Pilotenmangel beimKampfhubschrauber "Tiger"

Diskutiere Pilotenmangel beimKampfhubschrauber "Tiger" im Bundeswehr Forum im Bereich Einsatz bei; Nach Informationen des SPIEGEL verfügen im Moment nur 18 Piloten über die Qualifikation, die für Flüge in Einsatzgebieten erforderlich ist. Das...

Moderatoren: TF-104G
  1. #1 klaus06, 10.06.2017
    klaus06

    klaus06 Testpilot

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    Nach Informationen des SPIEGEL verfügen im Moment nur 18 Piloten über die Qualifikation, die für Flüge in Einsatzgebieten erforderlich ist. Das reicht gerade aus, um die vier "Tiger", die im Moment bei der Uno-Mission MINUSMA in Mali eingesetzt werden, ein Jahr lang zu betreiben.



    Kampfhubschrauber: Akuter Pilotenmangel bei der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE - Politik
     
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  3. #2 Monitor, 10.06.2017
    Monitor

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    Was sind jetzt "wenig verfügbare Flugstunden" ?

    Darf der Tiger nicht mehr Flugstunden fliegen oder die Piloten ??
     
  4. #3 Spartacus, 10.06.2017
    Spartacus

    Spartacus Flieger-Ass

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    "Verfügbare Flugstunden" entstehen aus mehreren Komponenten:
    - Verfügbarkeit der Fluglehrer
    - technische Flugbereitschaft des Geräts
    - Budget für die Flugstunde(n)

    Und wenn die Fluglehrer selbst im Einsatz sind und das Budget für die Fliegerei regelmäßig gekürzt wird, dann steht das beste Gerät einfach so im Hangar rum und die Piloten hocken in den Stuben und warten...

    Spartacus
     
  5. FREDO

    FREDO Space Cadet

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    Hat aber einen unbestrittenen Vorteil: Die Lebenserwartung der Piloten wird gesteigert; sie sind länger sozial integriert und bei ihren Familien.
    Und wenn das nichts ist...
     
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  6. Tracer

    Tracer Alien

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    Und noch schöner, die ersten Tiger werden eh schon ausgemustert, weil die Zellen abgeflogen sind. Ich kenne kein Waffensystem, welches solch ein Schattendasein fristet, wie den Tiger. Hab ihn bis dato nur auf der ILA und in Manching gesehen. Aber ich bin ja auch erst seit 19 Jahren Soldat. :blink:
     
  7. GorBO

    GorBO Space Cadet

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    Naja in Donauwörth habe ich ihn auch gesehen: im Tigerkäfig in verschiedenen Stadien der Montage und auch fliegend. Bei einer abfliegenden Maschine hieß es sogar, die geht zu ihrem Einsatzverband. Also bitte! :evil:
     
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  8. Tracer

    Tracer Alien

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    Na wenn das so ist nehme ich jegliche Kritik zurück. :biggrin:

    Nein. :wink2:
     
  9. #8 Friedarrr, 11.06.2017
    Friedarrr

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    Die anderen Feldpostnummern fliegen den Tiger... die Australier z.B.

    Und wenn man mit denen zu tun hat, weiß man auch warum!
     
  10. #9 Speedy#32, 11.06.2017
    Speedy#32

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    Darf ich fragen warum?
    Wenn man etwas über den Tiger liest, dann meist wie schlecht er doch ist und dass er bald ausgemustert wird.
     
  11. #10 Friedarrr, 11.06.2017
    Friedarrr

    Friedarrr Alien

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    Sie sind uns voraus! Sodat heißt nicht nur die Uniform in irgend einer Weise zu tagen.
     
  12. #11 Sentinel R.1, 11.06.2017
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    Die Antwort ist leider ähnlich kryptisch wie die erste… Was ist mit der Aussage genau gemeint?
     
  13. Tracer

    Tracer Alien

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    Ich weiß auch nicht so recht, was du damit sagen willst, aber in einem stimme ich dir zu. Sie sind uns voraus. Sie fliegen und eiern nicht seit seiner Indienststellung herum.
     
  14. #13 Navraptor22, 11.06.2017
    Navraptor22

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    In Faßberg flog der Tiger mit einem Piloten aus Fritzlar ( keiner von der Firma, wie früher ) ein ordentliches Display.
     
