Luftraumverletzungen am Frankophoniegipfel

Diskutiere Luftraumverletzungen am Frankophoniegipfel im Schweizer Luftwaffe Forum im Bereich Einsatz bei; http://www.news.admin.ch/dokumentation/00002/00015/?lang=de&msg-id=35814

Tigerfan

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Bern, 22.10.2010 - Aufgrund der Missachtung der während des Frankophoniegipfels für den Luftraum über der Region Montreux geltenden Sondervorschriften erhält der Flugplatz Bex (Region Chablais) bis spätestens Montag, 25. Oktober um 18 Uhr keine Sondergenehmigung mehr.

Mit Beschluss vom 5. März 2010 hat der Bundesrat die Benützung des Luftraums über Montreux in einem Radius von ca. 46 Kilometern für die Dauer des Frankophoniegipfels eingeschränkt. Die Flugplätze innerhalb dieses Bereichs erhalten Sondergenehmigungen, die von der Schweizer Luftwaffe unter gewissen Bedingungen zum Flugbetrieb während dieses Zeitraums erteilt werden. Ab heute bis spätestens Montag, 25. Oktober 2010 um 18 Uhr, wird diese Sonderregelung für den Flugplatz Bex aufgehoben.
Der Chef Einsatz Luftwaffe, Divisionär Bernhard Müller, traf diesen Entscheid nach Rücksprache mit den Verantwortlichen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt aufgrund des zweimaligen Verstosses gegen die getroffenen Massnahmen. Am Donnerstag, 21. Oktober, war kurz nach 18 Uhr ein Leichtflugzeug vom Flugplatz Bex in nördlicher Richtung gestartet, obwohl gemäss Vorschriften nur Starts nach Süden zulässig waren. Nachdem das Flugzeug von einer PC-7 abgefangen wurde, musste es auf dem Flugplatz im Chablais landen, wo der Pilot von der Waadtländer Kantonspolizei vernommen wurde. Dieser Vorfall war bereits der zweite Zwischenfall nach einem ersten Vorkommnis während der Trainingsphase am Freitag, 15. Oktober.

Ausgenommen von diesem Beschluss sind Rettungs- oder Noteinsatzflüge. Seit der Ausweisung dieser eingeschränkten Flugzone musste die Luftwaffe bereits bei vier Luftraumverletzungen eingreifen
http://www.news.admin.ch/dokumentation/00002/00015/?lang=de&msg-id=35814
 
Mainstay

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Richtig so!

Das ist zumindest einmal konsequent. Hut ab vor dem, der dies entschieden hat!

Apropos: bereits 4! VFR-Wetter lässt grüssen!!!

Gruss
Mainstay
 
Grimmi

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Dies erklärt auch die heutige Nervosität der Hornet- und NCPC-7 Piloten (und der Bodenkontrollstelle) als sie die diversen Lande-/Start-Volten eines Privatflugzeuges auf einem Flugplatz in meiner Nähe haargenau beobachteten :!:

Grimmi in Terrorgefahr :FFTeufel:
 

Decikid

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Ich MUSS es einfach fragen ..

Wozu wird eine PC-7 hochgeschickt ?


Nur zur Identifikation im Rahmen Luftpolizeilicher Aufgaben ?
Oder gibt es bei der schweizer Luftwaffe auch PC-7, welche
(Ähnlich den Tucanos in einigen Ländern) über entsprechende
Bewaffnung verfügen, einen potentiell gefährlichen Eindringling
zur Not auch bekämpfen zu können ?
 
Grimmi

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Nein, Schweizer Propellerflugzeuge und auch die Helis sind NICHT bewaffnet. Es geht darum eigentlich nur um Präsenz zu markieren und zu identifizieren - man will ja nicht gleich Herzinfarkte bei den meist älteren Semestern an Privatpiloten riskieren,wenn die bei jedem kleinen Verstoss gleich ne Hornet neben sich sehen ;)
 

Decikid

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Aaaaach sooo :red:

Erst mal vielen Dank für Deine Ausführungen :TOP:

Bei ein- bis zwei weiteren Gedankengängen auch sehr gut nachvollziehbar
wenn der allerorts gefürchtete "Mann mit Hut am Steuerknüppel" den bösen
Schatten einer ausgewachsenen Hornet neben sich wahrnimmt.:eek:
( Wobei man schon mehr zu Befürchten hätte, die Hornet könnte eine kleine
Chessna o.ä. eher einatmen als abschiessen :D)

Ich hatte den Gedanken mit der PC-7 auch eher nur, weil ich mal ein Video
gesehen habe, in dem eine kolumbianische Super Tucano einen fliehenden
Drogenkurier nach längerer Verfolgung und mehreren Warnungen letztendlich
mittels Waffeneinsatz zu Boden zwang.
( Der Drogenkurier landete an mehreren Stellen des Dschungels zugleich ...)
 
