WK II, Technik im detail, Unterschiede Reich, Gegner?

Diskutiere WK II, Technik im detail, Unterschiede Reich, Gegner? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Was gab es da an Werkstoffen, Geräten, oder Produktionsverfahren die jeweils einen Vorteil brachten, die andere Seite längere Zeit nicht kannte...

innwolf

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Was gab es da an Werkstoffen, Geräten, oder Produktionsverfahren die jeweils einen Vorteil brachten, die andere Seite längere Zeit nicht kannte oder nachahmen konnte?

Mit fällt ein Molybdänsulfit als Notlaufschmierstoff für Flugmotoren und Flakmunition mit Radarannährungszündern der USA.

Von deutscher Seite Fritx und HS293 oder das Kommandogerät für BMW Flugmotore und Benzin-Direkteinspritzung.

Was gab es da Magnesium-Alluminiumlegierungen mit hochspeziellen Wärmeverfahren vor der Verarbeitung?

Sperrholz und Kunstharze in großen geheizten Pressen verarbeitet?
 
AGO Scheer

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Nicht dein ernst!
Das ist Stoff für eine Dissertation. Und du möchtest das "mal eben" im Forum bequackeln?
 

jackrabbit

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Hallo,

Was gab es da an Werkstoffen, Geräten, .. die die andere Seite längere Zeit nicht ...nachahmen konnte?
Die Atombombe der USA. Nach deren Beweis der Existenz/Test war der Krieg beendet.

Alles andere war nur gering kriegsverlängernd oder -verkürzend, auch ist die Fragestellung zu unspezifisch.
Z.B. ist die Antwort "Russland: Massenproduktion von Panzern" zwar richtig und möglich, aber bringt Dich nicht weiter.

Grüsse
 
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Alien
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...

Sperrholz und Kunstharze in großen geheizten Pressen verarbeitet?
Nichts Neues. Auf die Idee sind die Russen auch schon gekommen. Aluminium ist sicher immer knapp. Sibirische Birke gibt es in Massen. Über 6500 Stück gebaut.
Lawotschkin LaGG-3 – Wikipedia
Semjon Lawotschkin, seit 1929 Mitarbeiter des ZAGI, beschäftigte sich seinerzeit mit der Entwicklung eines speziellen Baustoffs, der es möglich machen sollte, leistungsfähige Jagdflugzeuge in Ganzholzbauweise zu produzieren. Das Material sollte leichter als Duraluminium, dazu nicht brenn- und gut formbar sowie leicht zu bearbeiten sein. Im Rahmen des im Mai 1939 gegründeten OKB-301 entwarf er daraufhin gemeinsam mit Michail Gudkow und Wladimir Gorbunow einen Jäger, der aus kunstharzgetränktem Sperrholz aus sibirischer Birke, einem neuartigen Holzbaustoff, bestand und der eine rasche und billige Serienfertigung erlauben sollte.
 
Stovebolt

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Fluglehrer
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Es gab nur wenige Entwicklungen, die wirklich in einem Wettkampf mündeten.
Viel öfter war es der einen Seite nicht möglich zu reagieren oder sie hatte es nicht nötig.
Für synthetisches Benzin brauchten die Alliierten keine Entwicklungsarbeit verschwenden. Wie man leistungsfähige Motoren ohne Tetraethylblei baut, brauchte sie auch nicht zu kümmern.
Die deutschen bauten im Bodenkampf nahezu unbesiegbare Panzermodelle, die Allierten bekämpften diese ganz einfach aus der Luft.
Gruß!
 
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Alien
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Heinkel He 162 – Wikipedia
Am 10. Dezember 1944 verunglückte Gotthold Peter beim offiziellen Vorführflug auf dem Flughafen Wien-Schwechat bei einer Geschwindigkeit von etwa 700 km/h tödlich. Aus Filmaufnahmen des Fluges ist zu ersehen, dass der Absturz durch den Bruch der rechten Flügelnase – gefolgt von der Ablösung des rechten Querruders – ausgelöst wurde. Im Unfallbericht ist eine fehlerhaft verleimte Flügelnase als Absturzursache angegeben, daneben wird auf Schwachstellen in der Festigkeit hingewiesen.
...
Die Tragflächen und wenige Teile des Rumpfes bestanden aus Holz. Zugunsten einer schnelleren Fertigung wurde nur einfache Technik verwendet.
Fortschritt oder letzte Notmaßnahme ?
 

