Leidenschaft Flugzeug

Diskutiere Leidenschaft Flugzeug im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Bewunderung für Geschwindigkeit, Kraft, Schönheit? Oder die Technik, mit ihrer allumschreibenden Physik? Was macht Flugzeuge so...

Moderatoren: Skysurfer
  1. Jusia

    Jusia Testpilot

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    Bewunderung für Geschwindigkeit, Kraft, Schönheit?

    Oder die Technik, mit ihrer allumschreibenden Physik?

    Was macht Flugzeuge so interessant, ist es nur die Fliegerei, oder kann es auch mehr sein?

    Was fällt Euch dazu ein?

    Hier sind mal die Schwärmer gefragt, die Leute die sich stundenlang an einen Flughafen stellen, und sich ihre "Lieblinge" anschauen und fotografieren.

    Die Fragen:

    Wo ist der zündende Funke, bei der Bewunderung einer Tomcat?

    Warum ist die Me-109 so beliebt?

    Was ist dran an solchen Sprüchen wie: Meine Braut die Ka-8?

    Warum leuchten die Augen beim Überflug einer Spitfire,
    B-1 oder Transall?

    Kann ein Mensch sich in eine Maschine verlieben?

    Ehrliche Bewunderungsfähige schöne Sätze für die Leidenschaft Flugzeug, wer hat Lust mal zu erzählen?
     
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  3. #2 K-Man, 09.07.2006
    Zuletzt bearbeitet: 09.07.2006
    K-Man

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    Hi,

    interssanter Thread. Ich bin mal auf die Resultate gespannt.

    Tja, woher kommt meine Leidenschaft:

    Dafür kann man wohl meine Eltern verantwortlich machen. Sie sind schon mit mir um den Flughafen Düsseldorf spaziert, als ich noch im Kinderwagen lag. Ich vermute heute, dass ich damals mit dem Virus "Flugzeug" infiziert wurde. Seit ich bewußt denken kann, zieht mich alles, was fliegt magisch an. Düsseldorf wurde dann zu "meinem" Flughafen. Ich wohnte bis vor etwa einem Jahr in Duisburg und habe irgendwann angefangen erst mit dem Fahrrad, später mit der Bundesbahn zum Flughafen zu fahren. Dort konnte ich dann stundenlang auf der Terrasse stehen und mir die Flieger anschauen. So entwickelte sich die Leidenschaft immer weiter, mein Vater und ich hatten (und haben noch heute) die Tradition mindestens einmal im Jahr gemeinsam nach Frankfurt zu fahren "zum Flugzeuge gucken".
    Ich verbinde mit der Fliegerrei viele schöne Erinnerungen...ob es das gemeinsame stehen am Zaun in Laarbruch mit Freunden, das Praktikum in der 9. Klasse bei der Lufthansa in Düsseldorf oder die Ferienflüge mit meinen Eltern sind. Fliegerrei hat für mich seit jeher auch eine starke soziale und emotionale Komponente. Meine Begeisterung lenkte mein Leben dann nach dem Abitur dann auch zur Luftwaffe, bei der ich meinen Wehrdienst ableistete. Seit etwa drei Jahren fotografiere ich auch, wenn auch hauptsächlich für meinen privaten Gebrauch. Mit dem Erwerb des Führerscheins und dem Kauf eines Autos expandierte dann auch mein Hobby und ich besuchte viele Flughäfen in der näheren und ferneren Umgebung, das Aufkommen der LCCs tat dann sein übriges.

    Die eigentliche Faszination liegt wohl im Fernweh, in der Technikbegeisterung...so genau kann ich das gar nicht "greifen". Aber, das Gefühl ist sofort wieder da, wenn ich irgendwo ein Flugzeug sehe. Das besondere Interesse an "alten Fliegern" ist wohl der nostaligischen Ader des Menschen und der Hochachtung vor der damaligen Ingeneursleistung zu verdanken...

    Gruß,
    K-Man
     
  4. n/a

    n/a Guest

    Hallo,

    für mich liegt die Faszination im Fliegen darin, die Technik zu beherrschen und somit ein Medium für den Menschen zugänglich zu machen, für welches er eigentlich von Natur aus nicht vorgesehen ist - nämlich die Luft.

    Weiterhin fasziniert mich, dass es die Technik ermöglicht, so verschiedene Ansätze zum Fliegen bereit zu stellen. Und die Möglichkeiten scheinen noch nicht ausgeschöpft zu sein...

