Dassault MD.550 Mirage I  Dujin 1:72

Diskutiere Dassault MD.550 Mirage I  Dujin 1:72 im Jets bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Als der Wettbewerb 2021 „Flugzeuge aus Frankreich“ lief, habe ich mich gewundert, dass niemand die erste Mirage bringt. Aber vermutlich ging es...
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Als der Wettbewerb 2021 „Flugzeuge aus Frankreich“ lief, habe ich mich gewundert, dass niemand die erste Mirage bringt. Aber vermutlich ging es anderen so wie mir: wer hat schon einen Bausatz dafür?



Da ich einen aus dem Nachlass von Helmut Walther erwerben konnte, worüber sich FF-User boxkite freuen sollte, kann das nun geändert werden.

Geschichte
Habt Ihr gewusst, dass dies ein zweimotoriges Flugzeug war? Ich nicht. Ich dachte immer an einen Antrieb mit einem einzelnen ATAR und einer SEPR-Rakete.

Die französische Luftwaffe forderte Anfang 1953 ein leichtes Jagdflugzeug (4 Tonnen Leergewicht), das in vier Minuten auf 15.000 Meter steigen und im Horizontalflug Mach 1,3 erreichen sollte. Sieben Hersteller antworteten, darunter Dassault mit der MD 550 Mystère Delta, einem kleinen zweistrahligen Deltaflügelflugzeug, das von zwei Armstrong Siddeley Viper-Triebwerken mit 795 kgp angetrieben wird (die unter der Bezeichnung MD 30R in Lizenz gebaut werden sollten) und mit einer SEPR.66-Rakete mit 1.500 kgp ausgestattet ist, die für zusätzliche Beschleunigung beim Steigflug sorgt. Im März 1954 wurden zwei Prototypen bestellt, von denen der zweite mit zwei Turbomeca-Gabizo-Triebwerken mit 1090 kgp und zwei 750-kgp-Raketen angetrieben werden sollte.

Der Erstflug der MD 550-01 fand am 25. Juni 1955 statt und die Tests dauerten sechs Monate, in denen der Prototyp einige Änderungen erhielt und Mach 1,3 im Horizontalflug und Mach 1,6 mit dem SEPR 841-Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerk erreichte. Im Februar 1956 erhielt das Flugzeug die neue Bezeichnung Mirage. Im Juli 1956 änderte die Armée de l'Air ihre Ausschreibung und gab die Entwicklung von Prototypen auf. Die MD 550-02 blieb unvollendet, aber Dassault finanzierte trotzdem aus eigenen Mitteln eine MD 550-03, die die Tragfläche der 02 mit einem der Flächenregel angepassten Rumpf und einem SNECMA Atar 101-G-Triebwerk mit 4.400 kgp übernahm. Diese MD 550-03 wurde als Mirage III bezeichnet, während die 02 rückwirkend die Bezeichnung Mirage II und die 01 die Bezeichnung Mirage I erhielt. [Wikipedia]
 
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Da der Schleudersitz oben kaum aus dem Cockpit schaut, wenn man ihn reinsteckt, so wie er ist, hat er auch noch eine 2 mm dicke Bleiunterlage bekommen.



Den Triebwerkseinläufen gönne ich etwas mehr Tiefe.



und das Instrumentenbrett kann man in die untere Rumpfhälfte einkleben. Dabei fällt aber schon auf, dass die Abdeckung desselben zu weit nach hinten reicht und oben zu flach ist.

 
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Uli, das Rote an den Teilen ist wahrscheinlich Modellierknete. Ich benutze solche Knete um mehrteilige Formen herzustellen. Die Ur-Modelle werden zur Hälfte in Knete eingebettet. Die andere Hälfte wird mit Silikon übergossen. Anschließend wird die Knete entfernt und die fertige Hälfte mit Trennmittel eingesprüht, anschließend mit Silikon beschichtet. Es ist mir auch schon passiert, dass ich die Knete nicht vollständig entfernt habe, dann bleiben die Reste an den ersten Abgüssen hängen. Ich schließe daraus, dass Du einen der ersten, oder sogar den ersten Abguß hast.

