Freund-Feind-Erkennung

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Moderatoren: Skysurfer
  1. #1 Kaktus1984, 09.05.2006
    Kaktus1984

    Kaktus1984 Kunstflieger

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    Wie genau funtioniert sie? Glaube man muss vor nem einsatz nen speziellen code irgentwo eingeben oder? aber könnten gegner den code nicht irgentwie knacken und sich dann als freund ausgeben?
    Außerdem haben kampfflugzeuge doch so einen radarsensor, der anzeigt, wenn man von einem gegnerischen radar erfasst wird oder? Woher weiß man, das das einen erfassende Radar feindlich sit? Sofern ich das noch richtig in erinnerung habe. Fliegt man, wenn das denn auch stimmt im einsatz mit eingeschaltetem bordradar?
     
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  3. n/a

    n/a Guest

    Zu Mode IV Systemen wirst du keine genauen Infos bekommen. Ist doch wohl logisch, oder ?

    Nein, sonst wäre die Anlage sinnlos.

    So in der Art funktioniert es auch. Nur um einiges komplexer.

    ESM (Electronic Supports Measurement)

    Indem man den Emitter analysiert. Frequenzspektrum, Impulsbreiten, PRF und vieles mehr wird ausgewertet und an Hand einer Datenbank kann man mit diesen Daten den Radaranlagentyp identifizieren.

    Das Radar wird nur eingeschaltet, wenn es auch gebraucht wird. Dazu reichen manchmal ein paar Augenblicke völlig aus.
     
  4. radist

    radist переводчик<br><img src="http://www.flugzeugforum.d

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    In diesem Zusammenhang sollte "Eingeschaltet" genauer bezeichnet sein. Bei den ganz modernen Geräten kenne ich mich icht aus. Bei den "Älteren" gab es verschiedene Betriebszustände, eingeschaltet wurde vor dem Start, dann war das Gerät nach x Minuten in Bereitschaft. Auf "Abstrahlung" schaltete man dann tatsächlich erst beim unmittelbaren Einsatz - theoretisch so spät wie möglich, um den Gegner nicht zu "warnen".

    radist
     
  5. radist

    radist переводчик<br><img src="http://www.flugzeugforum.d

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    Zitat:
    aber könnten gegner den code nicht irgentwie knacken und sich dann als freund ausgeben?


    @ Beak:
    Nein, sonst wäre die Anlage sinnlos.

    Da bin ich mir nicht so sicher, zumindest früher wurde ziemlicher Aufwand unter anderem mit Funkelektronischer Aufklärung getrieben, um es doch zu schaffen.

    radist
     
  6. #5 Schorsch, 10.05.2006
    Schorsch

    Schorsch Alien

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    Eine FF-Kennung (:) ) funktioniert genauso wie ein Transponder (eigentlich funktioniert ein Transponder wie ein IFF-Geraet). Nun, die Sender/Empfaenger Einheit empfaengt die Abfrage eines anderen Sender/Empfaengers. Diese wird decodiert und falls passend eine Antwort geschickt.
    Die Moeglichkeiten des Transponders sind begrenzt, die Bandbreite schmal. Grossartige Nachrichten kann man aber nicht versenden.

    Transponder-Codes sind "Heisse Ware" und ein gut gehuetetes Geheimnis. Meist haben Flugzeuge auch noch "Wartime"-Modes, also spezielle Modi fuer den Kriegsfalle, welche im Frieden ungenutzt bleiben, um sie der gegnerischen Funkaufklaerung vorzuenthalten.

    Radarsensor:
    Du meinst ein Radar Warning Receiver oder RWR. Dieser empfaengt Radarstrahlen und kann deren Richtung ausmachen (frueher konnte nur ein Sektor angegeben werden). Anhand der Frequenz, Staerke und Veraenderung kann man viel ueber den Sender heraus finden. Ein Radarstrahl muss zwecks Ortung von der Antenne zum Ziel und wieder zurueck zur Antenne. Folglich hat der "geortete" die doppelte Leistung wie der Empfaenger. Daher sind Radars meist passiv zu orten, bevor der Radar-Inhaber etwas ortet.

    Radare nutzen Frequenzen, diese kann man meist schon zu Friedenszeiten rausfinden. Daher kann man anhand der Frequenzen feststellen, wen man vor sich hat.