  15. Meikel

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    östliches Sauerland/fast Hessen:-)
    4 Tiger in Mali/ Einsatzverpflichtung = 8 Mann Besatzung ......5 Tiger waren am Mittwoch aktiv/ Übungsverpflichtung = 10 Mann Besatzung .....1Tiger in Manching/ Übungsverpflichtung = 2 Mann Besatzung.....macht zusammen 20 Mann Besatzung ........Was ist, wenn jetzt nächste Woche in Fritzlar 5,6 oder 7 Tiger im Rahmen von Übung/ Ausbildung fliegen? Handelt sich dann ganz sicher um " Fremdflieger" aus Frankreich oder Spanien....;-) :-) ....ich denke mal, da hat die Presse wieder was " Missverstanden" und will jetzt wieder was daraus machen....die Rechnung kann doch im Grunde so gar nicht aufgehen.......vielleicht 18 Piloten für " scharfe Einsätze", aber nicht für Übung udgl.....
    Hier mal ein etwas älterer Zeitungsartikel, der aus meiner Sicht der momentanen Tatsache entspricht

    Kampfhubschrauber in Fritzlar: Verdopplung der Flüge bis 2017 | Fritzlar

    Wie bereits erwähnt, ich kann das eigentlich nicht bestätigen das da weniger fliegt oder das es auch irgendwelche Engpässe usw.gibt....eher das Gegenteil ist der Fall.
    Gruß
     
  16. #15 Friedarrr, 11.06.2017
    Friedarrr

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    Na, dann sieh dir mal die Flugstunden an, die die machen. Die haben das nahezu gleiche Waffensystem! Woran liegt es? Man sieht es schon am Erscheinungsbild der Soldaten!
    Vergleichbare gibt es bei der BW nur noch wenige (ich schreibe das nicht gerne, aber es ist so!).
     
  17. #16 Sentinel R.1, 11.06.2017
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    Sentinel R.1 Fluglehrer

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    Was ist genau der Unterschied im Erscheinungsbild, das war meine Frage? Ich kenne keinen Australier, von daher interessiert mich, was du meinst.
     
  18. #17 Friedarrr, 11.06.2017
    Friedarrr

    Friedarrr Alien

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    Man sieht schnell das sie Soldaten sind. Das sieht man am äußeren Erscheinungsbild und merkt man an den ersten Worten mit denen man über die Sache redet.

    Sie entscheiden und lamentieren nicht!

    Äußeres Erscheinungsbild unabhängig des Dienstgrades:

    Sie haben die Kopfbedeckung am Mann, auf dem Kopf wo es sich gebührt.

    Keine Hände in den Hosentaschen.

    Ordentliche Uniform ob Kampfanzug oder 1.Geige (keine zig Anzugsordnungen)

    Keinen Regenschirm wenn es regnet

    Ich habe von ihnen noch nie einen Übergewichtigen gesehen

    Sie sein stolz auf das was sie machen



    Das alles gibt es wohl auch noch bei der Buntenwehr, aber eben in der äußersten Ausnahme. Und ich sehe da die Schuld nicht unbedingt voll bei den einzelnen Uniformträgern, eher so das sie gar nicht dürfen...!?



    Das ist nicht der alleinige ausschlaggebende Punkt das die eben fliegen, aber es zeigt die Umstände schon wo der Unterschiede liegt.
     
  19. Sens

    Sens Astronaut

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    Nach Informationen des SPIEGEL verfügen im Moment nur 18 Piloten über die Qualifikation, die für Flüge in Einsatzgebieten erforderlich ist.
    Eine Entlastung sei nicht möglich, "da eine systematische, kontinuierliche Weiterbildung des gesamten bisher auf dem neuen Waffensystem ausgebildeten Personalkörpers mit den wenigen verfügbaren Flugstunden nicht mehr stattfinden kann".
    Der akute Pilotenmangel ist eine Spätfolge des Afghanistan-Einsatzes. 2012 musste die Bundeswehr vier der gerade neu eingeführten Kampfhubschrauber an den Hindukusch verlegen, obwohl das Pilotentraining gerade erst angelaufen war. 2013 und 2014 fand deshalb so gut wie keine Ausbildung mehr statt, weil alle Fluglehrer in den Einsatz mussten. Bis heute sind von den 123 Pilotenstellen für den "Tiger" nur 62 besetzt, von denen 18 die Vorgaben für Einsätze ("mission readiness") erfüllen.

    Im Artikel finden sich doch alle wichtigen Details.