    Viele Grüße.
    Gore
     
  5. #4 PharaoKai, 09.07.2006
    Zuletzt bearbeitet: 09.07.2006
    PharaoKai

    PharaoKai Flugschüler

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    J A ! Kann man! Woher ich das weiß? *g* Von mir selbst! Denn...

    Ich bin in den süßen Boeing 737-800 Flieger von Hapagfly verliebt :red::)
     

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  6. Jusia

    Jusia Testpilot

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    Das Bild...................

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    sollte für sich sprechen:D
     
  7. #6 Tomcatfreak, 09.07.2006
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    Wenn ich einen Jet höre, dann bekomme ich ein Gänsehaut vom Feinsten :HOT Es gibt nichts schöneres wie einen Jet, der mit nahezu Überschallgeschwindigkeit in sehr geringer Höhe an dir vorbeigeprügelt kommt :HOT
    Oder das Geräusch, wenn eine Su-27 angelassen wird :TOP:

    Aber das geilste Ansauggeräusch hat eine F-14!!! :eek: Wer diesen riesigen Vogel einmal live gesehen hat, der wird mir das bestätigen können!
    Und meine Liebe zur F-14 geht sogar soweit, dass ich mich hab tätowieren lassen!
    Das Bild zeigt das Staffelwappen der VF-101 "Grim Reapers" den Sensenmann, das Flugzeug und den Tomcatslogan. Desweiteren ist das Jahr des Erstfluges, sowie der Außerdienststellung "eingraviert. "AD" ist der Tailcode der Grim Reapers für Oceana. Habt Ihr auch Flieger Tattoos? Ich kenne mindestens noch einen, der auch eins hat :TD:
     

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    magic und Spoelle gefällt das.
  8. #7 ETNU, 09.07.2006
    Zuletzt bearbeitet: 09.07.2006
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    Ich glaube, man kann dies nicht genau in Worte fassen. Also mich fasziniert an so einem Flugzeug besonders diese Eleganz der Bewegung. Einpaar Beispiele: Stell dir vor ein Golf fährt die Straße entlang, biegt irgendwann in eine Einfahrt und bleibt stehen, macht den Motor aus und fertig. Aber nun allein schon eine "stinknormale" 737-400: Elegant geht sie auf Anflugkurs und beginnt langsam zu sinken, die klappen fahren langsam aus. Kurz über der Bahn: Gas weg! dann "leicht anziehen", aufsetzen: Qualm, ein leichtes Quuiiietsch!, Schubumkehr, bremse... bis sie irgendwann über den Taxiway zum Gate rollt. Und das jetzt nur mal einfach erklärt.

    Ich glaube jeder hat den Unterschied erkannt.

    Dies alles in zusammenspiel mit Technik, Dimensionen und KRACH!!! (naja...immer weniger :mad: ) ist ein unglaublich faszinierendes "Ding". Genau erklären kanns wohl keiner.

    Aber Versuchen wir's mal:

    Wikipedia unterscheidet bei Faszination grundlegnd in Zwei Gruppen:
    Einen enthusiasmus für etwas
    und
    Eine leidenschaftliche Zuwendung für etwas

    Wobei wohl bei den meisten hier beides zu finden ist.

    Enthusiasmus wird folgend definiert:
    Und Leidenschaft:

    Also können wir sagen, dass das, worum sich dieses Forum auch mehr oder weniger dreht eine gesteigerte Freude oder ein extremes Engagement für die Luftfahrt ist. Sowie aber auch die intensive Verfolgung dieser, was sich ja in den Hobbys einiger hier wiederfindet: Modellbau, Spotting, Fliegen...

    Damit ist nun aber wohl mehr oder weniger was gesagt worden. ich wollte nur mal meinen Standpunkt klarmachen und mal einen Ansatz einer Definition versuchen...:engel:
     
  9. #8 IberiaMD-87, 09.07.2006
    IberiaMD-87

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    Als Kind flog ich aus familiären Gründen recht oft und Verkehrsflugzeuge faszinierten mich sehr schnell. Kindheit ist also schuld :-)
    Es prägt eben, wenn man von einer "Frau Antje"-Stewardess bei KLM in einer DC-9 eine gelbes Kopfkissen bekam :-)

    Es ist eine eventuell Mischung aus Kerosinluft, vermeintlicher Freiheit, oft die Eleganz und Schönheit des Verkehrsmittels Flugzeug, die Tatsache, daß ein Flugzeug (egal ob nun klein oder groß) von A abhebt und nach einer bestimmten Zeit in B landet. Schwer zu erklären, das Gefühl habe ich bei einem Zug nicht, wenn man von A nach B fährt und dann den Zug am Zielbahnhof sieht.