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.....
Hallo.

Wir machen in Ö auch LRÜ mit den PC-7 (aber nur bei Gipfeltreffen oder Veranstaltungen wie die EM08). Aber hauptsächlich nur wegen der geringen Geschwindigkeiten von diversen Cessnas, Catanas oder Helis. Der EF würde da nur vorbeifliegen und beim Landezwang nebenher fliegen wäre dann nicht so einfach.
 
Grimmi

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Hmm, eben wurde ein weiteres Flugzeug aus der Zone begleitet - ne NCPC-7 an der Seite und ne Hornet hintennach. Den Ton (die Tonlage) der auf der Notfrequenz ausgetauscht wurde geb ich jetzt mal nicht weiter - aber sehr freundlich war der nicht ;)

Die Hornet begleitete die fehlbare Maschine bin in die Region Fribourg, die PC-7 begleitete noch weiter bis ins Luzernische ;)

Bilder - naja - werd ich hier wohl besser keine reinstellen. Ich denke der fehlbare Pilot büsst schon genug mit der wohl nicht ganz einfachen Nachflugbesprechung und Strafe....

EDIT 2016: Mittlerweile ist das Ganze schon fast verjährt und ich poste zwei Bilder. Das Bild der Formation ist extra unscharf, um die Privatsphäre zumindest zum Teil zu gewähren. Die Hornet passte leider nicht gleichzeitig aufs Bild, wollte ja keine Mückenschisse präsentieren und hatte das grosse Rohr montiert ;)
 
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Tigerfan

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Fusionman affole l’armée

L’aérodrome de Bex est-il devenu un nid de terroristes à cause du Sommet de la francophonie? Deux pilotes et le célèbre Fusionman provoquent l’intervention armée.
Ganzer Artikel auf französisch unter lematin.ch

Yves Rossy hat auf dem zurzeit geschlossenen Flugplatz Bex einen "Flug absolviert und damit die Armee geärgert. Sogar ein F-18 und ein Pc-7 kamen, um ihn abzufangen.:TD::rolleyes:
 
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Yves Rossy hat auf dem zurzeit geschlossenen Flugplatz Bex einen "Flug absolviert und damit die Armee geärgert. Sogar ein F-18 und ein Pc-7 kamen, um ihn abzufangen.:TD::rolleyes:
Stimmt so nicht ganz: Gemäss dem verlinkten Artikel ist Yves Rossy (besser bekannt als "Fusionman", der mit einem mit vier kleinen Jettriebwerken bestückten Karbonflügel auf dem Rücken aus einem Flugzeug sprang und so den Aermelkanal überflog) gar nicht geflogen, sondern hat nur auf dem Flugplatz Bex einen Bodentest gemacht. Als die Triebwerke dann so richtig schön zu heulen und zu rauchen begannen, dachten die Soldaten, die den Flugplatz überwachen und beobachten, dass er gleich abheben würde :rolleyes: und haben die Einsatzzentrale alarmiert. :D Diese hat dann gleich eine PC-7 und eine Hornet zu einem tiefen Ueberflug über den Flugplatz vorbei geschickt. Ausserdem hat wohl die Militärpolizei Rossy umzingelt, um ihn von einem Start abzuhalten. ;) :D

(Achtung, Sarkasmus!) Dazu muss man wissen, dass so ein Fusionman mit vier Modelljettriebwerken, die nicht mal genügend Schub entwickeln um ihn vom Boden abzuheben, geschweige denn bis nach Montreux fliegen zu lassen, doch ein enormes Gefahrenpotenzial darstellt und den Einsatz einer F/A-18 absolut rechtfertigt. :FFTeufel: :rolleyes:
Man kann ja auch mit Kanonen auf Spatzen schiessen...

Zumindest kann sich der Fusionman über die Gratis-PR freuen.

Hmm, eben wurde ein weiteres Flugzeug aus der Zone begleitet - ne NCPC-7 an der Seite und ne Hornet hintennach. Den Ton (die Tonlage) der auf der Notfrequenz ausgetauscht wurde geb ich jetzt mal nicht weiter - aber sehr freundlich war der nicht ;)

Die Hornet begleitete die fehlbare Maschine bin in die Region Fribourg, die PC-7 begleitete noch weiter bis ins Luzernische ;)

Bilder - naja - werd ich hier wohl besser keine reinstellen. Ich denke der fehlbare Pilot büsst schon genug mit der wohl nicht ganz einfachen Nachflugbesprechung und Strafe....
Hoi Grimmi,
Dass Du hier keine Fotos zeigen willst, auf denen man evtl. sogar die Regi erkennen kann, verstehe ich und finde das richtig. Trotzdem würde es mich interessieren, was für ein Flugzeug (Typ) das war, das die Luftraumverletzung begangen hat. Kannst Du uns das wenigstens verraten?
 
