Sachsen - Im Tiefflug in die Laserfalle

Diskutiere Sachsen - Im Tiefflug in die Laserfalle im Luftfahrtgrundlagen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Das erste Bußgeld, das der Freistaat Sachsen von einem Kleinflugzeugpiloten wegen Unterschreitung der Mindestflughöhe kassiert hat, beträgt 150...

Moderatoren: Learjet
  1. #1 Bleiente, 09.11.2008
    Bleiente

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    "Der Pilot hat sich exakt an die 600-Meter-Grenze gehalten", - spricht eher für die fliegerischen Fähigkeiten des Piloten ;)
     
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  3. #2 Schorsch, 10.11.2008
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    Oder die Güte des Terrain Following Mode beim Tornado.
     
  4. #3 Talon4Henk, 10.11.2008
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    Das glaube ich eher nicht.
     
  5. #4 Intrepid, 10.11.2008
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    Bei der Love-Parade in Essen diesen Sommer wurde so ein Gerät wohl auch eingesetzt. Kann es sein, dass es der Bezirksregierung Münster gehört? Die haben ja auch Geld für Uniformen für die Luftaufsicht.

    Grundsätzlich finde ich solche Flughöhen-Kontrollen gut! Wenn ich Rundflüge mache, fragen mich die Passagiere immer, warum ich denn so hoch fliege. Nachdem ich es erklärt habe und sie mich scheinbar verstanden haben, werde ich dann bestimmt auch gleich ein paar mal von anderen Kleinflugzeugen unterflogen :confused:. Nutzen tut das tiefe Fliegen aber der Fliegerzunft niemals!
     
  6. #5 Flashbird, 10.11.2008
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    Da fragt man sich aber was schädlicher für die Sächsische Schweiz ist? Einige Kleinflugzeuge,die in einigen Hundert Metern drüberfliegen oder die Touristenströme,die alles niedertrampeln und dabei noch Flugzeuge zählen.Und wie ist es mit den in dem Artikel genannten Bergsteigern? Dem Berg gehts ohne diese Spezies bestimmt auch besser.
     
  7. #6 EDGE-Henning, 10.11.2008
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    Ach Jörg...

    Das muss man nicht verstehen. Das ist hier ähnlich auf der Wartburg. Man darf nicht weit ran fliegen. Man sagt, der Fluglärm würde nicht gut sein für die wertvollen Fresken und Gemälde. Seltsamerweise werden dort oft bei Feiern professionelle Feuerwerke abgebrannt und jährlich das Festival "Minnesang meets Heavy Metal" abgehalten............
     
  8. Cirrus

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    Für mich wieder einmal typisch für unsere Medienkultur in Deutschland. Da wird mit der Wortwahl sofort eine Wertung suggeriert, obwohl man einen Satz später (wahrscheinlich "leider" und "zähneknirschend") die Einhaltung der Mindestflughöhe durch den Tornado-Piloten zugeben musste...

    @Intrepid: "Nutzen tut das tiefe Fliegen aber der Fliegerzunft niemals!"

    Sehe ich ähnlich. Ich würde allerdings ergänzen:
    Nutzen tut das unerlaubte tiefe Fliegen aber der Fliegerzunft niemals!

    Die Überwachung hat tatsächlich auch etwas Gutes: Halten sich alle an die Bestimmungen, dann kann man diejenigen widerlegen, die ja offensichtlich ständig Tiefflüge beobachten und dabei das "Weiße in den Augen der Piloten" zu erkennen glauben.

    "Gefühlte" und tatsächliche Flughöhe klaffen bei einigen Mitbürgern offensichtlich weit auseinander... ;)

    @flashbird und EDGE-Henning:
    Leider wird in Deutschland diesbezüglich schon lange mit unterschiedlichem Maßstab bewertet.
     
    DDA gefällt das.
  9. #8 grinch, 10.11.2008
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2008
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    wahrscheinlich irgendein Flugplatz
    Die Sächsische Schweiz ist ein Nationalpark und es gibt eindeutige gesetzliche Vorgaben. Nun kann man diese natürlich hinterfragen, das ändert aber nichts, wenn man bei Verstößen gegen diese erwischt wird. Wer in der Sächsischen Schweiz tiefer fliegen muss und sei es zu Filmaufnahmen o.ä. kann ja eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Die wird geprüft und wenn der Antrag stichhaltig und begründet ist, spricht auch nichts dagegen.

    150€ ist doch lächerlich, 1500€ würde ich mir wünschen. Da es sich meistens um Rundflüge handelt, bei denen Lieschen Müller mit ihrer AldiKamera verwackelt fotografieren will, kann man ja jetzt die lächerlichen 150 Glocken gleich in den Gästepreis einschliessen.:?! Bei 3 Paxen kostet das dann halt nur 50€ mehr.

    Die Diskussion die ihr hier führt hört sich für mich an, wie ein Autofahrer der zu schnell geblitzt wurde und fragt warum denn hier überhaupt ein Speedlimit besteht. "Die Strasse hier ist doch wunderbar" :TD:

    Besonders sehenswerte Örtlichkeiten ziehen nunmal die Flieger an, wie Sche...e die Fliegen. Und da ich auch schon öfters in der Sächsischen Schweiz weilte, kann ich bestätigen, dass zu bestimmten Zeiten (Wochenende mit schönem Wetter) über den Sehenswürdigkeiten mehr Flugverkehr herrscht, als in Berlin. Wenn dann auch noch die Mindesthöhen unterschritten werden ist das laut und belästigend. Niemand würde aber auf die Idee kommen sightseeing in Berlin in 500ft oder tiefer zu machen. Da gibt es ja eine lückenlose Radarüberwachung. Jedes Kennzeichen wird schon beim Einflug registriert, Radardaten jederzeit verfügbar.