Viele Grüße aus Attendorn
Manni
 
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Zu bauen gibt es hier bisher nicht viel. Daher ist die Hochzeit rasch vollzogen



aber es bleiben nicht unerhebliche Spalte




Die Rückenflosse hat vorne einen Zapfen, den man in den Rumpf stecken kann, wenn man dafür ein Loch fräst.



Weiter hinten gibt es zwei Markierungen für einen Metallstift im Rumpf (unten) und im Fuß der Seitenflosse (oben).

 
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Unten ist so ein Zapfen angegossen, dessen Vorderteil mir beim Montieren des Flügels abgebrochen ist. Aber das ist nicht schlimm, denn er verschwindet in der Düse des Raketentriebwerks. Ich denke, das war der Notsporn der Mystère-Delta, die unten kein Raketentriebwerk hatte.




Angesichts der großen Spalte, auch zwischen Ober- und Unterschale des Rumpfes, wollte ich mal mit etwas Robustem arbeiten. Ich dachte an einen schön stinkenden 2K-Autodellenspachtel. Der billigste, den es gab, war der hier. Und siehe da, er hat die gleiche Farbe wie mein Resinmodell. Wenn ich also mal was kopieren müsste, dann könnte ich glatt dieses Zeugs anstelle von Gießharz verwenden.




Hier ist der erste Schleifdurchgang nach dem Spachteln rum. Vorne über dem Instrumentenbrett wurde mit Revell Plasto aufgefüllt. Ja, das hält auch auf Resin. Zusätzliche braune Wülste sind Heißwachs.

 
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Grundierung. Unerwarteterweise tut sich hier eine Baustelle auf, die mich schon viele Tage beschäftigt hat. :cursing: :evil: :cursing:

Wie habe ich mich auf meine neue Dose Tamiya extra feine Grundierung gefreut, mit der ich immer bestens zu Recht gekommen bin. Und dann so was. Das Zeugs bildet vereinzelte Blasen, die anschließend aufplatzen, so dass Dellen und Schlieren im Lack entstehen. Ich dachte nicht, dass es an mangelnder Entfettung liegt, denn alle Oberflächen wurden nach dem Spachteln nass geschliffen, so dass ich dachte, die Oberfläche wäre rein.



Unglaublich! Das ist doch keine Grundierung! Das ist doch Schrott!



Also habe ich alles nochmals eben geschliffen und erneut grundiert. Es wurde etwas besser, aber ein paar solche Stellen sind geblieben. Nächster Schritt: Alles mit Mr. Surfacer zugetupft.



Da ich ja schon beim Spachteln und Schleifen war, habe ich auch gleich noch eine Kanüle als Basis des vorderen Staurohrs „eingestrakt“.

 
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Die Montage des Staurohrs in der Flosse beginnt mit einem Schlitz für dessen Fuß, der dann mit Flüssigspachtel verkleidet wird. Die Kanüle ist mit Überlänge montiert, daher die flachgedrückte Spitze. Sie wird später abgeflext und mit einem dünneren Stück verlängert.

 
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Probeweise mit Glanzschwarz zur Kontrolle. Wie erwartet, passt es noch nicht überall.



Phänomenal ist erneut die Hartnäckigkeit meines Modells, an gewissen Stellen die Annahme von Farbe zu verweigern! Damit bestätigt sich die Vermutung, dass da Silikonreste im Spiel sind.



Selbst wenn man mit Füller erneut drüber geht, läuft dieser rasch nochmals weg, bevor er abbinden kann. Vor dem nächsten Versuch werde ich Silikonentferner einsetzen.

 
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boxkite

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Da ich einen aus dem Nachlass von Helmut Walther erwerben konnte, worüber sich FF-User boxkite freuen sollte, kann das nun geändert werden.
Ich freue mich wirklich, das kannst Du mir glauben.
Modelle sammeln ist das eine, sie bauen das andere. Und wenn sich jemand obendrein derart intensiv mit Baugeschichte, Details und den sich daraus ergebenden Eigenleistungen im Modellbau auseinandersetzt wie Du, begeistert mich das noch mehr :smile1: .
 