    Eingeschaltetes Bordradar empfiehlt sich bei offensiven Einsaetzen, jedoch nicht, wenn man unerkannt bleiben moechte. Man muss stets anmerken, dass RWR und Radar keine 100%-Systeme sind. Manchmal erkennen sie eine Quelle nicht oder ordnen sie falsch zu. Es ist nicht wie im FluSi.

    Elektronische Kriegsfuehrung (EW) ist komplex und theoretisch koennte man jedes Kampfflugzeug mit enormen Empfaengern ausstatten, welche das elektronamgnetische Spektrum abhorchen. Das geht aber meist nicht ausser bei spezielisierten Flugzeugen. Solche koennen dann tolle Sachen machen: feindliche Flugzeugaktivitaeten bestimmen (Kreuzpeilung von Radar und Funk), gegnerische Luftabwehrstellungen nach Position und Typ bestimmen. Daher sind solche Faehigkeiten elementar. Wer sie nicht hat, ist im Zweifelsfalle ziemlich am Ar###. Daher werden sie auch "Force Multiplier" genannt.
     
  7. n/a

    n/a Guest

    ...für Mode 1 und 2 mag das zutreffen, für Mode 4 jedoch nicht.
     
  8. #7 Schorsch, 11.05.2006
    Schorsch

    Schorsch Alien

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    Entspricht Mode 4 dem zivilen Mode S?
     
  9. #8 n/a, 11.05.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.05.2006
    n/a

    n/a Guest

    Nein. Mode 4 ist das aktuelle Freund-Feind Kennsystem.
    Ich kann aber nichts dazu schreiben. Aber soll ja im Internet Infos dazu geben.

    hxxp://www.geocities.com/illuzion30/2a4x2/iff-fun.htm
     
  10. Aurora

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    Noch eine (vielleicht blöde) Frage: Die FF-Erkennung folgt mittels Sender/Empfänger. Wie sieht das nun bei sogenannten "Stealth"-Flugzeugen aus (z.B. B2, F117, F22)? Wenn die ihren Freund Sender eingeschaltet haben, damit sie nicht von den eigenen Jungs vom Himmel geholt werden, ist es dann nicht auch möglich, dass feindliche Empfänger das Signal ausmachen und somit die Position des Flugzeuges ermitteln können? :?! Oder ist der Aufwand via Dreieckpeilung des Signals zu gross und ungenau, damit es funktionieren könnte?
    Grüsse Aurora
     
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    Hallo

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  12. n/a

    n/a Guest

    es gibt keine blöden Fragen.

    Einfache Antwort, fliegt eine B2 mit Mode4 ist sie zu lokalisieren.

    Aber warum sollte eine B2 mit M4 fliegen ? M4 ist ja nur eine Sicherheit um geortete Lfz nicht aus Versehen vom Himmel zu holen. Da die B2 ja offiziell nur eine schwache Radarsignatur hat und dementsprechend als nicht Ortbar gilt, benötigt sie auch kein M4 oder Transpondergelumpe. Jedenfalls nicht im Einsatz.
     
  13. #11 Schorsch, 12.05.2006
    Schorsch

    Schorsch Alien

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    So einfach ist die Theorie. In der Praxis wird die B-2 ihren Transponder sicherlich einschalten, sobald sie gegnerisches Gebiet verlassen hat. Riskieren will man nichts. Die Systemarchitektur eines Stealth-Flugzeuges ist wahrscheinlich auch anders: Man kann ja theoretisch den Transponder anweisen, nur auf freundliche Signale zu antworten und nur dann, wenn der Pilot nicht auf "maximale Stille" geschaltet hat. Um aus einem einzelnen Transpondersignal etwas raus zu bekommen, muss die gegnerische Funkaufklärung schon mächtig auf Zack sein.
    In der Praxis ist das Einsatzgebiet der Stealthis (speziell der B-2) No-Fly Zone für die anderen. Eine F-22 braucht da weniger vorsichtig zu sein, da ihr Stealth vor allem der verzögerten Auffassung durch gegnerische Feuerleitradare gilt, dass sie da ist dürfen die Gegner wohl schon wissen (sollen sie doch kommen, sagte der Raptor-Pilot).
     
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