Unbekannte He 162

Diskutiere Unbekannte He 162 im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Guten Abend werte Flugzeuggemeinde, beim Durchstöbern des weltweiten Netztes bin ich durch Zufall auf folgendes Bild gestoßen. Erst hat mich ja...

Moderatoren: gothic75
  1. #1 Tracer, 26.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
    Tracer

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    Guten Abend werte Flugzeuggemeinde,

    beim Durchstöbern des weltweiten Netztes bin ich durch Zufall auf folgendes Bild gestoßen. Erst hat mich ja diese Do 335 neugierig gemacht, beim genaueren Hinsehen, wo dieses Bild wohl gemacht wurde ist mir dieses He 162 Seitenleitwerk mit der restlichen Rumpftüte aufgefallen. Jetzt erscheint mir der Anstrich dieser vermeintlichen He 162 sehr kurios und die Kennung erstrecht. Weiß jemand welche Maschine das sein könnte? Ich lese WA + S?.
    Auf den Ort des Geschehens tippe ich stark auf Oberpfaffenhofen. Ist ebenfalls etwas über diese Do 335 bekannt? Bildquelle ist: Dornier Do 335 "Pfeil"

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  3. STK

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    Moin Tracer,

    da liegen aber die Reste von mehreren Maschinen rum, das Rumpfteil muss nicht on einer 162 stammen.
    Rechts liegt z.B. ein Tragflächenrest mit zwei Triebwerken rum, evtl. von einer Me-262.
    Worauf würde denn das von Dir abgelesene Fragment "WA+5?" hindeuten?

    Gruß aus dem Münsterland,

    Stefan
     
  4. Tracer

    Tracer Alien

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    Naja bei genauer Bildbetrachtung erkennt man eine Me 262 Tragfläche mit Jumo 004 Triebwerk. Ob der Trümmerhaufen davor vor dem Brand überhaupt eine komplette Maschine war weiß ich nicht. Ich vermute nicht. links vorne erkennt man das Heck und das verbrannte Seitenruder einer weiteren He 162 und ein weiteres Jumo 004. Der Rest zwischen dieser 162 und der 262 scheinen die verbrannten Reste der Tragfläche zu sein.

    Kommen wir nun aber zu "meiner" He 162. Fakt ist das Seitenleitwerk ist von einer 162. Es steht auf dem Kopf. Die Neigung des Höhenruders passt zur Position der Rumpftüte. Das spitz zulaufende Heck deutet ebenfalls auf eine 162 hin. Wenn ich mir die Personen im Hintergrund in Relation zur Rumpftüte ansehe bleibt für mich kein anderer Schluss, als dass es der Rest einer 162 ist. Auf dem Seitenleitwerk sind auch noch die 22 der Werknummer erkennbar. Vom Anstrich her ist sie sehr ähnlich lackiert wie die He 162 M20, WerkNr. 220003, welche in München Riem gefunden wurde.
     
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  5. #4 Friedarrr, 26.12.2018
    Friedarrr

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    Ja, für mich ist das auch das Heck einer He 162. Und Obi kommt auch hin, denn im Hintergrund erkennt man den Kirchturm von Frohnloh.

    Das WA auf einer HE 162 habe ich schon mal gesehen...nur wo??
     
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  6. #5 Junkers-Peter, 26.12.2018
    Junkers-Peter

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    Zumindest deutet das Kennzeichenfragment "WA" auf eine ehemals in Rechlin beheimatete Maschine hin. Ich habe hier - aus Berichten des technischen Außendienstes von Jumo - eine Me 262 WA+TA (W-Nr. 130164) und eine Me 262 WA+02 (170057). Die beiden 262 sind Mitte/Ende 1944 in Rechlin nachweisbar. Die Rechliner haben ihren Flugzeugen 1944/45 recht merkwürdige Bezeichnungen gegeben, so u.a. nach dem Erprobungsbereich E2+01 (E2 = Abt. Zellenerprobung in Rechlin) oder E3+03 (Abt. Triebwerkserprobung). Vielleicht hat "WA" etwas mit Waffenerprobung tu zun? Keine Ahnung. Jedenfalls handelt es sich nicht um ein klassisches Stammkennzeichen. Die gabs mit "W" am Anfang nicht.

    Leider habe ich nicht die He 162-Literatur, um nachzuprüfen, ob es entsprechende 162 mit WA-Kennzeichen gab.

    Auf dem Foto ist auch noch mindestens ein BMW 003 zu sehen, wahrscheinlich zur 162 gehörend.

    Oberpfaffenhofen würde insofern Sinn machen, als kurz vor Kriegsende viele Rechliner Maschinen nach Bayern überführt worden sind.
     
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  7. kkair

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    In dem Buch "50 Jahre JaBoG 32" von Werner Bischler ist im Anhang auf Seite 358 folgender Hinweis vermerkt. Die gesamte Erpronungsstelle Rechlin ist am 23.03.45 in Lechfeld eingetroffen. Im April 1945 sind folgende He 162 A der Erprobungsstelle in Lechfeld nachweisbar: E2+51, E2+52, E2+53 (E3+53???), E3+51 und E3+52. Farbgebung war überwiegend RLM 02.
     
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  8. #7 Friedarrr, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
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    Über Rechlin findet man im Netz nur die V1+IP?

