Frage: Flugstunden BW-Piloten

Diskutiere Frage: Flugstunden BW-Piloten im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Tag zusammen, ich habe mal eine Frage. Wieviele Flugstunden machen Hubschrauberpiloten der Bundeswehr im Jahr? Ich habe mit einem ehemaligen...

Havoc

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Tag zusammen,

ich habe mal eine Frage. Wieviele Flugstunden machen Hubschrauberpiloten der Bundeswehr im Jahr? Ich habe mit einem ehemaligen Piloten gesprochen. Er sagte, dass er noch etwa 120 Stunden im Jahr (auf CH-53, vor sieben Jahren) geflogen ist.
Wieviele Flugstunden sind es heute (ich vernahm Gerüchte, dass es nur noch 50 Stunden im Jahr sind)? Gibt es so etwas wie einen Combat-ready Status, wie bei den Nato-Jetpiloten?

Jan
 

Havoc

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Ich setzte die Frage auch mal im "Einsatz bei der Bundeswehr"-Forum ein...
 
Rotorhead

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Um combat ready zu sein braucht es 180 Flugstunden im Jahr.

BW Piloten fliegen eher weniger. Wenn sie in den Einsatz sollen, bekommen sie nochmal eine intensive fliegerische Vorbereitung, und dann sind sie meistens gerade so combat ready.

Die BW spart halt wo es geht. Flugstunden sind ja auch nicht gerade billig.

Wenn jemand viel fliegen möchte ist er bei den Heeresfliegern an der falschen Adresse.
 

Havoc

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Da hast du wohl recht! Aber an eine Vielfliegerstelle ranzukommen, z.B. beim BGS ist echt schwer!
Ich kann gar nicht verstehen, warum sich immer noch so viele Leute auf eine Stelle bei den Heeresfliegern bewerben! Der Dienst bei denen soll gar nicht so toll sein, man fliegt ja nicht besonders viel. Bei Vielen hat sich wohl noch die Illusion gehalten, dass es Einfach ist eine gute Pilotenstelle zu bekommen...
 
muermel

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bei der marine soll man soweit ich weiss was die flugstunden angeht wesentlich besser dran sein. ok, dafür hat der job andere nachteile wie z.b. die MFGs sind logischerweise nur im norden stationiert und man ist ja regelmässig länger mit den fregatten als bordhubschrauber unterwegs. naja, mich schreckts nicht ab. wenn das bei mir klappt, dann bei der marine.

vlg
 

May

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"Ich kann gar nicht verstehen, warum sich immer noch so viele Leute auf eine Stelle bei den Heeresfliegern bewerben! Der Dienst bei denen soll gar nicht so toll sein, man fliegt ja nicht besonders viel"

Aber man muss seine Ausbildung nicht, wir wir, selbst finanzieren, kann während seiner aktiven Dienstzeit noch den privatiers für kleineres Geld die Jobs wegnehmen. Die Jungs von Polizei/BGS/BW werden ja immer wieder gern genommen, weil sie ja so erfahren und so gut sind...

Ich habe sicherlich genauso viel Erfahrung wie so mancher Z12, die richtigen Ratings habe ich wohl auch, aber mein Preis muss höher sein, deswegen erhalten diese Jungs und Mädels doch meistens den Vorzug.

Gruß
 

Bronchibon

Guest
Dumping

May schrieb:
"Ich kann gar nicht verstehen, warum sich immer noch so viele Leute auf eine Stelle bei den Heeresfliegern bewerben! Der Dienst bei denen soll gar nicht so toll sein, man fliegt ja nicht besonders viel"

Aber man muss seine Ausbildung nicht, wir wir, selbst finanzieren, kann während seiner aktiven Dienstzeit noch den privatiers für kleineres Geld die Jobs wegnehmen. Die Jungs von Polizei/BGS/BW werden ja immer wieder gern genommen, weil sie ja so erfahren und so gut sind...

Ich habe sicherlich genauso viel Erfahrung wie so mancher Z12, die richtigen Ratings habe ich wohl auch, aber mein Preis muss höher sein, deswegen erhalten diese Jungs und Mädels doch meistens den Vorzug.

