Roskosmos zieht Ausschreibung für neues Raumschiff zurück

Diskutiere Roskosmos zieht Ausschreibung für neues Raumschiff zurück im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; MOSKAU, 24. Oktober (RIA Novosti). Es ist unmöglich, mit den neun Milliarden Rubeln, die für den Zeitraum bis 2012 für das Projekt Clipper geplant...

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  1. malex

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    MOSKAU, 24. Oktober (RIA Novosti). Es ist unmöglich, mit den neun Milliarden Rubeln, die für den Zeitraum bis 2012 für das Projekt Clipper geplant wurden, ein neues bemanntes Raumschiff zu bauen.

    Das sagte der Stellvertreter des Chefs der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Viktor Remischewski, am Dienstag gegenüber RIA Novosti.

    "Wie bekannt, hat die Wettbewerbskommission von Roskosmos die Ausschreibung für die Konstruktion eines neuen wiederverwendbaren bemannten Raumschiffs zurückgezogen. Und ich stand an Spitze dieser Kommission", sagte Remischewski.

    "Wir haben die Sache einmal real betrachtet und begriffen, dass neun Milliarden Rubel bis 2012, davon etwa 500 Millionen Rubel bis 2010, völlig ungenügend sind, um ein neues Raumschiff zu bauen", sagte er.

    Laut Remischewski ist es notwendig, Dutzende Milliarden aus außerbudgetären Quellen zu schöpfen.

    "Außerdem gibt es jetzt auch Zweifel am Tragflächenschema des neuen bemannten Raumschiffs an sich - es ist nicht testiert worden und außerdem sehr kostspielig", sagte Remischewski.

    Der Stellvertreter des Roskosmos-Chefs berichtete auch, dass das Schiff 13 bis 14 Tonnen wiegen sollte und keine neue Trägerrakete zu seiner geplanten Fertigstellung zu Ende gebaut worden wäre.

    "Bei einem bemannten Flug ließe es sich auf keiner Trägerrakete ins All befördern, das Risiko für den Raumfahrer ist viel zu groß. Die neue Rakete Angara-3 ist noch kein einziges Mal geflogen, die modernisierte Zenit auch nicht, deshalb könnte es sich herausstellen, dass die Clipper sich nicht ins All bringen lässt", sagte Remischewski.

    Dabei betonte er, dass Roskosmos die Idee des neuen sechssitzigen wiederverwendbaren Raumschiffs, bekannt unter dem Namen Clipper, nicht fallen lasse. Die russische Weltraumbehörde wolle nach der Modernisierung der existierenden Raumschiffe vom Typ Sojus und der Einführung des neuen Weltraum-Verkehrssystems vom Typ Parom ("Fähre") auf diese Idee zurückgreifen.

    http://de.rian.ru/science/20061024/55099231.html

    Also obwohl der Staat zur Zeit soviel Geld hat, (Stabilitätsfond 70 Mrd $, Gold und Wärungs Reserven 266 Mrd $, Staats Profizit Jahrlich 30 Mrd $). Verstehen tun sehr wenige in Russland warum die Finanzierung von Raumfahrt so schlecht ist. Ist einwach nur Schade.
     
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  3. Nummi

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    :( Schade, aber wenigstens eine realistische Einschaetzung. Es ist allerdings ein herber Rueckschlag fuer das Clipper Projekt wenn nicht gar das Aus.
     
  4. #3 malex, 30.10.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.03.2010
    malex

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    Bereits im Dezember 2005, beim Treffen des Esa-Ministerrats in Berlin, hatte es einen ersten Versuch gegeben, die Mitgliedsländer für ein gemeinsames russisch-europäisches Raumfahrzeug zu begeistern. Diskussionsgrundlage war damals Kliper, das russische Konzept eines wiederverwendbaren Raumgleiters. Kliper sollte an der Spitze einer Rakete starten, sechs Kosmonauten ins All bringen und wie ein Spaceshuttle landen. Bei den Delegierten in Berlin fiel er allerdings durch. Nur sechs Millionen Euro kamen aus den Esa-Ländern für ein europäisches Engagement zusammen, 30Millionen hätten es sein müssen. "Schlecht konzipiert" sei die Idee gewesen, so die öffentlich geäußerte Kritik. Hinter vorgehaltener Hand war dagegen etwas anderes zu hören: Die Europäer wollten nicht in ein bereits festgezurrtes Projekt einsteigen - schon gar nicht als Juniorpartner.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,443901,00.html
     
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