Rekordunfallrate und andere Probleme mit Drohnen

Diskutiere Rekordunfallrate und andere Probleme mit Drohnen im US-Streitkräfte Forum im Bereich Einsatz bei; Dieser Artikel der Washington Post beschreibt die rekordverdächtige Unfallrate von 20 Air-Force-Drohnen im Jahr 2015. 10 davon waren MQ-9 Reaper...

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  1. GorBO

    GorBO Space Cadet

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    Dieser Artikel der Washington Post beschreibt die rekordverdächtige Unfallrate von 20 Air-Force-Drohnen im Jahr 2015. 10 davon waren MQ-9 Reaper und bis auf eine geschahen alle außerhalb der USA.
    Die Army hat vier und die Navy eine Drohe verloren. Von der CIA die ein eigenes Drohnenprogramm unterhält sind keine Zahlen bekannt.

    Aber auch früher gab es schon Probleme mit der Zuverlässigkeit der Drohnen. So sind von den 269 beschafften MQ-1 Predator ungefähr die Hälfte durch Unfälle verloren gegangen.

    Interessant ist aber auch das die Air Force einen signifikanten Mangel an Drohnenpiloten hat. Der ist so schwerwiegend, dass sie den Leuten einen sogenannten Retention Bonus in Höhe von 125.000$ zahlen, wenn sie trotz Überarbeitung ihre Dienstzeit zu Ende kriegen. Auch werden schon Drohnendienste an private Dienstleister ausgelagert.
    Und trotzdem beklagen die Truppen einen Mangel an Drohnen. So äußerten sich die Kommandeure vom Nahen Osten und von Afrika vor dem Kongress, dass die Air Force nur knapp ein Viertel der notwendigen Drohnenkapazität bereitgestellt hätte um die nötige Aufklärung und Überwachung zu gewährleisten.
     
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  3. #2 Rhönlerche, 20.01.2016
    Rhönlerche

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    Die Kosten sind wohl auch relativ hoch. Alleine die hochwertigen Satellitenleitungen kosten ein Vermögen. Drohnen werden sicher ihre Aufgaben finden, aber eher als Ergänzung, denn als Ersatz bemannter Flugzeuge.
     
  4. Sens

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    Zahlen ohne Relation, w.z.B. die Flugstunden oder Kampfeinsätze sind wertlos. Drohnen sind der am leichtesten verschmerzbare Teil eines Systems. Selbst für Kampfflugzeuge gilt eine Verlust-Rate von 1% in echten Kampfeinsätzen unter aller Bedingungen noch als akzeptabel.
     
  5. #4 lowdeepandhard, 20.01.2016
    lowdeepandhard

    lowdeepandhard Testpilot

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    Da muss ich Sens ausnahmsweise zustimmen. Die steigende Zahl an Reaper-Abstürzen könnte - nur als Beispiel - schlicht mit der steigenden Zahl dieser Maschinen und dem damit steigenden Anteil an der RPA-Gesamtflotte zusammenhängen. Die Flugstundenzahlen, welche diese Maschinen akkumulieren, sind jedenfalls beeindruckend hoch.

    Darüber hinaus scheint diese Thematik auch in anderer Hinsicht komplexer zu sein:

    Auf deutsch: es könnte gut sein, dass die militärischen Führer am Boden sich an die Präsenz von UAS im Einsatzraum gewöhnt haben und dass, das ist jetzt ein wenig Spekulation meinerseits, mittlerweile so viele Anforderungen durch diese gestellt werden, dass auch eine steigende Verfügbarkeit von RPA-Orbits nicht mit dieser Steigerung Schritt halten kann. Auch in Vietnam hatten sich die US-Bodentruppen irgendwann so an die weitgehende Verfügbarkeit von CAS gewöhnt, dass die USAF irgendwann kaum noch mit den Anforderungen nachkam (auch wenn hier zugegeben noch andere Faktoren wie z.B. die geringe Risikobereitschaft gegen Ende des Konflikts dazukamen).
     
  6. Lubeo

    Lubeo Testpilot

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    37 "verlorene" Reapers auf 2.2 Mio. Flugstunden ergibt eine Verlusrate von 1.68 auf 100'000 Flugstunden. Da weisen mancher Orts bemannte Flugzeuge eine höhere Verlustrate auf.

    :headscratch:
     
    Philipus II gefällt das.
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  8. #6 TomTom1969, 23.01.2016
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    Hallo Lubeo, in dem zitierten Artikel vom 17. März 2015 ist von 1 Mio Flugstunden für die Reaper und 0.5 Mio Flugstunden für die Predator die Rede. Von wo kommt Deine Info mit den 2.2 Mio Flugstunden?

    Thomas
     
  9. Lubeo

    Lubeo Testpilot

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    Gut, fairer Weise hat angeblich zur Zeit hat auch Frankreich, UK und Italien die MQ-9 Reaper. Und wie viele Verluste es dort gab ist mir nicht bekannt.

    Interessant wäre hier noch die Verfügbarkeit, wieviel % der Reaper stehen für Unterhalt usw. am Boden.
     
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