Oh Tannebaum... du bist des Modellers Alptraum..

Diskutiere Oh Tannebaum... du bist des Modellers Alptraum.. im Tips &Tricks allgemein Forum im Bereich Tips u. Tricks; Schon immer haben mir die Bäume der Modellbahnzulieferer nicht sonderlich gefallen, für eine H0-Anlage wollen sie ja recht ansprechend sein, aber...

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  1. #1 Friedarrr, 16.08.2005
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    Schon immer haben mir die Bäume der Modellbahnzulieferer nicht sonderlich gefallen, für eine H0-Anlage wollen sie ja recht ansprechend sein, aber bestimmt nicht für ein Diorama eines Maßstabmodellbauers!?
    Da aber ein gebautes Modell, meiner Meinung nach, immer am besten in seiner "Natürlichen" Umgebung aussieht, muss man eben andere wege beschreiten!
    Für Laubbäume gibt es die verschiedensten Möglichkeiten die ein zufrieden stellendes Ergebnis ermöglichen, aber bei Nadelbäumen seht es etwas anderst aus.
    Und gerade die sind bei meiner Epoche min. genauso wichtig und wenn ich so die heutigen Horste ansehe kommen diese Bäume weitaus am häufigsten vor!!

    Also wenn man nun eine Phantom in der Shelterschleife oder eine Me 262 im Wald an der autobahn darstellen möchte, bleibt wenig anderes übrig als selber tätig zu werden und einen Baum wachsen zu lassen!

    Am Rande:
    Auf der Ausstelleng in Sinsheim, habe ich die besten Modellbäume gesehen die es wohl gibt. Erstellen tut sie eine Firma aus München, leider bin ich fast umgefallen als ich den Preis erfuhr (Bäumchen ür z.B. 1:72 ca. 40.- Euro..).

    Für den Eigenbau benötigt man eigentlich nichts, was der Modellbauer nicht eh schon hat!

    Schere, Pinzette, Kleber, Farbe, Spachtelmasse, Bohrer oder Nadel, Pinsel, Verdünnung...

    Den Rest vom Baumaterial holt man sich im Wald!
     

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  3. Flugi

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    ... na nun bin ich aber gespannt wie ein Flitzebogen! :eek:
     
  4. #3 Friedarrr, 16.08.2005
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    Toll ist das man auch mal das verrauchte Zimmer mal verlassen und in die Natur gehen muß!
    Besonders für so manchen "Kettenbauer"! ;)

    Und genau diese Stellen sollte man suchen, die gibt es nicht im Gebüsch hinterm Haus. Sondern man muss wohl schon in einen richtigen Wald, wenn dieser hier auch eine Monokultur ist!
     

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  5. #4 Friedarrr, 16.08.2005
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    Das erste Baumaterial sind Moose, die meist in der naöhe von Heidelbeeren wachsen!
    Es ist schon ein etwas spezielles Moos das aber oft oft in "Gemeinschaft" mit anderen Moosen wächst. Also wo moos drin steht ist nicht immer Moos drauf, aber man kann dort anfangen zu suchen! ;)


    Flugi, ich wollte hier nichts versprechen was ich nicht halten kann! Ich find eben nur das die selbergemachten Bäumchen etwas besser aussehen als die meisten gekauften! Mehr nicht!
     

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  6. #5 Friedarrr, 16.08.2005
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    Und so sieht das Moos aus das man finden sollte!
    Am besten man geht im Frühling oder Spätherbst auf die Suche nach diesen Pflanzen, den dort fühlen sich Zecken sehr wohl!!
    Und auch nicht im Allgäu suchen, da gbt es noch Wölfe, Bären... ;)
     

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  7. #6 Friedarrr, 16.08.2005
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    Es gibt sehr unterschiedliche Wuchsformen, die uns aber eher entgegenkommen!
    erkennt ihr es schon? Sieht doch aus wie ein Daaszweig!
    Könnte man also so auch schon Feldtarnungen .... verwenden?
     

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  8. #7 Friedarrr, 16.08.2005
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    Ja und jetzt fehlt noch der Stamm!
    Man könnte sich Holz aus dem Bastelladen kaufen, aber wenn man eh schon dort ist wo es wächste...!
    und vorallem kostet es so nichts!
    Man muss nur aufpassen, diese Hölzchen sind im feuchten Zustand oft gerade, aber wenn sie trocknen krümmen sie sich!
    Leider ist mir das vor ein paar Jahren bei meinem Diorama mit der Me 262 passiert und nun sind die Bäume alle sehr krum, was nicht sehr realistisch aussieht!
    Also erst nach dem Trocknen endgültig verwenden!
    Und so sehen die Stämme nach dem Trocknen und zuspizen aus!
     

