    Darüber war sichtlich ein Querträger eingebaut der als Führungsschiene der Tore diente. Auf diesem Querträger waren außen Leitungen angebracht die sich über die ganze Länge des Hangars ziehten und vereinzelt Leuchtkörper zeigen.
    Über diesem Querträger wieder ein durchgehendes Element mit Glasfeldern die ungefähr die Höhe eines halben Tores hatten und bis zum Dach reichten. Links und rechts am Hangar war nichts angebaut. Es standen sich zwei Hangars gegenüber, zwischen den Hangars war eine betonierte Abstellfläche für die Flugplätze.

    So das war nun einmal was ich gesehen habe.

    Ich habe schon durch diverse Bilder auf einen Normalflugzeughangar wie er in Ainring (Freilassing noch steht) getippt. Aber ich muss erstmal dort hin und schauen was ich dort sehe. Dieser soll ja der letzte sein den es noch gibt (außer in Frankreich/Paris)

    Bin mal neugierig ob wer damit was anfangen kann.:confused:
     
  6. #5 Gottfried S., 10.11.2005
    Gottfried S.

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    So nun habe ich ein Bild gefunden (Flugplatz Ainring, Bayern) das angeblich einen Hangar zeigt der auch in Münsteuer gestanden sein soll. Also dieser Typ von Hangar, wenn man so sagen kann.

    Wenn jemand etwas über diese Hangar weiß, oder Bilder hat wäre es toll wenn ich Bescheid bekommen könnte.
     

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  7. #6 rechlin-lärz, 10.11.2005
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    Also, ich glaube in Berlin-Gatow stehen auch noch zwei ähnliche Hallen wie auf dem Foto von Dir erkennbar. Habe aber leider derzeit keine Fotos. Wenn ich mal wieder in Gatow bin, frage ich mal, ob ich welche machen darf...(ist innerhalb der Kaserne)
    VG

    rechlin-lärz
     
  8. #7 Gottfried S., 11.11.2005
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    Danke für die Info und Hilfe !

    Ich bin auch jedem dankbar der sich ein wenig auskennt wenn er Bescheid gibt ob es spezielle Hangartypen gegeben hat, ob es da Pläne, Zeichnungen, usw. gibt.

    Es wurde doch damals alles vereinfacht, so gab es bei den Bunkern auch diese Regelbauten, vielleicht auch bei den Hangar ????
     
  9. #8 ArthurDent, 11.11.2005
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    Das Thema Hangars und andere Sonderbauten der Luftwaffe wird bisher leider sehr stiefmütterlich behandelt.

    Es scheint dafür bisher keine Literatur zu geben.

    Mich würden speziell die kleinen Holzhangars interessieren, die vorallem auf Frankreich-Fotos immer wieder zu sehen sind. Diese Hangars haben auf der unteren Hälfte Tore über fast die ganze Breite und darüber nur Schiebe-Tore in der Mitte. Wenn alle Tore geöffnet sind, entsteht in etwa die Silhouette eines Flugzeugs. Die Hangars wurden vorallem für Jagdflugzeuge verwendet. Da diese Hangars auf allen Fotos sehr ähnlich aussehen, hat es dafür doch wohl standardisierte Pläne gegeben.:confused:
     
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  11. #9 Rasmussen, 13.11.2005
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    Hallo Gottfried S.

    ich weiß nicht, was in Österreich üblich war, doch wegen der Baupläne dieser Hangars kann sich ein Weg in das örtliche Stadtarchiv bzw. Bauamt lohnen. Die in Friedenszeiten gebauten Hangars gleich welchen Typs bedurften der baupolizeilichen Genehmigung inkl. aller dabei vorgenommenen Veränderungen. Diese liegen einschließlich des dazu geführten Schriftverkehrs und der statischen Berechnungen/Baupläne mitunter auch heute noch in den erwähnten Behörden vor.

    Mit besten Grüßen
    Rasmussen

    P.S.: Ich habe es mir gar nicht erst angewöhnt, das Internet als Quelle von Informationen zu nutzen ... reine Verschwendung von Zeit, die ich lieber in Archiven zubringe. :TOP:
     
  12. #10 Gottfried S., 14.11.2005
    Gottfried S.

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    Hallo Rasmussen !

    Ich danke Dir für diese Nachricht. Ich war auch schon auf der zuständigen Gemeinde die bei uns oberste Baubehörde im Gemeindegebiet ist. Wären die Hangar vor 1939 gebaut worden, würden auch bei uns die Pläne und Daten in den Gemeinden aufliegen. Da sie, wie auch Du richtig anmerkst einer Baugenehmigung bedürfen.
    Da die Aufstellung dieses Feldflugplatzes erst im Jahre 1939 erfolgt ist und die Grundstücke zum Teil Ihrer Gründeigentümern einfach weggenommen wurden gibt es keinerlei Aufzeichungen von diesem Schritt oder vom Bau. Es gibt nur Aussagen von Augenzeugen oder Betroffenen denen Gründe weggenommen wurden, aber das war es dann auch schon.
     
Moderatoren: mcnoch
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