Bristol-Sternmotoren

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Gilmore

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Zu obengenannten Motoren (Pegasus, Centaurus etc.) habe ich mal eine Frage: Im Gegensatz zu amerikanischen Sternmotoren lag der Auspuff-Sammelring ja vor dem Sternmotor, wenn auch etwas außerhalb der Zylinderköpfe. Hatte das irgendwelche Vorteile? Die wurden ja in großen Stückzahlen hergestellt, sogar auch in Lizenz (z.B. Alfa Romeo).
Für die Kühlung der Zylinderköpfe kann doch das heiße Auspuffrohr nicht zuträglich sein? Oder war man gezwungen, es so zu machen, weil P&W und Wright auf ihre Techniken Patentrechte hatten?
 
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Gandalf

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Hm, Auspuffsammelring läge vor dem Motor? Habe jetzt mal auf die Schnelle nach dem Centaurus gegoogelt, sehe da aber nix Ungewöhnliches :confused1:

Vielleicht kannst du mal ein Foto posten, wo man was Genaueres sieht?

liegrü
Gandi
 
Kenneth

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Rein unmittelbar sehe ich folgende Vorteile:

  • mehr Platz vor den Zylindern als dahinter (Anbauteile, Aufhängung)
  • der Sammelring kann (und wurde) als Teil der Triebwerksverkleidung gestaltet werden
  • einfachere Gestaltung der Abgasanlage durch weniger (individuell und mehrfach) gekrümmte Abgasrohre

Der Armstrong-Siddeley Cheetah von 1935 hatte ein Sammelring hinter den Zylindern, daher scheinen zumindest Patentrechte von P&W und C-W nicht relevant zu sein.

Der Centaurus hatte übrigens nicht eine solche Abgasführung (der Mercury hingegen schon).
 
Kenneth

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Der Wright J-6/R-760 hatte übrigens auch ein Abgassammelring vor den Zylindern, allerdings mit einem Durchmesser derart, dass er um die Kurbelwellengehäuse lag.
 
Gilmore

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Der Kühllufteinlaufring ist praktisch gleichzeitig der Auspuffsammelring. Bei vielen Fotos sieht man den Auspuff aus diesem Ring heraus"wachsen". Bei Modellbau fiel mir diese Besonderheit erstmals auf. Ich hatte nur überlegt, daß, wenn die kühlluft erst am Auspuffsammelring und dann an die Zylinderköpfe gelangt, die Motorkühlung vielleicht nicht so effektiv ist wie andersherum. Aber das Problem dürften die Ingenieure wohl gemeistert haben, sonst würden diese Motoren nicht so zahlreich verwendet worden sein.
Der Centaurus war ja ein Doppelsternmotor, da wird man das sicher anders gelöst haben, daran habe bei meinem ersten Beitrag nicht gedacht. Aber Pegasus, Mercury, Jupiter, die sind konstruktiv einander recht ähnlich.
 

78587?

Space Cadet
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Aber Pegasus, Mercury, Jupiter, die sind konstruktiv einander recht ähnlich.

Diese Baumuster haben eine konstruktive Besonderheit, das sind "Vier Ventiler", was ungewöhnlich ist für Sternmotoren. Die haben die Einlässe hinten, und die Auslässe nach vorne. Das heist, es gibt die doppelte Anzahl an "Rohren" die irgendwo an dem Motor geführt werden müssen. Wenn die Abgase schon vorne entweichen, dann macht das schon Sinn, den Sammler auch vorne zu platzieren.


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Junkers-Peter

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Ein Vorteil war vielleicht auch, dass bei den aufgeladenen Modellen die Ladeluft vom rückseitig angeflanschten Lader direkt an die hinten befindlichen Ansaugstutzen bzw. an den Ansaugring gelangte.

Hier der Einbau des Bristol Jupiter in die G 31. Der Abgassammelring befindet sich auch vorm Motor.

 
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Gilmore

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Das würde Sinn machen, weil ja die Ansaugluft möglichst kalt sein sollte, um beste Motorleistung zu bringen.
 
Junkers-Peter

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Nicht nur wegen der kalten Ansaugluft, sondern auch wegen der kurzen Wege. Außerdem sind keine scharfen Biegungen der Ansaugrohre notwendig. Das alles bringt ja Druckverluste mit sich.
 
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