B-26 Wrack in Weißenthurm/Koblenz gefunden

Diskutiere B-26 Wrack in Weißenthurm/Koblenz gefunden im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Bei Kabelverlegungsarbeitewn fanden Bauarbeiter die Überreste einer zum Kriegsende abgeschossenen B-26. Dadurch konnte das Schicksal eines der...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Wolfgang Henrich, 28.05.2010
    Wolfgang Henrich

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  3. Winter

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    In den deutschen KU-Berichten, die dem MACR dieser Maschine beiliegen, wird S/Sgt Dudley namentlich bei der Auflistung der Toten erwähnt.

    Schon bei der Auswertung dieser Unterlagen durch die US-Dienststellen wurde er "KIA" (Killed in Action) gelistet.

    Nach dem Absturz der Maschine hat man von fünf Crewmitgliedern nur noch Leichenteile gefunden, von denen man vier nach der Exhumierung wohl konkret zuordnen konnte.

    Auch von offizieller Seite gilt Dudley nicht als vermißt...

    Um es etwas taktlos auszudrücken: man hat nach 65 Jahren nur noch etwas mehr von S/Sgt Dudley gefunden...

    Winter
     
  4. mcnoch

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    Es könnte auch etwas dazwischen sein. Die USAF hat während des 2.Weltkrieges für die Einstufung als KIA keinen physikalischen Beweis (anders als z.B. in Vietnam) gefordert, sondern die bestätigten Aussagen von anderen Besatzungsmitgliedern als ausreichend akzeptiert. Wurde z.B. ein Absturz als "nicht überlebbar" eingestuft und es wurden keine Fallschirme von anderen Besatzungen gesehen, wurde die betreffende Besatzung nach drei Wochen automatisch als KIA eingestuft, aber bis 1944 mit dem Vermerk "Grab unbekannt". Wurde der Absturz nicht beobachtet, wurden sie als MIA eingestuft. Das ganze hat man irgendwann im Herbst 1944 umgestellt und nicht mehr fortgeführt, so dass diese Unterkategorie in den meisten der großen Berichte, die nach Kriegesende erstellt wurden, nicht mehr auftaucht.
     
  5. #4 Uwe Benkel, 29.05.2010
    Uwe Benkel

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    Flugzeugreste

    Hallo,

    wenn ich mir die Fundstelle in unmittelbarer Nähe des Hauses so anschaue, stellt sich mir folgende Frage:

    Das Haus sieht doch relativ neu aus. Wurden bei den damaligen Bauarbeiten nicht auch schon Flugzeugtrümmer gefunden? Wenn man bedenkt, dass diese Teile in einer solch geringen Tiefe und so nahe am Gebäude lagen, könnte man sich das doch gut vorstellen.

    Dem Historiker müsste doch sicher auch bekannt gewesen sein, wo die Maschine damals abstürzte.

    Gruß

    Uwe Benkel
     
  6. #5 quarter, 29.05.2010
    quarter

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    Anscheinend ja wohl nicht, sonst wären sie ja wohl früher darauf gestoßen.
    Kann aber auch gut sein das das alles beim Aushub mittels Bagger einfach nur beiseite geschoben wurde, wer außer denen die da seinerzeit gearbeitet haben weiß das schon.
    Ist sowie so egal, hauptsache man hat die Marke gefunden und kann sie sachgemäß inkl. der sterblichen Überreste den Hinterbliebenen zukommen lassen, nur das zählt!!
     
  7. Winter

    Winter Fluglehrer

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    Zum Absturzort, da von Uwe erwähnt:

    Laut KU-Report: "Nette Brewing Co.", das war offenbar damals schon klar.

    Ob der genannte Historiker das "hätte wissen müssen", sei dahingestellt; Schnatz recherchiert in der Regel sehr "sauber"; der KMRD erhielt von ihm die notwenigen Infos noch am selben Tag - die im MACR erwähnten Infos sollten damit bekannt gewesen sein.

    @mcnoch: Dudley ist "ganz offiziell" in den USA begraben, wie man heute bei den Kollegen auf dem LBB erfahren konnte.

    Zitat aus dem betreffenden Thread dort: "Ich bin mal gespannt, wie JPAC die Funde zuordnet."

    Ich auch...

    Winter
     
  8. #7 Jetcrazy, 30.05.2010
    Jetcrazy

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    @Winter: für wen ist Dein komplett durchkodierter beitrag gedacht?
     
    Andruscha gefällt das.
  9. borsto

    borsto Flieger-Ass

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    @Winter & jetcrazy !

    Dieser Absturz war anhand der KU-Meldung schon immer recht gut dokumentiert.

    Die Überreste der gefallenen Besatzungsmitglieder wurden durch den amerikanischen Gräberdienst (QMGRC) nach Kriegsende geborgen und zunächst auf dem amerikanischen Militärfriedhof Margraten (NL) bestattet.

    Aufrgrund der aufgefundenen Umstände war es nicht möglich, jedes Besatzungsmitglied individuell sicher zu identifizieren. Man wusste aber ganz genau, dass es sich nur um Männer aus dieser bestimmten Maschine handeln konnte.

    Für solche Fälle ist gemäß den Bestimmungen des amerikanischen Militärs ein sogenanntes Kameradengrab auf behördliche Anordnung (Administrative Decision) vorgesehen. Diese Art sterblicher Überreste wurden auf dem U.S. Militärfriedhof Zachary Taylor in Louisville, Kentucky beigesetzt. In diesem Fall ist das auch mit Peter N. Dudley geschehen.

    Sein Status ist nicht "MIA", aber auch nicht sicher identifiziert. Aber seine Angehörigen wissen, dass mit großer Wahrscheinlichkeit in Louisville, KY etwas von ihm ruht.

    Jetzt hat man nach vielen Jahren durch Zufall mehr von im gefunden und es bleibt zu hoffen, dass eine sichere Identifizierung nun möglich ist.
    (Quelle: Department of the Army Office of the Quartermaster General Memorial Division Registration Branch Stand: 3. August 1947)

    Nochmal @ Winter : Ich kenne Schnatz auch nur als sehr sauber und präzise arbeitenden Historiker.

    Alles Gute !

    borsto
     
  10. #9 Jetcrazy, 30.05.2010
    Jetcrazy

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    Danke für die verständlichen Informationen :TOP:

    Gruss
    Jens
     
  11. Winter

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    Ähhh...sorry:

    KMRD: Kampfmittelräumdienst (hier: Koblenz)

    MACR: Missing Air Crew Report; US-Verlustbericht (hier: No.12352)

    KU-Bericht/-Report/-Meldung: Deutsche Meldung über den Abschuß eines amerikanischen Kampfflugzeuges

    USA: die Gegend zwischen Mexiko und Kanada

    LBB: Das Forum von Luftarchiv.de

    JPAC: Joint Prisoners of War, Missing in Action Accounting Command

    Besser?

    Gruß

    Winter
     
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    Hallo

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  13. #11 Sparrowhawk, 03.06.2010
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    Deutlich besser. Danke! :TOP:
     
  14. #12 MotziTom, 04.06.2010
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    :D:D
     
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