    Außerdem spiegelt(en) Fluggesellschaften die kulturellen Unterschiede und Geschmäcker wider und die "Stimmung" an Bord war individueller, weniger austauschbar wie ich es oft heute empfinde.

    In der Abenddämmerung die eine 727 über die Hecktreppe zu verlassen und das elegante und leicht verrußte Leitwerk leicht angestrahlt zu sehen, während man warme Triebwerksluft inhaliert - das sind Momente, die ich schätze :-)

    Gruss
     
  10. Jusia

    Jusia Testpilot

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    ..........ja logisch...............

    auch ich trage "Ihn" immer bei mir:D

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  11. #10 HorizontalRain, 10.07.2006
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    Leidenschaft Flugzeug? In ein Flugzeug verliebt sein? Interessante Fragestellungen! Auch sehr interessante Wortmeldungen bisher dazu, aber wie immer im Leben gibt es wohl doch auch bei diesem Thema eine zweite Seite der Medaille.
    Als ich vor fast genau 30 Jahren meine ersten fliegerischen Schritte unternahm, war auch eine ganze Menge Leidenschaft dabei, ohne die eine Ausbildung zum Strahlflugzeugführer auch nicht möglich gewesen wäre. Die Leidenschaft Flugzeug oder soll ich besser sagen die Leidenschaft „Flugzeugfliegen“ half Entbehrungen zu ertragen und kleine emotionale Tiefs zu überwinden. Ich musste aber auch lernen, dass das Wortspiel: „Leidenschaft Flugzeug – Flugzeug Leiden schafft“ harte Realität sein kann – nämlich immer dann, wenn ein guter Kamerad den „Fliegertod“ findet. Eine Situation, mit welcher ich leider nicht nur einmal konfrontiert wurde und die dann auch Spuren auf der Leidenschaft hinterlässt.
    Kann man in ein Flugzeug verliebt sein? Ich denke NEIN! Liebe macht ja bekanntlich blind, was, ähnlich wie blindes Vertrauen, in der Fliegerei schnell tödlich sein kann. Bestenfalls kann man zu einem Flugzeug ein Vertrauensverhältnis aufbauen, aber so etwas kann – sollte sogar etwas - dauern.
    Mein fliegerisches Leben ist seit Jahren Geschichte. Ich durfte insgesamt fünf Flugzeugtypen fliegen, etwas Leidenschaft war immer dabei, aber auch viel Respekt gegenüber dem Flugzeug. Ein Punkt, den man nicht nur als Flugschüler, sondern auch, und fast bin ich geneigt zu sagen, besonders dann, als „alter Hase“, nie aus dem Auge verlieren sollte. Nur so kommt auch noch in die Lage auf ein erfülltes fliegerisches Leben rückblicken zu können, um auch ein bisschen Stolz empfinden zu können!

    HR
     
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  12. #11 stratrevival, 10.07.2006
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    Leidenschaft Flugzeug - Was sonst?

    Vorausgeschickt: Meine Liebe zum Fliegen und zu den Flugzeugen ist eher platonisch, ich habe leider leider keine PPL oder Ähnliches, bin immer nur "hinten gesessen".
    Angefangen hat es in der Kindheit, am Stadtrand von Wiener Neustadt/Niederösterreich, in Hör- und Sichtweite des kleines Fluplatzes, der heute der Diamond Aircraft dient. Das Brummen von kleinen und (weiter oben) auch größeren Propellerflugzeugen hat damals ganz einfach dazu gehört und hat irgendwie ein Wonnegefühl erzeugt. Am schönsten Ausleben kann ich meine Leidenschaft als Passagier von Oldtimerflügen (z.B. Lufthansa-Ju52, Sunflower-Li2), obwohl das natürlich, wie der tragische Unfall neulich in HH zeigt, auch seine Schattenseiten haben kann. Natürlich geniesse ich auch die diversen Urlaubs- und Geschäftsreisen an Bord moderner Flieger, aber was ist eine 737 gegen einen Kolben-Twin...
    Und wenn heute an einem heißen Sommertag die flirrende Luft durch das sonore Dröhnen einer Turboprop spürbar zu vibrieren beginnt - das ist ganz einfach wunderschön,