    Inzwischen sind 49 Maschinen ausgeliefert worden, von denen 38 dem einzigen deutschen Kampfhubschrauberregiment im hessischen Fritzlar zur Verfügung stehen.
    "Ministerin von der Leyen verkündet stolz: Rund die Hälfte der "Tiger"-Kampfhubschrauber sind einsatzbereit."

    Von den 38 "Tiger" im Regiment sind etwa 19 Maschinen täglich voll einsatzbereit und von den 62 Piloten sind 18 für Auslandsmissionen verfügbar.
    Warum die Bw keine kontinuierliche Ausbildung betrieben hat und wofür sie das Budget für die Flugstunden genutzt hat, dies wären sicherlich interessante Fragen? 123 Dienstposten für Piloten braucht man aktuell nicht. Für jeden tatsächlich verfügbaren "Tiger" braucht man nur 1,5-2 Piloten und entsprechende Anzahl von WSO, um allen Anforderungen dauerhaft zu genügen.
    Die Dotierung eines Dienstposten richtet sich in der Bw nicht nach der realen Verfügbarkeit des technischen Gerätes sonder nach der Anzahl der Dienststellen. Damit die Entscheider sich dessen immer bewusst sind, da sorgt der Dienst nach Vorschrift dafür, der natürlich nur der Sicherheit geschuldet ist, dass es bei der Truppe niemals genügend Personal gab und gibt, egal wie viele Dienstposten tatsächlich besetzt werden können. Da ist der SPIEGEL die ideale Klagemauer, solange die Journalisten nicht die Motive der Informanten hinterfragen.
     
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    Hallo

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  21. #19 Tracer, 11.06.2017
    Zuletzt bearbeitet: 12.06.2017
    Tracer

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    @Friedarrr sehr viele deiner angesprochenen Kritikpunkte kann ich nachvollziehen. Die Schuld brauchst du jedoch nicht bei den Soldaten suchen. Es ist das ganze System, welches kaputt ist. In diesem System haben tagespolitisch korrekte Streamliner das Sagen und erzeugen einen neuen Typus von Soldaten der zu nichts mehr taugt. Wir auf der Arbeitsebene raufen uns die Haare und sprechen diese Punkte an, aber man wird von genau den oben genannten noch für Blöd verkauft.
    Ein nicht unwichtiger Punkt war in den Medien der letzten Wochen präsent genug, er heißt Vorbilder/Traditionen.
    Ich musste mir die letzten Wochen von der höher bezahlten Einsicht mehrmals erklären lassen wer unsere Vorbilder sind und dass die Soldaten sich Traditionen und Vorbilder aussuchen und diese nicht von oben befohlen werden können.
    Unsere glorreiche Bundeswehr hat es jedoch in den letzten 61 Jahren auf ganzer Linie versäumt auch nur im Ansatz einen eigenen Geist zu erschaffen. Wir haben keine Vorbilder zu denen wir aufblicken können. Militärische Leistung ist in dieser postheroischen Gesellschaft schon lange nicht mehr salonfähig. Zu Zeiten des kalten Krieges war alles klar und einfach. Man hatte einen Auftrag. Kämpfen können um nicht kämpfen zu müssen, die Richtung war klar, der Feind hatte einen Namen, ein Gesicht. Disziplin war notwendig, die Welt war analog und als Vorbilder dienten alte Wehrmachtshaudegen, welche zur damaligen Zeit eben noch traditionswürdig waren.
    Dann wurden Stück für Stück Vorbilder genommen und man begann die Soldaten in regelmäßigen Abständen zu gängeln. "Klagt nicht, kämpft" wird verboten, wer das nutzt ist ein Nazi. "Treue um Treue" wird verboten, nur Nazis nutzen das. Jetzt wird "Gott mit uns" zum Nazi-Skandal mitten in Afrika. Wer seine Untergebenen so massiv für dumm verkauft, ihnen in den Arsch tritt und ständig Handlungssicherheit nimmt, der muss sich nicht wundern, wenn Soldaten es mit Motivation ganz sein lassen, oder sich neuen, eigenen Vorbildern zuwenden. Die einen blicken weiterhin in die Vergangenheit, versuchen an militärischen Leistungen ihrer Großväter festzuhalten, andere nehmen sich NATO-Partner als Vorbilder, welche sie selbst im Einsatz kennen lernen durften. Bei den Kampfverbänden sind dies eben auch gerne die Erscheinungsformen der "Spezialeinheiten". Silent Professionals. Warum sind wohl Hosengummis für manche völlig out. Der Gefechtsbart ist modern.
    Das von dir monierte äußere Erscheinungsbild wird immer mehr zum Selbstläufer in Zeiten in denen Vorgesetzten regelmäßig die Flügel gestutzt werden, wenn sie versuchen eben solche Mängel abzustellen. Es sind Zeiten in denen jeder dahergelaufene Mensch eingestellt wird, weil man vor lauter Personalmangel lieber den Weg "Krücke statt Lücke" beschreitet. Nebenbei muss ja alles "attraktiv" sein. Man möchte Individualist sein, sich hervorheben. Gerne auch in Sachen Anzug und Ausrüstung. Oftmals ist der Dienstherr aber auch gar nicht in der Lage einheitliche Ausrüstung zu beschaffen.
    Stubendurchgang ist sowieso so gut wie passé. Ist ja schließlich der Intimbereich des jungen Jobbers. Soldat ist man ja höchstens kurzzeitig in der Grundausbildung zwischen 07:00 bis 16:30 Uhr. Dann ist eh Dienstschluss. Aber auch in der Grundausbildung geht es schon los. Man ist neuerdings auf Du und Du mit dem Zugführer und Gruppenführer. Ist ja auch viel netter so.
    Wohlfühlklima ist eben angesagt. Und wenn es regnet nutzt man einen Regenschirm. Nur Idioten würden stumpf weiterhin nass im Regen stehen bleiben, nur um soldatisch zu wirken.



