Tank 154

Diskutiere Tank 154 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo ihr da draußen. Eine (dringende) Frage: Ich habe kürzlich in einer Air International aus den Achtzigern einen Bericht über die "Deutsche...
aljarreau

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Hallo ihr da draußen.
Eine (dringende) Frage: Ich habe kürzlich in einer Air International aus den Achtzigern einen Bericht über die "Deutsche Moskito" gelesen. Sehr ausführlich, aber im Artikel wird nicht erwähnt, ob es tatsächlich Moskitos im Einsatz gab. :FFCry: Weiß einer von euch etwas davon?
 
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TF-104G

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Alien
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einfach mal kurz googeln da findest du die Antwort.
Wiki : Kurz nach der Erteilung eines 250 Maschinen umfassenden Serienauftrages gingen die ersten zwei Flugzeuge durch Absturz verloren. Die Unfallkommission ermittelte eine Zersetzung des Sperrholzes durch den verwendeten Klebstoff (Kaltleim) als Ursache für diese Unglücke. Die Fertigung wurde daraufhin eingestellt; 13 teilweise modifizierte Exemplare gelangten zwar noch zur Auslieferung, wurden aber nicht mehr eingesetzt.
Link : http://de.wikipedia.org/wiki/Focke-Wulf_Ta_154
 
JohnSilver

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Alien
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Im Lotter Kreuz links oben
...Wiki : Kurz nach der Erteilung eines 250 Maschinen umfassenden Serienauftrages gingen die ersten zwei Flugzeuge durch Absturz verloren. Die Unfallkommission ermittelte eine Zersetzung des Sperrholzes durch den verwendeten Klebstoff (Kaltleim) als Ursache für diese Unglücke. Die Fertigung wurde daraufhin eingestellt; 13 teilweise modifizierte Exemplare gelangten zwar noch zur Auslieferung, wurden aber nicht mehr eingesetzt.
Was beides falsch ist.
Das Gerücht, dass die Ta 154 Abstürze aufgrund von Leimproblemen hatte, hält sich hartnäckig, wird aber von Dietmar Herrmann in seinem - sehr guten! - Buch über die Maschine widerlegt.
Außerdem ist die Ta 154 sowohl bei der III./ NJG 3, als auch bei der NJGr. 10 im Einsatz gewesen. Letzteres ist aber erst seit kurzem bekannt.

Grüße,
Robert
 
aljarreau

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Danke für eure Beiträge. Hallo JohnSilver, deine Anwort lässt mich stutzen.
Bei der NJGr. 10? Ich dachte immer nur, die Mossie wäre nur für Misteleinsätze mit Fw 190 geplant gewesen, aber das war ja wohl nur einer der zahlreichen Hirngespinste der deutschen Wissentschaftler in den letzten Monaten des Krieges. :FFTeufel:
 
Del Sönkos

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@JohnSilver:
Ich habe gelesen, dass durch einen Bombenangriff die ursprüngliche Leimfabrik für die Ta-154 zerstört wurde.
Der alternative Leim war agressiv und hat das Holz angegriffen und daraufhin wurde die Ta-154 verworfen.
Kannst du das bestätigen?

Zu den Mistelgespannen: Ursprünglich war ja die Idee, alte und ausgeschlachtete Bomber nochmal "sinnvoll" einzusetzen.
Von Anfang an ein Flugzeug nur für Misteleinsätze zu konstruieren ist abwegig. Dazu gab es viel zu viel alte Ju-88.
 

jackrabbit

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Hallo,

Was beides falsch ist.
Das Gerücht, dass die Ta 154 Abstürze aufgrund von Leimproblemen hatte, hält sich hartnäckig, wird aber von Dietmar Herrmann in seinem - sehr guten! - Buch über die Maschine widerlegt.
Außerdem ist die Ta 154 sowohl bei der III./ NJG 3, als auch bei der NJGr. 10 im Einsatz gewesen. Letzteres ist aber erst seit kurzem bekannt.
Grüße,
Robert
Das ist ja beides interessant. :HOT:
Kannst Du ggf. mal aufzeigen, wie die "Leimprobleme" in dem Buch widerlegt werden?
Wie sind denn die Einsätze der Maschinen belegt? Was gibt es da für Quellen darüber?

Viele Grüsse
 
Del Sönkos

Del Sönkos

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Ich stelle gerade fest, dass die Ta-154 optisch große Ähnlichkeiten mit F7F-Tigercat hat. Stimmt mir jemand zu?
Beides sehr schöne Flugzeuge:HOT:
(Die F7F ist eines meiner Lieblingsflugzeuge...)