    meint
    stratrevival
     
  13. #12 Hunter75, 10.07.2006
    Hunter75

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    Motorendröhnen,klingheln,surren,pfeifen,heilen,stampfen,vibrieren.All das sind Ereignisse,die bei uns allein schon aus der Verwandschaft zu den Urgewalten (Gewitter,Vulkanausbrüche,Geräusche großer Wildtiere) einen Hormonschub bewirken.
    Nur rennen wir vor unseren künstlichen Untieren nicht weg und treffen sie überall an.Rennsport,Flugzeuge Baumaschinen,Schiffe...
    Was macht nun die Faszination Fliegen aus?!Vielleicht sollten wir uns,um es zu ergründen zu den Wurzeln begeben und diese Urgewalten einmal ausblenden.
    Stellen wir uns diese Frage doch einmal unter der vorstellung eines antriebslosen Segelflugs.
    Alles weitere wie Antriebsgeräusche sind dann nur Zugaben,wie das Salz in der Suppe ;)
     
  14. #13 Tomcatfreak, 10.07.2006
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    Zeig mal bitte ein Detailbild :eek:
     
  15. #14 PharaoKai, 11.07.2006
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    Mit "Blindheit" hat das (zumindest in meinem Fall) nichts zu tun. Nur können es sich nunmal die wenigsten vorstellen(!), dass es so etwas wie Flugzeugliebe gibt.
    Die meisten reagieren so: :FFEEK: und/oder so: :confused:
    Die meisten Leute kennen "so etwas" einfach nicht. Aber: So was gibt's!
    Ich LIEBE ein Flugzeug. - Ja! - Und ich stehe dazu. Kann und werde jedoch niemanden zwingen es zu verstehen. ;)
     
  16. Flugi

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    Seit 1958 verfolgt mich das Flugzeug.
    Ein Psychoanalytiker würde an diesem Satz seine wahre Freude haben.
    Seit 1958 verfolgt mich das Flugzeug.
    Ein einfacher Plastikbausatz in meiner Zuckertüte muss wohl der Auslöser gewesen sein. Seit dem trieb mich immer die Frage, wo stehen die richtigen Flieger?
    Die standen damals auf meinem örtlichen Flughafen und auf einem kleinen Wiese am Rande der Stadt.
    Auch wenn ich heute weiß, wie ein Flugzeug funktioniert, warum es in der Luft gehalten wird, es ging und geht auch heute noch, immer etwas geheimnisvolles von zu einem Flugapparat aus. Man sieht nicht auf den ersten Blick die physikalischen Wirkungsweisen der Aerodynamik, die Luftströmungen die ein Flieger umgeben, wenn er am Himmel seine Bahn zieht.
    Mein Lebensweg war so zu sagen damit vorprogrammiert und verlief in meiner Jugend immer so, das ich die großen Flieger nie aus dem Auge verlor.
    Es kam dann auch der Tag, als ich mit der Arbeit an diesen Gebilden aus Aluminium, Stahl und Plastik meinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Zwanzig Jahre lang, Tag für Tag. Nur selber den Knüppel fassen und die Pedale treten durfte ich offiziell nicht, wegen der „Westverwandtschaft“, Ihr versteht?
    Trotzdem habe ich viele Flugstunden erlebt, viele Wochenenden durchgeschraubt damit der Flieger wieder in sein Element kam. Es waren prägende Jahre, die mich lehrten Dinge richtig oder gar nicht zu tun, in denen ich viel gesehen und erlebt habe und die ich aus heutiger Sicht, nicht missen möchte.
    Einmal Flieger, immer Flieger. Die Leidenschaft bleibt, auch wenn sich die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Lebensumstände verändert haben. Es ist eine Leidenschaft, die nicht an politische Ideologien gebunden ist. Es ist der Traum vom Fliegen selbst. Heute (1993) konnte ich mir diesen Traum verwirklichen. Wenn mir heut danach ist, fahre ich zum Flugplatz, setz mich in „meinen“ Flieger, auch wenn es nur eine kleine Flugmaschine ist und drehe ein paar Runden oder gehe auf Strecke. Lass mich tragen und für kurze Zeit den Alltag vergessen. Kein Flug ist wie der andere, auch wenn ich zehnmal das gleiche Ziel ansteuere. Das Wetter, die Jahreszeit, das Terrain, immer gibt es neue Eindrücke und was Neues zu entdecken. Flieger sind Individualisten, aber nicht weltfremd und so abgehoben, das sie mit Gleichgesinnten und Fliegerfreunden nicht in guten Kontakt stehen könnten. Das Forum hier beweist es, die Treffen auf Airshows und Flugplatzfesten zeigen es. Traurig ist immer der Tod eines Fliegerkollegen oder eines Kameraden, dem seine Leidenschaft zum Verhängnis geworden ist. Man muss ihn nicht mal persönlich gekannt haben, aber jeder Absturz zeigt einem auf, wie schmal der Grat ist, auf dem man sich manchmal bewegt. Aber die meisten verunglücken auf der Fahrt zum oder vom Flugplatz. Statistik eben.
    Auch Leuten den es nicht vergönnt ist, mit oder an Flugzeugen zu arbeiten, mit ihnen selbst zu fliegen, können von dieser Leidenschaft befallen sein. Nur manifestiert sich dies dann anders. Modellbauer holen sich den Traum bis ins kleinste Detail nachgebildet in ihre gute Stube und erfreuen sich an den klaren Linien einer Bf 109 oder MiG-29. Flugzeugspotter und Fotografen jagen in ihrer Freizeit von einem Event zum anderen und liefern Bilder, die manchmal atemberaubend sind und die Schönheit und die Elleganz der Flugzeuge im Bruchteil einer Sekunde einfrieren.
    Aviatiksammler, Luftfahrtmuseumsbetreiber und deren Mitarbeiter die alte Fluggeräte wieder zu Leben erwecken, das sind alles Leute mit dem gleichen Virus und der gleichen Wellenlänge. Man spricht die gleiche Sprache, auch länderübergreifend, wie es viele der Luftfahrtpioniere, mit ihren völkerverbindenden Flügen einst gewollt haben.
    In diesem Sinne, leidet bitte weiter am Objekt, Flugzeug.
     