    Und wer denkt, es würde sich hier um eine spezielle Schikane gegen Flieger handeln, liegt falsch. Wer Pilze sammelt abseits der Wege im Nationalpark, oder Fahrrad fährt auf Nicht-Fahrradwegen und erwischt wird, ist auch sofort mit 100€ dabei.

    So gesehen befürworte ich auch das Messgerät, denn so kommt wenigstens etwas Objektivität ins Spiel.

    Foto: SÄCHSISCHE-SCHWEIZ- INITIATIVE
     

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    n/a Guest

    Bezogen auf motorisierte Luftfahrzeuge ist ein solches Lasermessgerät doch eigentlich unnötig, oder? Wenn ich mir überlege, dass es Transponderpflicht für Mode-S-Transponder gibt, die neben Geschwindigkeit, Heading und Flughöhe auch noch gleich das Kennzeichen mitliefern, müsste man doch nur in den Radardaten nachschauen, wann das Flugzeug vom scope verschwunden ist :FFTeufel: oder halt die Minimalflughöhe unterschritten hat.
    Im übrigen finde auch ich 150 € ziemlich lächerlich...
     
  11. #10 grinch, 14.11.2008
    Zuletzt bearbeitet: 14.11.2008
    grinch

    grinch Space Cadet

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    wahrscheinlich irgendein Flugplatz
    Ich schätze, du solltest dich noch mal über die Transponderregelungen informieren ;)

    Vielleicht hier:

    http://www.daec.de/te/transponder.php

    Jedenfalls besteht im betreffenden Gebiet unter 5000ft keine allgemeine Transponderpflicht. Selbst wenn der Flieger mit Transponder ausgerüstet wäre, muss er nicht eingeschaltet werden.
    Außerdem heisst eine etwaige Transponderpflicht nicht, dass das Ziel auch sicher mit Radar erfasst werden kann und ggf. identifiziert werden könnte. Unter 5000ft gibt es ganz schöne Lücken im Radarnetz, natürlich nicht in Berlin um bei dem Beispiel zu bleiben, aber insbesondere in den Grenzregionen oder dem Bergland.

    Sonst hättest du natürlich Recht,aber gottseidank! gibt es keine lückenlose Datensammlung.
     
  12. xlr8

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    Mal ne praktische Frage dazu:

    Wie möchten die Herrschaften denn bitte die tatsächliche Flughöhe nun wirklich messen? Die Leica Vector is ein simples Laser-Entfernungsmesser-Fernglas (ok, simpel nehm ich zurück).

    Ich nehm nicht an, dass jeder Touriflug die unbedingte Ambition hat, sich direkt über die Messleute hinweg zu bewegen, woher will man dann eine beweiskräftige Messung vornehmen?
    Soweit ich mich an Schule etc. erinner kann brauchts um eine Kathetenlänge (Höhe) zu bestimmen immer mehr als nur die Hypotenuse (Messung). Mit geeichter geeigneter Winkelanzeige lass ichs mir ja einreden, aber so...

    Aber ich reg mich ja net laut auf, immerhin liegt der Messfehler zugunsten der fliegenden Zunft.
     
  13. #12 Oliver1977, 26.11.2008
    Oliver1977

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    Also, ich kenn dieses Superfernrohrmessgerät nicht aber ich denke mir das es mit dem erfassen des Winkels zu Horizontalen sehr gut möglich ist über die Winkelfunktionen die Höhe zu berechnen.
     
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  15. #13 Luftpirat, 26.11.2008
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    Messfernglas 'Leica Vector'

    Dass das 'Leica Vector' simpel sei, haste ja bereits zurück genommen. :) Und das ist auch besser so, denn das in Rede stehende, nicht ganz billige Messfernglas besitzt nämlich einen opto-elektronischen Neigungswinkelmesser (Inklinometer), der den Winkel zwischen dem Laser-Messstrahl des erfassten Flugzeugs und dem Nullwert des Messgerätes ermittelt und durch einfache Triangulation aus der erfolgten Laser-Abstandsmessung und der internen Winkelmessung die Flughöhe ermittelt.

    Welche Art Sensor die Leica verwendet, weiß ich zwar nicht, aber die maximale Winkelhöhe von 45° ist sicherlich technisch bedingt, also der Messgenauigkeit geschuldet. Trotzdem ist das ein ziemlicher Fortschritt, und so haben Bergsteiger in der Schweiz neulich einen neuen "Rekordwasserfall" der Höhe nach vermessen können.

    Man braucht hier also weder ein Stativ, noch muss man die Triangulation nach einer Vergleichsmessung umständlich auf einem Notizblock ausrechnen. :D

    Gruß ;)
    Luftpirat
     
  16. xlr8

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    Danke für die Info, in dem Falle nehm ichs zurück. Anscheinend nennen wir andere Modelle unser eigen.
     
Moderatoren: Learjet
Thema: Sachsen - Im Tiefflug in die Laserfalle
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