    Das alles ist das Resultat einer krankhaften politischen Vorgabe aus Streitkräften ein international tätiges Unternehmen mit tollen Jobs zu machen, aktiv, attraktiv und anders sein zu wollen, vergewaltigter Innerer Führung, Vorgesetzten, welche auf jeder einzelnen Sprosse der Karriereleiter nicht anecken wollen und deshalb jeglicher Konfrontation in Sachen militärischer Ordnung aus dem Wege gehen.
    Man macht es sich einfach auf seinem Dienstposten bequem, lebt nach dem Motto "tu du mir nichts, dann tu ich dir nichts" und wartet. Wer nichts macht macht nichts kaputt und die nächste Beförderung ist ja eh garantiert. Passen Zahlen nicht, werden diese geschönigt. Ampel Grün Mentalität lässt grüßen. Wer bei all den Mißständen noch versucht gegen diese Windmühlen und Amtsschimmel anzukämpfen, der wird dann noch von der bürokratischen Lawine überrollt, oder findet im Regulierungswirrwar nicht mehr zurecht.

    Und all diese vielen Problemchen, Nadelstiche, geduldeten Inkompetenzen, mangelnde Fehlerkultur führt in letzter Konsequenz dazu, dass wir nicht mal mehr in der Lage sind unser Personal auszubilden. Da sind gerade mal 18 Tiger Piloten die "combat ready" sind doch gerade mal die Spitze des Eisberges.

    Kürzlich unterhielt ich mich erst mit einem General über Probleme in der Ausbildung. Und er vertritt genau die gleiche Sicht wie ich. Früher war die Bundeswehr stolz auf ihre Ausbildung. Man wurde immer eine Stufe höher ausgebildet als man gebraucht hat. Es war gute Ausbildung und das Niveau hoch. Bei den NATO-Partnern war man deswegen angesehen. Heute ist das Niveau nicht nur deutlich niedriger, wir haben nicht mal mehr die Möglichkeiten dieses niedrige Niveau zu halten. Man weiß es, man ist jedoch nicht mal mehr in der Lage das zu korrigieren.

    Was ist da schon ein Anzug... wir sind seit 61 Jahren ungeschlagen siegreich im Felde.
     
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  22. #20 Speedy#32, 11.06.2017
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    Speedy#32 Fluglehrer

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    @Tracer
    Das von dir Beschriebene kann man leider heutzutage auf viele Bereiche übertragen.
    Genau diesen Kampf führe ich auch in unserem Ortsverein und mein bester Kumpel bei der Polizei.
    Schade finde ich diesbezüglich, dass man beim Versuch etwas zu ändern gleich in eine extreme Ecke gestellt wird. Dabei haben "Ordnung und Disziplin" noch keinem jungen Menschen geschadet.
     
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