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  17. #16 tigerstift, 11.07.2006
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    Das Flugzeug bzw. die Luftfahrt verfolgt mich seit meiner Geburt.
    Ich wurde in die Luftfahrt reingeboren, da mein Vater Fernmeldemechaniker ist, Radar- und Funkanlagen. Dazu sind meine Onkels allesamt in der Luftfahrt oder waren besser gesagt. Ein Onkel war Bordmechaniker auf UH-1D der andere auf Transall und einer Tower Controller. Allesamt auch privat in der Luftfahrt engagiert. Dadurch kam ich schon seit ich denken kann mit der Luftahrt in Berührung. Durch die Mitgliedschaft meines Vaters im örtlichen Fliegerclub habe ich auch immer kräftig an der Wartung der Flugzeuge, sei es Segelflugzeug oder Motorflugzeuge mitgeholfen. dadurch wurde ich zum "Vereinsmaskotchen" :D und bei jeder gelegenheit die sich bot befand ich mich in der Luft. Ich glaube ich hatte die meisten (Mit-) Flugstunden in unseren Verein:D . Jeder der einen Platz frei hatte nahm mich mit. So kam es auch, dass ich auf vielen Flugtagen in der Republik dabei war. Da meistens immer jemand da war der auf irgeneine Flugshow geflogen ist. Außerdem bin ich auch immer auf unsere Jährlichen Fliegerlager mit Zelt und allen was dazugehört mitgelfogen. Leider habe ich es nie geschafft den Flugschein zu machen. So kam es natürlich auch dazu, daß ich den Beruf des Fluggerätmechanikers erlernte. Mittlerweile nennen mich meine Kollegen "den Aerosexuellen", ich glaube das trifft auch 100% auf mich zu :D . Mittlerweile bin ich 21 und habe meine Eierschale abgeworfen und werde bald meine Segelflugschein in Angriff nehmen. Ich glaube bisher trifft der Ausdruck " Ein Leben für die Luftfahrt" gut auf mich zu. Ich kann mir auch nichts schöneres, spannenderes vorstellen als mein Hobby und meinen Beruf.
     