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  9. #8 Friedarrr, 16.08.2005
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    Diese Stämmchen werden nun mit einem Gemisch aus Moltospachtel (man kann bestimmt auch andere nehmen!) Terpentinersatz und brauner Farbe (ich nehme die Revell dafür) unter verwendung eines alten Pinsel angestrichen. Dach einem kutzen Antrocknen, kann man nun die Strucktur der Rinde darstellen, in dem man einfach mit dem Pinsel darübertupft!
     

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  10. #9 Friedarrr, 16.08.2005
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    Um später die Äste besser fixieren zu können, sollte man Löcher in den Stamm bohren! Am besten geht es mit einer Kleinbohrmaschine, es geht aber auch mit einer Nadel...!
     

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  11. #10 Friedarrr, 16.08.2005
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    Anschließend wird der ganze Stamm mit Umbra und Terpentinöl, "gewaschen".
    Aber es geht bestimmt auch so, wie ihr sonst immer euer Washing macht!!

    Ich mache das Washing erst nach dem Bohren, da so die hellen Bohrlöcher etwas unauffälliger werden!
     

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  12. #11 Friedarrr, 16.08.2005
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    Und nach dem Trocknen wie üblich trockenmalen!

    Am besten geht das natürlich auch mit Ölfarbe.
     

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  13. #12 Friedarrr, 16.08.2005
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    So jetzt haben wir einen Stam, der so weder im Sägewerk noch in unseren Wäldern liegt oder steht, da er entweder entrindet ist oder nach dem Waldsterben min. noch Äste hat!
    Also geht es nun an die Fleißarbeit!
    Ich bereite mir immer (wenn mehrer Bäume entstehen) einen Plaz im Wohnzimmer vor und öffne eine flasche Bier! :)

    Denn jetzt kommt schon eine kleine Geduldsprobe. Zum befästigen der Äaste nehme ich Sekundenklebergeel!
    Die getockneten Moosästchen werden ausgesucht und der Stiel mit dem Sek.kleb. in die Löcher geklebt. Dabe natürlich darauf achten was man für eine Tanne/fichte... bauen will! Den es gibt große Unterschiede zwischen freistehenden und im Waldstehenden, sog. Hochtannen!
    Letztere haben meist im unteren Bereich viele abgestorbene Äste, wenn es eine solche werden soll, lasse ich die unteren Löcher frei und kümmer mich später darum!

    So nun also ist unser erster Ast "gewachsen"!
     

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  14. #13 Friedarrr, 16.08.2005
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    Nach drei weiteren Bieren geht alles leichter und man erkennt Vortschritte!
     

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  15. #14 Friedarrr, 16.08.2005
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    Hier ist der Kasten schon zur hälfte leer und ich fast voll! :)
    Nein, es geht alles in allem recht flott voran!
     

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  16. #15 Friedarrr, 16.08.2005
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    Wenn der Baum komplett begrünt ist, kümmert man sich um die Abgestorbenen Äste.
    Dazu kann man z.B. Gezogene Gießäste nehmen oder wiederum sehr kleine Zweige!
    Diese werden dann wieder mit unserem Gemisch (molto,Farbe, Terpentin) eingestrichen und nach dem antrocknen aufgerauht.
     

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  17. #16 Friedarrr, 16.08.2005
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    Diese Ästchen werden natürlich ebenfalls "gewaschen" und trockengemalt!
    Auch könnten es viel mehr sein wie hier, aber es ist eben nicht jeder Baum gleich!
     

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  18. #17 Friedarrr, 16.08.2005
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    Soweit so gut, eigentlich wäre der Baum nun fast fertig, lieder verliert das Moos aber im laufe der monate die Farbe.
     

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  19. #18 Friedarrr, 16.08.2005
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    Das ist mir ebenfalls bei meinem Me 262 Dio. passiert, aber aus Fehlern lernt man, so lackiere ich nun die Äste mit einem dunklen grün!
    Wer keine Airbrush hat, kann das mit sterk verdünnter Farbe auch mit dem Pinsel machen.
    Vorsichtig, da die Ästchen doch schell brechen können!
     

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  21. #19 Friedarrr, 16.08.2005
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    Auf dem Diorama kann man später noch mit Weißleim oder Spachtel noch Wurzeln darstellen.... eben Fantasie!

    Hoffe ich habe jetzt nicht zu viel versprochen, aber zumindest der Bau macht spaß und schont den Geldbeutel!

    Wer jetzt lust auf den Bau bekommen hat, ich zahle pro Baum 0,50 Cent !! ;)
     
  22. #20 Markus_P, 16.08.2005
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