Gruß
Warte erst, bis polnische und rumänische Kampfpiloten zu Kampfpreisen in den deutschen Pilotenmarkt drängen. :FFTeufel:

B.
 
muermel

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@ May

die aussage mit den "Jobs wegnehmen" bezieht sich doch nur auf einige BGS/Polizei Piloten oder? denn mit der Lizenz der bundeswehr darf ich ja keinen zivilen heli fliegen oder nicht? :?!

lg
 
HaveGunWillTravel

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muermel schrieb:
dafür hat der job andere nachteile wie z.b. die MFGs sind logischerweise nur im norden stationiert
Das verstehe ich nicht? Warum siehst Du das als Nachteil? Abgesehen, von persönlichen Nord-/Süd-Präferenzen, die mich zum Beispiel den Norden als Vorteil sehen lassen würden, ist es doch auch objektiv und allgemein eher ein Vorteil, wenn der Spielraum für Versetzungen bei fliegenden Verwendungen eher eingeschränkt ist, oder!?
 
muermel

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@ Lukas R

na ich meine, weil es halt in ganz deutschland nur 2 MFGs gibt und die sind beide ziemlich im norden deutschlands. nichts gegen norddeutschland, aber zum beispiel hat man ja beim heer mehr "auswahl" an fliegerhorsten in ganz deutschland.

aber das liegt wahrscheinlich daran, das deutschland nur im norden küste zu bieten hat :FFTeufel:

also nichts für ungut liebe norddeutschen

lg
 

Havoc

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Wie sieht das eigentlich aus? Finden vielle ex Bundeswehrpiloten nach ihrer "Karriere" eine Stelle im zivilen Sektor? So viele Rettungshubschrauberstellen gibt es doch nicht! Auch für andere Verwendungen im zivilen Bereich braucht man doch sehr viele Flugstunden.
Wenn man beim Bund 50 Stunden im Jahr fliegt und - sagen wir - 10 Jahre Pilot ist, dann hat man 500 Flugstunden. Wird man damit überhaupt noch eingestellt?

Sollte man vielleicht versuchen Berufssoldat zu werden? Kann man das überhaupt als Hubi-Pilot? Ich kenne einige und die wurden alle nach 15 Jahren aus dem aktiven Dienst entlassen. Gibt es bei Hubschrauberpiloten auch eine O-40/41 Regelung?

Gruß

Jan (aus Norddeutschland)
 
muermel

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@ Havoc

so wie ich das gelesen habe, sucht der ADAC immer fähige piloten. also leute mit minimum 1000 flugstunden, instrumenten rating usw.. ausserdem sagen die, das piloten vom Bund, BGS und Polizei genau das anforderungsprofil erfüllen ("Wenn Sie dann von diesen vorgegebenen 1000 bis 1500 Stunden ganze 500 Stunden der Flugzeit im Einsatzprofil von Bundesgrenzschutz, Bundeswehr und Polizei geflogen sind, wird diese Flugerfahrung analog der im Luftrettungsdienst gewonnenen Erfahrung betrachtet. Sie ist erforderlich für jeden Luftfahrzeugführer (Pilot und Copilot)"). Zitat von der ADAC Page

da aber die leute beim BGS und Polizei mehr fliegen als beim bund und da auch nen guten job haben werden da wohl nicht mehr so viele leute abzuwerben sein. deshalb stellen die ja auch mittlerweile leute mit "nur" 500 stunden ein, um die dann als Co auf mehr stunden kommen zu lassen und sie dann irgendwann mal als Flugzeugführer einzustellen.

alls nachzulesen auf: http://www.adac.de/mitgliedschaft_leistungen/Luftrettung/Crew/default.asp?ComponentID=2169&SourcePageID=7684#0


lg
 

Havoc

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Guter Link! Danke. Ich finde der Text ist missverständlich.
Man könnte meinen, dass man die 500 Stunden, die man bei der BW geflogen ist auf die 1000 benötigten anrechnen kann und nur noch 500 braucht.
Andererseitssagt das Wort analog aus, dass die 500 Stunden BW-Flugzeit wie 1000 Stunden Privatflugzeit gewertet werden. Ich glaube so meinen die das!

Gruß

Jan
 
muermel

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@ Havoc

wie man es dreht und wendet, es ist von vorteil (ich glaube schon fast zwingende bedingung um reelle chancen zu haben) wenn man vom Bund, BGS oder polizei kommt und entsprechende erfahrungen vorweisen kann. die erfahrungen lässt dich ja kein unternehmer als "150-stunden-flugschüler frisch aus der flugschule" mit seinem mehrere millionen euro teuren heli machen. das ist das problem denke ich mal.

ist das eigentlich ein generell "deutsches problem"? wer von den erfahreneren leuten kann was dazu sagen?