  18. Jusia

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    ..........ich bin grad

    so ziemlich sprachlos...................so viele schöne Worte.
    Da ist ja so ziemlich "alles" mit dabei................

    Ich infizierte mich auch im Kindesalter. Mein Vater nahm mich oft mit in ner C-172 Rocket


    Ich schaute mir immer die Wolken, und die Flügel darüber oder darunter an. (Ich hab mich hinten einfach reingelegt, da konnte ich herrlich träumen)

    Dann gab es wohl die sog. künstlerische Pause, Vater hörte auf zu fliegen, ich hatte den typischen Pferdefimmel.........(wie alle Mädels)..............doch plötzlich, hang zwischen den vielen Pferdepostern.....................ein Flugzeugposter..........die Metamorphose an meiner Wand war interssant, immer mehr.............und mehr............wechselte Pferd mit Flugzeug.

    Bis ich das erste Modell von einem Verwandten geschenkt bekam, es war ein schon zusammengebauter Stuka..............Nun es passierte etwas Unglaubliches............ich hatte mich in den Flieger richtig verliebt. :red:

    So nahm alles seinen Lauf.........ich baute zuerst mal Modelle, jedes zweite Wort war Flugzeug (meine armen Eltern, meine armen Klassenkameraden..............) meine ganze Bude hang voll mit Flugzeugmodellen (ich glaube so an die 80 Stück mal gezählt zu haben) Von der großen Revell B-1 bis zu Mini Ju-87. Alles was Luftfahrt an sich hatte zog das Magnet Jusia an sich.............Ob es ein alter Windsack war....oder ein Propellerblatt.

    Flugmodellbau, war ich erst mal zu arm für. Nach vielen Jahren quälerei auf Schulen, die ich nicht mochte, fand ich endlich etwas was mich rundherum glücklich machte.......ich hatte das Glück und lebte ein Jahr lang direkt auf einem Flughafen, dem Flughafen Paderborn Lippstadt.......dort war ich mehr oder minder glücklicher Praktikant bei damals RFG an der ATR-42 bzw. Metroliner .......minder weil die jungens da nicht so nett mit Frauen in der Werkstatt umgegangen sind...............


    Es hat mich dann dort auch nicht allzu lange gehalten........und ich ging nach Harri Pohl um dort den "richtigen Flugzeugbau" kennen zu lernen. Der Mann konnte was, und da habe ich sehr viel gelernt und er hatte mich auch in der Werkstatt akzeptiert. Zwischen drin lernte ich fliegen, das habe ich so nebenbei gemacht, es war aber eher "Abfallprodukt" für mich. Klar wer Flugzeuge mag der muss ja dann auch mal fliegen................, aber so richtig war das nicht bei mir, also Pilotin oder sowas wollte ich nie werden. Nur Flugzeugmechanikerin oder bauerin.

    Für mich waren Flugzeuge, elegant, kräftig, schön anzusehen. Es gab nichts Schöneres als neben der ATR zu stehen wenn das Triebwerk lief............(ich wäre fast mal wie hypnotisiert in einen Prop deswegen gelaufen) Ich lief immer weiter zum Triebwerk, und blickte hinten in die Turbine rein und sah auch die Verbrennung. Das Geräusch, das Zischen und starke Vibriren hat mich ganz bedusselt gemacht.


    Ich saß in der Zeit Paderborn sehr viel im Flugzeug, ob Bölkow, ATR, Morane, Money; Metro...................habe sogar von einem ehemaligen 109 Piloten gelernt bekommen wie man sich am besten im Flug verteidigt und wie man am besten angreift............das Ganze mit ner Bölkow 207.

    Nun die Faszination Flugzeug, machte mich dann auch (und das kam erst was später............) sehr sehr neugierig auf die Technik, die dahinter stand.
    Ich war immer auf der Suche nach etwas in derem Kern, so war es das ich mich damti beschäftigen musste..........................ich glaube fast ich suchte die "Seele":)

    Leider hat der Liebe Gott mich nicht grad mit mathematischen Verstand gesegnet, und so musste ich mir wohl oder übel alles so ziemlich "reinwürgen" , ich kann jetzt von mir behaupten das ich die Materie Flugzeug ganz gut begreife, umgehen kann ich auch mit ihr. Habe meine Lizenzen überm DAeC gemacht unter anderem auch schon ein Flugzeug grundüberholt..............bin aber doch eher der Motorflugzeugschrauber.