Links im Bild eine F7F-Tigercat und rechts die Ta-154


Quelle für die Bilder:
F7F und Ta-154
 
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JohnSilver

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Alien
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Hallo Ihr beiden. :)

Dietmar Herrmann schreibt zum Leimproblem folgendes:
...Der für die Serienfertigung vorgesehene Spezialleim war durch Fliegerschaden ausgefallen. Der anschließend verwendete Leim machte Schwierigkeiten, weil das Holz eine andere Tränkung bekommen hatte. Prof. Tank gab aber an, dass Focke-Wulf dieses Problem zwischenzeitlich gelöst hätte und das es in der Produktion keine Probleme geben würde. Dies war das einzige Mal, dass das Leimproblem bei der Ta 154 Erwähnung fand...
Und später im Buch:

...Die technischen Probleme, unter den die Ta 154 anfangs litt, wurden vom RLM hochgespielt. Kein Flugzeughersteller musste ähnliches leisten, einen Hochleistungsjäger in Holz zu bauen und das auch noch in so kurzer Entwicklungszeit. Die immer wieder in der Literatur genannten Abstürze infolge von Leimproblemen sind ein Märchen. Mit solchen angeblichen Problemen wäre kein Flugzeug, auch damals nicht, abgenommen worden. Tasächlich war die Ta 154 im Sommer 1944 serienreif. Dies wird auch dadurch belegt, dass der NJG 3 Nachtjagdpilot Gottfried Schneider 44 Flüge mit der Ta 154 unternahm, ohne das dabei technische Probleme seitens der Flugzeugzelle oder des Jumo 213A-Motors auftraten.
Der Einsatz bei der NJGr. 10 ist durch ein Fernschreiben von Heinkel belegt bei dem auf das in dieser Gruppe fliegende Konkurrenzmuster zur He 219 hingewiesen wurde. Diese Aussage ist von einem Bordmechaniker bestätigt worden.

Übrigens beurteilt der Autor die Ta 154 deutlich besser als die He 219. :FFEEK:


Ich stelle gerade fest, dass die Ta-154 optisch große Ähnlichkeiten mit F7F-Tigercat hat. Stimmt mir jemand zu?
Das steht so auch in dem Buch. ;)

Beste Grüße,
Robert
 

mav

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..und hätte man einige Jahre früher schon an der Fw187 festgehalten hätte man einen überlegenen RICHTIGEN Mosquito-Jäger gehabt.

Aber das war wäre mal wieder "Was wäre wenn"...

Gruss

Wastel
 
Wolfgang Henrich

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Ob die He 219 wirklich das Überflugzeug war, sollte man zumindest kritisch hinterfragen.
Das heißt nicht, dass sie nicht gut gewesen wäre. Aber den oftmals propagierten Leistungsüberschuss konnte z.B. Eric Brown nicht bestätigen und der große Mosquito Jäger war sie auch nicht. Die genannten spektakulären Erfolge diesebezüglich bei der Erprobung durch Major Streib konnte sie nicht wiederholen, da diese mit einem deutlich leichteren Prototypen erflogen wurden. Die spätere Serienmaschine brachte nahezu 3 Tonnen mehr an Gewicht auf die Waage.

Die Ta 154 war da wesentlich kompakter und einige Tonnen leichter. Da verwundert es nicht, dass sie, trotz geringerer Leistung der Motoren (Jumo 213 bei der Ta, DB 603 bei der He 219), das leistungsfähigere Flugzeug abgegeben hat.
 
aljarreau

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Ich stelle gerade fest, dass die Ta-154 optisch große Ähnlichkeiten mit F7F-Tigercat hat. Stimmt mir jemand zu?
Beides sehr schöne Flugzeuge:HOT:
(Die F7F ist eines meiner Lieblingsflugzeuge...)

Links im Bild eine F7F-Tigercat und rechts die Ta-154


Quelle für die Bilder:
F7F und Ta-154
Ja, da stimme ich dir vollkommen zu. Betriebsspionage von amerikanischer Seite kann gar nicht sein, die Tank wurde ja erst anfang '44 entwickelt (und in Rekordzeit gebaut). Wer hat hier von wen abgeguckt? :FFEEK:
 
aljarreau

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An die Fw 187? Na ja, warum nicht. Optisch macht sie ja einen schönen Eindruck, und hat außerdem ebenfalls große Ähnlichkeiten mit der Ta 154.
 