Michael aus G.

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leider zu weit wech von einem richtigen Flugplatz
Fortschritt oder letzte Notmaßnahme ?
Alles nur Notbehelfe aufgrund Rohstoff- und Halbzeugmangel. Wenns genügend Alu, Kautschuk, Rohöl, ect. gegeben hätte, wäre es zu solchen Konstruktionen nicht gekommen. So musste halt Not erfinderisch machen. Deswegen Hut ab vor den Ingenieuren die solche, doch oft gewagt erscheinenden Konstruktionen und Lösungen hervorbrachten und dem Mut der Männer, die das dann auch noch flogen...:thumbup:
 
FREDO

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Mut der Verzweiflung? immerhin hatte man ja noch den Endsieg auf dem Schirm, den Schutz vor den "Terrorbombern" oder dem "Weltbolschewismus"
 
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Diese aufwändige deutsche Hochtechnologie war nun mal eine gewaltige Fehlkalkulation.
Zwar technologisch sehr eindrucksvoll, aber für den gerade laufenden Krieg so gut wie unbrauchbar. Viele Ressourcen gebunden, das Endergebnis fast Null.

Speziell auf dem Gebiet der Luftwaffe: den 120000 produzierten deutschen Flugzeugen stehen 600000 der Alliierten gegenüber. Das macht man auch mit Hochtechnologie nicht wett.
 

Sens

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Die Deutschen hatten, Gott sei Dank, keinen Plan B als ihr Kriegsführungskonzept spätestens im Herbst 1941 scheiterte.
Das Manhattan-Projekt - WAS IST WAS
Produktionszahlen und Leistungen einiger Waffensysteme konnten nur die Zeitgenossen beeindrucken, während wir in der Rückschau wissen, das die meisten Anstrengungen damit weitgehend sinn frei waren. Blendet man die Sinnfrage aus, dann bleibt noch der Reiz des technischen und dem Mentalen, was wäre wenn?! Viel wichtiger sind die möglichen Lehren, wie reagiert man auf eine sich anbahnende Gefahr und wie sieht es mit den tatsächlich verfügbaren Fähigkeiten aus, darauf zu reagieren.
Nicht nur auf deutscher Seite wird immer ausgeblendet, das jede Waffe bezahlt werden muss und man damit nicht frei in seiner Entscheidung ist, was und in welcher Menge produziert wird. Das es da zahlreiche Fehlentscheidungen auf beiden Seiten gab, hatte ja immerhin die Konsequenz, dass der Krieg nur unnötig verlängert wurde.
 
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AGO Scheer

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Ohne konkrete Beispiele und Fragen bleibt das hier oberflächliches Palaver.
 
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Beispiel: V-1 und V-2
Gewaltiger Aufwand, um diese Hightech zu entwickeln.
Militärischer Wert gleich Null, wenn man mal vom Einsatz gegen Antwerpen absieht.
 
AGO Scheer

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Warum haben dann die Amerikaner mit dem WvB-Team daran weitergeforscht?
 
AGO Scheer

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Ja sag mal... das wusste ich gar nicht.

Aber ernsthaft: Den "Wert" einer Entwicklung kannst du doch nicht so salopp darstellen:
Zum Thema Krieg kann jeder eine Meinung haben. Pazifist oder Militarist...
Bei Fragen der Rüstung oder Technologien reicht Meinung nicht.
Sicher kann man eine Entwicklung nicht aus dem historischen Kontext lösen. Das ist fahrlässig. Aber ebenso unzulässig ist das Abwerten einer Technologie, nur weil sie zu früh erfolgte, mangels "Sparstoffen" nicht umgesetzt werden könnte oder unausgereift war. (Womit ich keinerlei What-If-Szenarien befeuern möchte. Lehne das strikt ab!)
Denn dann sind wir bei der ökonomischen Komponente und damit bei den weiteren Grenzen der Projekte...