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Hmm, also ... sag ich am besten dasselbe wie der Pilot bei der Live-ID ... 'Cessna-Type aircraft' ... gemäss Halterverzeichnis hat der Eigentümer auch weisse Socken an wie du :D
 
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Hmm, also ... sag ich am besten dasselbe wie der Pilot bei der Live-ID ... 'Cessna-Type aircraft' ... gemäss Halterverzeichnis hat der Eigentümer auch weisse Socken an wie du :D
Die Farbe meiner Socken tut hier nichts zur Sache, zumal Deine Mutmassung in dieser Beziehung falsch ist: Ich trage keine weissen Socken, ich besitze nicht mal weisse Socken und weder wohne ich im, noch stamme ich aus dem Kanton, dessen Eingeborenen nachgesagt wird, dass sie mit Vorliebe weisse Socken tragen. :eek: Ich wette sogar mit Dir, dass Du mich, seit wir uns kennen, noch nie hast mit weissen Socken rumlaufen sehen. :p
Trotzdem danke für Deine Auskunft. :)
 
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Ich trag auch keine weisse Socken, trotzdem das ich in der Nähe des betreffenden Flugplatzes wohne... ;-)
 

Decikid

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Bekommt der Herr Yves Rossy denn dann etwa den Einsatz in Rechnung gestellt ?
Ich denke mal, die F-18 dürfte pro Fluminute ne Stange Geld kosten :confused:
 
Mainstay

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Der Frankophoniegipfel und somit auch der Einsatz Apollinaire wurde grösstenteils erfolgreich bewältigt. Insgesamt gab es einiges zu tun, wenigstens war es friedlich und heute auch dank dem schlechten Wetter in der Luft recht ruhig...

See you next @ WEF :HOT:
 

Tigerfan

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Frankophoniegipfel: Armee hat Auftrag erfolgreich erfüllt

Bern, 24.10.2010 - Für die Armee ist der subsidiäre Sicherungs- und Unterstützungseinsatz am Frankophoniegipfel 2010 in Montreux ein Erfolg. Auf heute Sonntagabend wurde die Truppe von den kantonalen Behörden vom Schutzauftrag entbunden. Die Sicherheit konnte zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden. Bis Ende nächster Woche werden auch die Rückbauarbeiten beendet sein
Die Sicherheit im Luftraum war jederzeit gewährleistet. Die Luftwaffe verzeichnete insgesamt sieben Regelwidrigkeiten (Stand 24.10.2010, 17.00 Uhr) im eingeschränkten Luftraum über Montreux. Aufgrund von Regelverstössen musste die Luftwaffe dem Flugplatz Bex die Sonderbewilligung für den Flugverkehr bis zur Aufhebung des eingeschränkten Luftraums entziehen. Mit einem effizienten und gut geplanten Einsatz ihrer Mittel trug die Luftwaffe dazu bei, die Lärmbelastung für die Bevölkerung so niedrig wie möglich zu halten.
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Hat zwar nicht direkt mit einer Luftraumverletzung zu tun, aber immerhin noch mit dem Frankophoniegipfel. Vielleicht könnte man über sowas auch bald einen eigenen Fred eröffnen. Leider häufen sich ja solche Meldungen in letzter Zeit. :rolleyes:

Die Insassen zweier Militärhelikopter sind am letzten Freitag gegen 9.30 Uhr über Vevey VD von Laserstrahlen geblendet worden. Zwei Männer trugen Augenverletzungen davon.

Die beiden Helikopter waren im Rahmen des 13. Frankophonie-Gipfels in Montreux unterwegs, als sie innerhalb von rund zehn Minuten von einem Laserstrahl attackiert wurden, schreibt die Waadtländer Kantonspolizei am Mittwoch in einem Communiqué. Die Insassen konnten exakt lokalisieren, aus welchem Gebäude der Laserangriff erfolgte.

Dank den Angaben konnte ein rund 30-jähriger Schweizer in seiner Wohnung in Vevey festgenommen werden. Dabei fand die Polizei einen relativ starken Laser, der in der Astronomie verwendet wird. Der zuständige Untersuchungsrichter klagte den Mann wegen Störung des öffentlichen Luftverkehrs und Körperverletzung an.

Keine bleibenden Schäden erwartet

Zwei Leute sind bei der Laserattacke an den Augen verletzt worden. Einer davon, ein Pilot, musste sich in Spitalpflege begeben. Laut den Ärzten soll dieser jedoch keine bleibenden Schäden davontragen.

Erst kürzlich waren auch Piloten der Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) Opfer von Laserattacken geworden. Insgesamt zählte die Rega in diesem Jahr bis Ende August bereits zehn Laserangriffe. 2009 waren es sechs.
Quelle: 20min.ch
 
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