ich habe auch mal mit nem ausbildungskapitän von der Lufthansa gesprochen (fliegt heute A 340 glaube ich; hat aber bei der BW Helicopter geflogen) und der meinte dass die chancen auf nen vernünftigen job als hubschrauberpilot in deutschland ohne ausbildung beim BGS, Polizei oder BW nicht gerade rosig sind. denn wie oben erwähnt, lassen wohl die wenigsten unternehmen die hubschrauber betreiben einen flugschüler zum "stunden sammeln" alleine nen hubi fliegen. und für etliche hundert stunden kann ja keiner nen erfahrenen mann bezahlen, der sich daneben setzt.
beim verkehrspiloten (Jet) haste immer noch nen erfahrenen kapitän dabei, der im notfall eingreifen kann.

vlg
 
muermel

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@Dauphanflyer

was meinst du mit "sie besser festhält"? werden die da besser bezahlt oder wie läuft das in england?
ok, die möglichkeit nach der flugschule direkt anzufangen zu fliegen ist sicherlich da. aber nachdem was ich so alles gehört habe ist die chance in deutschland da echt nicht soo gross. und bei einer 60.000 euro investition möchte man ja gerne eine gewisse sicherheit haben.
dann scheint das in england ja anders zu sein. oder du bist einer der wenigen glücklichen. aber wie du ja selbst sagt, muss auf privat ausgebildete piloten zurückgegriffen werden. das soll nicht heissen das die schlechter ausgebildet sind oder sowas.

noch eine frage Dauphanflyer: Was ist ein P2 Job?

vlg
 
muermel

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@ Dauphanflyer

Danke für deine Info...
ok, als Co. kann man hierzulande wahrscheinlich auch mit weniger stunden anfangen, aber hier gibts nicht allzu viele hubschrauber die mit 2 mann fliegen. und beim ADAC schonmal garnicht. nur die ITH (Intensivtransporthubschrauber; Krankenverlegung) und eine handvoll rettungsstationen die auch nachts fliegen (können).
offshore fliegerei gibts ja hier nicht.

vlg
 

Havoc

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Ich habe noch einmal eine kleine Frage, die ich vorher schon einmal angesprochen habe. Falls es bei mir klappt und ich Pilot beim Bund werden sollte, würde ich am liebsten dort bleiben.
Gibt es dieses Modell? Kann man zum Berufssoldaten-Piloten avancieren oder ist mit 41 automatisch schluss. Bei den Jets ist es ja so!

Gruß

Jan
 
Huetti

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Hi Jan,

Havoc schrieb:
Falls es bei mir klappt und ich Pilot beim Bund werden sollte, würde ich am liebsten dort bleiben.
Gibt es dieses Modell? Kann man zum Berufssoldaten-Piloten avancieren oder ist mit 41 automatisch schluss. Bei den Jets ist es ja so!
Jein.

Als Offizier des Truppendienstes fliegt man meist nur eine gewisse Zeit, um anschließend für Führungsaufgaben qualifiziert zu werden. Und diese sind nicht immer im fliegerischen Dienst zu finden, auch weil dort oftmals nicht so viele Stellen zur Verfügung stehen. Es kann halt nicht jeder Kommodore eines Geschwaders werden.

Als Offizier des militärfachlichen Dienstes ist es durchaus möglich, Wehrfliegerverwendungsfähigkeit vorausgesetzt, bis zum Erreichen der besonderen Altersgrenze (z.Zt. 55 Jahre bis KptLt/Hptm, bzw. 57 Jahre StKptLt/StHptm) im fliegerischen Dienst tätig zu sein.
 

Havoc

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Wie kommt man in den militärfachlichen Dienst? Kann man sich das aussuchen? Ich glaube man muss als Unteroffizier anfangen und kann auch nur unter besonders glücklichen Umständen Offizier des militärfachlichen Dienstes werden. Nach meinen Informationen kann man auch erst nach drei Jahren als Berufssoldat übernommen werden. Stimmt das so?

Gruß

Jan
 
Huetti

Huetti

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Hi Jan,
Havoc schrieb:
Wie kommt man in den militärfachlichen Dienst? Kann man sich das aussuchen? Ich glaube man muss als Unteroffizier anfangen und kann auch nur unter besonders glücklichen Umständen Offizier des militärfachlichen Dienstes werden. Nach meinen Informationen kann man auch erst nach drei Jahren als Berufssoldat übernommen werden. Stimmt das so?
Naja, wie es heute so ganz genau läuft, weiß ich nicht 100%ig, aber die meisten unserer MilFD´s kommen tatsächlich aus der Unteroffizierlaufbahn der Truppe.

Bei der Luftwaffe werden IMHO die Interessierten bereits VOR ihrem Einstieg in die BW gescreent und erhalten dann wohl auch die Zusage der fliegerischen Verwendung als OffzMilFD. Ob dieser Weg auch bei der Navy oder den Heeresfliegern möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
 
Thema:

Frage: Flugstunden BW-Piloten

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