Kurz: Das alles ist viel zu komplex, als es hier im FF Mal eben kurz zu behandeln.
 
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Ja sag mal... das wusste ich gar nicht.

Aber ernsthaft: Den "Wert" einer Entwicklung kannst du doch nicht so salopp darstellen:
Zum Thema Krieg kann jeder eine Meinung haben. Pazifist oder Militarist...
Bei Fragen der Rüstung oder Technologien reicht Meinung nicht.
Sicher kann man eine Entwicklung nicht aus dem historischen Kontext lösen. Das ist fahrlässig. Aber ebenso unzulässig ist das Abwerten einer Technologie, nur weil sie zu früh erfolgte, mangels "Sparstoffen" nicht umgesetzt werden könnte oder unausgereift war. (Womit ich keinerlei What-If-Szenarien befeuern möchte. Lehne das strikt ab!)
Denn dann sind wir bei der ökonomischen Komponente und damit bei den weiteren Grenzen der Projekte...

Kurz: Das alles ist viel zu komplex, als es hier im FF Mal eben kurz zu behandeln.
Das nützt doch alles nichts.
Was will ich mit einer hochtechnologischen Entwicklung, die im Kriege zu keinen Ergebnissen führt ?
Irgendwie muss man sich ja dabei was gedacht haben, auf diese Hightech-Schiene zu setzen. Wie schon gesagt, ein riesiger Ressourcen-Verbrauch ohne jedes greifbare militärische Ergebnis.

Das zu früh erfolgt, Sparstoffe, unausgereift: das gehört nun mal zur Realität dazu. Auch dem Gegner ist nicht alles zugeflogen.
 

alois

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Beispiel: V-1 und V-2
Gewaltiger Aufwand, um diese Hightech zu entwickeln.
Militärischer Wert gleich Null, wenn man mal vom Einsatz gegen Antwerpen absieht.
Nö, war es gar nicht. Jedes Kriegsland hat an Raketen und Lenkwaffen geforscht. Die ersten Versuche gab es ja schon im 1.WK mit ferngelenkten Flugzeugen. Deutschland musste also auch daran forschen, um up to date zu sein. Nur Deutschland war darin technisch weiter als die anderen und konnte sich, zumindest für die Anfangszeit, eine technologische Überlegenheit sichern. Leider waren andere Technologien noch nicht so weit fortgeschritten (Steuerungstechnik) und die Technik kam für Deutschland zu spät um noch kriegsentscheidend zu sein. Dafür hat man damit den Grundstein für die Kriegstechnik der Zukunft gelegt. Eben so mit dem U-Boot XXI. Technologisch führend, aber zu spät um noch entscheidend zu sein. Die Düsenflugzeuge wurden im Prinzip auch vor dem 2.WK erfunden und flogen erstmals schon davor. Es waren falsche Entscheidungen, die dazu führten, dass diese Technik für Deutschland zu spät kam und dann auch noch falsch eingesetzt wurde. Die Entwicklung darin war aber richtig, nur konnten die Firmen für die politische Fehlentscheidungen nichts.

In der Elektronik waren wiederum die USA führend. Die USA hatten schon X Band Radar eingeführt, als die Deutschen Techniker entschieden der Meinung waren, das ginge nicht und so gab es für die Deutschen U-Boote auch keine Warngeräte dafür. Und Flugzeuge mussten mit umständlichen und den Luftwiderstand verstärkenden Antennen herum fliegen, während die Alliierten schon Parabolantennen im Rumpf hatten.

Zum Material wurde ja schon genug gesagt. Es gab keinen Grund bewährte Materialien zu ersetzen, außer man hatte einen Mangel. Gab es den Mangel nicht mehr, wurde auch weiter fleißig das bewährte Material verwendet.
 
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Mit V-1 und V-2 konnte man eigentlich nichts.
Kein Panzerwerk im Ural angreifen, keine Fabrikanlage in Amerika, keine Fabrikanlage oder Flugplatz in England.

Wozu waren diese Geschosse gut ?
 
Thema:

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