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Wenn es nur immer so „sanft“ bliebe, wie frisch nach dem Sprühen. Aber jetzt gibt es keine Löcher mehr, die nicht sein sollen.



Wenn ich das schon sehr kompakte Dingelchen so in der Hand halte, kommt mir der Begriff des „Westentaschenjägers“ in den Sinn. Und siehe da, er passt tatsächlich in meine Tasche.

 
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Zur Vorbereitung der Dekoration, habe ich eigene Decals gemalt bzw. vom Nord „Griffon“ übernommen. Ein Foto der Ätzteile zur Mirage I vom JFR-Team habe ich maßstäblich dazu kopiert, damit ich Vorlagen für eigene Teile aus plastic card habe, falls notwendig. Die hier zu sehenden Fahrwerksklappen sind schon mal ganz anders als die im Bausatz. Der Rest gehört überwiegend zum Schleudersitz.



Kontrolle der Fahrwerksverkleidungen, damit ich weiß, ob ich die zerschnippeln und verwenden kann oder ob ich neue brauche. Wenn es darum ginge, die Fahrwerksschächte abzudecken, würde ich sagen, die sind gut.



Wenn es aber darum geht, das ausgefahrene Fahrwerk darzustellen, dann sind die Resinklappen zu groß, ebenso die Ätzteile. Also: Selber machen wo nötig! Die maßstäbliche Zeichnung (links) gilt.

 
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Zum Lackieren habe ich mir noch überlegt, ob ich mit grauer Grundierung und schwarzem Pre-Shading weiter mache oder ob ich schwarze Grundierung mit Abdecken unterschiedlicher Alu-Bleche verwenden soll. Ein Vergleich mit meiner Nord Griffon W2019BB Nord 1500 Griffon II – Fonderie Miniature No. 7201 1:72 sprach dann für die zweite Variante.

Der Lack dafür war eine gute Investition. Gibt 'ne richtige „Elefantenhaut“, die auch noch rasch trocknet.




leider noch ein bisschen „Müll“ am Querruder

 
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Als nächstes wird aus der „schwarzen Witwe“ ein Silberling. Eine halbe Dose Tamiya-Grund (in der Summe) macht halt doch 'ne sanfte Oberfläche. Das Silber ist Gunze 218 Alminume Polierfarbe.



Die Felder, die einen Tick dunkler sein sollen, werden jetzt maskiert. Der Rest bekommt nochmals „Alminume“ (das Wort steht wirklich so auf dem Gläschen; man weiß aber, was gemeint ist).

 
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Zivilist

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Much
.....
Phänomenal ist erneut die Hartnäckigkeit meines Modells, an gewissen Stellen die Annahme von Farbe zu verweigern! Damit bestätigt sich die Vermutung, dass da Silikonreste im Spiel sind.
Selbst wenn man mit Füller erneut drüber geht, läuft dieser rasch nochmals weg, bevor er abbinden kann. Vor dem nächsten Versuch werde ich Silikonentferner einsetzen.
Das kann eine zum Wahnsinn treiben! Wirklich gut gegossene Teile, die dann aber "nicht schließbare" Pinholes zeigen, das sind die Schlimmsten. Silconentferner? Auch wenn die ganze Hütte danach tagelang unbwohnbar stinkt, es hat nichts genutzt. Blieb nur eine Radikalkur: Abschaben der Oberfläche im "abstoßenden Bereich" und Wiederaufbau mit Spachtel. Ja Resin, da geht alles viel leichter als mit Vacu....
 
bolleken96

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Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg beim Entfernen der Masken. Bei den Gunze Polierfarbe versaue ich mir regelmäßig die schön polierten Flächen durch das Entfernen der Masken. Auch alle bisher ausprobieren Versiegelungen halfen da nur bedingt. Also, toi toi toi
 
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@Marius: Wenn Du Deinen Feind nicht bezwingen kannst, dann umarme ihn! Diese Eigenschaft der Maske mache ich mir zunutze, um dunklere Felder zu bekommen als ohne.

Der nächste Schritt ist dann, ein wenig mit Watte zu polieren und danach mit Future alles grifffest zu machen.

 
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