Rostschutz bei Naturmetallfliegern

Diskutiere Rostschutz bei Naturmetallfliegern im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Also wie ist der Rost-/Korrosionsschutz bei Flugzeugen in Naturmetall gelöst? Bin für jede Info dankbar!

Toxic91

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Also wie ist der Rost-/Korrosionsschutz bei Flugzeugen in Naturmetall gelöst?

Bin für jede Info dankbar!
 
Markus_P

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blankes Aluminium bildet in kürzester Zeit eine Oxidschicht, die für das Auge zumeist unsichtbar ist... bleibt die Oberfläche glänzend, bietet sich kein Ansatz für Korrosion, je nach Einsatzklima müssen "bare-Metal" Flugzeuge daher oft gewienert werden
 

Toxic91

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Aha, hatte mich schon gewundert, warum die immer so sauber glänzend aussehen

Aber war es nicht so, dass wenn die Oxidschicht nicht entfernt wird, sie dem blanken Alu schadet/es "durchfrisst"?
 
Markus_P

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aus dem Chemieunterricht wage ich mich zu erinnern, daß es eine Art gutes und böses Oxid gibt, die feine Oxidschicht ist eine Art Schutzfilm, die auch weitere Luft vom Aluminium fernhält, erst durch Kratzer, Schmutz und/oder aggressive Umgebungen nimmt das Material Schaden
 
Kenneth

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Theoretisch gesehen kann man auch den Flieger wegpolieren - soll er auf hochglanz gehalten werden, dann muss der Oxid-Schicht weg....
 
Markus_P

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da hast Du natürlich recht, Kenneth, aber ist es nicht som daß sich auch bei poliertem Alu sofort wieder eine ganz feine Oxidschicht bildet?? Chemie ist schon soooo lang her... :p :rolleyes:
 
Gargelblaster

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kannst auch platiniertes (oder patiniert?) alu benutzen.

ist eine alulegierung mit reinalu oben drauf.
Das reinalu sorgt für die schützende oxidschicht die legierung für die festigkeit.

Das polieren ist eher optik ;)

Mfg

GB
 
mcnoch

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Die sehr sehr dünne, porenfreie oxidische Deckschicht nennt man in der Chemie "Passivierung" und sie entsteht aus chemischen oder elektrochemischen Vorgängen an der Metaloberfläche. In dieser Deckschicht ist die normale Korrosionsrate extrem stark vermindert. Jegliche Beschädigung dieser Deckschicht führt zu einer erneuen Oxidation des darunter liegenden Metalls. Besteht wenig Gefahr für die Passivierungsschicht, dann würde sie als Korrosionsschutz ausreichen. Mießes Wetter und alle Arten von mechanischer Beanspruchung - also alles Sachen, die bei Flugzeugen doch regelmäßig geschehen - schädigen diese Deckschicht. Daher muß man die Passivierung erneuern. Entweder durch Putzen oder durch das Aufbringen von Oberflächenbeschichtungen, die das Korrosionsmedium (also Wasser, Luft, Säuren, Schmutzpartikel, etc..) nicht zum korrosionsanfälligen Werkstoff vordringen lassen. Man kann aber auch gleich entsprechend korrosionsresistende Legierungen verwenden (s.Beiträge oben).
 
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Acela

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kannst auch platiniertes (oder patiniert?) alu benutzen.
Platiert ist der genaue Ausdruck, so werden meistens Aussenschalen der Flieger behandelt. Die Oxidschicht ist wie oben erwähnt an sich nicht schädlich, sie schützt eher, erst Kratzer und stetige Feuchtigkeit führen meist zu Korrosion.

Sicherster Weg zu schützen ist Lack, meist dreistufig aus Primer, Grund und Lack, alles was im Flieger unter der Fußbodenhöhe im sogenannten Naßbereich sowie aussen unter Verkleidungen liegt wird mit einem Korrosionschutzmittel namens LPS dick eingemuckst, das hilft recht gut, auch am Auto :D

Das polieren ist eher optik
American Airlines hat seine Flieger nicht aus Optikgründen unlackiert bestellt. Pro Flieger spart die polierte Aussenhaut mehrere hundert Kilo Lack was sich Flottenweit in einer nicht niedrigen Spritersparnis niederschlug...
 
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Das erinnert mich an eine Story die mir vor kurzem einer aus der Luftfahrt erzählt hat .......

Was antwortete der DC3 Pilot dem Tower als er, mit der frisch polierten Maschine, zur Startbahnrollte, auf die Frage welche Politur er benutze ?!

Speed only ...only Speed.

:p

Spaß beiseite ..... wird heute wie damals nicht auch öfter einfach ein Klarlack zum Schutz verwandt ?!
Ich denke da an Schellackpolituren und Zapon Lack.....

:?!
 
mcnoch

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Acela schrieb:
American Airlines hat seine Flieger nicht aus Optikgründen unlackiert bestellt. Pro Flieger spart die polierte Aussenhaut mehrere hundert Kilo Lack was sich Flottenweit in einer nicht niedrigen Spritersparnis niederschlug...
Die USAAF ließ ihre Bomber im 2. Weltkrieg - sobald kein Bedarf mehr daran bestand - auch ohne Tarnlackierung fliegen. Dies ermöglichte eine etwas höhere Geschwindigkeit oder höhere Bombentragkraft.
 

Toxic91

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mcnoch schrieb:
Die USAAF ließ ihre Bomber im 2. Weltkrieg - sobald kein Bedarf mehr daran bestand - auch ohne Tarnlackierung fliegen. Dies ermöglichte eine etwas höhere Geschwindigkeit oder höhere Bombentragkraft.
Jupp bei den B-17 war das sogar ein ganzes Eckchen was gespart wurde und so anderweitig verwendet werden konnte

Und:die deutschen Jäger solten sich dann auf die Bomber stürzen und dann halt stress mit dden Begleitjägern bekommen

aber bei ´ner B-52 kommt der Lack schon auf 300kg oder so
Lang her dass ich sowas mal im TV gesehn hab
 
Gargelblaster

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Gargelblaster schrieb:
Das polieren ist eher optik ;)
meinte damit bei heutigen fliegern wie b-25 von red bull

das mit dem gewicht habe ich bei dem schreiben vergessen ..
 

Geno

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Reines Aluminium ist unter normalen Bedingungen sehr korrosionsbeständig. Die Oberfläche wird durch eine sehr dichte, harte (Al2O3 > Korund) und gut haftende Oxidschicht geschützt. Anders sieht es bei Alu-Legierungen aus, die im Flugzeugbau verwendet werden. Die enthaltenen Legierungselemente, speziell Cu, führen zur Bildung von Zonen mit unterschiedlicher Zusammensetzung und unterschiedlicher Beständigkeit. Dazu kommt noch die Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe im Bereich der Zelle, wodurch sich galvanische Elemente, ähnlich einer Batterie, bilden können, was dazu führt, dass der unedlere Werkstoff allmählich oxidiert wird.

Solange allerdings keine Feuchtigkeit als Elektrolyt wirkt, findet auch keine Korrosion statt. Also sehr trocken lagern oder das Einwirken von Feuchtigkeit auf die Metalloberfläche verhindern (z.B. durch Lack).

Geno
 
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