Abdecklack - wie man es richtig benutzt.

Diskutiere Abdecklack - wie man es richtig benutzt. im Farben, Verdünner, Pinsel & Pinselarbeiten Forum im Bereich Tipps u. Tricks; Hallo ich hätt da ne Frage: Und zwar wollte ich vor dem airbruschen die Fenster der Flugzeugcockpits/kabinen mit Abdecklack statt...
Tomcat4eva

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Hallo

ich hätt da ne Frage:

Und zwar wollte ich vor dem airbruschen die Fenster der Flugzeugcockpits/kabinen mit Abdecklack statt Abdeckfolie erstama abdecken und dann drüberlackieren.

Mech ich es richtig - oder wird es hinterher nichts?

Für Vor- und Ratschläge wäre ich sehr dankbar..

MfG
 
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Friedarrr

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Das wird eher nichts!
Zum ersten wirst du nur sehr schwer gerade Kanten erzielen und zweitens zieht sich der Abdecklack oft unter der Farbe heraus (weiß nicht wie ich das anderst beschreiben soll).
 
Tomcat4eva

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Friedarrr schrieb:
Das wird eher nichts!
Zum ersten wirst du nur sehr schwer gerade Kanten erzielen und zweitens zieht sich der Abdecklack oft unter der Farbe heraus (weiß nicht wie ich das anderst beschreiben soll).
Aga - und wozu benutzt man des überhaupt? des Abdecklack?
 

Hans Trauner

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Abdecklack, hmm, wozu eigentlich? Frage ich mich auch immer wieder mal. Es gibt zwei Sorten: Einmal in Ammoniak gelöste Latexmilch ( Humbrol - Maskol etc, erkennt man am scharfen Geruch) und dann noch in Wasser gelöstes PVA ( also mit Ponal vergleichbar. Wird als Rubbelkrepp für Aquarellmalerei zB von Schmincke verkauft).

Die Latexmilch kann nur so gerade Kanten erzielen, wie man sie halt aufmalt. Also eher nicht. Zudem neigen die Farbkanten dazu, 'stehen' zu bleiben, man löst sie nicht unbedingt mit der Latexschicht ab. Man muss sie ggf. extra abrubbeln, wie Friedarr ja schon bemerkte.

Auf matten Enamels kann es zu Flecken und Verdunkelungen kommen. Kann, muss nicht.

Auf Acrylfarben sollte man es nicht unbedingt verwendet. Es kann ( muss nicht!) zu Anlösungen kommen, da Ammoniak eigentlich das Lösemittel No.1 für alle Acryls ist.

Bei kompliziert strukturierten Oberflächen, inbesondere bei Hinterschneidungen, kann es zu Problemen beim Ablösen kommen. Da darf man dann auch mal mit der Nadel popeln.

Die PVA-Variante ( Schmincke) hab ich wieder ausgesondert. Sie trocknet sehr hart auf und man muss sie abbröseln. Für den Modellbau m.E. nicht geeignet.

Also wofür taugt das Latex-Zeug denn nun tatsächlich? Nun, man kann z.B. mit Tamiya-Tape die Kanten vorgeben und die Zwischenräume mit Latex ausfüllen ( Einschränkungen s.o.). Besonders zu empfehlen bei konischen oder sonstig schlecht abzuklebenden Oberflächen.

Ich selber nehm es immer weniger und bevorzuge Parafilm. Geht immer rückstandsfrei ab, auch wenn auch hier die Gefahr besteht, dass manchmal die Farbkanten stehen bleiben.

Ich verwende Latex-Milch eigentlich nur noch für zwei Sachen: Latex ist ein gutes Abformmittel. Wenn man mal schnell eine Abformung braucht, drei Latex-Schichten drauf und zB mit Epoxy-Zwei-Komp.-Kleber ausgefüllt, fertig ist die Kopie. Für kleine schnelle Sachen ideal.

Der zweite Grund ist die Figurenmalerei. Hier gibts manchmal Strukturen, die kann man nicht anders abkleben...gehört aber in ein anderes Forum.

Grüße
Hans
 
BauAir

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@Hans Trauner
Das erklärt einiges ... und ich habe mich seinerzeit gewundert, wieso der Gunze-Lack von der Latexmilch angeweicht wird und mit abgezogen werden kann ...

Bis zur Entdeckung des UHU-Tac hat sich die Latexmilch hervorragend als Abklebung für Lackschäden und Verwitterungen geeignet - z.B. auf den grünen Grundanstrich und unter die Wintertarnung, danach abziehen und unter dem Weiß kommt dir ursprüngliche Tarnung hervor (sehr wirkungsvoll bei der Ju-87D-5 von Italeri in 1:72 - das kommt an das Schachtelbild sehr nahe heran).

Die Idee mit dem Abformen finde ich sensationell!
Kannst Du den Vorgang etwas näher beschreiben? ... aus was soll geachtet werden, Trocknungszeiten ...
 

Hans Trauner

Space Cadet
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Näher beschreiben....hmmm...
Einfach die Latexmilch auf das abzuformende Teil aufbringen. Wenn sie transparent wird, ist sie trocken. Mehrere Schichten sind besser als eine dicke. Dann Abgussmaterial in die Form giessen/laufen lassen, fertig. Gut geeignet für 'einschalige' Teile, keine zweiteiligen Formen. Durch die Weichheit des Materials sind aber Hinterschneidungen gut abformbar, bis hin zu geschlossenen schlauchförmigen Formen. Als Abgussmaterial hab ich meistens 2-Komponenten-Kleber benutzt, die langsam aushärtende ( 24 Stunden) Version, da diese etwas härter wird als die schnell anziehenden Versionen. Beispiele: Fahrwerksbeulen für Bf 109 G _Flügel, Felgen, Spinner etc etc.

H.
 
bjs

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Wenn ich Funktioneteile lackiere (sich drehen sollende Räder, Schwenkflügel, Lenkkinematik eines Büssing etc.) Decke ich die Löcher zu bzw. 'verstopfe' sie - mit Weißleim.

Klebestellen von Teilen, die vor der Montage lackiert werden bekommen ebenfalls eine Leimmaske.

Ich habe auch schon Cockpitkanzeln mit Weißleim maskiert, das wunderbar geht, wenn die Streben erhaben sind. Da sich der Weißleim etwas zusammenzieht, bleibt an den Rändern nur eine verhältnismäßig dünne Schicht, die Flanken der Streben kann man also mitlackieren.

Allerdings muss man durch die Schrumpfung den Weißleim evtl. mehrmals auftragen.

Hauptvorteile des Leims: er greift den Untergrund nicht an (Wasserlöslichen Leim verwenden!) und ist billig.

Bereits lackierte Flächen maskiere ich nur mit dem Tamiya-Tape.
 
Plastikfantastik

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Hat jemand erfahrung mit liquid Mask von Vallejo?
 
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