    Besonders im Auge habe ich immer noch die Ju-87, sie ist und bleibt die Nr. 1 unter den Flugzeugen für mich. Leider liegt ein Schatten auf diesem Flugzeug, aber ich trage ihn ein wenig mit, und versuche es nur als Flugzeug nicht als Waffe zu sehen. Was ich für die Maschine Flugzeug empfinde, das versuche ich in meinen Bildern auszudrücken..............ich habe sie bis in meine Poren aufgesogen, und gebe sie zurrück auf die Leinwand, eigene Verarbeitung, es ist unheimlich viel Kreativität in diesen Maschinen..........

    Die gezügelten Urgewalten, wie Feuer und Wind...............dies vermag die Flugmaschine zu beschreiben und auch wieder zu spiegeln.

    Nirgendwo läßt sich die Freiheit besser genießen als in der Luft, da ist man weg von allen Problemen nichts was einen bedrücken kann. Der Flügel macht für mich immer eine einladende Geste........sowas wie Siegerpose........Freiheit..........

    ..........und auch ich habe............immer noch viele Schmetterlinge im Bauch (oder Flugzeuge wie Herbert singt)..............wenn ich in ihrer Nähe bin und ihre Schönheit und Kraft sehen und spüren kann.

    Jo das ist eigendlich alles..................:rolleyes:
     
  19. #18 K-Man, 11.07.2006
    Zuletzt bearbeitet: 11.07.2006
    K-Man

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    Das ging mir ähnlich, in meinem Zimmer gab es wenig Wand ohne Poster...hier der Beweis...übrigens hängen im Flur die Ausklappseiten der Zeitschrift "Aircraft"...habe mich schon immer für Zeitschrifen mit Ausklappseiten interssiert... :FFTeufel:

    Vor den Lexika hängt eine LH 737, auf dem Schreibtisch klebt ein Cockpit eines A320 und dort steht auch (neben der Lampe) ein SR71 Modell...auf dem Klappfach links sind zwei norwegische F-16 zu sehen, die durch einen Fjord fliegen...hat eine Freundin von mir damals gemalt...man, war das eine verrückte, schöne Zeit ;) Natürlich sahen die anderen Wände auch so aus....

    Gruß,
    K-Man
     

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    Hallo

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  21. #19 Jusia, 11.07.2006
    Zuletzt bearbeitet: 11.07.2006
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    Da gabe es mal in ...........

    ...........so einem Luftfahrtkarikaturheftchen............ein schönes Bild, da sitzt so ein Kerl auf dem Bett.......mit nem Fieberthermometer im Mund, und der ganze Körper ist voll mit kleinen Flugzeugen. Der Doktor steht ratlos daneben.................die ganze Bude ist voll mit Flugzeugmodellen...............:D

    Hat das irgendwo jemand? Das passt jetzt mal gerade hier rein:p

    Erinnert mich an mein Zimmer damals................nur war das dazu noch vollgestopft mit Modellfliegern nen Propellerblatt von ner Do-228 hang noch dazwischen............meine Eltern haben immer den HORROR bekommen wenn sie in mein Zimmer kamen.
    Als ich in Paderborn gewohnt habe da haben sie dann meine
    Fliegerstube renoviert, war ein wenig mitgenommen vom Flugzeuge basteln und lackieren und so, die Schrottteile von gesammelten Flugzeugen aus der WKII - Zeit taten ihres dazu.......................alles weiße Möbel und ein ganz heller Teppich.............................als ich dann wieder einzog schleppte ich erst mal ein schönes gammeliges, wo in Fetzen die Bespannung herunter hing..............Seitenruder von ner P-39 mit rein, und stellte es vor dem schönen weißen Schrank auf dem schönen hellbeigen Teppich:D :D Mitten in meine Bude, daneben zierte ein Spornrad samt Bein die schöne helle Einrichtung.......... War ne Restaurierungsarbeit.................Ich kann mich noch an den SCHREI meiner Mutter erinnern:D :D War sehr laut.............ich konnte sie gar nicht verstehen :(
     
  22. #20 PharaoKai, 11.07.2006
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    Mein Zimmer is da eher unspektakulär was Poster oder Modelle angeht. Will mich diesbezüglich aber noch "bessern" :cool:

    Aber hier mal ein kleines Foto von meinem 1:50-Modell...
     

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