    Die Do 335 dagegen ist die 240101 (Schreibfehler 240161). Ging gemeinsam mit der bekannten 102 nach USA
     
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  9. #8 STK, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
    STK

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    Moin zusammen,

    ich habe mal den entsprechenden Ausschnitt vergrößert und um 180° gedreht, da das Heckteil der He 162 ja auf dem Kopf liegt:

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    Dabei könnte es sich sowohl um die Kennung WA+51 als auch WA+91 handeln ... bin mir aber noch immer nicht sicher, ob die Kennung wirklich zum Leitwerk gehört.
    Andere Frage: Wie oft kam es eigentlich vor, dass sich die (W?-)Nr. 12 ... bei der He-162 oben auf dem Leitwerk befunden hat, ich kenne sie bislang immer nur unten.
    Ich bin allerdings auch nur ein interessierter Mitleser in diesem Thread. Sagt Bescheid, wenn meine Fragen nerven.

    Gruß aus dem Münsterland,

    Stefan
     
  10. #9 Tracer, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
    Tracer

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    Also bei der Werknummer sehe ich da eindeutig eine 22, keine 12. Wenn man die Farben umkehrt sieht man es noch deutlicher. Auch behaupte ich zu sagen, dass das A eine andere Farbe als das W hat. Eventuell weiß? Interessant allemal ist die Art des Tarnanstriches. Der Rumpf scheint nur an den Seiten abgetarnt worden zu sein.

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  11. #10 Tracer, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
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    Im alten FLUGZEUG Profile der He 162 von Griehl tauchen zwei He 162 mit WA-Kennung auf. Die He 162 M11, WerkNr. 220017, WA+?? als Musterflugzeug mit Jumo 004 und Mk 108 Waffenanlage am 14.02.45 in Mödling im Umbau, sowie die M12, WerkNr. 220018, ebenfalls Musterflugzeug Jumo 004 mit MG 151/20 am 14.02.45 in Mödling umgebaut. Die weiteren Kennzeichen sind allesamt VI+...

    Eine Quelle im Internet besagt, dass die M11 am 01.04.1945 zerstört wurde. "It was one of a number of aircraft destroyed on 1 April 1945." Das könnte natürlich als Erklärung dienen. Jetzt wäre natürlich die Frage, wann wurde Oberpfaffenhofen bombardiert.
     
  12. STK

    STK Flieger-Ass

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    Moin Tracer,

    bei der "22..." stimme ich Dir zu, ebenso bei dem Farbunterschied zwischen "W" und "A".
    Eventuell weißes "W" und gelbes "A"?
    Alles nur Vermutungen, aber auf jeden Fall spannend ...

    Gruß aus dem Münsterland,

    Stefan
     
  13. #12 gothic75, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2018
    gothic75

    gothic75 Alien
    Moderator

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    Bevor die ersten Meldungen kommen spreche ich das mal an weil es sich nicht um externe Bilderlinks handelt und ihr die Bilder selbst hochgeladen habt.

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    Edit.....Danke für die Änderung
     
  14. Tracer

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    Ich hab geahnt, dass das kommt... jetzt fühl ich mich viel besser.
     
  15. Tracer

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    Ja ich persönlich würde auch auf weißes W, gelbes A tippen. Spannend ist das allemal.
     
  16. #15 ManfredB, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
    ManfredB

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    Auch ich bin nur interessierter Mitleser und finde es sehr spannend, ob noch ein Foto der gesuchten Maschine auftaucht, das es im (relativ) intakten Zustand zeigt.
    Zur Position der WerkNr. am Seitenleitwerk: diese konnte unten, aber auch oben angebracht sein:
    z.B. bei der He-162, M20, WerkNr. 220003, "VI+IM" ==> deeplink ==> google books
    oder bei der M34, WerkNr. 220022 ==> link

    Anm.: Languste = Heinkel Süd im unterirdischen Werk in Mödling bei Wien ==> LINK
     
  17. 78587?

    78587? Space Cadet

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    Ich sehe:
    3 x BMW 003
    2 x Leitwerk He162
    2 x Jumo 004

    .
     
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  18. Poze

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    Im Buch von Forsyth und Creek wird eine WA+51, M30, WerkNr. 220013 genannt, welche zur Erprobung mit MG 151 ausgerüstet wurde. Die hatte Erstflug am 24.02.45 und war für das „Erprobungskommando Lechfeld" vorgesehen.
     
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  19. #18 ManfredB, 27.12.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2018
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    Demnach eines der Vorserienflugzeuge ==> Heinkel He 162 'Volksjäger' (People's Fighter)

    ==> HIER wird die M30 allerdings als "VI+IW" gelistet, Verbleib unbekannt ...
     
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  21. Poze

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    Laut meiner o. g. Buchquelle wurde M30 als VI+IW gebaut, aber später zu WA+51 umgezeichnet.
     
  22. #20 ManfredB, 28.12.2018
    ManfredB

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    Oberpfaffenhofen war mehrmals das Ziel alliierter Bomber, so der schwerste in der Nacht am 18.März 1944 (==> LINK). Für den 01. April 1945 habe ich nichts finden können. Die Dornier-Werke waren auch am 09.April 1945 wieder ein Ziel der USAF (==> LINK).
    Wenn die ESt Rechlin ihre He 162 erst am 23.April 1945 nach Lechfeld verlegte, kann die M11 nicht mit dabei gewesen sein, sie muss dann schon vorher in Bayern gewesen sein.
    Es bleiben m.E. also immer noch Unklarheiten bezügl. der zerstörten Maschine.
     
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Moderatoren: gothic75
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