Del Sönkos

Del Sönkos

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Wer hat hier von wen abgeguckt?
Mit ziemlicher Sicherheit keiner
- beide Flugzeuge wurden mehr oder weniger zeitgleich als schwere Jäger entwickelt und bei gleichen Spezifikationen kommt man eben zu ähnlichen tech. Lösungen. Beide Flugzeuge stehen am Ende der Entwicklung zweimotoriger Kolbenjäger.
Noch etwas zur "Rekordzeit": Das Flugzeug wurde ja nicht neu entwickelt. Basis war ja die besagte FW-187, an der Kurt Tank ja schon beteiligt war.
Deshalb muss man die Rekordzeit relativieren, ohne jedoch die Leistung zu reduzieren zu wollen.
Immerhin wurde die Ta-154 mit einem neuen Werkstoff (Holz) gefertigt.
 
JohnSilver

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Noch etwas zur "Rekordzeit": Das Flugzeug wurde ja nicht neu entwickelt. Basis war ja die besagte FW-187, an der Kurt Tank ja schon beteiligt war.
Da ist das Buch bzw. Herr Herrmann aber anderer Meinung. ;)

Focke-Wulf arbeitete daher an einer gänzlichen Neukonstruktion, die werksintern noch unter demNamen Ta 211 lief.
Grüße,
Robert
 
Christian1984

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Nun, das mit der "Basis" ist etwas weit hergeholt. Die Zellenkonstruktionen unterscheiden sich wesentlich, schon allein wegen des verwendeten Werkstoffes. Die Entwürfe sind zwar beide von Focke-Wulf beruhen aber konstruktiv nicht aufeinander.

Oh, Robert war schneller. Kann seine Aussage aber nur bestätigen. Steht ebenfalls im Buch über die Fw 187 von Hermann.
 
aljarreau

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Die Ta-154 Produktion lief vorerst unter dem Namen "Ta 211".
Nur mal so. :HOT:
 
Del Sönkos

Del Sönkos

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Ihr habt Recht!
Ev. sollten wir allerdings zwei Dinge trennen:
Einmal die rein aerodynamische Anforderungen, die für Holz und Alu (fast) identisch sind.
Zum anderen die Konstruktion des Flugzeuges, wo Holz als Material andere Anforderungen stellt. Die Ta-154 hatte von der Konstruktion mit der Fw-187 wahrscheinlich fast nichts gemeinsam.
Bei der aerodynamischen Auslegung sehe ich jedoch große Parallelen zur Fw-187.

Das macht auch die 3-Seitenansicht beider Flugzeuge deutlich:


Quelle: Luftarchiv.de

Die Fw-187 war zu dem Zeitpunkt auch gerade mal 4 Jahre alt. Würde mich sehr wundern, wenn Kurt Tank da nicht in vielen Punkten auf die Auslegung der Fw-187 zurückgegriffen hätte. Nochzumal die Fw-187 ein wirklich gutes Flugzeug war.

Das englischsprachige Wikipedia sagt in etwa das gleiche:
The Ta 154 Moskito resulted from the Luftwaffe requirement for a twin-engine heavy fighter like the Fw 187, but constructed from wood instead of light alloys. Due to the different material, Kurt Tank couldn't make any use of the work done for the Fw 187 but had to design a completely new aircraft to meet this requirement. The surviving Fw 187s were apparently used as testbeds during this program.

Gruß
 
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Toryu

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Warum hat man der 187 nicht einfach die Jumos umgeschnallt?
Das Teil soll doch 1940 abgegangen sein wie ein Zäpfchen, wenn ich mich recht erinnere.

Vgl. mit der 110 oder der Ju 88 wäre das doch ein interessanter Nachtjäger gewesen, oder? :confused:
 
Christian1984

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@Del Sönkos
Ich verstehe jetzt nicht so ganz worauf du hinaus willst? Und was verstehst du unter dem Vergleich der aerodynamischen Auslegung mittels Holz und Aluminiumlegierungen? Bloß weil die Fw 187 zu Versuchen herangezogen wurden, bedeutet das nicht, dass die Entwürfe aufeinander basieren. Es war nicht ungewöhnlich, das "ältere" Flugzeugentwürfe für die Entwicklungs- und Versuchsarbeiten "neuer" Typen verwendet wurden.

Und wo genau bestehen jetzt die aerodynamischen Parallelen zwischen Fw 187 und Ta 154? Beides sind Zweimots, das wars dann aber auch schon. Die Flächen unterscheiden sich (V-Winkel, Streckung). Vielleicht weist die Form des Rumpfquerschnittes etwas ähnlichkeit auf, aber der Ta 154-Rumpf wurde ganz anders aufgedickt als der der Fw 187.
Falls du konkrete Kenntnisse hast, auf welche Punkte genau bei der Konstruktion der Ta zurückgegriffen wurden, dann führe Sie bitte auf. Neue Tatsachen interessieren immer.
 
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